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Wilhelm von Boddien


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(2721)
(2321) barockkater
Mon, 14 June 2010 08:58:54 +0000

Die Idee des Humboldtforums an sich ist nicht schlecht, allerdings sollte man mehr Rücksicht auf die ehemaligen Strukturen des Schlosses nehmen , also Kuppel, Ostteile und zumindest die spätere Option auf die wichtigsten Treppenhäuser und Innenräume - ansonsten bleibt ja auch noch genug Raum für moderne Nutzungen wie das Humboldtforum - es wäre nicht schlecht, wenn das jetzt als "Denkpause" für eine Überarbeitung des Entwurfs genutzt würde, denn bei soviel Stella und so wenig Schlüter habe ich auch irgendwie Bauchschmerzen...
Tja, Sparen ist populär und da kann man als Budesregierung mit dem Berliner Schloss "Furore" machen und ablenken und eine Menge "Gutmenschen" fallen wieder mal drauf rein. Allerdings ginge dieser Schuss nach hinten los und prozentual vom "Sparpaket" bringt das obendrein sehr wenig.
Man sollte vielmehr mal bedenken, dass die "starken Schultern" (also die ganz Reichen) in diesem Lande immer weiter entlastet wurden und dass das unerhörterweise in der jetzigen Situation auch weiterhin getan wird ! Kein Wunder, das Geld fehlt !
Ausserdem denke man mal an die Milliarden die den Bankstern hinterhergeschmissen werden ! Spendenwütig scheinen diese Herrschaften obendrein nicht zu sein...
Da liegt das Finanzierungsproblem , nämlich hauptsächlich auf der Einnahmenseite des Staates - wenn die o.k. ist, sollte es in einem so reichen Land doch möglich sein.
Man denke auch mal an das 1971 - 1984 ebenfalls aus dem Nichts wiederaufgebaute Warschauer Königsschloss -man kann, wenn man nur will...


(2320) Befürworter.
Mon, 14 June 2010 05:27:58 +0000

Was gibt es an diesem Ort besseres als die Erweiterung der Museumsinsel?!! Die Idee des Forums ist kein Humbug, sondern genial. Und die Ausstellung lässt sich auch noch erweitern. Zu den Befürwortern des Projektes gehört übrigens auch die Bundeskanzlerin und der Bürgermeister der Stadt. Also die Hauptdarsteller von Stadt, Bundesland und Staat. Außerdem noch tausende von Bundesbürgern. Die Berliner glaubn noch immer, der Neubau sei nur für sie. Das ist echt süß, stimmt aber nicht. Die Idee wurde auch nicht "gestoppt" weil sie Wahnsinn ist, sondern weil die Bundesregierung ein Zeichen setzen wollte, daß es ihnen mit dem Sparen ernst ist. Das Forum wird noch kommen. Dann eben einige Monate später. Doch wenn man die Gegner hier so schreiben hört, möchten die wohl eher einen riesigen Betonklotz ohne Fenster im Zentrum der Hauptstadt. "Ich habe keine Meinung, bin nicht informiert, aber dagegen". So läuft das immer.

(2319) Rosa Luxemburg
Sun, 13 June 2010 23:28:44 +0000

Seien wir ehrlich. Die Idee des Humbug-Forums ist der letzte Murks. Gibt es jemanden, den diese schwachsinnige Ausstellung im Alten Museum vom Hocker gerissen hat? Dass diese Wahnsinns-Idee gestoppt wurde, ist einfach wunderbar. Da verzichten wir auch gerne auf die Fassaden. Übrigens: Wenn ein Förderverein Berliner Schloss keine besseren Verbündeten hat als den Rechtsbrecher Thierse: Gute Nacht.

(2318) Prof. Schwarz
Sun, 13 June 2010 11:43:08 +0000

@ Dr. Weiß

Vielleicht hätten Sie diesen Stein ganz einfach im Internet gekauft. Auf der Seite des Fördervereines gibt es ja schließlich die Gelegenheit dazu. Aber rechnen Sie nicht damit, dass Sie den Stein per Post nach Hause bekommen. Er wird bei Gelegenheit im neuen Schlossbau installiert ;-)

(2317) Dr.Weiß
Sun, 13 June 2010 09:13:48 +0000

Sehr geehrter Herr von Boddin,vor ca 10 Jahren begannen
Sie Geld für den Wiederaufbau einzusammeln.Ich meldete
mich danals und wollte ein Stein kaufen.Leider habe ich
nie mehr etwas davon gehört. Auch Anruf bei Ihnen blieb
leider unbeantwortet.
Ich bin gerade dabei mein Testament zu schreiben,und
Ihren Vereib bedenken-aber auch sicher sein.daß zum
Schluß wirklich mein Legat verwendet wird.
gez.Dr.Weiß

(2316) Torsten Matthias
Sun, 13 June 2010 00:17:24 +0000

Danke CDU!
Erst wurde uns ein Palast weggenommen. Ein Schloß wurde uns versprochen. Und was haben wir bekommen, eine grüne Wiese.

(2315) Wendel
Sat, 12 June 2010 13:49:49 +0000

http://www.welt.de/die-welt/debatte/article8009390/Verstaendnis-fuer-die-Kanzlerin.html

Das Humboldt-Forum (Schloss) soll "definitiv" noch in dieser Legislaturperiode gebaut werden?! Na, da bin ich aber mal sehr gespannt. Ich weiß nicht, aber irgendwie kann ich dem Bundestag nicht mehr so wirklich vertrauen. Erst wenn die Bauarbeiten tatsächlich beginnen, glaube ich auch daß das Forum realisiert wird.

(2314) Michael Ruth
Sat, 12 June 2010 08:34:20 +0000

@InSaPa: Danke für dieses alles umfassende Statement, besser kann dieser unglaubliche Skandal kaum ausformuliert werden.....

Dennoch gilt es, jetzt nicht zu resignieren und W.v.Boddien massiv in seiner bisher so überaus erfolgreichen Arbeit zu unterstützen !!!

im Namen der Badischen Freunde des Schlosses

(2313) Kreuzberger
Sat, 12 June 2010 00:15:36 +0000

InSaPa: Dein Kommentar fasst alles zusammen, was zu diesem unglaublichen Skandal anzumerken ist. Danke.

(2312) Kreuzberger
Sat, 12 June 2010 00:07:26 +0000

Apropos Brot & Spiele ...
Was wäre wohl geschehen, hätte man die Fußball-WM wegen gewisser finanzieller Engpässe kurz vor Beginn auf 2014 verschoben?

Kultur hat nun mal nicht die gesellschaftliche Akzeptanz wie der Sport, leider ...

(2311) InSaPa
Sat, 12 June 2010 00:00:58 +0000

Die Entscheidung zur sogenannten "Verschiebung" der Wiederherstellung der Berliner MITTE ist unfassbar, haarstäubend und sowohl kulturpolitisch als auch städtebaulich katastrophal. Da haben sich die ewigen Nörgler und Mäkler, gerade in Berlin und leider sogar in "seriösen" Medien, doch tatsächlich durchgesetzt und berauben uns wohl des grandiosen Jahrhundert-Projekts der geographischen Zusammenführung von europäisch-mediterranen und außereuropäischen Kulturen, und das in einem wunderbaren baulichen Rahmen. Das gelegentlich auftauchende Wort vom "Disneyland" ist an Dümmlichkeit und Ignoranz kaum zu übertreffen und eine Beleidigung all der wunderbaren Künstler und Kunst-Handwerker wie Steinmetze etc., die schon so eifrig zu Gange bzw. am Werke sind.

Und auch das Geldargument ist ja wohl höchst relativ, denn dass die Sanierung der Staatsoper ca. 250 Mio. kostet, ist völlig okay (da notwendig!) und wird nicht in Frage gestellt, und dass etwa der BND-Neubau wohl über eine Milliarde kostet, ist keinerlei Diskussion wert. (Übrigens: war das eigentlich wirklich nötig, waren die in ihrem alten Pullach nicht ganz ordentlich untergebracht??) Und dass die Dahlemer Dornröschen-Museen mit ihren einzigartigen Sammlungen, in die sich kaum noch jemand verirrt, dringend saniert werden müssen, wenn und nur wenn das Humboldt-Forum wirklich nicht BALD gebaut werden sollte, und dass die Kosten auch wohl im x-hundert-Mio-Bereich liegen werden, spielt in der öffentlichen Wahrnehmung auch überhaupt keine Rolle.

Wo bleibt der empörte Aufschrei und flammende Appell unserer "Oberhäuptlinge" wie etwa dieses windelweichen Wowereit ("Kultursenator"!) oder auch André Schmitz, von unser aller Merkel oder Bernd Neumann ganz zu schweigen, die das ganze Desaster ja mit dieser unsäglichen FDP zu verantworten haben. Bei einem Sparpaket von 80 Mrd. sind eine Gesamt"einsparung" (zumal unter Berücksichtigung all der vertraglichen Verpflichtungen und der unendlichen Vorarbeiten so vieler leidenschaftlich engagierter Bürger etc.etc.etc.) von vielleicht maximal 100 Mio., verteilt über Jahre, geradezu lachhaft. Und da ist die desaströse internationale Wirkung, der Wegfall eines Touristen-Magnets erster Güte, die Wiederbelebung alter Handwerkstechniken mit der Schaffung hochwertigster Arbeitsplätze etc. noch gar nicht eingerechnet. Wenn die Dahlmer Museums-Liegenschaften anderweitig genutzt werden könnten (z.B. FU, Forschungs- oder andere (internationale oder nationale) Einrichtungen o.ä.), könnte auch dies einen Erlös bringen. Undundund...

Dieser Beschluss basiert wirklich auf einer extrem kurzsichtigen Milchmädchenrechnung und wird der ungeheueren kulturpolitischen wie städtebaulichen Bedeutung in KEINER Weise gerecht.

Übrigens: Wiesen zum Drauflegen gibt's in Berlin ja wirklich genug...


(2310) K.H.-W.
Fri, 11 June 2010 14:18:43 +0000

Das Schloß wird kommen, auch wenn sich die Gegner jetzt wieder in neuer Position wähnen.
Was allerdings unsere Regierung betrifft, so muß ich mich den Kommentaren hier im Forum anschließen:
"Die haben sie nicht alle...", "...nicht demokratisch", etc.
Polemik ist sicherlich einfach, aber mittlerweile ist anderes nicht mehr angebracht. Unsere Politik vertritt nicht mehr das Volk. Sie arbeitet gegen deutsche Interessen, vehement, schonungslos und nachhaltig.
Heute leben wir in der DDR, die die "alte DDR" immer vorgegeben hat zu sein.
Das einzig interesante ist das Spannungsfeld zwischen enthemmtem Kapitalismus und wieder aufkommendem Sozialismus.
Mal sehen wo das endet, wenn uns die Poklitik im Niedergang nicht einmal mehr "Brot und Spiele" bieten kann, da sie dies im EU-Ausland vertrödelt.


(2309) Kreuzberger
Thu, 10 June 2010 22:02:46 +0000

Ja, Dr. Entenkiel. Das muß man leider so konstatieren.

Der Staat hat sie nicht mehr alle! :-(

(2308) Dr. Achim Enenkiel
Thu, 10 June 2010 18:08:42 +0000

Der Staat hatte ein Einsehen und die Finanzierung dieses Unsinns zunächst "auf Jahre" verschoben!

A.E.

(2307) Bernd Schmieder
Thu, 10 June 2010 15:35:35 +0000

Herr Baumeister,
ich verstehe nicht, wie Sie "wirkliche Demokraten" mit der Bundesregierung in Zusammenhang bringen ! ...;-)
Die Frage ist nicht, wovon die etwas verstehen, sondern für wen die wirklich arbeiten !

