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2931 Einträge
Arn Praetorius schrieb am 11. Oktober 2020 um 19:39:
In diesem Forum wird wohl mehrheitlich z. T. beißende Kritik an der Ostfassade geübt. Trotzdem möchte ich eine Lanze für Stellas Ostseite brechen, auch wenn ich mich dabei vielleicht unbeliebt mache: Als die Ostfassade gerade fertig wurde - in einem chaotischen Baustellenumfeld, hatte ich auch erhebliche Gewöhnungsprobleme angesichts der großen, leeren, abwechslungslosen Fassade, obwohl die Kommentare mancher Ostfassadenskeptiker: "Banale Ödnis", „Sparkasse“ „Kaufhaus“, "Parkhaus" für mich ganz unangemessen waren. Auch den Wunsch Mancher, alles hinter Efeu verschwinden zu lassen, teile ich nicht. Inzwischen sehe ich in der Fassade in den großen Linien Verbindungen zu den Barockfassaden. Auf mich wirkt eine ruhige, klare Ausstrahlung und etwas Edles, Großzügiges, sogar eine Verbindung zu Chipperfields Eingangsgebäude bei den Museen. Der positive Eindruck wird für mich zunehmend deutlich, seit an der Ostseite zur Spree die Wege und Rampen fertig werden und diesen weiträumig ruhigen Stil zusätzlich großzügig betonen. Stella hat der Fassade Original-Sandstein in den Beton beigemischt, so dass auch die Farbe zu den Sandsteinelementen der Barockfassade passt. Mir gefällt auch die noble Bescheidenheit, mit der Franco Stella sich selbst zurücknimmt und als „späten Mitarbeiter Schlüters“ bezeichnet. Ich bin begeistert von den Barockfassaden und dem Schlüterhof, aber Stella zeigte Konsequenz und Stilsicherheit, indem er sich nach der Ostseite, hin zu einem neuen modernen Stadtteil nicht zu historisierenden, neobarocken Anpassungsversuchen und Spielerein hinreißen ließ. Es sieht übrigens so aus, als ob noch (moderne) Kandelaber auf der oberen Brüstung aufgestellt werden. Allerdings hätte ich mir ein schlichtes, akzentuierendes, modernes, zur Fassade passendes Portal vorstellen können, nachdem es ein West-, zwei Nord- und zwei Südportale gibt.
Gottlieb schrieb am 11. Oktober 2020 um 13:07:
Im neuesten Berliner Extrablatt verteidigt Joachim Schwerdt Franco "zeitlos". Stellas Ostfassade unter Bezugnahme auf den Hatscheput-Tempel in Ägypten als plausible Lösung für die Vorgaben des Bundestags. Der gemeinsame Oberbegriff, von Stella selbst eingeführt, ist "zeitlos". Mich hat die Erklärung nicht überzeugt, und "zeitlos" in diesem Sinne wäre auch ein Schuhkarton, allerdings ohne Anlehnung an altägyptische Vorbilder. Was mich aber angesprochen hat, ist Herrn Schwerdts Angabe, daß er von Besuchern, mit denen er als ehrenamtlicher Betreuer über die Ostfassade gesprochen hat, durchaus brauchbare Alternativvorschläge erhalten habe. Nun meine Frage oder Bitte: Könnte man diese Vorschläge, modellhaft veranschaulichet, nicht veröffentlichen? Ich bin sehr daran interessiert.
Henri W. Henschke schrieb am 5. Oktober 2020 um 10:07:
Pardon, natürlich muss im letzten Satz dasWort "nicht" enthalten sein. Ich bitte um Beachtung.
Henri W. Henschke schrieb am 5. Oktober 2020 um 10:04:
Bei der Betrachtung der Arbeiten an der Forumseite (die Verkleidung wurde ja nun endlich beendet !?!) fällt mir auf, dass die langen Rampen offenbar durchgehend das gleiche Gefälle haben. Dies kann aber nicht im Sinne einer behindertengerechten Planung/ Ausführung sein. Im Regelwerk sind max. alle 6,00m Gefällestrecke eine waagerechte Fläche von mind.1,20m vorgeschrieben. Diese Einhaltung kann ich optisch derzeit nicht erkennen. Haben Sie schon mal einen besetzten Rollstuhl über so eine lange Strecke geschoben oder gebremst? Noch problematischer würde es sich für Selbstfahrer ohne Motorantrieb gestalten. Ich hoffe, der zuständige Behindertenbeauftragte des Landes erhebt schnellstens sein Veto bevor bauliche Fakten geschaffen werden. Schon die Pfasterung der Vorplatzflächen rundum bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich hoffe, dass durch Gedankenlosigkeit eine Bevölkerungsgruppe ausgegrenzt werden soll.
