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Wilhelm von Boddien


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(2749)
(2349) Maus
Fri, 23 July 2010 11:54:56 +0000

Beschlossen wurde vor 6 Wochen, 2014 mit dem Bau zu beginnen. Rainer Bomba (CDU), der CSU nahe stehend, möchte, dass bereits 2013 begonnen werde.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/303808/303809.php

Das darf den Leser nicht verwundern, denn im Herbst 2013 sind Bundestagswahlen. Da bringt die Hasst, mit dem Bau doch zu beginnen etliche Vorteile.

Da die konservativen, (oder einstmals etablierten „Volksparteien“) ein Fiasko befürchten müssen, und dass Schloss-Denkmal ja doch als Symbol wahrgenommen wird, würde eine Umorientierung durch einen etwaigen Politikwechsel nur als weitere Schlappe, und damit als ein weiteres Zeichen des Abstiegs wahrgenommen werden.

Die unterstreichenden Proteste gegen das Projekt, als es zu recht im Sparpaket aufgenommen wurde, sind nun erst einmal verebbt, und die Befürworter wagen sich wieder hervor.

Neuorientierung? – weit gefehlt, man macht weiter wie zuvor, verbläst das Geld der Allgemeinheit für Prestigeobjekte, mit denen man ja doch nur blenden möchte, statt eine offene, und ehrliche Politik zu machen.

Die Mitglieder, die bereits seit Jahren in Deko-Platten für die Fassaden investieren, und Architekten beauftragt hatten, werden viel daran legen, dass das ungeliebte Vorhaben umgesetzt wird. Jegliche noch so sinnige Argumentation wird hier vergeblich sein.

Man kann nur hoffen, dass durch weitere Parteiaustritte (wie jüngst aus der FDP) Zeichen gesetzt werden.

(2348) berlinfreund
Wed, 21 July 2010 18:52:06 +0000

Allen Miesmachern und Bedenkenträgern zum Trotz - Neueste Meldung in Berliner Presse und rbb-Abendschau:
Bau-Staatssekretär Bomba versprach: „Wir bauen ein schönes Schloss mit barocken Fassaden und natürlich mit einer Kuppel.“
Und ausgerechnet Berlin mit seinem geringsten Kostenanteil (aber dem größten Nutzen!) hilft jetzt die anfallenden Kosten zu bestreiten.

(2347) Maus
Thu, 8 July 2010 16:49:33 +0000

"... aus der bürgerlichen Mottenkiste des 19. Jahrhunderts ..."

Mosebach hier zu finden darf nicht verwundern. Der Leser darf sich ausnahmsweise einmal von der Internetenzyklopädie Wikipedia, unter dem Punkt "Kritik", ein wenig zu diesem Schriftsteller anlesen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Mosebach

___

Aus dem unten verlinkten FAZ-Artikel:

"... Gründerzeitwohnungen sind dann auch die Übertragung des Schloss-Ideals in bürgerliche Verhältnisse ..."

___

Nun, der Beitrag (2347) läßt sich sehr gut zur Untermauerung meiner letzten Ausführungen unten heranziehen. Es passt doch alles sehr gut zusammen. Natürlich braucht die neoliberale Prominenz repräsentative Schlösser, um sich genau so, wie vor mehr als hundert Jahren auch, selbst zu feiern, sich als den neuen "Adel" betrachtend, und architektonisch auf diesen anspielend. Natürlich hat die Gründerzeit "Schmock" hervorgebracht.

Den Gästen hier empfehle ich nur einmal den ersten Kommentar in der FAZ nachzulesen.

___

Die geistige Eindimensionalität, die hier wie da nicht überwunden werden kann, lässt sich eben auch daran erkennen, dass nicht erklärt werden kann, w a s denn "modernes Bauen" beinhaltet. Keine Frage, es gibt gute und schlechte, oder sagen wir auch, unangebrachte Architektur. Das aber heute und auch gestern!

In der FAZ heißt es weiter, zum Schloss der Gründerzeit: "... das wurde nun in großen Wohnvierteln tausendfach für Beamte und Professoren, für Ärzte und Anwälte verwirklicht .."

___

Ganz genau, - nämlich für eine Gesellschaft, die wie die Monarchie repräsentieren wollte, sich vom Rest dadurch abgrenzte, und das architektonisch zum Ausdruck brachte, schön, aber auch a u t o r i t ä r - Architektur ihrer Zeit eben.

Sollten jene wieder an Land gekrochen kommen, die die großen Gräben in der Gesellschaft haben möchten? So gross, das keiner hinüberkommt?

(2346) Horst K.
Thu, 8 July 2010 13:37:36 +0000

Wider das heutige Bauen

Und wir nennen diesen Schrott auch noch schön

Gerade hat Deutschland den „Tag der Architektur“ gefeiert. Wieder wurde das Recht unserer Zeit auf eigenen, unverwechselbaren Ausdruck beschworen. Doch was ist all das in Beton gegossene Millimeterpapier unserer bauwütigen Epoche gegen die Schönheit der verschwindenden europäischen Stadt?

Von Martin Mosebach

http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E77FA358233D54F8DB2ABF33ACCF7835A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2345) Volker
Wed, 7 July 2010 15:45:37 +0000

In die bestehenden Schlösser und Museen gehen die Leute -Einheimische, wie Touristen aus aller Welt- aber offensichtlich außerordentlich gerne. Diverse Königshäuser finden Leute verschiedener politischer Anschauung sehr "verfolgenswert".
Über Preußen muss man sich einfach mal konkret richtig informieren. Nur am Käse knabbern und murren ist aber deutlich gemütlicher, gebe ich zu. :-)
Mich langweilt sowas allerdings auf Dauer.
Aus wirtschaftlicher und kultureller Sicht ist die aus vorgeschobenen PR Gründen eingeleitete "Verschiebung" ein Trauerspiel für Deutschland, Berlin und weit darüber hinaus.
Hoffentlich klappt's (bald mal)!
Ich wünsche dem Humboldtforum in den Schloßfassaden viel Erfolg und
Herrn von Boddien danke ich sehr für seinen unermüdlichen Einsatz für dieses
begeisternde Projekt!
(Kurzer Tipp: Man sollte die Idee des Humboldtforums in den Schloßmauern/-fassaden durch berühmte Menschen wie z.B. Fußballer also verschiedene Sympathieträger ins Volk tragen.)

Mit besten Grüßen
Nicht das Volk, aber immerhin ein Volker ;-)

PS: Übrigens haben die sich selbst und freiheitsbewussten Polen es schon anfang der 70er (also sogar in kommunistischen Zeiten) geschafft, ihr Schloss wieder aufzubauen. Dafür gab jeder Bürger ein (auf polnisch) "Ziegelchen" genannten Obolus. Das ging da Ratzfatz. Gerne können die Deutschen sich jetzt bald mal ein Beispiel daran nehmen. Zudem gibt es viele Leute aus dem Ausland die diese Idee auch begeistert und die spenden würden, was mich besonders glücklich macht.

(2344) Maus
Wed, 7 July 2010 14:30:08 +0000

Ich halte es für höchstbedenklich manipulativ mit Begriffen wie, "wir Deutsche" eine imaginäre "Volksmeinung" zu konstruieren. (Beiträge 2342, 2343) Es gab ein Votum für ein "Humboldtforum" mit 3 nachgebildeten Schlossfassaden. Die Umstände, die überhaupt bis zu dieser Entscheidung führten waren überaus fragwürdig.

Wenn sich unsere Abgeordneten bemüht hätten, Schaden vom Volk abzuhalten, hätten sie nicht diese Kulturpoltik betrieben. Dieser Schloss-Reko-Verein stellt nur eine Klientel dar, die von eigenützigen Interessen motiviert, bewußt die "politische Karte" gespielt hat.

Es ist unerträglich den infamen Ränken einiger Mitglieder zuzusehen, welche sich nicht unterstehen den billigsten Populismus hier zu verbreiten.

___

"Preußen lebt" / "Schaden vom Volk abwenden" / "Errungenschaften unserer Väter" /
"Verdienst der arbeitenden Generationen" / "Zukunft unserer Kinder" / "Hochverrat"

___

Man fragt sich, welche Lektüre solche Zeitgenossen konsumieren und sich aneignen. Noch bedenklicher ist es, dass man jenen von staatlicher Seite beigesprungen ist.

___

Das Schloßfassaden-Spiel ist nur ein Abbild der Situation, und der politischen Verhältnisse in unserem Land. Über die Köpfe hinweg werden Bedürfnisse von einflussreichen Minderheiten bedient, auch wenn jegliche Rationalität, gesunder Menschenverstand, ja sogar Kunst und Wissenschaft, und damit die Bildung dem entgegenstehen.

___

20 Jahre lang unfähig, sinnvoll zu begründen, warum man so ein Denkmal errichten soll. Der kulturpolitische Schaden ist hoch, dadurch, dass man sich auch noch als Rechtfertigung für eine völlig fehlgeleitete Politik, die sich durch nichts anderes als primitivste Machtkungeleien erklären läßt, mittels ergebenen Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, einen Scheinzweck ausdenkt um eine Attrappe mit "Sinn" zu füllen.

In welcher Weise wäre denn zudem eine "Medien-Maschine Humboldt-Forum" eingesetzt worden? Ist es nicht wahrscheinlich, dass man mit so einer zentralistisch aufgebauten "Apparatur", an einer Stelle mit hoher Aufmerksamkeit, leicht und wirksam Signale setzen möchte, vielleicht um für die neue Rolle der Deutschen auf dem Globus zu sensibilisieren?

___

Die Gräben verlaufen aber nur deshalb durch die Politik, weil sie bereits schon in der Gesellschaft vorhanden sind. Von Gewicht auch hier wieder, Klientels, die obwohl in der Minderheit, ihre Privilegien mittels Einfluss durchdrücken.

Demgegenüber steht eine oberflächlich informierte, und zudem passive Öffentlichkeit, die alles geschehen läßt.

Viele Grüße

(2343) Bernd Schmieder
Sun, 27 June 2010 00:01:36 +0000

Vielen herzlichen Dank für das "Berliner Extrablatt".
ich werde es verschlingen und dasnn weiterreichen.
MfG aus Köpenick

(2342) Prutzi
Wed, 23 June 2010 20:59:18 +0000

Liebe Frau Merkel, wir Deutschen wollen das Schloss in der Mitte Deutschlands. Nehmen Sie doch endlich einmal Ihren Auftrag ernst! Schaden vom Volke abhalten, das Glück mehren...
Sie scheinen da etwas mißverstanden zu haben: Sie verjubeln die Errungenschaften unserer Väter, verhökern den Verdienst der arbeitenden Generatiion und was das schlimmste ist: Sie killen die Zukunft unserer Kinder! SCHÄMEN Sie sich!
Irgendwie riecht mir das nach einem Tatbestand, den es heute so nicht mehr gibt: Hochverrat!

(2341) Prutzi
Wed, 23 June 2010 20:55:27 +0000

PREUSSEN lebt! Auch wenn eine Frau Merkel längst Geschichte ist. Die Dame scheint neuerdings ihre verklärte heimliche Zuneigung zum kapitalen Sozialismus recht offen zur Schau zu tragen.
Und nun noch aus parteipolitischen Spielchen einen beim Volke gänzlich unbeliebten Politiker durchboxen, Pfui deibel!
Die Dame meint wohl, sie trüge eine Krone. Aber dann braucht man doch ein Schloß...