(2306) Dieter Baumeister
Thu, 10 June 2010 14:50:11 +0000

Bisher dachte ich , die Bundesregierung verstehe nur nichts von richtiger und gerechter Wirtschafts-und Finanzpolitik. Jetzt weiß ich , dass sie auch nichts von Stadtentwicklungspolitik versteht. Wie kann man ein ein über den Tag hinaus für das ganze Land bedeutendes Projekt- den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses- einfach wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Die leute, die dies unserer schwankenden Kanzlerin eingeblasen haben, sind sicher die alten Sclossgegner, die auf der Sparwelle doch noch zu ihrem destruktiven Ziel kommen wollen. Alle
wirklichen Demokraten sollten weiter für die Rekonstruktion des Berlner Stadtschlosses kämpfen.
Dieter Baumeister

(2305) barockkater
Thu, 10 June 2010 10:30:39 +0000

Ja, dieser Artikel in der Zeit ist das in Deutschland übliche pseudeointelektuelle Gequatsche, womit alles kaputt geredet wird.
Einfach nur scheusslich...

(2304) barockkater
Thu, 10 June 2010 10:21:26 +0000

An Walter

Ich hoffe ja nicht,so "Walter" Ihr Vorname sein sollte, dass Ihr Name mit U....weitergeht ;-)).
Das Schloss hatte eine enorme städtebauliche Funktion für die Mitte von Berlin,nichts zeigt das deutlicher als die jetzige Leere, die einen dort angähnt.
"Schwülstig" war das Schloss keineswegs, es war im Gegenteil eines der bedeutendsten Barockbauwerke nördlich der Alpen (wenn Sie keinen Barock mögen, ist das natürlich ihre Privatsache).
Wichtig ist, dass man sich mal mehr mit dem Schloss und besonders mit Detailaufnahmen beschäftigt, denn dass man immer wieder "Kasten" oder "überdimensionierte Mietskaserne" hört, beruht auf schlichter Unkenntnis.
Das untere Ende "Unter den Linden" ist keinesfalls "preussisch-spiessig", sondern das Beste an Architektur, was Berlin heute noch zu bieten hat - einzeln und als Ensemble. Für die Identität der Stadt ist es genauso wichtig wie das Schloss !
ICH HOFFE SEHR, DASS MAN VON DEN WAHNWITZIGEN SPARPLÄNEN ABSTAND NIMMT !!!

(2303) Tim B.
Thu, 10 June 2010 10:04:11 +0000

Liebe Schlossfreunde,

lesen sie sich doch bitte alle den Text von Florian Illies in der aktuellen Zeit durch. Dort erklärt er nämlich, warum er seine Meinung zum Schloss geändert hat und nun NICHT mehr dafür ist:

http://www.zeit.de/2010/24/Berliner-Stadtschloss

"Zunächst gilt: Rasen betreten verboten! Es wird ein Moment kommen, in dem wir glücklih sein werden, ihn bebauen zu können. Dann nämlich, wenn wir eine Idee haben, die Form werden will – und nicht umgekehrt. Form follows function, wie der Lateiner sagt.”

Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!!

(2302) Horst K.
Thu, 10 June 2010 09:07:46 +0000

Mal eine Frage in die Runde :

Was würde denn ein Wiederaufbau in klassischer Ziegelbauweise mehr kosten im Vergleich zu Beton und Stahl ???



(2301) walter
Wed, 9 June 2010 23:51:37 +0000

Und der Bundestag sagt ja zum: Neubau des Hohenzollern-Schlosses (als Humboldt-Forum) mit historisierenden Fassaden (drei Seiten), rekonstruierter Kuppel und Schlüter-Hof
Da wurde den werten Abgeordneten aber ordentlich Honig ums Maul geschmiert....

Auf jeden Fall hat die Wikipedia-Seite Herr von Boddien selbst geschrieben.

Schön ein Radiokommentar von heute abend: die Frauenkirche und die Semperoper funktionieren als sinnvolle Wiederaufbauten, weil sie ihrem Zweck entsprechend wieder genutzt werden. Für das Stadtschloss wird es eine dem ursprünglichen Zweck entsprechende Nutzung nicht geben (stattdessen wird immer die Begriffsblase Humboldtforum (die Brüder H. müssen in der schwerbelasteten ehemaligen Reichshauptstadt auch für alles herhalten... warum nicht Friedrich oder Wilhelm, Ebert, Sophie, Brüning, Schleiermacher, Mendelssohn, Lessing, Charlotte, Hitler???)


(2300) walter
Wed, 9 June 2010 23:50:07 +0000

Bei Wikipedia (das muss ja nicht stimmen, aber ein Körnchen Wahrheit ist immer drin...) lesen wir zur „küstlerischen Bedeutung“ des Stadtschlosses:

Wenngleich das Berliner Schloss stets unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu entstehenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble. Auch war das Schloss Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde durch die sogenannte „Schlossfreiheit“ verdeckt.
Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“.

Wollen wir uns wirklich ein im Sinne des Schöpfers unvollendetes Ding in die Stadt setzen, das zumal noch eine ungünstige Fernwirkung hat? Das zeugt doch von schlechtem Geschmack, dafür würden andere nicht einen Cent hingeben.

Ehrlich, das Ding sieht doch nicht toller aus als alle anderen Preußenbauten unter den Linden, der spießig-preußischen Prachtallee, man fragt sich ja immer, wo die damals dieses narzistisch protzende Selbstverständnis hergenommen haben.


(2299) Kreuzberger
Wed, 9 June 2010 21:53:10 +0000

...denke ich auch. Die Verantwortlichen für diesen unglaublichen Sabotageakt werden sich noch wundern, wieviel Kilometer Autobahn man für die zu erwartenden Vertragsstrafen und die nun sofort fällige museumsgerechte Instandsetzung der Dahlemer Ausstellungsgebäude bauen könnte!

(2298) Micael Ruth
Wed, 9 June 2010 19:33:51 +0000

ooohh ihr vielen herzlich willkommenen Freunde des Humboldt-Forums im Schloss: wie zumeist liegt in der Ruhe die Kraft, jetzt in Aktionismus verfallen ist ganz einfach kontraproduktiv und, mal ganz nebenbei: darin liegt auch der Erfolg der Arbeit von W.v.Boddien begründet, nämlich beharrlich Gespräche zu führen, Überzeugungsarbeit zu leisten und dadurch Meinungen zu ändern...

Was stört es den Baum, wenn sich etwas an ihm schubbert ??

Das Humboldt-Forum im Schloss wird kommen und in wenigen Jahren werden viele Menschen stolz darauf sein...

(2297) Bernd Schmieder
Wed, 9 June 2010 19:08:09 +0000

Sehr geehrte Damen und Herren, es würde mich freuen, wenn die Fassade des Schlosses die Berliner Innenstadt verschönt.
Ich hoffe, der Staat gibt zur gegebenen Zeit das Geld auch wirklich frei und ich hoffe weiterhin, dass die Spendengelder andernorts sicher gelagert sind. Ich habe kürzlich einen Bericht im TV (MDR?) gesehen, in dem berichtet wurde, dass Geld für eine Strasse das Bewohner gezahlt hatten, von der Stadt anderwärtig ausgegeben wurde. Hoffen wir es nicht beim Schloss.
Um die Arbeiter, Architekten und Freunde des Palastes der Republik etwas zu besänftigen wäre es sicher schön gewesen, den Palast d R erst kurz vor Baubeginn abzutragen. Man muss die Verlierer der Geschichte nicht noch mit Füßen treten, wenn sie schon am Boden sind. Da waren auch Schweiß und Steuergelder verbaut. Das ist aber natürlich nicht Ihre Schuld.
Mit freundlichen Grüßen aus Köpenick,
Bernd Schmieder


(2296) BergischerBembel
Wed, 9 June 2010 14:49:11 +0000

Liebe Schlossfreunde,

ich habe gerade mit einem Herren des Fördervereins telefoniert. Er sagte, dass Herr von Boddien zur Zeit in Berlin ist um mit den Politikern zu verhandeln bzw. zu diskutieren. Weiterhin sagte der Herr mir, dass Anfang nächster Woche die Statements vom Förderverein folgen, da man derzeit noch in Verhandlungen steht (vielleicht geht da ja doch noch was?!) und derzeit sehr viele Anfragen eingehen. Also warten wir mal ab, ob nicht doch noch ein Wunder geschieht!!!

(2295) MitteinsHerz
Wed, 9 June 2010 12:53:18 +0000

..."HÄTTE"?

HAT ! Nach diesem Husarenritt durch die Wahlversprechen und Beteuerungen der vergangenen Jahre, und am Paradebeispiel des "garantierten" Schlossbaus aufgehangen, KANN ich die Begriffe "Bundesregierung" und "Glaubwürdigkeit" nicht mehr in einen logischen Konsens zueinander bringen, so man denn einen gesunden Menschenverstand dafür gebraucht. Lobbyismus, Seilschaften, Schmierentheater sind da Begrifflichkeiten, die einem in diesem Zusammenhang eher auf der Zunge liegen...
Ich lege mich fest: Wird diese "Verschiebung" nicht in den nächsten Tagen im Sinne einer gesunden Ratio gekippt, dann können wir unsere Anstrengungen bez. der erhofften wunderschönen Schlossansicht alter Prägung, an dieser einzigartig exponierten Lage dieser Stadt, wieder gänzlich in Richtung Studien alter Photo- und Filmmaterialien lenken. Da beißt die Maus weder den Faden ab, noch würd es DIE "Maus" hier auch nur im Entferntesten verstimmen...

(2294) Ralf Wendel
Wed, 9 June 2010 11:33:03 +0000

@ BergischerBembel:

"5. Was passiert denn überhaupt mit dem Geld, wenn es nun doch nicht zum Wiederaufbau kommt?

Zum einen ist ja schon Geld für Baupläne und Fassadenmodelle ausgegeben worden. Vor allem aber sind Spenden durch die Finanzgesetzgebung grundsätzlich nicht rückzahlbar, weil sonst die Gefahr von Steuerhinterziehung bestünde. Deswegen glaube ich ja auch an die Realisierung des Projekts, weil der Staat sonst ein enormes Glaubwürdigkeitsproblem hätte."

Das habe ich eben im Internet gelesen.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1524822/Das-Berliner-Schloss-wird-noch-gebaut.html

(2293) BergischerBembel
Wed, 9 June 2010 06:37:51 +0000

Hallo Schloßfreunde,

ich würde Jedem der gespendet hat raten mal beim BM für Verkehr und Bau nachzufragen wann und wo man sein Geld wiederbekommt, falls das Projekt nicht wie beschlossen realisiert wird!

(2292) Ralf
Tue, 8 June 2010 21:09:18 +0000

Vielleicht würde der Verein auch mehr Mitglieder gewinnen wenn der Pflichtbeitrag nicht so hoch wäre. 60 Euro sind nicht gerade wenig. Ich bin zwar ein Anhänger dieses wunderbaren Projektes, aber ein Mitglied des Vereines bin ich noch nicht geworden. Da spende ich lieber hin und wieder einen kleinen Betrag, wenn ich es mir gerade erlauben kann. Dabei ist doch auch die Mitgliederzahl eines Vereines wichtig für das Gewicht der Stimme oder der Meinung. Jedenfalls finde ich es sehr beruhigend, daß sich hier im Internet und diesem Gästebuch viele weitere Befürworter des Humboldt-Forums finden. Das Museum soll kommen. Jetzt erst recht! Das ist eine gute Einstellung. Was mir völlig unverständlich ist, ist diese Umfrage, bei der angeblich die Mehrzahl der Berliner gegen das Projekt waren. Das ist wahrscheinlich alles nur eine Frage der Auslegung oder der Fragestellung. Man kann auch so fragen, daß sich anschließend die Antwort beliebig zurechtinterpretieren lässt. Die Bevölkerung einer Stadt kann unmöglich gegen eine deutliche Aufwertung der Attraktivität sein. Diese Umfrage sollte man mal deutschlandweit machen. Denn schließlich ist das Humboldt-Forum ein deutsches Vorhaben. Die Finanzierung kommt aus dem ganzen Land, nicht nur aus Berlin. Also muß man auch die gesamte Bevölkerung nach der Meinung fragen. Meine Befürchtung ist nur, daß sich die Berliner zu sehr an die grüne Wiese im Zentrum gewöhnen. Am Ende wird sie noch als Stadtpark wahrgenommen und für den Erhalt der Grünfläche geworben. Es ist mit allem zu rechnen.

(2291) Schlossbauer
Tue, 8 June 2010 16:47:23 +0000

„Da wird noch nicht das letzte Wort gesprochen sein“, sagte Ramsauer am Dienstag in Berlin. „Es wäre sinnvoll, einen kleinen Teil des Geldes, das wir für 2014 vorgesehen haben, auf das Jahr 2013 vorzuziehen, damit wir bereits dann den ersten Spatenstich machen können, zwei Jahre später als es bisher vorgesehen war.“

Ursprünglich sollte der Wiederaufbau der Hohenzollern-Residenz 2011 beginnen, als Teil des Sparpakets verschob die Bundesregierung das 552-Millionen-Vorhaben am Montag aber um drei Jahre auf 2014.

Ramsauer setzt nun auf 2013. „Ich zitiere da Franz Josef Strauß und beziehe das auf das Schloss: Zur Not müssen wir Bayern die letzten Preußen sein“, sagte der Bundesminister aus Bayern. „Ulbricht darf nicht das letzte Wort in Berlin haben an dieser Stelle.“


http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1321717/Ramsauer-will-Schlossbau-schon-2013-beginnen.html

(2290) Oli
Tue, 8 June 2010 15:09:22 +0000

Unsere Regierung selbst hat sich von der Demokratie verabschiedet. EU-Ermächtigungsgesetz gegen den Willen der Bevölkerung, Aufgabe der DM gegen den Willen der Bevölkerung, Lügen vor und nach der Wahl, repressive und geradezu perverse Elemente und Instrumentarien zur nachhaltigen Zügelung der Bürgerwut (Einordnen in Links-, Öko- oder Rechtsextremisten, je nachdem, welche Meinung man vertritt), Aufgabe unserer Gebiete jenseits von Oder und Neiße, entschädigungslos. Und und und...immer gegen den Willen der Bevölkerung!
Nicht die Bevölkerung ist demokratiemüde, im Gegenteil, wir haben Angst vor der Demokratielosigkeit unserer Politiker. Diese schalten und walten in einer Art und Weise, die einem totalitären System näher steht als dem einer Demokratie. Im Grundgesetz gibts doch einen Artikel zum Widerstand - ist nicht schon längst der dieser Regelung zugrunde liegende Tatbestand übererfüllt?


(2289) Schlossfreund
Tue, 8 June 2010 15:06:14 +0000

Ich kann mich den vielen Vorkritikern nur anschließen.
Was wirklich nervt, ist das hin und her, das Zerreden und Wiederaufrollen der Wollen-wir-wirklich-Frage!!!
Das Verschieben des Wiederaufbaues wird der Regierung mehr Kosten verursachen, als den geplanten und ohnehin schon verspäteten Baubeginn für 2011 einzuhalten. Dann soll die Regierung doch das umstrittene Projekt Autobahnausbau für ca. 440 Millionen einfrieren oder ganz streichen. Tipp für die Zukunft: Großprojekte sollte der Öffentlichkeit erst dann bekanntgegeben werden, wenn man sich sicher ist, das man das Projekt auch realisieren kann!

(2288) R.Wirth
Tue, 8 June 2010 14:26:50 +0000

Hallo,
die Situation in diesem Land wird unerträglich, nichts ist mehr sicher (Währung, moderate Bundespräsidenten, Bundestagsbeschlüsse). Mit der Entscheidung, die Schloßrekonstruktion zu verschieben, wird dem Ehrenamt kein guter Dienst erwiesen, potentielle Spender verunsichert und enorme finanzielle Vorarbeiten aufs Spiel gesetzt. Mir scheint, die Regierenden sind beratungsresistent. Sie können auf keinen Fall mehr ernst genommen werden.
Ich hoffe, es gibt dennoch eine gute Wendung.
R.Wirth

(2287) Chromo2000
Tue, 8 June 2010 14:13:34 +0000

Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob nicht die Wirtschaft, Investoren und Spender den Wiederaufbau alleine schaffen können. In Braunschweig sind die Schlossarkaden unter ähnlichen Bedingungen rekonstruiert worden. Wahrscheinlich wäre das Konzept des Humboldt-Forums damit in Frage gestellt, weil wirtschaftliche Interessen andere Anforderungen stellen. Es muss ja kein Las Vegas oder Disney Land in Berlins Mitte entstehen, aber vergessen wir den kommerziellen Ansatz nicht den ein solcher Neubau mit sich bringen würde, als Touristen-Attraktion und kultureller Mittelpunkt einer Hauptstadt: DDR-Museum, Shoppen, Unterhaltung und ja: ein Museum! Das wäre in der jetzigen Situation ein selbstbewusster Ansatz. Es wird Zeit die Menschen direkt anzusprechen, jung und alt, mit modernen Spendenmöglichkeiten, bspw. per Handy. Die breite Masse aktivieren und nicht die New Yorker High Society mit Porzellan Auktionen aus preussischen Kulturbesitz zum Spenden motivieren. Das ist zu weit weg von der Realität. Und darum klappts auch mit der Politik nicht. Die Latte hängt einfach zu hoch, die Akzeptanz der breiten Massen fehlt, sonst wäre der Aufschrei zum Sparpaket viel größer. Wo ist denn die Demo zur Streichung des Wiederaufbaus?

(2286) MagDLM
Tue, 8 June 2010 13:35:21 +0000

auch ich warte seit geraumer zeit auf eine umfangreiche aktualisierung dieser internetpräsenz. immerhin hat sich die lage durch die bekannten ergebnisse des "spargipfels" geradezu dramatisch verändert- und (noch) immer kein wort hier von repräsentanten des fördervereins.
doch: muss man nicht hierfür auch etwas verständnis haben? die damen und herren wähnten sich nach bald zwei jahrzehnten praktisch am ziel aller bemühungen und hoffnungen. zwei bundestagsbeschlüsse, ein abgeschlossener architektenwettbewerb (wenn auch mit einem - in meinen augen - schwachen sieger), geschlossene verträge etc. und plötzlich, binnen tagen steht alles auf der kippe, nichts kann mehr als sicher gelten ... dass hier eine gewisse schockstarre entsteht, ist nachvollziehbar. und was soll auch jetzt, so unmittelbar nach dem uns doch alle etwas erschütternden beschluss, schon substantielles gesagt werden? dass man weiter um das projekt kämpfe, dass man nicht aufgebe, dass man von der idee auch weiter fest überzeugt sei, dass man fest davon ausgehe, 2014 tatsächlich beginnen zu können - wäre das denn mehr als das pfeifen im walde?
ich ganz persönlich bin nach der inaussichtstellung des termins 2014 nicht mehr ganz so pessimistisch wie noch während der letzten spekulationen im vorfeld der klausur der schwarz-gelben. dort hieß es noch, dass mit dem bau erst nach der sanierung der staatsfinanzen begonnen werden könne - also: am st.-nimmerleinstag.
jetzt aber existiert noch die (gegenwärtig eher geringe) aussicht, ca. 2020 endgültig das humboldt-forum entstanden zu sehen.
und dennoch: ich möchte erneut darauf hinwiesen, dass der förderverein schnellstens eine kehrtwende vollziehen muss: weg vom SCHLOSS, hin zum humboldt-forum! es ist schlicht nicht vermittelbar, warum man angesichts knapper kassen und empörend unausgewogener sparideen ein SCHLOSS errichten sollte. diese erfahrung dürfte doch jeder freund der idee schon mehrfach auch in gesprächen im privaten umfeld gemacht haben. man beachte hierzu auch einmal die online-leserkommentare großer deutscher tageszeitungen (faz, sz, ftd): man kann schon unterstellen, dass dort menschen mit intellekt aktiv sind. der tenor ist eindeutig: "wer braucht ein SCHLOSS?" dass es sich um einen museumsbau handelt/hätte handeln sollen, ist selbst bei ansonsten gut informierten zeitungslesern nie wirklich angekommen. kunststück: selbst heute noch liest man in den zeitungen stereotyp immer wieder die meldung, das SCHLOSS liege auf eis.

nein, das SCHLOSS liegt dank hitler und ulbricht in der gruft der ewigkeit (zu meinem allergrößten und ewigen bedauern!), von wo es nie wiederkehren wird. gekämpft werden muss nicht für das SCHLOSS, sondern für das humboldt-forum. das ist es, was vermittelt werden muss, von menschen, die aber bereit sind, das zu unterscheiden. passen wir doch alle, die wir das forum wünschen, auf, die äußere gestalt, also die ehedem geplangten barockfassaden, auch unterbewusst nicht als SCHLOSS zu verstehen - es ist ein museumsbau, der die museumslandschaft berlins und deutschlands so ungeheuer aufwerten könnte.

ich hoffe das beste für das projekt!

herzliche grüße aus hessen


(2285) Hans-Jürgen Schmidt
Tue, 8 June 2010 11:47:43 +0000

Die Absage an den Schloßaufbau und damit an das Humboldtforum ist eine kulturelle Bankrotterklärung der
Regierung, und für Berlin und seine nationalen und internationalen Besucher ein Riesenverlust.

(2284) MitteinsHerz
Tue, 8 June 2010 08:22:51 +0000

WAAAAAAAAAAAAAARUM antwortet hier seit MOOONATEN NIIIEMAND von verantwortlicher Seite (Seitenbetreiber, Vereinsvorstand, Herr v. Boddien oder wer auch immer) auf Anfragen, Vorwürfe, Unmutsäußerungen, Ängste und Befürchtungen der vielen Schlossfreunde hier. Als noch alles Eitel, Freude, Sonnenschein war, konnte man sich vor Aktualisierungen und "Wasserstandsberichten" kaum retten. Nun aber, wo allenthalben einer immer größer werdenden Verunsicherung über konstruktive Kommunikation Einhalt geboten werden könnte/müsste, entsteht hier von verantwortlicher Seite ein geradezu unerträgliches "Schweigen im dunklen Walde". Immerhin verwaltet man treuhänderisch schon etliche Millionen an Spendengeldern, von denen man zunehmend das Gefühl bekommt, sie eventuell nicht gut angelegt zu haben. Warum schweigt man sich hier ob eventueller Gegenmaßnahmen oder Proteste gegen diese unsägliche Verschleppungsmasche der Regierung gänzlich aus. Ich verstehe dieses Schweigen einfach nicht. Ich erwarte sicherlich keine Universallösung vom Schlossverein für diese von einer augenscheinlich vertragsbrüchigen Regierung ohne Rückgrat initiierte Situation. Was man aber durchaus einfordern darf, ist eine adäquate Informationspolitik hier oder geringstenfalls eine Art moralischen Beistand für die nunmehr zunehmend zweifelnde Masse. DAS hat die Spender- und Befürworterschar im Minimum verdient, wie ich finde…

(2283) berlinfreund
Tue, 8 June 2010 08:04:17 +0000

Ich erwarte stündlich eine Stellungnahme des Fördervereins, allein schon, um den vielen Spendern und Mitgliedern Mut zu machen.
Natürlich weiß jeder zu schätzen, in welch aufopferndem Maße sich beispielsweise Herr von Boddien eingesetzt hat, aber der Vorstand muß jetzt unbedingt ein Wort zu all den vielen treuen Mitgliedern und Freunden sprechen, die sich Jahr für Jahr abrackerten. Ein Zeichen der Hoffnung ist dringend nötig.