(2340) Walter Ulbricht, Schlosssprenger + Städtebaugenie
Wed, 23 June 2010 19:40:46 +0000

Liebe Frau Merkel,
ich danke Ihnen für ihre Entscheidung, das Berliner Schloss erstmal nicht zu bauen! Sie sollten es garnicht wieder aufbauen, denn ich, das große Städtebau-Genie habe es doch sprengen lassen! Es mag ja sein, dass dieses Schloss einer schönsten Barockbauten nördlich der Alpen war, aber unser Aufmarschplatz, auf dem wir zu preußischen Märschen marschierten, war viel schöner: Hier spürte man durch die gewaltige Leere geradezu die neue ideale Welt des Sozialimus. Im übrigen stand das Schloss symoblisch für Wilhem2 und vor allem für Adolf, der ja ganz in der Nähe im Lustgarten immer seine Reden gehalten hat. Kurz: Das Berliner Schloss ist grundsätzlich für alles schlechte in der Deutschen Geschichte verantwortlich! Es musste weg! Wir hätten damals in unserer DDR noch viel mehr Schlösser sprengen lassen sollen, diese schrecklichen Relickte des Feudalismus.
Wenn Ihr schon doch unbeding dort bauen wollt, dann bitte wieder so einen avangardistischen Bauhauskasten aus Glas und Stahl. Wie schreibt doch die FAZ, von der ich niemals Schützenhilfe erwartet hätte: Ideen für was neues! Die ungeheuer spannenden Fassaden am Alex oder am Leipziger Platz sind doch ein tolles Vorbild!

(2339) Bernd Schmieder
Wed, 23 June 2010 17:23:22 +0000

warum wurde eigentlich die Platane `98 gefällt ?

(2338) Bernd Schmieder
Wed, 23 June 2010 17:13:16 +0000

@MitteinsHerz
Ohh, ist das wieder peinlich ! Ich hatte nicht die Startseite sondern das GB in die Favoriten gesetzt.
Da habe ich dann gesucht und gesucht...
Ich habs jetzt gefunden, vielen Dank !!
... übrigens : versuchen Sie mal in (Ost)berlin einen Augenarzttermin zu bekommen ! Gut, das es Dussligkeit und nicht eine Sehschwäche war :-)
---
Übrigens : Die Idee mit dem Luxushotel hat was, ins Schloß konnte ja auch nicht immer jeder rein. So wäre die Finanzierung gesichert und Berlin hätte durch die angeschlossene Gastronomie wieder einé neue möglichkeit, mal jemanden gehoben auszuführen.
Gruß Bernd Sch.

(2337) Ralf Wendel
Wed, 23 June 2010 12:52:09 +0000

@ Horst Ahlen.

Genau so sehe ich das auch. Oder man teilt sich dieses riesige Gebäude. Ein Teil Museum (Dann müßte man die tolle Idee des Humboldt-Forum nicht begraben), ein Teil Hotel und ein Teil Restaurant. Wenn das Braunschweiger Schloss auf die Gelder des Staates, des Landes oder der Stadt angewiesen gewesen wäre, stünde es mit großer Sicherheit bis heute noch nicht. Auf die Politik kann man sich schon lange nicht mehr verlassen. Es genügt wenn einem Bauvorhaben zugestimmt und es genehmigt wird. Für die Finanzierung ist der Staat viel zu krisenanfällig. Wird eine neue Regierung gewählt, sehen die Dinge schon wieder ganz anders aus. Ich finde es auch sehr traurig und ärgerlich, daß eine Hand voll Abgeordneter darüber bestimmen kann wie sich die Zukunft der Stadtbilder entwickelt. Viel zu oft werden subjektive und höchst persönliche Vorlieben durchgesetzt.

(2336) Horst Ahlen
Tue, 22 June 2010 21:50:54 +0000

Angesichts der knappen Kassen des Bundes,denke ich wird das Schloß nicht gebaut oder wenn überhaupt in abgespeckter Form.Darum schlage ich vor,wie schon mal
in der Disskusion:Das Schloß in privater Trägerschaft aufbauen.Ich denke dafür wird es Geldgeber geben.Die Nutzung müßte natürlich komerziell erfolgen.z.B. als
Luxushotel.Der Schlüterhof und auch ein großer Innenraum könnten als Kozertbühne öffendlich genutzt werden.Desweiteren könnten Restaurationsraume für die
Öffendlichkeit genutzt werden.Mit diesem Plan könnte der öffendliche Steiersäckel geschont werden.Das würde die Politik sicherlich begrüßen.
Westfale

(2335) MitteinsHerz
Tue, 22 June 2010 14:24:51 +0000

(2335)...Halt ich jetzt für überflüssig und für nicht sonderlich witzig, diesen Eintrag, zumal die Frage aus (2333) bei der Vielfalt dieser Seite durchaus nicht gänzlich unangebracht war. Aber wenn Ihr Nickname Programm ist, dann befinden Sie sich hier eindeutig auf der falschen Seite. Bis dato hielt dieses Gästebuch, bei aller Gegensätzlichkeit der Einträge, zumindest ein gerüttelt Maß an gehobenen Niveau. Es wäre schön, wenn dieses auch so bliebe. Danke.

(2334) Wilma Bumsen
Tue, 22 June 2010 12:25:43 +0000

Verzeihung bitte. Wo finde ich auf dieser Seite denn eigentlich das Gästebuch?

Für Hinweise bin ich sehr dankbar.

(2333) MitteinsHerz
Tue, 22 June 2010 11:28:27 +0000

...Tja Herr Schmieder, ganz offensichtlich sollten Sie sich dringend um einen Termin bei Ihrem Augenarzt bemühen. ;-)
Wenn Sie auf der Startseite die oberen drei Buttonleisten anschauen, dann die untere Leiste davon auswählen, und dann auf den 3. Button von rechts klicken, um dann im nächsten Bild die PDF Datei unter "hier" anzuklicken, kommen Sie unweigerlich zu der mehrfach hier angeforderten PDF Datei:
http://berliner-schloss.de/de/extrablattpopup.aspx

Eigentlich ganz einfach, wenn man sich bemüht... ;-)
Gruß
MiH

(2332) Bernd Schmieder
Tue, 22 June 2010 05:16:37 +0000

Bitte eine Frage : Wo finde ich das "Berliner Extrablatt" ? Ich bin wohl blind :-(
Danke !

(2331) Rolf
Mon, 21 June 2010 17:55:10 +0000

Mal eine Frage an den Verein:
Woher nehmen Sie eigentlich die Gewissheit (naive Zuversicht?), dass der Schloss-Bau 2013 begonnen wird?? Auch wenn die Minister Ramsauer und Neumann dies wollen (gut so!!), so ist es doch offensichtlich, dass dies schlossfreundliche Einzelstimmen sind und dass diese neoliberale Regierung ganz andere Interessen hat (sie verbrät lieber 1,5 Mia. Euro für "Stuttgart 21" oder verschenkt Steuermilliarden an die Banken). Das Schloss hat leider keine Lobby, erst recht nicht bei Frau Merkel!

(2330) S.Hartmann
Mon, 21 June 2010 12:13:21 +0000

@ Webmaster

Na dann, ich bin von der französischen Seite drauf gegangen und da hakt Ihre Seite immer etwas.

(2329) DieterMuc
Mon, 21 June 2010 07:20:53 +0000

(2320) Rosa Luxemburg
Mon, 14 June 2010 01:28:44 +0200

Was dieser User da schreibt ist doch wirklich noch eine alte Rote Socke,unbelehrbar.Es ist ein Wahnsinn was die Kommunisten sich erlaubt haben solch ein Schloss ab zu reißen.Man hat doch gesehen was diese Brut hinterlassen hat.Ich meine nur die oberen in der Regierung man denke nur an wandlitz.Das Volk wurde ausgenutzt und eingesperrt in ein riesen Gefängnis Man denke nur an die Nationalhymne da sieht man das sie die ( DDR) nur in den Abgrund gezogen haben und nichts erreichten.Gut das es diese Brut nicht mehr gibt .
Das Schloss muß wieder aufgebaut werden !!!!!!!!!!!!!!

(2328) S.Hartmann
Thu, 17 June 2010 10:51:07 +0000

@Webmaster

Ich warte schon seit Wochen auf die versprochene PDF-Version des "Extrablattes".

Scheinbar kommt auch hier, wie beim gesamten Schlossprojekt, nichts in Bewegung. ;)



(2327) Steffen F.
Wed, 16 June 2010 20:41:35 +0000

Werte Mitstreiter, was erwarten Sie von deutscher Politik? Würde es dort größere Mengen intakten Hirns geben, wären wir nicht in der Krise.
Es ist eine Schande, für was sich die gewählten "Volksvertreter" hergeben. Ihr Verhalten ist nicht demokratisch, man gibt sich nur den Deckmantel. Das Schloß scheint aufgegeben. Hätte sich der Staat nur nicht in das Vorhaben eingemischt, hätte man es wie in Dresden bloß einer Bürgerinitiative überlassen. Dann hätten wir ein "echtes" Schloß und die Spenden würden reichhaltig fließen.
Überall wo sich der Staat und seine unsägliche Mittelmaß- und schwächliche Zauderpolitik einmischt, entsteht bestenfalls Mittelmaß, zumeist aber nur Kpmpromisse auf kleinstem Nenner, die dann wirklich niemandem mehr gefallen.
Eine Schande ist das! Nur weiter so, es wird Zeit, daß neue Parteien entstehen!

(2326) Kreuzberger
Tue, 15 June 2010 21:25:40 +0000

Eine aktuelle Leserbefragung des Tagesspiegels ergab immerhin einen Anteil von stolzen 82,9%, die sich gegen einen Aufschub des Baus des Humboldtforums/Schlosses aussprachen.
Das ist auch kein Wunder, wenn man einmal vor Ort die Tristesse dieser riesige Brache im historischen Zentrum Berlins auf sich wirken lässt. Sollen wir etwa mit der größten Dorfweide Europas werben?

(2325) Dr.Otto Goergen
Tue, 15 June 2010 20:04:28 +0000

Berliner Schloß
Dem normalen Bürger ist der Zick-Zack-Kurs der Politiker um den Wiederaufbau des Schlosses nicht mehr vermittelbar.
Berlin hatte nach über 40-jähriger Teilung einen riesigen Nachholbedarf an erhaltenden u.neuen Investitionen,was bisher auch gut gelöst wurde.Zur Vervollkommnung von Berlin-Mitte gehört der Wiederaufbau des Schlosses unbedingt dazu,nicht in einer modernistischen Beton- u.Glasarchitektur,sondern mindestens in der geplanten Ausführung.
Die Sprengung des relativ wenig beschädigten Stadtschlosses durch die damalige DDR-Führung war einfach eine Schande.Man wollte den preußischen Geist-engstirnig reduziert auf den Militarismus-töten.
Berlin als Hauptstadt Preußens u.später Deutschlands war eine Weltstadt der Wissenschaft und Kultur.Namen,wie Humboldt,Planck,Einstein,Mommsen,Fichte,Hegel,vieler Künstler u.Politiker zeugen davon.
Nicht verwunderlich ist die hohe Ablehnungsquote der Berliner selbst gegen den Wiederaufbau,denn es ist kaum zu erwarten,daß die ehemaligen DDR-Hauptstädter,die heute noch Erichs Lampenladen nachtrauern,dafür sind.Daher kann eine Abstimmung nur auf Berlin bezogen nicht objektiv sein.Berlin ist die Hauptstadt der BRD,also haben alle Deutsche mitzuentscheiden.Wie vorbildlich identifizieren sich doch Bürger u.Politiker in anderen Ländern mit ihren Hauptstädten.Paris,London,sogar Potsdam sind beispielhaft für eine gelungene Stadtarchitektur,wobei der Erhaltung ihrer historischen Gebäude eine Vorangstellung eingeräumt wurde.
Dagegen ist die deutsche Hauptstadt Berlin bei den Bundespolitikern immer noch nicht angekommen,da einfach zu viele in partikularistischen Kleinstaatsdenken befangen sind.
Die Folgen:
-ein unwürdiges Gezerre für oder gegen den Wiederaufbau des Stadtschlosses,gar bis zu dessen völligem Verzicht.
-Ministerien heute noch in Bonn,deren Personal per Flugzeug hin u hertransportiert wird,ein betriebswirtschaflicher u.ökologischer Schwachsinn
-Sonderkonditionen für den Umzug der Politiker mit Anhang nach Berlin(Lockvogelangebot),pure Steuerverschwendung.
All dies wäre in der Privatwirtschaft undenkbar.
Bei allem Verständnis für notwendige Sparmaßnahmen,sollten gerade die Politiker nicht vergessen,sich diesmal selbst miteinzubeziehen.Die Vermeidung von jährlichen Steuerverschwendungen in 2-stelliger Milliardenhöhe,die Gelder zur Stützung der Banken u.des Euros hätten zu einer grundlegenden Sanierung der BRD.zur Zufriedenheit aller ausgereicht,Schlossbau inclusive.
Der Schlossbau muss jetzt (2011),wie vorgesehen beginnen,alles andere wäre das endgültige Aus dieses Projektes.Grün- uParkanlagen gibt es in Berlin ohnehin genug.
Drum,liebe Politiker,gebt den Berlinern und den Deutschen ihr Schloss wieder,die Touristenströme werden wachsen u.die Spendenschleusen sich öffnen.


(2324) barockkater
Tue, 15 June 2010 10:02:17 +0000

Geschichtsfeindlichkeit und den Hang zur Verdrängung gab es aber auch im Westen - es ist sehr viel "kleine Architektur" beseitigt worden (anders als im Osten, wo sie notgedrungen weiter genutzt werden musste)und 1960 wurde unerhörterweise das Braunschweiger Schloss gesprengt. Im Osten kam natürlich noch die ideologische Komponente dazu und wohl besonders auf Ulbrichts Aktivitäten hin sind die Sprengungen der Schlösser in Berlin,Potsdam und Schwedt zurückzuführen.Die Dresdner Schlossruine wurde mühsam vor den politischen Sprengmeistern gerettet und der Wiederaufbau begann in der Spätzeit der DDR, als das Verhältnis zu diesen Dingen wieder besser wurde.
Ob die Wiedereinführung der D-Mark bei der Finanzierungsmisere helfen würde, ist nicht sicher.
Im Grunde schädigt uns hier die global agierende Diktatur der Superreichen, die ohne Rücksicht auf Verluste immer mehr haben will und u.a. für kulturelle Zwecke immer weniger übriglässt. Solange hier nicht wirksam gegengesteuert wird (u.a.demokratische Kontrolle der Finanzmärkte und gerechte Besteuerung) wird es u.a. auch für das Berliner Projekt immer finsterer aussehen...


(2323) Leo S.
Mon, 14 June 2010 21:36:26 +0000

Die DDR ist die Fortführung des Totalitarismus auf deutschem Boden gewesen. Alles Historische mußte weichen. Wie Hitler Germania anstelle Berlins wollte, wollten die sozialistischen Nachfolgeschwachköpfe eine Art Stalin-Vorzeigestübchen mit Aufmarschzone.
Was mich schockiert ist, daß unsere verantwortlichen Politiker nun Brache zementieren. Oder glaubt Frau Merkel allen Ernstes, diese Legislaturperiode zu überleben? Oder das die Sozialisten und Kommunisten danach ein Gebäude des "Klassenfeindes" wieder errichten?
Denk ich an Deutschland in der Nacht...
Macht den Euro platt und alles wird wieder gut. Führende Ökonomen bestätigen das. Und dann ist wieder Geld für ein Schloß da! Für ein echtes Schloß!

(2322) Erik
Mon, 14 June 2010 13:10:58 +0000

Also wirklich! Was sollte das von der DDR Regierung? Das Schloß einfach so zu sprengen, nur weil es ein Zeichen des preußischen Absolutismus war! Und dann diesen hässlichen Palast der Republik dort hinsetzen. Da kann ich mich immer wieder drüber aufregen. Die alten Gebäude sind die schönsten Gebäude.

(2321) barockkater
Mon, 14 June 2010 08:58:54 +0000

Die Idee des Humboldtforums an sich ist nicht schlecht, allerdings sollte man mehr Rücksicht auf die ehemaligen Strukturen des Schlosses nehmen , also Kuppel, Ostteile und zumindest die spätere Option auf die wichtigsten Treppenhäuser und Innenräume - ansonsten bleibt ja auch noch genug Raum für moderne Nutzungen wie das Humboldtforum - es wäre nicht schlecht, wenn das jetzt als "Denkpause" für eine Überarbeitung des Entwurfs genutzt würde, denn bei soviel Stella und so wenig Schlüter habe ich auch irgendwie Bauchschmerzen...
Tja, Sparen ist populär und da kann man als Budesregierung mit dem Berliner Schloss "Furore" machen und ablenken und eine Menge "Gutmenschen" fallen wieder mal drauf rein. Allerdings ginge dieser Schuss nach hinten los und prozentual vom "Sparpaket" bringt das obendrein sehr wenig.
Man sollte vielmehr mal bedenken, dass die "starken Schultern" (also die ganz Reichen) in diesem Lande immer weiter entlastet wurden und dass das unerhörterweise in der jetzigen Situation auch weiterhin getan wird ! Kein Wunder, das Geld fehlt !
Ausserdem denke man mal an die Milliarden die den Bankstern hinterhergeschmissen werden ! Spendenwütig scheinen diese Herrschaften obendrein nicht zu sein...
Da liegt das Finanzierungsproblem , nämlich hauptsächlich auf der Einnahmenseite des Staates - wenn die o.k. ist, sollte es in einem so reichen Land doch möglich sein.
Man denke auch mal an das 1971 - 1984 ebenfalls aus dem Nichts wiederaufgebaute Warschauer Königsschloss -man kann, wenn man nur will...


(2320) Befürworter.
Mon, 14 June 2010 05:27:58 +0000

Was gibt es an diesem Ort besseres als die Erweiterung der Museumsinsel?!! Die Idee des Forums ist kein Humbug, sondern genial. Und die Ausstellung lässt sich auch noch erweitern. Zu den Befürwortern des Projektes gehört übrigens auch die Bundeskanzlerin und der Bürgermeister der Stadt. Also die Hauptdarsteller von Stadt, Bundesland und Staat. Außerdem noch tausende von Bundesbürgern. Die Berliner glaubn noch immer, der Neubau sei nur für sie. Das ist echt süß, stimmt aber nicht. Die Idee wurde auch nicht "gestoppt" weil sie Wahnsinn ist, sondern weil die Bundesregierung ein Zeichen setzen wollte, daß es ihnen mit dem Sparen ernst ist. Das Forum wird noch kommen. Dann eben einige Monate später. Doch wenn man die Gegner hier so schreiben hört, möchten die wohl eher einen riesigen Betonklotz ohne Fenster im Zentrum der Hauptstadt. "Ich habe keine Meinung, bin nicht informiert, aber dagegen". So läuft das immer.

(2319) Rosa Luxemburg
Sun, 13 June 2010 23:28:44 +0000

Seien wir ehrlich. Die Idee des Humbug-Forums ist der letzte Murks. Gibt es jemanden, den diese schwachsinnige Ausstellung im Alten Museum vom Hocker gerissen hat? Dass diese Wahnsinns-Idee gestoppt wurde, ist einfach wunderbar. Da verzichten wir auch gerne auf die Fassaden. Übrigens: Wenn ein Förderverein Berliner Schloss keine besseren Verbündeten hat als den Rechtsbrecher Thierse: Gute Nacht.

(2318) Prof. Schwarz
Sun, 13 June 2010 11:43:08 +0000

@ Dr. Weiß

Vielleicht hätten Sie diesen Stein ganz einfach im Internet gekauft. Auf der Seite des Fördervereines gibt es ja schließlich die Gelegenheit dazu. Aber rechnen Sie nicht damit, dass Sie den Stein per Post nach Hause bekommen. Er wird bei Gelegenheit im neuen Schlossbau installiert ;-)

(2317) Dr.Weiß
Sun, 13 June 2010 09:13:48 +0000

Sehr geehrter Herr von Boddin,vor ca 10 Jahren begannen
Sie Geld für den Wiederaufbau einzusammeln.Ich meldete
mich danals und wollte ein Stein kaufen.Leider habe ich
nie mehr etwas davon gehört. Auch Anruf bei Ihnen blieb
leider unbeantwortet.
Ich bin gerade dabei mein Testament zu schreiben,und
Ihren Vereib bedenken-aber auch sicher sein.daß zum
Schluß wirklich mein Legat verwendet wird.
gez.Dr.Weiß

(2316) Torsten Matthias
Sun, 13 June 2010 00:17:24 +0000

Danke CDU!
Erst wurde uns ein Palast weggenommen. Ein Schloß wurde uns versprochen. Und was haben wir bekommen, eine grüne Wiese.

(2315) Wendel
Sat, 12 June 2010 13:49:49 +0000

http://www.welt.de/die-welt/debatte/article8009390/Verstaendnis-fuer-die-Kanzlerin.html

Das Humboldt-Forum (Schloss) soll "definitiv" noch in dieser Legislaturperiode gebaut werden?! Na, da bin ich aber mal sehr gespannt. Ich weiß nicht, aber irgendwie kann ich dem Bundestag nicht mehr so wirklich vertrauen. Erst wenn die Bauarbeiten tatsächlich beginnen, glaube ich auch daß das Forum realisiert wird.

(2314) Michael Ruth
Sat, 12 June 2010 08:34:20 +0000

@InSaPa: Danke für dieses alles umfassende Statement, besser kann dieser unglaubliche Skandal kaum ausformuliert werden.....

Dennoch gilt es, jetzt nicht zu resignieren und W.v.Boddien massiv in seiner bisher so überaus erfolgreichen Arbeit zu unterstützen !!!

im Namen der Badischen Freunde des Schlosses

(2313) Kreuzberger
Sat, 12 June 2010 00:15:36 +0000

InSaPa: Dein Kommentar fasst alles zusammen, was zu diesem unglaublichen Skandal anzumerken ist. Danke.

(2312) Kreuzberger
Sat, 12 June 2010 00:07:26 +0000

Apropos Brot & Spiele ...
Was wäre wohl geschehen, hätte man die Fußball-WM wegen gewisser finanzieller Engpässe kurz vor Beginn auf 2014 verschoben?

Kultur hat nun mal nicht die gesellschaftliche Akzeptanz wie der Sport, leider ...

(2311) InSaPa
Sat, 12 June 2010 00:00:58 +0000

Die Entscheidung zur sogenannten "Verschiebung" der Wiederherstellung der Berliner MITTE ist unfassbar, haarstäubend und sowohl kulturpolitisch als auch städtebaulich katastrophal. Da haben sich die ewigen Nörgler und Mäkler, gerade in Berlin und leider sogar in "seriösen" Medien, doch tatsächlich durchgesetzt und berauben uns wohl des grandiosen Jahrhundert-Projekts der geographischen Zusammenführung von europäisch-mediterranen und außereuropäischen Kulturen, und das in einem wunderbaren baulichen Rahmen. Das gelegentlich auftauchende Wort vom "Disneyland" ist an Dümmlichkeit und Ignoranz kaum zu übertreffen und eine Beleidigung all der wunderbaren Künstler und Kunst-Handwerker wie Steinmetze etc., die schon so eifrig zu Gange bzw. am Werke sind.

Und auch das Geldargument ist ja wohl höchst relativ, denn dass die Sanierung der Staatsoper ca. 250 Mio. kostet, ist völlig okay (da notwendig!) und wird nicht in Frage gestellt, und dass etwa der BND-Neubau wohl über eine Milliarde kostet, ist keinerlei Diskussion wert. (Übrigens: war das eigentlich wirklich nötig, waren die in ihrem alten Pullach nicht ganz ordentlich untergebracht??) Und dass die Dahlemer Dornröschen-Museen mit ihren einzigartigen Sammlungen, in die sich kaum noch jemand verirrt, dringend saniert werden müssen, wenn und nur wenn das Humboldt-Forum wirklich nicht BALD gebaut werden sollte, und dass die Kosten auch wohl im x-hundert-Mio-Bereich liegen werden, spielt in der öffentlichen Wahrnehmung auch überhaupt keine Rolle.