(2282) Cornelius Wiesner
Tue, 8 June 2010 07:37:15 +0000

Eben!

Die Bundeskanzlerin hat einen für sie recht geschickten Schachzug gemacht: Sie kann das Schloss jetzt aussitzen. Soll sich die nächste Bundesregierung damit herumschlagen!

Genau jetzt wäre der Förderverein gefragt, wären wir alle gefragt. Das Schloss ist kein Selbstläufer mehr, schreibt der Tagesspiegel. Damit hat er leider recht. Außer bei glühenden Schlossbefürwortern innerhalb (fast) aller Parteien können wir nicht damit rechnen, dass sich in den nächsten Jahren auf Regierungsebene jemand für das Schloss einsetzen wird. Daher ist jetzt Bürgersinn gefragt, im besten Sinne. Was die Mitarbeiter des Fördervereins in den Infozentren machen ist gut und richtig. Aber es erreicht nicht diejenigen, die sich fürs Schloss nicht, noch nicht oder schon nicht mehr interessieren. Der Förderverein sollte wieder gezielt Prominente suchen, die außerhalb der Politik ihre Stimme erheben und darauf verweisen, dass der Wiederaufbau mit dem Konzept des Humboldt-Forums vom Bundestag beschlossen und schon weit über eine bloße Idee hinaus ist. Menschen der Öffentlichkeit, die dem Land sagen, dass wir Schlossfreunde kein Haufen von geschichtsrevisionistischen, architekturfeindlichen Disneyland-Spinnern sind und das Projekt, für das wir kämpfen, es wert ist. Wenn ich mir die diversen Diskussionsforen ansehe, würde ich behaupten, dass wir das wesentlich differenziertere Geschichtsbild und den wesentlich größeren Wissensstand haben. Lassen wir uns von Polemik nicht verunsichern, nutzen wir jede Diskussion, um für unser Anliegen zu werben!

Wir müssen nun vor allem drei Dinge verhindern:

1. Dass die Notwendigkeit der Wiedererrichtung der barocken Fassaden und der Kuppel selbst noch einmal in Frage gestellt wird. In dem Moment, wo hier jemand anfängt, werden sie alle wieder anfangen: Die Bedenkenträger, die mit dem schlechten historischen Gewissen, die Freunde einer "modernen" Lösung.

2. Dass das gefundene Konzept für sich nicht zeredet wird, sondern an Konturen gewinnt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es manchmal schwer ist, jemandem zu erklären, was ins Schloss eigentlich rein soll. Stehen wir zu dem, was gefunden ist. Machen wir klar, dass wir nicht die Monarchie wieder einführen wollen, sondern die Museumsinsel ergänzen, dem Schloss eine Funktion geben wollen, die es nach 1918 schon einmal hatte!

3. Dass die Durchführbarkeit angezweifelt wird. Das Argument mit den Dahlemer Museen ist doch schlagend: Die zu renovieren würde fast die Hälfte des Bundesanteils für das Schloss kosten. Diese Kosten kann der Bund so oder so nicht einsparen. Also her damit! Die 552 Millionen werden doch nicht in einem Jahr fällig!

Konkret sollten wir für folgende Maßnahmen kämpfen:

1. Tun wir alles dafür, dass über die Schlosswiese kein Gras wächst. Ich habe etwas von einer möglichen Ausstellung mit Originalteilen des Schlosses gelesen. Das ist gut und schön. Aber wir beten hier keine Asche an! Auf die Schlosswiese gehört eine Steinmetzwerkstatt, in der jeder sehen kann, was das Schloss kunsthistorisch zu bieten hatte und wieder bieten wird. Wir müssen unsere Seriosität zeigen!

2. Nutzen wir die gewonnenen Jahre, so gut wir können. Unseren Aufschrei der Empörung wird niemand in der Regierung beachten. Also: Bringen wir die Durchführung unseres Projektes zurück in die Gesellschaft. Niemand konnte erwarten, dass die Bundesregierung dem Verein einfach so die Arbeit abnimmt.

3. Suchen wir den engen Schulterschluss mit der Schlossstiftung und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ich halte es für ganz wichtig, dass wir uns an der Seite beider Stiftungen zeigen. Die Seriosität der SPK zweifelt niemand an. Sie wird auch zu wesentlichen Teilen Nutzer des Schlosses. Wir müssen zeigen, dass wir gemeinsam dieses Projekt wollen. Die Schloss-Stiftung ist durch ihre Satzung an das Schlossprojekt gebunden. Hier arbeitet ein Stück Staat aktiv am Schloss. Zeigen wir das auf!

Das Schloss ist nicht tot. Und es wird auch nicht sterben, solange wir für das, was wir uns wünschen, aktiv und selbstbewusst eintreten.

Noch ein Wort zur Forsa-Umfrage:
Es gab im Laufe der Zeit mehrere Umfragen, mal für, mal gegen das Schloss. Ich bezweifle, dass 80 % der Berliner engagierte Schlosshasser sind. Selbst in Ostberlin sind Schlossbefürworter zu finden. Was die Menschen nervt, ist das hin und her, das Zerreden und Wiederaufrollen der Wollen-wir-wirklich-Frage. Lassen wir uns nicht in die Enge treiben. Wenn das Schloss erst entsteht, werden sich auf einmal ganz neue Meinungen finden, die ja immer schon für das Schloss waren...

(2281) Langenberg
Tue, 8 June 2010 07:36:31 +0000

Wieviel Millionen wurden denn schon für das Schloß ausgegeben?
Architektenleistungen, Pläne, Gutachten, Steinmetzarbeiten usw.
Mit Architekt Stella wurden Verträge abgeschlossen seitens der Regierung. Stella hat wiederum Subunternehmer vertraglich eingebunden. Es wurden schon viele, viele Leistungen erbracht. Wer bezahlt diese? Die Regierung wird ohne riesigen juristischen und finanziellen Aufwand nicht aus den Verträgen herauskommen.
Die Museen in Dahlem wurden nicht renoviert wegen des erwarteten Umzugs ins Schloß. Für eine Renovierung müssen 300 Mio ausgegeben werden oder Dahlem wird geschlossen. Die ganze Welt würde lachen über die Kulturnation Deutschland.
Alles in allem dürfte so schon der Großteil der Schloßinvestitionen zusammenkommen. Läßt man das Projekt sterben, sind die Millionen trotzdem auszugeben.
So oder so: Wer hier dem Volk einredet, es würde durch Verzicht auf den Schloßbau gespart, der lügt schamlos. Aber soll man von unseren "Volksvertretern" etwas anderes erwarten?

(2280) Patrick Santer
Tue, 8 June 2010 07:21:09 +0000

Das ganze Ausland lacht über Deutschland! Den Hoteliers wird jedes Jahr eine Milliarde Euro geschenkt, aber für die Mitte Berlins sind keine 400 Mill. Euro übrig. Im übrigen kostet eine Verschiebung nur noch mehr Geld. Aber all die Kritiker können noch nicht einmal rechnen... Das Schloss wird kommen! Jetzt erst recht!

(2279) Mathis W.
Tue, 8 June 2010 05:35:07 +0000

Ich bin als Mitglied des Vereins natürlich geschockt und enttäuscht von der Entscheidung der Bundesregierung, die Mittel für den Wiederaufbau bis 2014 einzufrieren. Daher ist es gerade jetzt wichtig, dass wir uns noch mehr engagieren und somit auf uns aufmerksam machen. Vielleicht lässt sich auf diesem Weg noch der ein oder andere neue Spender finden oder sogar die Bundesregierung umstimmen.

(2278) H Flach
Mon, 7 June 2010 22:06:48 +0000

Ein schwarzer Tag für die Kultur in Deutschland und was für ein Prestigeverlust für ein weltweit beachtet Kulturprojekt des Landes. Die Nachricht hat mich heute kurz verzweifeln lassen, aber es heißt weiter zu kämpfen für eine Stadtmitte die unsere Geschichte mit der Zukunft verbindet durch das Humboldforum in den Kulturhistorisch für die deutsche Hauptstadt wertvollen Fassen des Stadtschlosses Berlin.

Wie kann unsere Regierung ein derart wichtiges Projekt für Deutschland derart unterwandern. Wie den bisherigen Spendern gegenübertreten? Wie kann man zu wenig Spendenbereitschaft anmahnen – wenn ständig kulturelle Kleingeister gegen dieses Projekt schießen? Welche Rückschlüsse ziehen die Spekulanten, wenn Deutschland so arm ist ein solches Projekt umzusetzen?

Der Bauplatz Stadtschloss würde Touristen in die Stadt bringen, schafft Arbeit, bildet junge Steinmetze aus, schafft dauerhafte Werte für das Land, bereichert unsere Baukultur, da wir zerstörtes für das Stadtbild in hoher Qualität zurückgewinnen und bringt der Stadt einen Ort für Ausstellungen Konzerte Gastronomie. Wie kann man sich gegen ein solches Projekt stellen?

Was bleibt nach dem Beschluss – eine trostlose Brache in der Stadt, für Hundeauslauf, Schneemanndemos usw. – nicht das dies nicht auch gut und wichtig ist – aber nicht im Herzen der Hauptstadt.

Was für eine erfolglose Regierung???



(2277) Tim B.
Mon, 7 June 2010 21:09:24 +0000

Ich und unzählige andere Berliner sind unendlich froh über die heute getroffene Entscheidung. Eine Forsa-Umfrage hat kürzlich ergeben, dass 80% der Berliner dieses Schloss nicht wollen. Die Entscheidung war schon immer eine durch politische Lobbyarbeit beeinflusste und hat nie eine breite Welle der Unterstützung in der Bevölkerung erfahren. Die Äußerungen von Michael Ruth weiter unten deuten in die richtige Richtung: es sollte das Humboldt-Forum mehr in der Vordergrund gerückt werden, denn was endlich an diesem Ort gebraucht wird ist eine inhaltliche Diskussion über die Nutzung und nicht eine unendlich überholte Diskussion über barocke Fassaden, die (fast) niemand haben will und die heute hoffentlich ein für alle mal beerdigt wurden. Jetzt kann endlich erstmal ein wenig Gras über die Sache wachsen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der "Rasen der Republik" hat ja auch seine charmanten Seiten, wie heute auch in der SZ sehr schön festgestellt wurde: http://sueddeutsche.de/kultur/stadtschloss-wiederaufbau-gestoppt-denkpause-fuer-ein-umstrittenes-mammutprojekt-1.955071-2



(2276) Werner B.
Mon, 7 June 2010 20:47:02 +0000

@Rolf: Auch ich fühle mich betrogen, dass meine gezahlten Steuergelder durch die Mehrwertsteuerreduzierung im "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" u.a. auch den "Freudenhausbetreibern" zugute kommen. Das diesem "Gewerbe" geschenkte Steuergeld würde locker für das Schloss mit allen Extras reichen.
Geld für Puffs statt für's Humboldt-Forum. Armes Deutschland!! Armselige Regierung!

(2275) Dieter Schwing
Mon, 7 June 2010 20:00:25 +0000

Hallo liebe Berliner,
wieviel Steine wurden bei Euch in den vergangenen 20 Jahren aufeinander gesetzt. Ihr habt praktisch eine ganz neue Innenstadt bekommen! Und jetzt soll das Geld den Armen genommen werden um Euer Schloss, das im Moment kein Mensch braucht zu finanzieren? Das ist eine Schande, nicht der Entschluss der Regierung das auszusetzen!
Gruß
Dieter


(2274) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 19:36:46 +0000

@bonn:

exakt die richtige entscheidung, nicht resignieren, sondern weiter arbeiten und spenden: der südwesten hat weitere steine und aktionen parat - danke ihnen !!