Wo bleibt der empörte Aufschrei und flammende Appell unserer "Oberhäuptlinge" wie etwa dieses windelweichen Wowereit ("Kultursenator"!) oder auch André Schmitz, von unser aller Merkel oder Bernd Neumann ganz zu schweigen, die das ganze Desaster ja mit dieser unsäglichen FDP zu verantworten haben. Bei einem Sparpaket von 80 Mrd. sind eine Gesamt"einsparung" (zumal unter Berücksichtigung all der vertraglichen Verpflichtungen und der unendlichen Vorarbeiten so vieler leidenschaftlich engagierter Bürger etc.etc.etc.) von vielleicht maximal 100 Mio., verteilt über Jahre, geradezu lachhaft. Und da ist die desaströse internationale Wirkung, der Wegfall eines Touristen-Magnets erster Güte, die Wiederbelebung alter Handwerkstechniken mit der Schaffung hochwertigster Arbeitsplätze etc. noch gar nicht eingerechnet. Wenn die Dahlmer Museums-Liegenschaften anderweitig genutzt werden könnten (z.B. FU, Forschungs- oder andere (internationale oder nationale) Einrichtungen o.ä.), könnte auch dies einen Erlös bringen. Undundund...

Dieser Beschluss basiert wirklich auf einer extrem kurzsichtigen Milchmädchenrechnung und wird der ungeheueren kulturpolitischen wie städtebaulichen Bedeutung in KEINER Weise gerecht.

Übrigens: Wiesen zum Drauflegen gibt's in Berlin ja wirklich genug...


(2310) K.H.-W.
Fri, 11 June 2010 14:18:43 +0000

Das Schloß wird kommen, auch wenn sich die Gegner jetzt wieder in neuer Position wähnen.
Was allerdings unsere Regierung betrifft, so muß ich mich den Kommentaren hier im Forum anschließen:
"Die haben sie nicht alle...", "...nicht demokratisch", etc.
Polemik ist sicherlich einfach, aber mittlerweile ist anderes nicht mehr angebracht. Unsere Politik vertritt nicht mehr das Volk. Sie arbeitet gegen deutsche Interessen, vehement, schonungslos und nachhaltig.
Heute leben wir in der DDR, die die "alte DDR" immer vorgegeben hat zu sein.
Das einzig interesante ist das Spannungsfeld zwischen enthemmtem Kapitalismus und wieder aufkommendem Sozialismus.
Mal sehen wo das endet, wenn uns die Poklitik im Niedergang nicht einmal mehr "Brot und Spiele" bieten kann, da sie dies im EU-Ausland vertrödelt.


(2309) Kreuzberger
Thu, 10 June 2010 22:02:46 +0000

Ja, Dr. Entenkiel. Das muß man leider so konstatieren.

Der Staat hat sie nicht mehr alle! :-(

(2308) Dr. Achim Enenkiel
Thu, 10 June 2010 18:08:42 +0000

Der Staat hatte ein Einsehen und die Finanzierung dieses Unsinns zunächst "auf Jahre" verschoben!

A.E.

(2307) Bernd Schmieder
Thu, 10 June 2010 15:35:35 +0000

Herr Baumeister,
ich verstehe nicht, wie Sie "wirkliche Demokraten" mit der Bundesregierung in Zusammenhang bringen ! ...;-)
Die Frage ist nicht, wovon die etwas verstehen, sondern für wen die wirklich arbeiten !

(2306) Dieter Baumeister
Thu, 10 June 2010 14:50:11 +0000

Bisher dachte ich , die Bundesregierung verstehe nur nichts von richtiger und gerechter Wirtschafts-und Finanzpolitik. Jetzt weiß ich , dass sie auch nichts von Stadtentwicklungspolitik versteht. Wie kann man ein ein über den Tag hinaus für das ganze Land bedeutendes Projekt- den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses- einfach wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Die leute, die dies unserer schwankenden Kanzlerin eingeblasen haben, sind sicher die alten Sclossgegner, die auf der Sparwelle doch noch zu ihrem destruktiven Ziel kommen wollen. Alle
wirklichen Demokraten sollten weiter für die Rekonstruktion des Berlner Stadtschlosses kämpfen.
Dieter Baumeister

(2305) barockkater
Thu, 10 June 2010 10:30:39 +0000

Ja, dieser Artikel in der Zeit ist das in Deutschland übliche pseudeointelektuelle Gequatsche, womit alles kaputt geredet wird.
Einfach nur scheusslich...

(2304) barockkater
Thu, 10 June 2010 10:21:26 +0000

An Walter

Ich hoffe ja nicht,so "Walter" Ihr Vorname sein sollte, dass Ihr Name mit U....weitergeht ;-)).
Das Schloss hatte eine enorme städtebauliche Funktion für die Mitte von Berlin,nichts zeigt das deutlicher als die jetzige Leere, die einen dort angähnt.
"Schwülstig" war das Schloss keineswegs, es war im Gegenteil eines der bedeutendsten Barockbauwerke nördlich der Alpen (wenn Sie keinen Barock mögen, ist das natürlich ihre Privatsache).
Wichtig ist, dass man sich mal mehr mit dem Schloss und besonders mit Detailaufnahmen beschäftigt, denn dass man immer wieder "Kasten" oder "überdimensionierte Mietskaserne" hört, beruht auf schlichter Unkenntnis.
Das untere Ende "Unter den Linden" ist keinesfalls "preussisch-spiessig", sondern das Beste an Architektur, was Berlin heute noch zu bieten hat - einzeln und als Ensemble. Für die Identität der Stadt ist es genauso wichtig wie das Schloss !
ICH HOFFE SEHR, DASS MAN VON DEN WAHNWITZIGEN SPARPLÄNEN ABSTAND NIMMT !!!

(2303) Tim B.
Thu, 10 June 2010 10:04:11 +0000

Liebe Schlossfreunde,

lesen sie sich doch bitte alle den Text von Florian Illies in der aktuellen Zeit durch. Dort erklärt er nämlich, warum er seine Meinung zum Schloss geändert hat und nun NICHT mehr dafür ist:

http://www.zeit.de/2010/24/Berliner-Stadtschloss

"Zunächst gilt: Rasen betreten verboten! Es wird ein Moment kommen, in dem wir glücklih sein werden, ihn bebauen zu können. Dann nämlich, wenn wir eine Idee haben, die Form werden will – und nicht umgekehrt. Form follows function, wie der Lateiner sagt.”

Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!!

(2302) Horst K.
Thu, 10 June 2010 09:07:46 +0000

Mal eine Frage in die Runde :

Was würde denn ein Wiederaufbau in klassischer Ziegelbauweise mehr kosten im Vergleich zu Beton und Stahl ???



(2301) walter
Wed, 9 June 2010 23:51:37 +0000

Und der Bundestag sagt ja zum: Neubau des Hohenzollern-Schlosses (als Humboldt-Forum) mit historisierenden Fassaden (drei Seiten), rekonstruierter Kuppel und Schlüter-Hof
Da wurde den werten Abgeordneten aber ordentlich Honig ums Maul geschmiert....

Auf jeden Fall hat die Wikipedia-Seite Herr von Boddien selbst geschrieben.

Schön ein Radiokommentar von heute abend: die Frauenkirche und die Semperoper funktionieren als sinnvolle Wiederaufbauten, weil sie ihrem Zweck entsprechend wieder genutzt werden. Für das Stadtschloss wird es eine dem ursprünglichen Zweck entsprechende Nutzung nicht geben (stattdessen wird immer die Begriffsblase Humboldtforum (die Brüder H. müssen in der schwerbelasteten ehemaligen Reichshauptstadt auch für alles herhalten... warum nicht Friedrich oder Wilhelm, Ebert, Sophie, Brüning, Schleiermacher, Mendelssohn, Lessing, Charlotte, Hitler???)


(2300) walter
Wed, 9 June 2010 23:50:07 +0000

Bei Wikipedia (das muss ja nicht stimmen, aber ein Körnchen Wahrheit ist immer drin...) lesen wir zur „küstlerischen Bedeutung“ des Stadtschlosses:

Wenngleich das Berliner Schloss stets unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu entstehenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble. Auch war das Schloss Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde durch die sogenannte „Schlossfreiheit“ verdeckt.
Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“.

Wollen wir uns wirklich ein im Sinne des Schöpfers unvollendetes Ding in die Stadt setzen, das zumal noch eine ungünstige Fernwirkung hat? Das zeugt doch von schlechtem Geschmack, dafür würden andere nicht einen Cent hingeben.

Ehrlich, das Ding sieht doch nicht toller aus als alle anderen Preußenbauten unter den Linden, der spießig-preußischen Prachtallee, man fragt sich ja immer, wo die damals dieses narzistisch protzende Selbstverständnis hergenommen haben.


(2299) Kreuzberger
Wed, 9 June 2010 21:53:10 +0000

...denke ich auch. Die Verantwortlichen für diesen unglaublichen Sabotageakt werden sich noch wundern, wieviel Kilometer Autobahn man für die zu erwartenden Vertragsstrafen und die nun sofort fällige museumsgerechte Instandsetzung der Dahlemer Ausstellungsgebäude bauen könnte!

(2298) Micael Ruth
Wed, 9 June 2010 19:33:51 +0000

ooohh ihr vielen herzlich willkommenen Freunde des Humboldt-Forums im Schloss: wie zumeist liegt in der Ruhe die Kraft, jetzt in Aktionismus verfallen ist ganz einfach kontraproduktiv und, mal ganz nebenbei: darin liegt auch der Erfolg der Arbeit von W.v.Boddien begründet, nämlich beharrlich Gespräche zu führen, Überzeugungsarbeit zu leisten und dadurch Meinungen zu ändern...

Was stört es den Baum, wenn sich etwas an ihm schubbert ??

Das Humboldt-Forum im Schloss wird kommen und in wenigen Jahren werden viele Menschen stolz darauf sein...

(2297) Bernd Schmieder
Wed, 9 June 2010 19:08:09 +0000

Sehr geehrte Damen und Herren, es würde mich freuen, wenn die Fassade des Schlosses die Berliner Innenstadt verschönt.
Ich hoffe, der Staat gibt zur gegebenen Zeit das Geld auch wirklich frei und ich hoffe weiterhin, dass die Spendengelder andernorts sicher gelagert sind. Ich habe kürzlich einen Bericht im TV (MDR?) gesehen, in dem berichtet wurde, dass Geld für eine Strasse das Bewohner gezahlt hatten, von der Stadt anderwärtig ausgegeben wurde. Hoffen wir es nicht beim Schloss.
Um die Arbeiter, Architekten und Freunde des Palastes der Republik etwas zu besänftigen wäre es sicher schön gewesen, den Palast d R erst kurz vor Baubeginn abzutragen. Man muss die Verlierer der Geschichte nicht noch mit Füßen treten, wenn sie schon am Boden sind. Da waren auch Schweiß und Steuergelder verbaut. Das ist aber natürlich nicht Ihre Schuld.
Mit freundlichen Grüßen aus Köpenick,
Bernd Schmieder


(2296) BergischerBembel
Wed, 9 June 2010 14:49:11 +0000

Liebe Schlossfreunde,

ich habe gerade mit einem Herren des Fördervereins telefoniert. Er sagte, dass Herr von Boddien zur Zeit in Berlin ist um mit den Politikern zu verhandeln bzw. zu diskutieren. Weiterhin sagte der Herr mir, dass Anfang nächster Woche die Statements vom Förderverein folgen, da man derzeit noch in Verhandlungen steht (vielleicht geht da ja doch noch was?!) und derzeit sehr viele Anfragen eingehen. Also warten wir mal ab, ob nicht doch noch ein Wunder geschieht!!!