(2273) Bonn
Mon, 7 June 2010 18:06:25 +0000

Habe gerade wieder einen Stein gespendet. Jetzt erst recht!


(2272) Rolf
Mon, 7 June 2010 18:02:03 +0000

Was die Bundesregierung heute beschlossen hat ist eine Schande! Es werden Millionen für den Bau von nicht benötigten Flughäfen und Häfen in der Pampa verprasst, es gilt weiterhin ein ermäßigter Mehrwehrsteuersatz für Hotel- und Freudenhausbetreiber, für Hundefutter und Schnittblumen, und eine Finanztransaktionssteuer, die 10 Mia. Euro in die Kassen spülen würde gibt es auch vorläufig nicht. Großartig, Angie!
Ich fürchte, das Schloss ist vorerst tot, wenn nicht endgültig. Kein Mensch wird unter diesen Umständen noch einen Euro spenden!!

(2271) Kralle
Mon, 7 June 2010 17:49:14 +0000

Könnte bitte mal jemand vom Förderverein diese Seite aktualisieren und schreiben wie es jetzt weiter gehen sol ? !!

(2270) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 17:40:07 +0000

@Mag DLM:

puuh, sie haben mir gedanken und befürchtungen aus dem herzen und bauch geholt und publiziert: dennoch, gegen alle widerstände, wird das projekt gelingen und realisiert werden - mein wohnort ist karlsruhe im äußersten südwesten deutschlands, mitglied im förderkreis "baden" für das humboldt-forum, diese woche wird ein neuer freundeskreis in stuttgart gegründet, und das im ach so sparsamen schwaben...

marketing-technisch gebe ich ihnen absolut recht und diese gedanken wurden bei unserem letzten treffen erörtert und akzeptiert: eher weg vom SCHLOSS, und argumentativ hin zum HUMBOLDT-FORUM.

ich denke, herr w.v. boddien wird diesen gedankengang interessiert überdenken.

freundliche abendgrüßle aus baden nach hessen

(2269) MagDLM
Mon, 7 June 2010 17:00:09 +0000

ruft man sich die ereignisse und entwicklungen der letzten jahre in erinnerung, so mutet es beinahe unfassbar an, dass der bau des h.-forums womöglich nun doch nie wird realität werden können ...
dachte man vor rund einem jahr noch, dass nach dem schließen der verträge mit stella und dem wiederholten eintreten tiefensees für das projekt damit alles "gewuppt" sei, begann (zumindest bei mir) sich die stimmung etwas einzutrüben, nachdem ich einsehen musste, dass die euphorie eines herrn ramsauer sich doch sehr in grenzen hielt.
doch was nutzt das ramsauer-bashing? auch er hat einen haushalt zu verantworten, auf den die koalition ihre augen geworfen hat, um zu "sparen" - griechenland etc. sei dank.
die innere wende hin zu größten befürchtungen stellte sich vor einigen wochen ein, als ramsauer klar zu erkennen gab, dass der bund für die errichtung der historisierten barockfassaden nicht in finanzielle vorleistung zu treten gedenke. damit wäre zunächst ein betonklotz entstanden, der zwar dem kubus des stadtschlosses entsprochen, aber doch jedes architektonischen anspruchs entbehrt hätte. und die spendenmittel (in den medien wird immer wieder die summe von rund 13 mio. euro genannt, 67 mio. (!) fehlten damit also), die der föderverein akquirieren sollte, sprudeln/sprudelten bei weitem nicht so reichlich, wie die befürworter des jahrhundertbaus erwartet und behauptet hatten.
ich denke, dass vor allem aber auch ein sehr schwerer fehler gemacht worden ist: man hätte in der öffentlichkeit mit der behauptung, man wolle das SCHLOSS wieder errichten, anders umgehen müssen - denn derjenige, der die diskussionen und diskurse der letzten rund 20 jahre nicht kennt, vermag nicht ohne weiteres einzusehen, weshalb man ein SCHLOSS wiederaufbauen sollte. dass es sich bei dem SCHLOSS vielmehr um ein hochmodernes museum von weltrang hätte handeln können, ist in der diskussion praktisch nie zum tragen gekommen. dass dann angeblich 80 prozent einer unmfrage angeben, "gegen das SCHLOSS" zu sein, verwundert da nicht mehr. gutes markting sieht anders aus!
leid tut mir herr von boddien ... nach jahrzehntelangem marathonlauf wirft man seinem lebenstraum noch in der stadionrunde, wenn man sich sicher im ziel wähnt, schwerste knüppel in die beine. vielleicht ist es das, was ihn in diesen tagen so sprachlos macht.
ich selbst habe mir vor jahren das gemälde (den druck) von eduard gärtners "der schlüterhof des berliner schlosses" gekauft, gerahmt und aufgehängt. seitdem habe ich den traum gelebt (später in sogar sicherer erwartung!), eines nicht allzu fernen tages meinem sohn diesen (zumindest teilweise) rekonstruierten hof zeigen zu können. seit heute glaube ich, dass dies nie geschehen wird ... nunmehr befürchte ich, dass nach weitern jahren der endlosen diskussion schließlich doch ein "modernes" (also seelenlos-hässliches) bauwerk mit viel glas/beton den historischen schlossplatz und damit das kulturelle herz deutschlands "zieren" wird. das SCHLOSS und mit ihm das h.-forum liegt nun auf nimmerwiedersehen im giftschrank. herausholen wird es dort auch eine bürgerliche regierung wohl nicht nicht mehr - und ein rot-rot-grüner volkstribun bundeskanzler s. gabriel natürlich überhaupt nicht.

armes deutschland!

herzliche grüße aus hessen

(2268) Michael Ruth
Mon, 7 June 2010 16:58:16 +0000

ok, es ist passiert, aber nach einer kurzen phase der resignation drehe ich das moratorium ins positive: 3 weitere jahre, um spendengelder einzuwerben, 3 weitere jahre der vorbereitung der barockfassaden. ich hoffe inständigst, daß die humboldt-box realisiert wird: 3 weitere jahre, besucher aus aller welt über unser vorhaben zu informieren und den einen oder anderen $ als spende zu generieren...

was bleibt, ist ein schaler nachgeschmack, denn was sind beschlüsse unseres bundestages (volkssouverän) noch wert, ja glaubwürdig, wenn nach sie nach einigen jahren derartig leichtfertig gekippt werden können...

(2267) Oli
Mon, 7 June 2010 15:58:44 +0000

...und vor dem Zusammenhang sei noch eine Frage gestellt: Wenn das Schloß nun nicht mehr gebaut wird - bekomme ich meine Spenden zurück? Ich bezahle schließlich nicht für einen Traum!

(2266) Oli
Mon, 7 June 2010 15:56:14 +0000

Ja, nun wird es Zeit sich Alternativen zu überlegen. Unser Staat erkennt, daß er pleite ist. Aus diesem Grunde und aufgrund der mehr als sicherzugehenden Annahme eines Regierungswechsels wird es éine Finanzierung des Schlosses nicht mehr geben.
Private Investoren haben eine KOMPLETTHERSTELLUNG des Schlosses nach allen Vorgaben (sogar mit 2 Kuppel, die zweite symbolisiert den Wiederaufbau und mit komplette, Apothekerflügel, sogar die Restauration der wichtigsten RÄumlichkeiten, z.B. Rittersaal) angeboten. Großkotzig hat der Bund abgelehnt. Sogar die Räumlichkeiten für das Humboldforum waren inbegriffen. Es gibt sogar eine eigene Internetpräsenz dazu. Jetzt muß geprüft werden, ob das nicht - schon allein wegen der möglichen Komplettherstellung - die viel sinnvollere Alternative ist.
An die Mähr von einer lediglichen Verschiebung glaube ich nicht, genauso wenig wie an Steuererleichterungsversprechen vor der Wahl, den Weihnachtsmann oder die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik imm allgemeinen. Die Lügen wenn sie ihr Mundwerk öffnen.
Wenn jetzt in Untätigkeit versunken auf "bessere Zeiten 2014" gewartet wird, dann ist der Traum ausgeträumt.
Man sollte auch nicht vergessen was passiert, wenn ein Regierungswechsel ansteht. Oder glaubt jemand ernsthaft an ein Schloß, das von Sozialisten gebaut wird?

(2265) Jürgen
Mon, 7 June 2010 15:10:30 +0000

Also ich finde das gut. Es kann doch nicht sein, dass immer nur Millionen und Milliarden im märkischen Sand versenkt werden und der Rest der Republik dumm aus der Wäsche schaut.

Ich wohne in Köln und während man in Berlin ich weiss nicht wieviel Bundesgeld für den neuen Hauptbahnhof und die unterirdische Schnellbahntrasse ausgegeben hat, hat hier die Bahn seit Jahren kein Geld um den Engpass Steinstraße als Verbindung zur ICE Strecke nach Frankfurt zu beseitigen. Auch der Deutzer Bahnhof wird nun schon seit Jahren nicht umgebaut. Man könnte da noch viele Beispiele aufzählen auch im kulturellen Bereich.

Der Staat sollte sich mal frage, wo Geld erwirtschaftet wird und nicht immer mehr Geld an die Krake Hauptstadt geben, die auch im Länderfinanzausgleich schon der größte Empfänger ist.

P.S. Die Millionen für Erhalt des Kölner Doms bringen die Mitglieder des Dombauvereins und die Erzdiözese auch alleine au und der Bund hat nicht mal die Mittel aus dem Weltkulturerbefonds für den Umbau der Domplatte bereit gestelt

(2264) BergischerBembel
Mon, 7 June 2010 14:36:23 +0000

Mal ne ganz blöde Frage...Kann man da nicht klagen???? Verträge sind doch dazu da um eingehalten zu werden ?!?!

(2263) Ernst Ludwig
Mon, 7 June 2010 14:07:49 +0000

Ja, nun ist es geschehen. Seit 1992, als ich erstmals von der Idee Schloßrekonstruktion erfuhr und mich dafür begeisterte, habe ich dafür gekämpft, argumentiert und vor allem gespendet und Spenden gesammelt. Tausende inzwischen. Alles für die Katz?
Warum ich dafür war? -, weil dadurch Ulbricht nicht das letzte Wort behalten hätte, weil die Kulturbarbarei der Schloßsprengung wieder gut gemacht worden wäre, weil die Wiedererrichtung des Schlosses der endgültige Sieg über die rote Diktatur gewesen wäre.
Nun lachen sich Ulbrichts rote Epigonen ins Fäustchen. Demokratische Abstimmung sind nichts wert.
Zweimal hat der Bundestag mit Zweidrittelmehrheit für dieses Projekt gestimmt und nun sagt die Regierung "April, April"! Was soll man von einem solchen Parlament halten? Soll man diese Leute überhaupt noch ernst nehmen?
Millionen sind auch schon geflossen. Der Architekt hat verbindliche Verträge mit der Regierung geschlossen. Es wird die Regierung Millionen kosten, aus diesem Projekt wieder herauszukommen. Ist das denn zu verantworten? Es wird nichts gespart, sondern nur Geld herausgeschmissen, ohne daß auch nur ein Stein aufgebaut würde.




(2262) FreiburgerJurist
Mon, 7 June 2010 13:18:20 +0000

Tja, drei Jahre mehr Zeit zum Spenden sammeln. Danke Frau Dr. Merkel. Aber Hauptsache Sie sparen 420 Millionen verteilt über ca. 5 Jahre. Danke! Smart für alle Mitglieder des Bundestages und haben Sie das Geld.

(2261) MagDLM
Mon, 7 June 2010 10:48:30 +0000

seit sehr vielen jahren begleite ich die debatten hinsichtlich der bebauung des schlossplatzes in berlin.
ich selbst bin ein großer anhänger der idee des humboldt-forums (wenn auch nicht des preisgekrönten entwurfs von f. stella). doch nun, in den letzten drei tagen, steht alles, was man "in trockenen tüchern" wähnte, auf der kippe - gar vor dem aus?!
und was macht der förderverein? - nichts. der webmaster scheint in diesen extrem wichtigen stunden im wochenende ... anstatt klare aussagen findet man trotzig (und längst überholt!) die ansicht, dass das schloss gebaut werde. was soll das? mittlerweile scheint nach so vielen online-meldungen führender deutscher zeitungen sicher: das schloss wird frühestens ab 2014 begonnen, "nach der sanierung der öffentlichen haushalte" (also wohl nie!).
obschon ich grundsätzlich optimist bin, sehe ich leider, dass nunmehr doch alles gegen das spricht, was der förderverein fälschlicherweise als "schloss" bezeichnet. meine düstere prognose: auch 2014 wird sich eine regierung (ob sie bis dahin überhaupt noch schwarz/geld ist?) nicht trauen, das projekt wieder aus dem giftschrank zu holen. ein rot-rot-grüner bundeskanzler gabriel hätte sich keine bedenken, das, was über zwei jahrzehnte geplant worden ist, mit einem federstrich platzen zu lassen. was folgt: eine erneute nutzungsdebatte, neue ideen, pläne, das immer gleiche "wir müssen sparen" - und am ende, vielleicht 2020/2025 ein preiswerter und hässlicher bau aus seelenlosem beton-stahl-glas-gedröhne der moderne.

schlimm, dass deutschland architekturhistorisch einem mann wie ulbricht das letzte wort in der bebauung des prominentesten bauareals deutschlands überlässt. und dass dies ausgerechnet eine bürgerliche regierung "durchgezogen" hat, ist der eigentlich skandal.

(2260) berlinfreund
Mon, 7 June 2010 10:29:19 +0000

Und was ist jetzt mit dem Geld der Spender? Nicht nur Betuchte haben sich engagiert. Das Mütterchen, das 20 Euro von der Rente abzwackte ebenso wie normale Mittelstandsbürger, die schon ganze Monatsgehälter gespendet haben. Die meisten wohl keine Berliner.

(2259) Dude
Sun, 6 June 2010 22:05:09 +0000

Zieht den Kasten wieder hoch! Und zwar so wie er früher war!

(2258) Dietmar Kiele
Sun, 6 June 2010 20:32:21 +0000

Ich bin ganz entschieden gegen einen Bau mit einer Schlossfassade. Das Schloss war die Zwingburg Berlins im Stil einer überdimensionalen Mietskaserne. Das wertvolle künstlerische ist verloren und ein vorgetäuschter Nachbau mit völlig anderem Inhalt verlogen. Berlin hat so wunderbare neue Bauten und in diesem Geist wünsche ich mir einen echten Museumsneubau und der hat auch noch Zeit!

(2257) Wendel
Sun, 6 June 2010 18:57:12 +0000

"Prestigeprojekte wie der Bau des Berliner Stadtschlosses könnten verschoben werden." - Was soll hier immer dieses "Prestigeobjekt"?! Der Bund bezahlt "nur" den Rohbau, einen Betonklotz. Den Fassadenschmuck und die schönen Skulpturen werden die Spender aus eigener Tasche zahlen. Hätte dieses Gebäude nicht zufällig die Erscheinung eines barocken Schlosses, sondern nur eine platte Glasfassade, so würde niemand darüber meckern. Aber die Berliner sind ja für ihre ständigen Nörgeleien bekannt. Man sollte sich viel eher über Steuererhöhungen und Leistungskürzungen der Sparklausur aufregen. Denn dieses Geld müssen wirklich alle bezahlen. Spenden für das Schloss ist freiwillig.

(2256) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 18:04:40 +0000

Ach Mäuslein, schwelge weiter in irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Schwurbeleien, leider ist von fundiertem Kontextwissen relativ wenig zu erahnen...

(2255) Maus
Sun, 6 June 2010 17:43:20 +0000

Peinlich ist es, weiter diese Populismus-Mühle zu bedienen. Was hat denn der Begriff "Volk der Dichter und Denker" mit den Fassadendekorationen zu tun, oder dem Humboldt-Forum?


Dieses Pseudo-Schloss-Theater ist nämlich ein Musterbeispiel, und zwar für eine überaus undemokratische "Klientel-Politik".


Das Gros der Mitglieder hier, die Begründungen wie "Städtebau", "Mahnmal für Geschichte" oder "schöne Architektur" hervorbringen, oder sogar eine Beförderung einer "Identität" propagieren, beweisen doch, dass sie sich nicht im mindesten damit auseinandergesetzt hatten.

Weiterhin peinlich ist es, dass Teile der Wissenschaft, der Denkmalpflege und der Politik vor diesem Konzert der Laien eingeknickt sind. Hier hat meiner Ansicht nach das Denken gefehlt!

Fahrig negiert man erlangtes Wissen, für kurzsichtige Parteipolitik. Sollen das unsere Werte sein?

(2254) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 16:25:30 +0000

Peinlich, peinlich für das Volk der Dichter und Denker. Beim Studieren der Contra-Argumente fällt mir allerlei Dummbatzerei auf: durch den Aufschub des Baus des Humboldt-Forums auf St. Nimmerlein wird keine einzige Kita oder Schule vorzeitig renoviert werden, wird kein einziger sozialer Schiefstand korrigiert werden, sondern es geht einzig und allein um die Sanierung der maroden Staatsfinanzen, was per se nicht zu verurteilen ist.

Aber deswegen einen gültigen Beschluss des Bundestages torpedieren kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein ??

(2253) Waldmann
Sun, 6 June 2010 16:07:43 +0000

Der Tagesspiegel meldet:In Berlins Mitte wird es auf absehbare Zeit kein Stadtschloss geben. Das Prestige-Projekt kostet zu viel Geld. Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit warnt die Bundesregierung vor einem "kulturpolitischen Offenbarungseid".

So schlimm wird es nicht. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es wird allerdings dadurch nichts gespart, sondern alles etwas teurer werden.

(2252) FreiburgerJurist
Sun, 6 June 2010 16:02:06 +0000

Für alle Pseudo-Sparer ein Ausschnitt aus der Morgenpost:

Kulturstaatssekretär André Schmitz hatte bereits zuvor gegenüber Morgenpost Online dringend vor einem Baustopp für das Schloss gewarnt. Es sei auch wirtschaftlich „völliger Unsinn“, das Schloss mit dem Humboldt-Forum nicht zu bauen, sagte Schmitz. „Wenn das Humboldt-Forum nicht gebaut würde, dann kommt es für den Steuerzahler nicht billiger.“ Die Museumsbauten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Dahlem, wo die außereuropäischen Sammlungen derzeit noch untergebracht sind, seien komplett marode, sagte Schmitz. Die Sanierungskosten für den Dahlemer Museumskomplex wären nach Schätzung von Schmitz fast so hoch wie die Summe für das Humboldt-Forum: „Die Depots können die Mitarbeiter der Stiftung wegen der DDT- Verseuchung nur noch mit Schutzanzügen betreten. In den Ausstellungsräumen läuft das Wasser an den Innenwänden runter“. In diesem Jahre würden allein für „die aktuelle Gefahrenabwehr“ zwölf Millionen Euro ausgegeben. „Es wäre eine Katastrophe, wenn das Humboldt-Forum nicht realisiert würde. Ein Armutszeugnis für ganz Deutschland“, sagte Schmitz. Er könne nur an den Bund appellieren, hier seiner gesamtstaatlichen kulturellen Verpflichtung nachzukommen.

http://www.morgenpost.de/politik/article1320522/Regierung-soll-Stadtschloss-auf-Streichliste-haben.html#reqRSS

(2251) Tom
Sun, 6 June 2010 14:19:17 +0000

Gute Entscheidung ! Renoviert und baut lieber Schulen und Kindergärten - dieses Schloss braucht kein Mensch mehr !

(2250) Michael Ruth
Sun, 6 June 2010 13:43:16 +0000

seit 17 Jahren engagier ich mich für unser Projekt, trommelte im Freundes- und Bekanntenkreis und dadurch kam ein nicht ganz unerhebliches Sümmchen an Spenden zusammen - und jetzt diese Horrornachrichten vom Moratorium. Langsam macht sich selbst bei mir Resignation breit....

(2249) HundKatzenVieh
Sun, 6 June 2010 13:22:41 +0000

Erst Unsummen verprassen für spaßige Abwrackorgien und anschließend jammern und sparen bis es quietscht - tolle Volksvertreter!

(2248) Karl
Sun, 6 June 2010 13:08:45 +0000

Jetzt sind bald die Tage gezählt für diesen modernen Turmbau zu Babel. Wer ernsthaft einen so nutz- und bedeutungslosen Bau verteidigt hat nicht den Ernst der Situation erkannt...das erinnert an die Musikanten auf der Titanic...

(2247) Maus
Sun, 6 June 2010 11:19:20 +0000

Meine kleinen Kolumnen kosten nicht viel, zumal können sie auch nichts anderes als Angriffsfläche bieten.

Nun, dass wird ihnen nicht auffallen, aber ein (ihr) Niveau lässt sich eben auch an einem "Spinner" messen.

Grüße



(2246) Kreuzberger
Sat, 5 June 2010 23:36:43 +0000

Dieser Spinner scheint hier die Erfüllung seiner armseligen Existenz gefunden zu haben. Was würde er nur ohne uns machen? :-)

(2245) Maus
Sat, 5 June 2010 21:48:52 +0000

Es ist doch sehr bezeichnend was hier zum Vorschein kommt.

Wenn man die These, dass ein Verein die Summe seiner Mitglieder sei auch hier gelten lassen möchte, dann fragt man sich schon, wie man überhaupt soweit kommen konnte.

Mit allen erdenklichen Mitteln windet man sich. Man höre und staune, der billigste, und man möge verzeihen, der dümmlichste Populismus wird aufgefahren siehe ua. (2242).

Ironie: Oh ja, "wir Deutschen" müssen ihnen zustimmen, Griechenland ist wirklich ein schreckliches Beispiel. Und natürlich muss all jenen (nämlich allen Deutschen) der Zusammenhang mit dem Berliner Reko-Vorhaben auffallen. Wir armes "deutsches Volk von Arbeitssklaven"

Was kann man von ihnen noch vernehmen? - "Bundesrepublikanischer Lakaienstaat"? - "ist allerwelts Freund und des Bürgers Feind"?

"mit 60 in Rente"

____

Sie möchten eigentlich nur an die Emotionen der Leser appellieren.
____

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu einiges an Informationsmaterial: http://www.bpb.de/themen/85B6F3,0,0,Populismus.html

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Wurden die hier wesentlichen Entscheidungen aus sachlich-objektiven Beweggründen getroffen?
Oder war es ein Politikum? Letzteres ist ja eigentlich keine Frage mehr.

____

Die Fassaden gehören nicht "den Deutschen". Diese sollen von einem privaten Verein finanziert werden. Warum gibt es denn zudem eine neu initiierte Stiftung, die sich um das Spendensammeln kümmern soll?

Der öffentliche Auftrag beschränkt sich auf ein Humboldt-Forum, zu dumm dass dieses mit einer sehr windigen Spendenfinanzierung für dessen Aussenhaut verquickt wurde.

(2244) BergischerBembel
Sat, 5 June 2010 14:51:31 +0000

@ Olli: 1000%ige Zustimmung!!! Es ist einfach nur zum heulen!!!

(2243) Ernst Ludwig
Sat, 5 June 2010 06:26:38 +0000

Immer dieses Gelaber von den berlinern, die dagegen seien laut Meinungsumfragen. Berlin gehört nicht den
Berlinern allein, sondern es ist die deutsche Hauptstadt. Das schloß gehört nicht den Berlinern sondern allen Deutschen.