(2295) MitteinsHerz
Wed, 9 June 2010 12:53:18 +0000

..."HÄTTE"?

HAT ! Nach diesem Husarenritt durch die Wahlversprechen und Beteuerungen der vergangenen Jahre, und am Paradebeispiel des "garantierten" Schlossbaus aufgehangen, KANN ich die Begriffe "Bundesregierung" und "Glaubwürdigkeit" nicht mehr in einen logischen Konsens zueinander bringen, so man denn einen gesunden Menschenverstand dafür gebraucht. Lobbyismus, Seilschaften, Schmierentheater sind da Begrifflichkeiten, die einem in diesem Zusammenhang eher auf der Zunge liegen...
Ich lege mich fest: Wird diese "Verschiebung" nicht in den nächsten Tagen im Sinne einer gesunden Ratio gekippt, dann können wir unsere Anstrengungen bez. der erhofften wunderschönen Schlossansicht alter Prägung, an dieser einzigartig exponierten Lage dieser Stadt, wieder gänzlich in Richtung Studien alter Photo- und Filmmaterialien lenken. Da beißt die Maus weder den Faden ab, noch würd es DIE "Maus" hier auch nur im Entferntesten verstimmen...

(2294) Ralf Wendel
Wed, 9 June 2010 11:33:03 +0000

@ BergischerBembel:

"5. Was passiert denn überhaupt mit dem Geld, wenn es nun doch nicht zum Wiederaufbau kommt?

Zum einen ist ja schon Geld für Baupläne und Fassadenmodelle ausgegeben worden. Vor allem aber sind Spenden durch die Finanzgesetzgebung grundsätzlich nicht rückzahlbar, weil sonst die Gefahr von Steuerhinterziehung bestünde. Deswegen glaube ich ja auch an die Realisierung des Projekts, weil der Staat sonst ein enormes Glaubwürdigkeitsproblem hätte."

Das habe ich eben im Internet gelesen.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1524822/Das-Berliner-Schloss-wird-noch-gebaut.html

(2293) BergischerBembel
Wed, 9 June 2010 06:37:51 +0000

Hallo Schloßfreunde,

ich würde Jedem der gespendet hat raten mal beim BM für Verkehr und Bau nachzufragen wann und wo man sein Geld wiederbekommt, falls das Projekt nicht wie beschlossen realisiert wird!

(2292) Ralf
Tue, 8 June 2010 21:09:18 +0000

Vielleicht würde der Verein auch mehr Mitglieder gewinnen wenn der Pflichtbeitrag nicht so hoch wäre. 60 Euro sind nicht gerade wenig. Ich bin zwar ein Anhänger dieses wunderbaren Projektes, aber ein Mitglied des Vereines bin ich noch nicht geworden. Da spende ich lieber hin und wieder einen kleinen Betrag, wenn ich es mir gerade erlauben kann. Dabei ist doch auch die Mitgliederzahl eines Vereines wichtig für das Gewicht der Stimme oder der Meinung. Jedenfalls finde ich es sehr beruhigend, daß sich hier im Internet und diesem Gästebuch viele weitere Befürworter des Humboldt-Forums finden. Das Museum soll kommen. Jetzt erst recht! Das ist eine gute Einstellung. Was mir völlig unverständlich ist, ist diese Umfrage, bei der angeblich die Mehrzahl der Berliner gegen das Projekt waren. Das ist wahrscheinlich alles nur eine Frage der Auslegung oder der Fragestellung. Man kann auch so fragen, daß sich anschließend die Antwort beliebig zurechtinterpretieren lässt. Die Bevölkerung einer Stadt kann unmöglich gegen eine deutliche Aufwertung der Attraktivität sein. Diese Umfrage sollte man mal deutschlandweit machen. Denn schließlich ist das Humboldt-Forum ein deutsches Vorhaben. Die Finanzierung kommt aus dem ganzen Land, nicht nur aus Berlin. Also muß man auch die gesamte Bevölkerung nach der Meinung fragen. Meine Befürchtung ist nur, daß sich die Berliner zu sehr an die grüne Wiese im Zentrum gewöhnen. Am Ende wird sie noch als Stadtpark wahrgenommen und für den Erhalt der Grünfläche geworben. Es ist mit allem zu rechnen.

(2291) Schlossbauer
Tue, 8 June 2010 16:47:23 +0000

„Da wird noch nicht das letzte Wort gesprochen sein“, sagte Ramsauer am Dienstag in Berlin. „Es wäre sinnvoll, einen kleinen Teil des Geldes, das wir für 2014 vorgesehen haben, auf das Jahr 2013 vorzuziehen, damit wir bereits dann den ersten Spatenstich machen können, zwei Jahre später als es bisher vorgesehen war.“

Ursprünglich sollte der Wiederaufbau der Hohenzollern-Residenz 2011 beginnen, als Teil des Sparpakets verschob die Bundesregierung das 552-Millionen-Vorhaben am Montag aber um drei Jahre auf 2014.

Ramsauer setzt nun auf 2013. „Ich zitiere da Franz Josef Strauß und beziehe das auf das Schloss: Zur Not müssen wir Bayern die letzten Preußen sein“, sagte der Bundesminister aus Bayern. „Ulbricht darf nicht das letzte Wort in Berlin haben an dieser Stelle.“


http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1321717/Ramsauer-will-Schlossbau-schon-2013-beginnen.html

(2290) Oli
Tue, 8 June 2010 15:09:22 +0000

Unsere Regierung selbst hat sich von der Demokratie verabschiedet. EU-Ermächtigungsgesetz gegen den Willen der Bevölkerung, Aufgabe der DM gegen den Willen der Bevölkerung, Lügen vor und nach der Wahl, repressive und geradezu perverse Elemente und Instrumentarien zur nachhaltigen Zügelung der Bürgerwut (Einordnen in Links-, Öko- oder Rechtsextremisten, je nachdem, welche Meinung man vertritt), Aufgabe unserer Gebiete jenseits von Oder und Neiße, entschädigungslos. Und und und...immer gegen den Willen der Bevölkerung!
Nicht die Bevölkerung ist demokratiemüde, im Gegenteil, wir haben Angst vor der Demokratielosigkeit unserer Politiker. Diese schalten und walten in einer Art und Weise, die einem totalitären System näher steht als dem einer Demokratie. Im Grundgesetz gibts doch einen Artikel zum Widerstand - ist nicht schon längst der dieser Regelung zugrunde liegende Tatbestand übererfüllt?


(2289) Schlossfreund
Tue, 8 June 2010 15:06:14 +0000

Ich kann mich den vielen Vorkritikern nur anschließen.
Was wirklich nervt, ist das hin und her, das Zerreden und Wiederaufrollen der Wollen-wir-wirklich-Frage!!!
Das Verschieben des Wiederaufbaues wird der Regierung mehr Kosten verursachen, als den geplanten und ohnehin schon verspäteten Baubeginn für 2011 einzuhalten. Dann soll die Regierung doch das umstrittene Projekt Autobahnausbau für ca. 440 Millionen einfrieren oder ganz streichen. Tipp für die Zukunft: Großprojekte sollte der Öffentlichkeit erst dann bekanntgegeben werden, wenn man sich sicher ist, das man das Projekt auch realisieren kann!

(2288) R.Wirth
Tue, 8 June 2010 14:26:50 +0000

Hallo,
die Situation in diesem Land wird unerträglich, nichts ist mehr sicher (Währung, moderate Bundespräsidenten, Bundestagsbeschlüsse). Mit der Entscheidung, die Schloßrekonstruktion zu verschieben, wird dem Ehrenamt kein guter Dienst erwiesen, potentielle Spender verunsichert und enorme finanzielle Vorarbeiten aufs Spiel gesetzt. Mir scheint, die Regierenden sind beratungsresistent. Sie können auf keinen Fall mehr ernst genommen werden.
Ich hoffe, es gibt dennoch eine gute Wendung.
R.Wirth

(2287) Chromo2000
Tue, 8 June 2010 14:13:34 +0000

Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob nicht die Wirtschaft, Investoren und Spender den Wiederaufbau alleine schaffen können. In Braunschweig sind die Schlossarkaden unter ähnlichen Bedingungen rekonstruiert worden. Wahrscheinlich wäre das Konzept des Humboldt-Forums damit in Frage gestellt, weil wirtschaftliche Interessen andere Anforderungen stellen. Es muss ja kein Las Vegas oder Disney Land in Berlins Mitte entstehen, aber vergessen wir den kommerziellen Ansatz nicht den ein solcher Neubau mit sich bringen würde, als Touristen-Attraktion und kultureller Mittelpunkt einer Hauptstadt: DDR-Museum, Shoppen, Unterhaltung und ja: ein Museum! Das wäre in der jetzigen Situation ein selbstbewusster Ansatz. Es wird Zeit die Menschen direkt anzusprechen, jung und alt, mit modernen Spendenmöglichkeiten, bspw. per Handy. Die breite Masse aktivieren und nicht die New Yorker High Society mit Porzellan Auktionen aus preussischen Kulturbesitz zum Spenden motivieren. Das ist zu weit weg von der Realität. Und darum klappts auch mit der Politik nicht. Die Latte hängt einfach zu hoch, die Akzeptanz der breiten Massen fehlt, sonst wäre der Aufschrei zum Sparpaket viel größer. Wo ist denn die Demo zur Streichung des Wiederaufbaus?

(2286) MagDLM
Tue, 8 June 2010 13:35:21 +0000

auch ich warte seit geraumer zeit auf eine umfangreiche aktualisierung dieser internetpräsenz. immerhin hat sich die lage durch die bekannten ergebnisse des "spargipfels" geradezu dramatisch verändert- und (noch) immer kein wort hier von repräsentanten des fördervereins.
doch: muss man nicht hierfür auch etwas verständnis haben? die damen und herren wähnten sich nach bald zwei jahrzehnten praktisch am ziel aller bemühungen und hoffnungen. zwei bundestagsbeschlüsse, ein abgeschlossener architektenwettbewerb (wenn auch mit einem - in meinen augen - schwachen sieger), geschlossene verträge etc. und plötzlich, binnen tagen steht alles auf der kippe, nichts kann mehr als sicher gelten ... dass hier eine gewisse schockstarre entsteht, ist nachvollziehbar. und was soll auch jetzt, so unmittelbar nach dem uns doch alle etwas erschütternden beschluss, schon substantielles gesagt werden? dass man weiter um das projekt kämpfe, dass man nicht aufgebe, dass man von der idee auch weiter fest überzeugt sei, dass man fest davon ausgehe, 2014 tatsächlich beginnen zu können - wäre das denn mehr als das pfeifen im walde?
ich ganz persönlich bin nach der inaussichtstellung des termins 2014 nicht mehr ganz so pessimistisch wie noch während der letzten spekulationen im vorfeld der klausur der schwarz-gelben. dort hieß es noch, dass mit dem bau erst nach der sanierung der staatsfinanzen begonnen werden könne - also: am st.-nimmerleinstag.
jetzt aber existiert noch die (gegenwärtig eher geringe) aussicht, ca. 2020 endgültig das humboldt-forum entstanden zu sehen.
und dennoch: ich möchte erneut darauf hinwiesen, dass der förderverein schnellstens eine kehrtwende vollziehen muss: weg vom SCHLOSS, hin zum humboldt-forum! es ist schlicht nicht vermittelbar, warum man angesichts knapper kassen und empörend unausgewogener sparideen ein SCHLOSS errichten sollte. diese erfahrung dürfte doch jeder freund der idee schon mehrfach auch in gesprächen im privaten umfeld gemacht haben. man beachte hierzu auch einmal die online-leserkommentare großer deutscher tageszeitungen (faz, sz, ftd): man kann schon unterstellen, dass dort menschen mit intellekt aktiv sind. der tenor ist eindeutig: "wer braucht ein SCHLOSS?" dass es sich um einen museumsbau handelt/hätte handeln sollen, ist selbst bei ansonsten gut informierten zeitungslesern nie wirklich angekommen. kunststück: selbst heute noch liest man in den zeitungen stereotyp immer wieder die meldung, das SCHLOSS liege auf eis.

nein, das SCHLOSS liegt dank hitler und ulbricht in der gruft der ewigkeit (zu meinem allergrößten und ewigen bedauern!), von wo es nie wiederkehren wird. gekämpft werden muss nicht für das SCHLOSS, sondern für das humboldt-forum. das ist es, was vermittelt werden muss, von menschen, die aber bereit sind, das zu unterscheiden. passen wir doch alle, die wir das forum wünschen, auf, die äußere gestalt, also die ehedem geplangten barockfassaden, auch unterbewusst nicht als SCHLOSS zu verstehen - es ist ein museumsbau, der die museumslandschaft berlins und deutschlands so ungeheuer aufwerten könnte.

ich hoffe das beste für das projekt!

herzliche grüße aus hessen


(2285) Hans-Jürgen Schmidt
Tue, 8 June 2010 11:47:43 +0000

Die Absage an den Schloßaufbau und damit an das Humboldtforum ist eine kulturelle Bankrotterklärung der
Regierung, und für Berlin und seine nationalen und internationalen Besucher ein Riesenverlust.