(2242) Schluss mit Schloss?
Fri, 4 June 2010 22:30:46 +0000

Und noch immer kein einziges Wort vom Förderverein. Was passiert nun eigentlich mit den Skulpturen, die bereits fertig sind? Kann man die demnächst bei eBay kaufen? Aber im Ernst,... ist das mit dem Aufschub des Schlossbaus jetzt nur eine ärgerliche Idee, oder bereits beschlossene Sache? Wäre nett mal ein Wort des Seitenbetreibers zu lesen.

(2241) Oli
Fri, 4 June 2010 21:11:31 +0000

Ja - es ist traurig, was hier passiert, oder eher eben nicht!
Dieses Regime - ich sage dies bewußt - denn diese Politik vertritt nicht mehr demokratisch deutsche Interessen, hat sich dem Euro (oder dessen Rettung) und einem zentralistischen Europa mit dem deutschen Volk als Arbeitssklaven verschrieben. "Schaden von dem Volke abwenden und das Glück mehren" ist schon lange out. Auch das Stadtschloss wird hier wohl auf der Strecke bleiben. Aber Hauptsache die Griechen können noch erhobenen Hauptes mit 60 in die Rente. Es kotzt mich an. So schafft man nicht nur Politverdrossenheit, so macht man Demokratieverdruß! Dann baut eben eine Dönerbude auf dem Platz, die zukünftigen Hausherren wird es freuen! Noch ein paar Minarette zum Dom, und es paßt!
Dieser bundesrepublikanische Lakaienstaat ist allerwelts Freund und des Bürgers Feind. Vom Volke der Dichter und Denker ist wirklich nichts mehr geblieben. Fressen Fi.... Fernsehen = heute schwarz rot gold. Armes Deutschland!

(2240) MitteinsHerz
Fri, 4 June 2010 08:28:52 +0000

...und wenn man dann HIER: http://www.neumarkt-dresden.de/ unter "aktuelle Fotos" den raschen Fortgang beim Wiedererrichten von sage und schreibe 8 Häuserblocks im historischen Nachbau (oder zumindest historisierend) am Dresdener Neumarkt bestaunt, dann weiß man wirklich nicht mehr, ob man weinen oder lachen soll über die Farce, die sich in Berlin abzuzeichnen droht. Wäre es nicht so unsagbar traurig, wie hier mit dem Engagement und den Spendengeldern vieler Freunde der historischen Baukunst scheinbar "jongliert" wird, so müsste man sich lauthals lachend von diesem Schildbürgerstreich abwenden. Mir persönlich bereitet die ganze Sache zunehmend keine Freude mehr, AUCH wie bereits u. erwähnt vor dem Hintergrund, daß man von offizieller Schlossvereinsseite augenscheinlich NICHTS, aber auch GARNICHTS vernehmen kann, was einem in dieser Angelegenheit einen Hoffnungsschimmer vermitteln könnte.
Traurig...

(2239) Wendel
Thu, 3 June 2010 22:17:52 +0000

Ganz richtig. So langsam vergeht mir auch die Lust an diesem Projekt. Ein ständiges Auf und Ab. Wenn man sich dazu entscheidet den Bau zu verschieben, wird er wohl eher niemals realisiert. Schon viel zu lange dauert diese ganze Schlossgeschichte. Besser man sucht doch einen privaten Geldgeber und pfeift auf den Staat. Für jeden Müll scheint die Kohle locker zu sein. Nur für das eigene Land und die Hauptstadt nicht. Bin mal gespannt wann die Autobahnmaut für Pkw kommt. Daß sie irgendwann kommt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

(2238) Uwe Uecker
Thu, 3 June 2010 15:23:03 +0000

Anlass meines Schreibens ist die Umfrage der BerlinerZeitung in der angeblich 80 Prozent der Berliner gegen den Schlossbau sind. Bei näherem betrachten stellt sich heraus, dass auschliesslich Leser der Berl.Zeitung befragt wurden (grössten Teils doch wohl Ost-Berliner). Es gab doch bereits repräsentative Umfragen, die ein ganz anderes Bild zeigten.
Es wird Zeit, dass die Fördervereine etc. diesen Manipulationen und Verunsicherungen entgegen getreten wird. Man fühlt sich als Spender ja verascht.
Kein Wunder, dass die Spendenbereitschaft bei diesem hinundher nicht ihren Höhepunkt erreicht.
Vielleicht könnten Sie bei solchen Gelegenheiten - auch im Interesse der Spender - vor die Presse gehen, um die Dinge gerade zu rücken.
MfG Uwe Uecker

(2237) BergischerBembel
Thu, 3 June 2010 13:02:12 +0000

Diese Stadt (Berlin) bzw. dieses Land (Deutschland) hat es nicht anders verdient, leider... Würde nur gerne wissen, was mit meiner Spende passiert! Ich würde vorschlagen auf dem Schlossareal einen Aldi und Lidl für Maus und Co zu bauen. Hochmoderne zeitgenössische Architektur (ACHTUNG IRONIE) Wäre bestimmt ein Tourismusmagnet!

(2236) Maus
Thu, 3 June 2010 11:34:41 +0000

Nur zur Information:

Bei der Friedrichwerderschen Kirche (2232) wurden die obzwar starken Kriegsschäden, lediglich behoben. http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichswerdersche_Kirche

@MitteinsHerz
Auf der einen Seite ist es Ihnen scheinbar nicht möglich, sich nur in irgendeiner Weise mit dem Gegenstand der Architektur an sich auseinanderzusetzen, was Sie aber keineswegs hemmt als Mitglied eines Vereins, der ursprünglich für eine Bebauung in der Mitte unserer Hauptsstadt mit einer Fläche von mehr als 2ha die maßgebliche Gestalt festlegen wollte (und nur diese), nun auch noch "Weisheiten" zum Besten gibt, deren Sinnhaftigkeit Sie selbst nicht einmal erläutern werden können.

Was Ihr Beitrag hier unten vermitteln soll, hieße ja nichts anderes, als sei eine Alternative für die Reko-Fassaden nicht möglich, als sei Architektur unserer Tage nur auf Sichtbeton und Kuben zu reduzieren.

Im Übrigen vermitteln Sie den Eindruck, dass es mit einer Ablehnung der angedachten Dekorationen nur um eine Distanzierung gegenüber Militanz in der Gesellschaft ginge. Dem ist nicht so. Der Akt des Neubaus einer Architektur, die im wesentlichen keine demokratischen Traditionen verkörpert (dass tut sie auch trotz eines A.v.Humboldt nicht), kann allgemein nicht als eine gute Antwort angesehen werden, mit der man künstlerisch, aber auch pragmatisch den Fragen/Umständen unserer Zeit und der zukünftigen begegnen könnte. Auch kann sie nicht als nationales Identitätsbild herhalten.

Ich möchte hier nur mein Veto einer gewissen Verlogenheit auferlegen. Wenn es um Bewußtsein gegenüber der Geschichte ginge, wäre ich der letzte, der etwas dagegen einzuwenden hätte, dass wissen jene, die hier länger schreiben, und besonders auch Sie!

Wie Sie wissen, und wie ich weiter unten schon längst einmal gezeigt habe, gäbe es genug Möglichkeiten sich für unsere Kultur einzusetzen, ein Neubau ist keineswegs kulturelles Erbe.

http://www.denkmalschutz.de/die_stiftung.html
http://www.blfd.bayern.de/bau-und_kunstdenkmalpflege/index.php
http://www.bldam-brandenburg.de/baudenkmale/baudenkmale/baudenkmale.html
http://www.dnk.de/Appelle_Empfehlungen/n2358

Ich verwehre mich nur dagegen, dass hier einer gewissen Unbildung Vorschub geleistet werden soll.

Der Aufschub der Baumaßnahmen gäbe auch einmal etwas Zeit, über das Vorhaben nachzudenken.

(2235) MitteinsHerz
Thu, 3 June 2010 11:07:52 +0000

Es riecht ganz übel nach Aufschub, und soetwas stinkt dann immer nacht "Im Sande verlaufen lassen..." :-(

Hier ein Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bund-moechte-sich-den-schlossbau-sparen/1850074.html

(2234) Ralf Wendel
Thu, 3 June 2010 09:22:28 +0000

Hallo,

vielleicht wurde diese Frage hier schon gestellt. Aber da ich nicht meine kostbare Zeit damit verschwenden will, den Unsinn einiger Schlossgegner zu lesen, frage ich einfach selber. Es geht darum, daß ich gestern aus dem Radio erfahren habe, daß die Rekonstruktion des Schlosses wegen krampfhafter Sparpläne der Bundesregierung möglicherweise auf unbestimmte Zeit verschoben werden soll. Ist an dieser Meldung etwas dran, oder ist das nur wieder eine Idee eines unbedeutenden Abgeordneten?

(2233) barockkater
Thu, 3 June 2010 09:22:20 +0000

Meine Güte, ist das erbärmlich, was man jetzt so zum Thema vielfach liest. Da gibt es immer noch ewig-gestrige Leute , die den preussischen Militarismus in dieses Bauwerk hineinprojizieren (Geschichte ist aber nicht entsorgbar !!!) und es deshalb nicht haben wollen und andere wiederum rechnen es in Autobahnkilometer um. Kleinstaaterei,Engstirnigkeit und die Naziherrschaft mit ihrem desaströsen Ergebnis haben hier offenbar das Verhältnis zum Kulturerbe schwerstens beeinträchtigt - in Polen z.B. war der Wiederaufbau des Warschauer Schlosses eine Herzensangelegenheit der grossen Mehrheit des Volkes.
Etwas anderes liegt mir allerdings auch schwer im Magen. Ein so bedeutendes Baudenkmal wie das Schloss kann nicht nach dem Motto "hier ein bisschen Schlüter, dort ein bisschen Stella" wiederaufgebaut werden - das Aufeinanderprallen von Schlüterbarock und Stellas Hochgarage in den Simulationen ist grässlich ! Habt ihr denn so wenig Achtung vor einem Kunstwerk, welches von der Grossartigkeit her für heutige Architektur sowieso unerreichbar ist und wo nur der 1:1 Nachbau bleibt ?
Ich verweise dazu nocheinmal auf Guido Hinterkreusers Broschüre "Das Berliner Schloss - mehr als nur Fassade", welche sich nicht nur für alle Aussenfassaden, sondern auch für die wichtigsten Treppenhäuser und Innenräume einsetzt. Auch das Vorwort des polnischen Kunsthistorikers Prof. Tomaszewski ist sehr lesenswert !
Mein Vorschlag: Das Schloss sollte in einem längeren Zeitraum (einige Jahrzehnte z.B.) so originalgetreu wie möglich wieder aufgebaut werden und Architektenwettbewerbe sollten sich nur auf kulturhistorisch unbedeutende Innenräume beschränken (von denen es im Schloss eine Menge gab !).
Lieber langsam und gediegen als pfuscherig und schnell..
Achja, die Finanzen...In diesem Lande sind die Reichen über Gebühr immer mehr entlastet worden und dann natürlich die üble Rolle der Zockerbanken - da müssten natürlich Veränderungen eintreten (hoffentlich !) - dann sollte ja wohl genügend Geld in einer der produktivsten Volkswirtschaften der Welt auch dafür da sein !
Ich persönlich wundere mich immer wieder, was die Leute am "Palast der Republik" finden - für mich (auch als ehem.DDR-Bürger) war es immer eine makabre Geschichte, dass er sich teilweise auf dem Schlossgelände befand - ich hätte mir so einen künstlerisch unbedeutenden Mehrzweckbau aber durchaus an anderer Stelle vorstellen können, vielleicht in einm modernen Stadtteil.
Fürs Erste bleibt nur, einen wehmutsvollen Blick in die zahlreich vorhandene Schlossliteratur zu werfen, die von vergangener Schönheit zeugt, aber vielleicht vollzieht sich ja doch noch einiges zum Besseren, die Hoffnung stirbt zuletzt...