(2284) MitteinsHerz
Tue, 8 June 2010 08:22:51 +0000

WAAAAAAAAAAAAAARUM antwortet hier seit MOOONATEN NIIIEMAND von verantwortlicher Seite (Seitenbetreiber, Vereinsvorstand, Herr v. Boddien oder wer auch immer) auf Anfragen, Vorwürfe, Unmutsäußerungen, Ängste und Befürchtungen der vielen Schlossfreunde hier. Als noch alles Eitel, Freude, Sonnenschein war, konnte man sich vor Aktualisierungen und "Wasserstandsberichten" kaum retten. Nun aber, wo allenthalben einer immer größer werdenden Verunsicherung über konstruktive Kommunikation Einhalt geboten werden könnte/müsste, entsteht hier von verantwortlicher Seite ein geradezu unerträgliches "Schweigen im dunklen Walde". Immerhin verwaltet man treuhänderisch schon etliche Millionen an Spendengeldern, von denen man zunehmend das Gefühl bekommt, sie eventuell nicht gut angelegt zu haben. Warum schweigt man sich hier ob eventueller Gegenmaßnahmen oder Proteste gegen diese unsägliche Verschleppungsmasche der Regierung gänzlich aus. Ich verstehe dieses Schweigen einfach nicht. Ich erwarte sicherlich keine Universallösung vom Schlossverein für diese von einer augenscheinlich vertragsbrüchigen Regierung ohne Rückgrat initiierte Situation. Was man aber durchaus einfordern darf, ist eine adäquate Informationspolitik hier oder geringstenfalls eine Art moralischen Beistand für die nunmehr zunehmend zweifelnde Masse. DAS hat die Spender- und Befürworterschar im Minimum verdient, wie ich finde…

(2283) berlinfreund
Tue, 8 June 2010 08:04:17 +0000

Ich erwarte stündlich eine Stellungnahme des Fördervereins, allein schon, um den vielen Spendern und Mitgliedern Mut zu machen.
Natürlich weiß jeder zu schätzen, in welch aufopferndem Maße sich beispielsweise Herr von Boddien eingesetzt hat, aber der Vorstand muß jetzt unbedingt ein Wort zu all den vielen treuen Mitgliedern und Freunden sprechen, die sich Jahr für Jahr abrackerten. Ein Zeichen der Hoffnung ist dringend nötig.

(2282) Cornelius Wiesner
Tue, 8 June 2010 07:37:15 +0000

Eben!

Die Bundeskanzlerin hat einen für sie recht geschickten Schachzug gemacht: Sie kann das Schloss jetzt aussitzen. Soll sich die nächste Bundesregierung damit herumschlagen!

Genau jetzt wäre der Förderverein gefragt, wären wir alle gefragt. Das Schloss ist kein Selbstläufer mehr, schreibt der Tagesspiegel. Damit hat er leider recht. Außer bei glühenden Schlossbefürwortern innerhalb (fast) aller Parteien können wir nicht damit rechnen, dass sich in den nächsten Jahren auf Regierungsebene jemand für das Schloss einsetzen wird. Daher ist jetzt Bürgersinn gefragt, im besten Sinne. Was die Mitarbeiter des Fördervereins in den Infozentren machen ist gut und richtig. Aber es erreicht nicht diejenigen, die sich fürs Schloss nicht, noch nicht oder schon nicht mehr interessieren. Der Förderverein sollte wieder gezielt Prominente suchen, die außerhalb der Politik ihre Stimme erheben und darauf verweisen, dass der Wiederaufbau mit dem Konzept des Humboldt-Forums vom Bundestag beschlossen und schon weit über eine bloße Idee hinaus ist. Menschen der Öffentlichkeit, die dem Land sagen, dass wir Schlossfreunde kein Haufen von geschichtsrevisionistischen, architekturfeindlichen Disneyland-Spinnern sind und das Projekt, für das wir kämpfen, es wert ist. Wenn ich mir die diversen Diskussionsforen ansehe, würde ich behaupten, dass wir das wesentlich differenziertere Geschichtsbild und den wesentlich größeren Wissensstand haben. Lassen wir uns von Polemik nicht verunsichern, nutzen wir jede Diskussion, um für unser Anliegen zu werben!

Wir müssen nun vor allem drei Dinge verhindern:

1. Dass die Notwendigkeit der Wiedererrichtung der barocken Fassaden und der Kuppel selbst noch einmal in Frage gestellt wird. In dem Moment, wo hier jemand anfängt, werden sie alle wieder anfangen: Die Bedenkenträger, die mit dem schlechten historischen Gewissen, die Freunde einer "modernen" Lösung.

2. Dass das gefundene Konzept für sich nicht zeredet wird, sondern an Konturen gewinnt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es manchmal schwer ist, jemandem zu erklären, was ins Schloss eigentlich rein soll. Stehen wir zu dem, was gefunden ist. Machen wir klar, dass wir nicht die Monarchie wieder einführen wollen, sondern die Museumsinsel ergänzen, dem Schloss eine Funktion geben wollen, die es nach 1918 schon einmal hatte!

3. Dass die Durchführbarkeit angezweifelt wird. Das Argument mit den Dahlemer Museen ist doch schlagend: Die zu renovieren würde fast die Hälfte des Bundesanteils für das Schloss kosten. Diese Kosten kann der Bund so oder so nicht einsparen. Also her damit! Die 552 Millionen werden doch nicht in einem Jahr fällig!

Konkret sollten wir für folgende Maßnahmen kämpfen:

1. Tun wir alles dafür, dass über die Schlosswiese kein Gras wächst. Ich habe etwas von einer möglichen Ausstellung mit Originalteilen des Schlosses gelesen. Das ist gut und schön. Aber wir beten hier keine Asche an! Auf die Schlosswiese gehört eine Steinmetzwerkstatt, in der jeder sehen kann, was das Schloss kunsthistorisch zu bieten hatte und wieder bieten wird. Wir müssen unsere Seriosität zeigen!

2. Nutzen wir die gewonnenen Jahre, so gut wir können. Unseren Aufschrei der Empörung wird niemand in der Regierung beachten. Also: Bringen wir die Durchführung unseres Projektes zurück in die Gesellschaft. Niemand konnte erwarten, dass die Bundesregierung dem Verein einfach so die Arbeit abnimmt.

3. Suchen wir den engen Schulterschluss mit der Schlossstiftung und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ich halte es für ganz wichtig, dass wir uns an der Seite beider Stiftungen zeigen. Die Seriosität der SPK zweifelt niemand an. Sie wird auch zu wesentlichen Teilen Nutzer des Schlosses. Wir müssen zeigen, dass wir gemeinsam dieses Projekt wollen. Die Schloss-Stiftung ist durch ihre Satzung an das Schlossprojekt gebunden. Hier arbeitet ein Stück Staat aktiv am Schloss. Zeigen wir das auf!

Das Schloss ist nicht tot. Und es wird auch nicht sterben, solange wir für das, was wir uns wünschen, aktiv und selbstbewusst eintreten.

Noch ein Wort zur Forsa-Umfrage:
Es gab im Laufe der Zeit mehrere Umfragen, mal für, mal gegen das Schloss. Ich bezweifle, dass 80 % der Berliner engagierte Schlosshasser sind. Selbst in Ostberlin sind Schlossbefürworter zu finden. Was die Menschen nervt, ist das hin und her, das Zerreden und Wiederaufrollen der Wollen-wir-wirklich-Frage. Lassen wir uns nicht in die Enge treiben. Wenn das Schloss erst entsteht, werden sich auf einmal ganz neue Meinungen finden, die ja immer schon für das Schloss waren...

(2281) Langenberg
Tue, 8 June 2010 07:36:31 +0000

Wieviel Millionen wurden denn schon für das Schloß ausgegeben?
Architektenleistungen, Pläne, Gutachten, Steinmetzarbeiten usw.
Mit Architekt Stella wurden Verträge abgeschlossen seitens der Regierung. Stella hat wiederum Subunternehmer vertraglich eingebunden. Es wurden schon viele, viele Leistungen erbracht. Wer bezahlt diese? Die Regierung wird ohne riesigen juristischen und finanziellen Aufwand nicht aus den Verträgen herauskommen.
Die Museen in Dahlem wurden nicht renoviert wegen des erwarteten Umzugs ins Schloß. Für eine Renovierung müssen 300 Mio ausgegeben werden oder Dahlem wird geschlossen. Die ganze Welt würde lachen über die Kulturnation Deutschland.
Alles in allem dürfte so schon der Großteil der Schloßinvestitionen zusammenkommen. Läßt man das Projekt sterben, sind die Millionen trotzdem auszugeben.
So oder so: Wer hier dem Volk einredet, es würde durch Verzicht auf den Schloßbau gespart, der lügt schamlos. Aber soll man von unseren "Volksvertretern" etwas anderes erwarten?

(2280) Patrick Santer
Tue, 8 June 2010 07:21:09 +0000

Das ganze Ausland lacht über Deutschland! Den Hoteliers wird jedes Jahr eine Milliarde Euro geschenkt, aber für die Mitte Berlins sind keine 400 Mill. Euro übrig. Im übrigen kostet eine Verschiebung nur noch mehr Geld. Aber all die Kritiker können noch nicht einmal rechnen... Das Schloss wird kommen! Jetzt erst recht!

(2279) Mathis W.
Tue, 8 June 2010 05:35:07 +0000

Ich bin als Mitglied des Vereins natürlich geschockt und enttäuscht von der Entscheidung der Bundesregierung, die Mittel für den Wiederaufbau bis 2014 einzufrieren. Daher ist es gerade jetzt wichtig, dass wir uns noch mehr engagieren und somit auf uns aufmerksam machen. Vielleicht lässt sich auf diesem Weg noch der ein oder andere neue Spender finden oder sogar die Bundesregierung umstimmen.

(2278) H Flach
Mon, 7 June 2010 22:06:48 +0000

Ein schwarzer Tag für die Kultur in Deutschland und was für ein Prestigeverlust für ein weltweit beachtet Kulturprojekt des Landes. Die Nachricht hat mich heute kurz verzweifeln lassen, aber es heißt weiter zu kämpfen für eine Stadtmitte die unsere Geschichte mit der Zukunft verbindet durch das Humboldforum in den Kulturhistorisch für die deutsche Hauptstadt wertvollen Fassen des Stadtschlosses Berlin.

Wie kann unsere Regierung ein derart wichtiges Projekt für Deutschland derart unterwandern. Wie den bisherigen Spendern gegenübertreten? Wie kann man zu wenig Spendenbereitschaft anmahnen – wenn ständig kulturelle Kleingeister gegen dieses Projekt schießen? Welche Rückschlüsse ziehen die Spekulanten, wenn Deutschland so arm ist ein solches Projekt umzusetzen?

Der Bauplatz Stadtschloss würde Touristen in die Stadt bringen, schafft Arbeit, bildet junge Steinmetze aus, schafft dauerhafte Werte für das Land, bereichert unsere Baukultur, da wir zerstörtes für das Stadtbild in hoher Qualität zurückgewinnen und bringt der Stadt einen Ort für Ausstellungen Konzerte Gastronomie. Wie kann man sich gegen ein solches Projekt stellen?

Was bleibt nach dem Beschluss – eine trostlose Brache in der Stadt, für Hundeauslauf, Schneemanndemos usw. – nicht das dies nicht auch gut und wichtig ist – aber nicht im Herzen der Hauptstadt.

Was für eine erfolglose Regierung???



(2277) Tim B.
Mon, 7 June 2010 21:09:24 +0000

Ich und unzählige andere Berliner sind unendlich froh über die heute getroffene Entscheidung. Eine Forsa-Umfrage hat kürzlich ergeben, dass 80% der Berliner dieses Schloss nicht wollen. Die Entscheidung war schon immer eine durch politische Lobbyarbeit beeinflusste und hat nie eine breite Welle der Unterstützung in der Bevölkerung erfahren. Die Äußerungen von Michael Ruth weiter unten deuten in die richtige Richtung: es sollte das Humboldt-Forum mehr in der Vordergrund gerückt werden, denn was endlich an diesem Ort gebraucht wird ist eine inhaltliche Diskussion über die Nutzung und nicht eine unendlich überholte Diskussion über barocke Fassaden, die (fast) niemand haben will und die heute hoffentlich ein für alle mal beerdigt wurden. Jetzt kann endlich erstmal ein wenig Gras über die Sache wachsen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der "Rasen der Republik" hat ja auch seine charmanten Seiten, wie heute auch in der SZ sehr schön festgestellt wurde: http://sueddeutsche.de/kultur/stadtschloss-wiederaufbau-gestoppt-denkpause-fuer-ein-umstrittenes-mammutprojekt-1.955071-2



(2276) Werner B.
Mon, 7 June 2010 20:47:02 +0000

@Rolf: Auch ich fühle mich betrogen, dass meine gezahlten Steuergelder durch die Mehrwertsteuerreduzierung im "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" u.a. auch den "Freudenhausbetreibern" zugute kommen. Das diesem "Gewerbe" geschenkte Steuergeld würde locker für das Schloss mit allen Extras reichen.
Geld für Puffs statt für's Humboldt-Forum. Armes Deutschland!! Armselige Regierung!

(2275) Dieter Schwing
Mon, 7 June 2010 20:00:25 +0000

Hallo liebe Berliner,
wieviel Steine wurden bei Euch in den vergangenen 20 Jahren aufeinander gesetzt. Ihr habt praktisch eine ganz neue Innenstadt bekommen! Und jetzt soll das Geld den Armen genommen werden um Euer Schloss, das im Moment kein Mensch braucht zu finanzieren? Das ist eine Schande, nicht der Entschluss der Regierung das auszusetzen!
Gruß
Dieter


(2274) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 19:36:46 +0000

@bonn:

exakt die richtige entscheidung, nicht resignieren, sondern weiter arbeiten und spenden: der südwesten hat weitere steine und aktionen parat - danke ihnen !!

(2273) Bonn
Mon, 7 June 2010 18:06:25 +0000

Habe gerade wieder einen Stein gespendet. Jetzt erst recht!


(2272) Rolf
Mon, 7 June 2010 18:02:03 +0000

Was die Bundesregierung heute beschlossen hat ist eine Schande! Es werden Millionen für den Bau von nicht benötigten Flughäfen und Häfen in der Pampa verprasst, es gilt weiterhin ein ermäßigter Mehrwehrsteuersatz für Hotel- und Freudenhausbetreiber, für Hundefutter und Schnittblumen, und eine Finanztransaktionssteuer, die 10 Mia. Euro in die Kassen spülen würde gibt es auch vorläufig nicht. Großartig, Angie!
Ich fürchte, das Schloss ist vorerst tot, wenn nicht endgültig. Kein Mensch wird unter diesen Umständen noch einen Euro spenden!!

(2271) Kralle
Mon, 7 June 2010 17:49:14 +0000

Könnte bitte mal jemand vom Förderverein diese Seite aktualisieren und schreiben wie es jetzt weiter gehen sol ? !!

(2270) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 17:40:07 +0000

@Mag DLM:

puuh, sie haben mir gedanken und befürchtungen aus dem herzen und bauch geholt und publiziert: dennoch, gegen alle widerstände, wird das projekt gelingen und realisiert werden - mein wohnort ist karlsruhe im äußersten südwesten deutschlands, mitglied im förderkreis "baden" für das humboldt-forum, diese woche wird ein neuer freundeskreis in stuttgart gegründet, und das im ach so sparsamen schwaben...

marketing-technisch gebe ich ihnen absolut recht und diese gedanken wurden bei unserem letzten treffen erörtert und akzeptiert: eher weg vom SCHLOSS, und argumentativ hin zum HUMBOLDT-FORUM.

ich denke, herr w.v. boddien wird diesen gedankengang interessiert überdenken.

freundliche abendgrüßle aus baden nach hessen

(2269) MagDLM
Mon, 7 June 2010 17:00:09 +0000

ruft man sich die ereignisse und entwicklungen der letzten jahre in erinnerung, so mutet es beinahe unfassbar an, dass der bau des h.-forums womöglich nun doch nie wird realität werden können ...
dachte man vor rund einem jahr noch, dass nach dem schließen der verträge mit stella und dem wiederholten eintreten tiefensees für das projekt damit alles "gewuppt" sei, begann (zumindest bei mir) sich die stimmung etwas einzutrüben, nachdem ich einsehen musste, dass die euphorie eines herrn ramsauer sich doch sehr in grenzen hielt.
doch was nutzt das ramsauer-bashing? auch er hat einen haushalt zu verantworten, auf den die koalition ihre augen geworfen hat, um zu "sparen" - griechenland etc. sei dank.
die innere wende hin zu größten befürchtungen stellte sich vor einigen wochen ein, als ramsauer klar zu erkennen gab, dass der bund für die errichtung der historisierten barockfassaden nicht in finanzielle vorleistung zu treten gedenke. damit wäre zunächst ein betonklotz entstanden, der zwar dem kubus des stadtschlosses entsprochen, aber doch jedes architektonischen anspruchs entbehrt hätte. und die spendenmittel (in den medien wird immer wieder die summe von rund 13 mio. euro genannt, 67 mio. (!) fehlten damit also), die der föderverein akquirieren sollte, sprudeln/sprudelten bei weitem nicht so reichlich, wie die befürworter des jahrhundertbaus erwartet und behauptet hatten.
ich denke, dass vor allem aber auch ein sehr schwerer fehler gemacht worden ist: man hätte in der öffentlichkeit mit der behauptung, man wolle das SCHLOSS wieder errichten, anders umgehen müssen - denn derjenige, der die diskussionen und diskurse der letzten rund 20 jahre nicht kennt, vermag nicht ohne weiteres einzusehen, weshalb man ein SCHLOSS wiederaufbauen sollte. dass es sich bei dem SCHLOSS vielmehr um ein hochmodernes museum von weltrang hätte handeln können, ist in der diskussion praktisch nie zum tragen gekommen. dass dann angeblich 80 prozent einer unmfrage angeben, "gegen das SCHLOSS" zu sein, verwundert da nicht mehr. gutes markting sieht anders aus!
leid tut mir herr von boddien ... nach jahrzehntelangem marathonlauf wirft man seinem lebenstraum noch in der stadionrunde, wenn man sich sicher im ziel wähnt, schwerste knüppel in die beine. vielleicht ist es das, was ihn in diesen tagen so sprachlos macht.
ich selbst habe mir vor jahren das gemälde (den druck) von eduard gärtners "der schlüterhof des berliner schlosses" gekauft, gerahmt und aufgehängt. seitdem habe ich den traum gelebt (später in sogar sicherer erwartung!), eines nicht allzu fernen tages meinem sohn diesen (zumindest teilweise) rekonstruierten hof zeigen zu können. seit heute glaube ich, dass dies nie geschehen wird ... nunmehr befürchte ich, dass nach weitern jahren der endlosen diskussion schließlich doch ein "modernes" (also seelenlos-hässliches) bauwerk mit viel glas/beton den historischen schlossplatz und damit das kulturelle herz deutschlands "zieren" wird. das SCHLOSS und mit ihm das h.-forum liegt nun auf nimmerwiedersehen im giftschrank. herausholen wird es dort auch eine bürgerliche regierung wohl nicht nicht mehr - und ein rot-rot-grüner volkstribun bundeskanzler s. gabriel natürlich überhaupt nicht.

armes deutschland!

herzliche grüße aus hessen

(2268) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 16:58:16 +0000

ok, es ist passiert, aber nach einer kurzen phase der resignation drehe ich das moratorium ins positive: 3 weitere jahre, um spendengelder einzuwerben, 3 weitere jahre der vorbereitung der barockfassaden. ich hoffe inständigst, daß die humboldt-box realisiert wird: 3 weitere jahre, besucher aus aller welt über unser vorhaben zu informieren und den einen oder anderen $ als spende zu generieren...

was bleibt, ist ein schaler nachgeschmack, denn was sind beschlüsse unseres bundestages (volkssouverän) noch wert, ja glaubwürdig, wenn nach sie nach einigen jahren derartig leichtfertig gekippt werden können...

(2267) Oli
Mon, 7 June 2010 15:58:44 +0000

...und vor dem Zusammenhang sei noch eine Frage gestellt: Wenn das Schloß nun nicht mehr gebaut wird - bekomme ich meine Spenden zurück? Ich bezahle schließlich nicht für einen Traum!

(2266) Oli
Mon, 7 June 2010 15:56:14 +0000

Ja, nun wird es Zeit sich Alternativen zu überlegen. Unser Staat erkennt, daß er pleite ist. Aus diesem Grunde und aufgrund der mehr als sicherzugehenden Annahme eines Regierungswechsels wird es éine Finanzierung des Schlosses nicht mehr geben.
Private Investoren haben eine KOMPLETTHERSTELLUNG des Schlosses nach allen Vorgaben (sogar mit 2 Kuppel, die zweite symbolisiert den Wiederaufbau und mit komplette, Apothekerflügel, sogar die Restauration der wichtigsten RÄumlichkeiten, z.B. Rittersaal) angeboten. Großkotzig hat der Bund abgelehnt. Sogar die Räumlichkeiten für das Humboldforum waren inbegriffen. Es gibt sogar eine eigene Internetpräsenz dazu. Jetzt muß geprüft werden, ob das nicht - schon allein wegen der möglichen Komplettherstellung - die viel sinnvollere Alternative ist.
An die Mähr von einer lediglichen Verschiebung glaube ich nicht, genauso wenig wie an Steuererleichterungsversprechen vor der Wahl, den Weihnachtsmann oder die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik imm allgemeinen. Die Lügen wenn sie ihr Mundwerk öffnen.
Wenn jetzt in Untätigkeit versunken auf "bessere Zeiten 2014" gewartet wird, dann ist der Traum ausgeträumt.
Man sollte auch nicht vergessen was passiert, wenn ein Regierungswechsel ansteht. Oder glaubt jemand ernsthaft an ein Schloß, das von Sozialisten gebaut wird?