(2232) andmen
Thu, 3 June 2010 08:58:04 +0000

Hallo,

ich frage mich, was an einem Gebäude, welche von Grund auf nachgebaut wird, mit einem historischen Gebäude zu tun hat.
Betritt man ein Gebäude, das mehrere Jahrhunderte überstnden hat, spürt man dieses Flair. Das kann ich mir bei einem Neubau nicht vorstellen.

Außerdem ist doch jedem klar, dass es bei Prestigebauten nie beim veranschlagten Preis bleibt.

Ich denke, dass Berlin jetzt schon jede Menge für Tourismus zu bieten hat. Vielleicht sollte man jetzt etwas für die Berliner tun.

Mit besten Grüßen,
Andmen

P.S. Ich bin nicht politisch motiviert sondern das ist meine Meinung

(2231) MitteinsHerz
Thu, 3 June 2010 08:45:25 +0000

...Genau, den "Palast" der Republik wieder aufbauen. Aber dann sollten wir auch endlich diese unsäglich nationalistische und militaristische, weil revisionistische Schwärmerei vom Wiederaufbau der Bauakademie über Bord werfen und den ästhetisch einmaligen DDR-Aussenministeriumsblock wieder an Ort und Stelle plazieren. Dann aber auch gleich doppelt so breit, damit man in einem Atemzuge dieses unsägliche Dokument monarchistischer Zeit, diese furchtbar hässliche Friedrichswerdersche Kirche, gleich mit wegreißen kann. Und wenn wir schon mal dabei sind, warum schieben wir eigentlich nicht den gesamten Gendarmenmarkt platt, und setzen dem Brutalismus und der gesamten Moderne a la Le Corbusier endlich ihr wohlverdientes und längst überfälliges Denkmal, in Form eines 50 X 100 X 50m großen Kubus aus groben Sichtbeton. Damit würden wir endlich und vor aller Welt das, vor allem von UNSERER eigenen Gesellschaft, schon so sehnsüchtig erwartete Zeichen setzen, daß wir zu Grabe kriechend ein für alle Male mit unserer militanten Vergangenheit gebrochen haben und jeglichem Revisionismus die längst überfällige Absage erteilen. NUR SO können wir uns endlich vor dem Rest der Menschheit von diesem Makel unserer Geschichte lossagen... Haleluja!

...ach ja: ;-)

(2230) Udo
Thu, 3 June 2010 05:26:48 +0000

Vielleicht wäre es nun an der Zeit mal zu überlegen, ob nicht besser der Palast der Republik wieder aufgebaut wird: er was sicher ebenso ein Touristenmagnet, ist multifunktional nutzbar und war das letzte Gebäude an dem Ort dass der Verdrängung anheimgefallen ist. =))

(2229) MitteinsHerz
Wed, 2 June 2010 11:16:29 +0000

Achtung!
DON`T FEED THE TROLLS!!!

(2228) Maus Maus
Wed, 2 June 2010 10:44:27 +0000

Es war doch nur allzu leicht vorhersehbar, dass ein Projekt, dass auf so wackligen Füßen steht bei jeder "Krise" unweigerlich kippen muss. Damit meine ich noch nicht einmal das Geld. Es ist doch ganz einfach so, ja geradezu absurd, Motive für Touristen zu erstellen. Überlegen Sie sich doch einmal diesen Irrsinn! Es ist eben genau so, wie im angeführten Interview dargelegt wurde:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1038821/

Es handelt sich um Oberfläche, und diese ist eng verwandt mit den virtuellen Welten. Diese virtuellen Welten, ob als Fassaden aufgestellt, oder in Animationsprogrammen erzeugt, dienen für verschiedene Menschen hier wie da für eine Art Gegenwartsflucht, mit der Problembewältigung vermieden wird. Man möchte doch bereits Glauben machen, dass eine imaginäre "heilsame" Wirkung hinsichtlich des Selbstverständnisses davon ausginge.

Für diese Fassaden wurde krampfhaft ein Inhalt gesucht, und da so eine Arbeitsweise, in dem man "das Pferd von hinten aufzäumt" überaus unfachmännisch war, ja sogar eine Politik dahinter steckt, muss man sich nicht wundern, dass das nun zusammenbricht.

Es ist doch nur allzuverständlich, dass man sich eine halbe Millarde, jedenfalls an dieser Stelle, sparen möchte. Ein "Humboldt-Forum" ließe sich auch an einem anderen Ort, zu einem anderen Zeitpunkt errichten. Das Argument, dass mit so einem Projekt etwas für die Bildung getan werde, wurde doch auch nur im Nachhinein konstruiert um den Bau zu rechtfertigen.

______

Wenn sich mit veränderten politischen Konstellationen, die Einstellung der Volksvertreter hinsichtlich des Vorhabens ändert, dann ist das auch ein Beweis für die Unzulänglichkeit der Idee, die dahinter steckt, denn sie hat keinen Bestand.

Dem Leser wird doch eine Farce vorgeführt. Mitglieder einer konservativen Gruppe, in der Regel wohl aus dem Mittelstand stammend, dürfte es nicht schwer fallen Pressekampagnen zu initiieren, das ist eine Feststellung. ("Kampagnenjournalismus" ist doch das, was man immer öfter wahrnehmen kann.) Wie war denn das quantitative Verhältnis zwischen der befürwortenden und kritischen Berichterstattungen in der Presse? Jedenfalls wirken Medien meinungsbildend.

Sehr leicht lassen sich auch, wie man hier unten wieder sieht, "Feindbilder" aktivieren, um seine Ziele zu erreichen.

Entscheidungsfindungen wie zu diesem Projekt, sollten der Vergangenheit angehören. Unehrliche Politik wird mit der Zeit auch entsprechend honoriert werden, wie man bemerken kann, und auch hoffentlich bemerken wird.

(2227) Schlossfreund Zehlendorf
Wed, 2 June 2010 09:13:07 +0000

Aktuelle Diskussion zum Wiederaufbau
02.06.2010
Wer hat denn da wieder einen Versuch unternommen, die Wiederherstellung der historischen Mitte
zu torpedieren ?
Die Forsaumfrage, wonach 80% der Berliner auf das Stadtschloss verzichten wollen, ist manipuliert und anzuzweifeln.
Es melden sich auch gleich die Leute zu Wort, die von Anfang an dagegen waren. Z.B. Herr Firl von ganz links aussen, der am liebsten wieder einen neuen Palast der Republik hinstellen will. Wer initiiert so etwas?
Hamburg baut sich ein Vogelnest als Philharmonie für etliche Millionen, völlig überflüssig. Stuttgart wird für Milliarden total untertunnelt. Nur wenige regen sich darüber auf. Nur Berlin gönnt man schon wieder mal nichts. Es geht immernoch um die Beseitigung von Kriegsschäden. Baubeginn, sofort !!


(2226) Stephan Moritz
Wed, 2 June 2010 09:07:16 +0000

Bin selber echter Berliner, und kein Zugezogner:
Die Stadt entwickelt sich von Jahr zu Jahr zu einem Mekka für Touristen aus aller Welt. Das erlebe ich täglich, wenn ich durch die Stadt fahre (meist U2). Da hört man allerlei Sprachen in der Bahn.

Wollen wir denen nichts besonderes bieten? Was wären die Städte des Südens ohne Altstädte?

Berlin lebt vom Kulturtourismus, was haben denn sonst?. Das Wetter kann es nicht sein, da fahre ich doch lieber nach Malta oder sonstwo in den Süden. Vielleicht interessant zu wissen: Maltas Hauptstadt Valletta wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben zu 95% zerstört – ist dank Wiederaufbau (außer Oper) jetzt wieder eine Augenweide!

Zudem was wollen die Reisenden sehen: bestimmt keine Riesen-Rasenflächen/Einöde – das "Alte" lockt doch immer – nicht umsonst ist der Berliner Dom mit Lustgarten ein Anziehungspunkt. Die Museen zeigen es: Das Pergamon-Museum ist selbst an den periodisch auftreten Gratis-Eintritt nicht dabei. Der Andrang ist trotzdem groß. Bröckelnde Fassaden aus Friedrichshain scheinen auch gutes Foto-Motiv zu sein, nicht diese Glas-/Beton-/Kubus-Architektur.

Berlin braucht die Tourismus, das ist unsere einzige Zukunft. Wir sind keine Industriestadt, das weiß doch jeder hier. Das Schloss war und soll wieder das Zentrum des öffentlichen Lebens in Berlin sein.

Stephan Moritz





(2225) Ernst Ludwig
Wed, 2 June 2010 07:18:33 +0000

Die Kommunisten im Berliner Senat haben schon wieder das Schloß in Frage gestellt. Von Moratorium wird gefaselt. Ist das ein Problem?
Komisch, daß bei dem 600 Mio. teuren Neubau des Bundesnachrichtendienstes kein Mensch auch nur ein Sterbenswörtchen sagt.

(2224) SPREEgucker
Mon, 31 May 2010 15:21:40 +0000

Maus = Philipp Oswalt ?

(2223) Maus
Mon, 31 May 2010 12:28:28 +0000

Der durchaus verfehlten Sprengung der Schlossruine ging die Zerstörung durch Bomben voraus. Noch schmachvoller kann man allerdings empfinden, dass eine Gesellschaft, bzw. wesentliche Teile, einem Postkartenmaler mit Psychosen erlaubte das Ruder an sich zu reißen. Das ging natürlich nicht so einfach, wenn nicht die Gesellschaft mit einem Gutteil seines Programmes konform ging. Zwischen den Kriegen half vieles, auch Denkmale, den Menschen die Verbindung zur "alt hergebrachten Kultur" mit Missionscharakter herzustellen.

Um den Strang etwas zu vereinfachen, hier noch einmal der Link zu dem interessanten Interview vom Deutschlandradio Kultur: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1038821/

Angesichts der dort angesprochenen Zusammenhänge, wirken die letzten Reaktionen hier etwas hilflos. Um Werbung für Spenden machen zu können, müßte man sich von dem populistischem Einerlei verabschieden, das man schon seit 20 Jahren erfolgreich widerlegen konnte.

(2222) Der Schlossfreund
Mon, 31 May 2010 07:40:24 +0000

Wenn ich in der aktuellen Presse verfolge, dass die Fassaden vorerst (oder garnicht?) widerhergestellt werden soll, dann frage ich mich ernsthaft, ob hier der Rotstift an der richtigen Stelle angesetzt werden soll. Als erstes Schlage ich vor, dass wir Hr. Schäubles Gehalt einsparen und seinen Arbeitsplatz, er von nicht mal 1000,-€ Netto im Monat leben soll und dann reden wir weiter. Es ist ein Graus, dass unsere Städte, die ihre Identität TEILS zurückerhalten sollen, trist und leer sein sollen dafür aber das Marode Gebilde EU vollgepumpt mit Geldern, die am Ende eh in die Taschen zwielichter Gestalten fliessen. Ich hoffe, dass die Entscheidung diese Woche pro historische Fassade ausfällt, denn alles andere ist sinnfrei. Wir brauchen keinen modernen Plattenbau unter den Linden, diese Bauverbrechen versauen schon seit so vielen Jahren den Spittelmarkt und die Leipziger Straße. Moderne ja, aber doch nicht im Herzen der Stadt, da wo sie nichts zu suchen hat. Ich bin kein Verfechter von Preussentum und Krieg, aber die Schmach der Kommunisten an 500! Jahre alten historischem Bauwerk muss getilgt werden. Danke fürs Lesen! :-)