(2265) Jürgen
Mon, 7 June 2010 15:10:30 +0000

Also ich finde das gut. Es kann doch nicht sein, dass immer nur Millionen und Milliarden im märkischen Sand versenkt werden und der Rest der Republik dumm aus der Wäsche schaut.

Ich wohne in Köln und während man in Berlin ich weiss nicht wieviel Bundesgeld für den neuen Hauptbahnhof und die unterirdische Schnellbahntrasse ausgegeben hat, hat hier die Bahn seit Jahren kein Geld um den Engpass Steinstraße als Verbindung zur ICE Strecke nach Frankfurt zu beseitigen. Auch der Deutzer Bahnhof wird nun schon seit Jahren nicht umgebaut. Man könnte da noch viele Beispiele aufzählen auch im kulturellen Bereich.

Der Staat sollte sich mal frage, wo Geld erwirtschaftet wird und nicht immer mehr Geld an die Krake Hauptstadt geben, die auch im Länderfinanzausgleich schon der größte Empfänger ist.

P.S. Die Millionen für Erhalt des Kölner Doms bringen die Mitglieder des Dombauvereins und die Erzdiözese auch alleine au und der Bund hat nicht mal die Mittel aus dem Weltkulturerbefonds für den Umbau der Domplatte bereit gestelt

(2264) BergischerBembel
Mon, 7 June 2010 14:36:23 +0000

Mal ne ganz blöde Frage...Kann man da nicht klagen???? Verträge sind doch dazu da um eingehalten zu werden ?!?!

(2263) Ernst Ludwig
Mon, 7 June 2010 14:07:49 +0000

Ja, nun ist es geschehen. Seit 1992, als ich erstmals von der Idee Schloßrekonstruktion erfuhr und mich dafür begeisterte, habe ich dafür gekämpft, argumentiert und vor allem gespendet und Spenden gesammelt. Tausende inzwischen. Alles für die Katz?
Warum ich dafür war? -, weil dadurch Ulbricht nicht das letzte Wort behalten hätte, weil die Kulturbarbarei der Schloßsprengung wieder gut gemacht worden wäre, weil die Wiedererrichtung des Schlosses der endgültige Sieg über die rote Diktatur gewesen wäre.
Nun lachen sich Ulbrichts rote Epigonen ins Fäustchen. Demokratische Abstimmung sind nichts wert.
Zweimal hat der Bundestag mit Zweidrittelmehrheit für dieses Projekt gestimmt und nun sagt die Regierung "April, April"! Was soll man von einem solchen Parlament halten? Soll man diese Leute überhaupt noch ernst nehmen?
Millionen sind auch schon geflossen. Der Architekt hat verbindliche Verträge mit der Regierung geschlossen. Es wird die Regierung Millionen kosten, aus diesem Projekt wieder herauszukommen. Ist das denn zu verantworten? Es wird nichts gespart, sondern nur Geld herausgeschmissen, ohne daß auch nur ein Stein aufgebaut würde.




(2262) FreiburgerJurist
Mon, 7 June 2010 13:18:20 +0000

Tja, drei Jahre mehr Zeit zum Spenden sammeln. Danke Frau Dr. Merkel. Aber Hauptsache Sie sparen 420 Millionen verteilt über ca. 5 Jahre. Danke! Smart für alle Mitglieder des Bundestages und haben Sie das Geld.

(2261) MagDLM
Mon, 7 June 2010 10:48:30 +0000

seit sehr vielen jahren begleite ich die debatten hinsichtlich der bebauung des schlossplatzes in berlin.
ich selbst bin ein großer anhänger der idee des humboldt-forums (wenn auch nicht des preisgekrönten entwurfs von f. stella). doch nun, in den letzten drei tagen, steht alles, was man "in trockenen tüchern" wähnte, auf der kippe - gar vor dem aus?!
und was macht der förderverein? - nichts. der webmaster scheint in diesen extrem wichtigen stunden im wochenende ... anstatt klare aussagen findet man trotzig (und längst überholt!) die ansicht, dass das schloss gebaut werde. was soll das? mittlerweile scheint nach so vielen online-meldungen führender deutscher zeitungen sicher: das schloss wird frühestens ab 2014 begonnen, "nach der sanierung der öffentlichen haushalte" (also wohl nie!).
obschon ich grundsätzlich optimist bin, sehe ich leider, dass nunmehr doch alles gegen das spricht, was der förderverein fälschlicherweise als "schloss" bezeichnet. meine düstere prognose: auch 2014 wird sich eine regierung (ob sie bis dahin überhaupt noch schwarz/geld ist?) nicht trauen, das projekt wieder aus dem giftschrank zu holen. ein rot-rot-grüner bundeskanzler gabriel hätte sich keine bedenken, das, was über zwei jahrzehnte geplant worden ist, mit einem federstrich platzen zu lassen. was folgt: eine erneute nutzungsdebatte, neue ideen, pläne, das immer gleiche "wir müssen sparen" - und am ende, vielleicht 2020/2025 ein preiswerter und hässlicher bau aus seelenlosem beton-stahl-glas-gedröhne der moderne.

schlimm, dass deutschland architekturhistorisch einem mann wie ulbricht das letzte wort in der bebauung des prominentesten bauareals deutschlands überlässt. und dass dies ausgerechnet eine bürgerliche regierung "durchgezogen" hat, ist der eigentlich skandal.

(2260) berlinfreund
Mon, 7 June 2010 10:29:19 +0000

Und was ist jetzt mit dem Geld der Spender? Nicht nur Betuchte haben sich engagiert. Das Mütterchen, das 20 Euro von der Rente abzwackte ebenso wie normale Mittelstandsbürger, die schon ganze Monatsgehälter gespendet haben. Die meisten wohl keine Berliner.

(2259) Dude
Sun, 6 June 2010 22:05:09 +0000

Zieht den Kasten wieder hoch! Und zwar so wie er früher war!

(2258) Dietmar Kiele
Sun, 6 June 2010 20:32:21 +0000

Ich bin ganz entschieden gegen einen Bau mit einer Schlossfassade. Das Schloss war die Zwingburg Berlins im Stil einer überdimensionalen Mietskaserne. Das wertvolle künstlerische ist verloren und ein vorgetäuschter Nachbau mit völlig anderem Inhalt verlogen. Berlin hat so wunderbare neue Bauten und in diesem Geist wünsche ich mir einen echten Museumsneubau und der hat auch noch Zeit!

(2257) Wendel
Sun, 6 June 2010 18:57:12 +0000

"Prestigeprojekte wie der Bau des Berliner Stadtschlosses könnten verschoben werden." - Was soll hier immer dieses "Prestigeobjekt"?! Der Bund bezahlt "nur" den Rohbau, einen Betonklotz. Den Fassadenschmuck und die schönen Skulpturen werden die Spender aus eigener Tasche zahlen. Hätte dieses Gebäude nicht zufällig die Erscheinung eines barocken Schlosses, sondern nur eine platte Glasfassade, so würde niemand darüber meckern. Aber die Berliner sind ja für ihre ständigen Nörgeleien bekannt. Man sollte sich viel eher über Steuererhöhungen und Leistungskürzungen der Sparklausur aufregen. Denn dieses Geld müssen wirklich alle bezahlen. Spenden für das Schloss ist freiwillig.

(2256) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 18:04:40 +0000

Ach Mäuslein, schwelge weiter in irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Schwurbeleien, leider ist von fundiertem Kontextwissen relativ wenig zu erahnen...

(2255) Maus
Sun, 6 June 2010 17:43:20 +0000

Peinlich ist es, weiter diese Populismus-Mühle zu bedienen. Was hat denn der Begriff "Volk der Dichter und Denker" mit den Fassadendekorationen zu tun, oder dem Humboldt-Forum?


Dieses Pseudo-Schloss-Theater ist nämlich ein Musterbeispiel, und zwar für eine überaus undemokratische "Klientel-Politik".


Das Gros der Mitglieder hier, die Begründungen wie "Städtebau", "Mahnmal für Geschichte" oder "schöne Architektur" hervorbringen, oder sogar eine Beförderung einer "Identität" propagieren, beweisen doch, dass sie sich nicht im mindesten damit auseinandergesetzt hatten.

Weiterhin peinlich ist es, dass Teile der Wissenschaft, der Denkmalpflege und der Politik vor diesem Konzert der Laien eingeknickt sind. Hier hat meiner Ansicht nach das Denken gefehlt!

Fahrig negiert man erlangtes Wissen, für kurzsichtige Parteipolitik. Sollen das unsere Werte sein?

(2254) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 16:25:30 +0000

Peinlich, peinlich für das Volk der Dichter und Denker. Beim Studieren der Contra-Argumente fällt mir allerlei Dummbatzerei auf: durch den Aufschub des Baus des Humboldt-Forums auf St. Nimmerlein wird keine einzige Kita oder Schule vorzeitig renoviert werden, wird kein einziger sozialer Schiefstand korrigiert werden, sondern es geht einzig und allein um die Sanierung der maroden Staatsfinanzen, was per se nicht zu verurteilen ist.

Aber deswegen einen gültigen Beschluss des Bundestages torpedieren kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein ??

(2253) Waldmann
Sun, 6 June 2010 16:07:43 +0000

Der Tagesspiegel meldet:In Berlins Mitte wird es auf absehbare Zeit kein Stadtschloss geben. Das Prestige-Projekt kostet zu viel Geld. Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit warnt die Bundesregierung vor einem "kulturpolitischen Offenbarungseid".

So schlimm wird es nicht. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es wird allerdings dadurch nichts gespart, sondern alles etwas teurer werden.

(2252) FreiburgerJurist
Sun, 6 June 2010 16:02:06 +0000

Für alle Pseudo-Sparer ein Ausschnitt aus der Morgenpost:

Kulturstaatssekretär André Schmitz hatte bereits zuvor gegenüber Morgenpost Online dringend vor einem Baustopp für das Schloss gewarnt. Es sei auch wirtschaftlich „völliger Unsinn“, das Schloss mit dem Humboldt-Forum nicht zu bauen, sagte Schmitz. „Wenn das Humboldt-Forum nicht gebaut würde, dann kommt es für den Steuerzahler nicht billiger.“ Die Museumsbauten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Dahlem, wo die außereuropäischen Sammlungen derzeit noch untergebracht sind, seien komplett marode, sagte Schmitz. Die Sanierungskosten für den Dahlemer Museumskomplex wären nach Schätzung von Schmitz fast so hoch wie die Summe für das Humboldt-Forum: „Die Depots können die Mitarbeiter der Stiftung wegen der DDT- Verseuchung nur noch mit Schutzanzügen betreten. In den Ausstellungsräumen läuft das Wasser an den Innenwänden runter“. In diesem Jahre würden allein für „die aktuelle Gefahrenabwehr“ zwölf Millionen Euro ausgegeben. „Es wäre eine Katastrophe, wenn das Humboldt-Forum nicht realisiert würde. Ein Armutszeugnis für ganz Deutschland“, sagte Schmitz. Er könne nur an den Bund appellieren, hier seiner gesamtstaatlichen kulturellen Verpflichtung nachzukommen.

http://www.morgenpost.de/politik/article1320522/Regierung-soll-Stadtschloss-auf-Streichliste-haben.html#reqRSS

(2251) Tom
Sun, 6 June 2010 14:19:17 +0000

Gute Entscheidung ! Renoviert und baut lieber Schulen und Kindergärten - dieses Schloss braucht kein Mensch mehr !

(2250) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 13:43:16 +0000

seit 17 Jahren engagier ich mich für unser Projekt, trommelte im Freundes- und Bekanntenkreis und dadurch kam ein nicht ganz unerhebliches Sümmchen an Spenden zusammen - und jetzt diese Horrornachrichten vom Moratorium. Langsam macht sich selbst bei mir Resignation breit....