Peter Epple schrieb am 2. Oktober 2020 um 9:06:
Ich fand es damals richtig, dass man sich dazu entschlossen hat, nur die drei barocken Fassaden und die Kuppel wiederherzustellen, die mittelalterlichen Überreste an der Spree aber durch die moderne Ostfassade des Humboldtforums zu ersetzen. Was mich allerdings enorm stört, und das war auf den ursprünglichen Plänen nicht zu sehen, sind die Aufzugshäuser und vor Allem die "Baracke" des Aussichtsrestaurants auf dem Dach zur Nordseite hin. Das passt überhaupt nicht ins Bild!
Sablewski-Gransow schrieb am 16. September 2020 um 12:09:
Zunächst: Das mit demokratischem Parlamentsbeschluss aller Deutschen bewilligtem und von vielen,vielen Menschen bei uns und in aller Welt privat geschaffenen Projekt; lässt jede Kritik einfach abtropfen ! Nur mein liebes Berlin will oder kann nicht "zu Potte" kommen.Selten, sehr selten betont oder würdigt man das großartige Geschenk das Berlin von den oben Genannten gemacht wurde! Nein, obwohl die Großplastiken und der Schlossbrunnen vorhanden sind, sollen diese anachronistisch dastehen, oder versteckt dahinschlummern. Dann der Oranienfürst der vor dem Schloss stand; der für die Niederlande der Vater (Begründer) Ihrer Nation ist. Was für eine Geste an die Niederlande, der Deutschland ja auch schreckliches angetan hat! All dass ist und muss das Umfeld des Forums leisten, und auch von Berlin finanziert werden !
Arn Praetorius schrieb am 13. September 2020 um 12:07:
S.g. Herr Dr. Wessel, ich stimme Ihnen von ganzem Herzen zu. Über das Umfeld des Schlosses ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und es wäre ein Zeichen von Kompromissfähigkeit und Größe, wenn der Senat über seinen Schatten springen könnte und die historisch, ästhetisch und städtebaulich sehr fundiert begründeten Argumente für die Rückkehr der Kunstwerke endlich ausdrücklich teilen könnte. Die anstehenden Entscheidungen dazu ständig taktisch hinauszuzögern, ist jetzt schon ein trauriges Armutszeugnis politischer Entscheidungsträger.
Dr.-Ing. Jürgen Wessel schrieb am 13. September 2020 um 9:45:
Aus einem großen Bereich des Blickwinkels, der von West nach Ost auf das wieder aufgebaute Berliner Stadtschloss gerichtet ist, drängt sich optisch dominant der Ulbrichtsche Fernsehturm als unverrückbares Zeugnis sozialistischer Architektur in das Panorama. Müssen die Apologeten der DDR-Architektur dann noch darauf bestehen, dass die Einheitswippe vor dem so ungemein beeindruckenden, herrlich schönen und nun von Baugerüsten befreiten Eosander-Portal (Portal III) Wirklichkeit wird? Müssen „DDR - Nostalgiker“ mit dem gigantischen Fernsehturm im Hintergrund darauf bestehen, dass der Neptun-Brunnen nicht auf den Schlossplatz zurückkehrt und weder die Rossebändiger noch die Oranierfürsten vor der Lustgartenfassade Aufstellung finden. Unversöhnlich stehen sich in dieser Frage linke Kulturpolitik und die bürgerlich geprägte Auffassung von Stadtbildpflege gegenüber. Ebenso wie das bürgerlich-konservative Berlin den Fernsehturm klaglos akzeptiert, ebenso sollte sich die Kulturpolitik des Senats ihrer übernommenen Verantwortlichkeit gegenüber der Stadtgeschichte bewusst sein. Diese Verantwortlichkeit sollte sie dazu veranlassen, partei-ideologische Vorbehalte gegenüber den sachbezogenen Erfordernissen ihrer übernommenen Zuständigkeit zurückzustellen, zu der ganz bestimmt auch die Pflege des historischen Erbes gehört. Dieses Erbe schließt das erwähnte historisch gewachsene und organisch mit dem Schloss verbundene Umfeld des Schlosses ein. Es bleibt die Hoffnung, dass in einer nicht allzu fernen Zukunft hier ein Sinnungswandel eintritt.
Henri W. Henschke schrieb am 11. September 2020 um 10:37:
Die Bäume an der Nordseite sehen ziemlich abgemagert aus..ich hoffe, sie werden regelmäßig gegossen ?!? Auch wenn jetzt Herbst wird, so haben sie aus meiner Sicht zu wenig Laub. Wäre doch schade, wenn die bisher einzig erkennbare Begrünung rund um das Schloss eingehen würde. An der Südseite scheint sich nun auch die letzte Fläche in eine Steinwüste zu verwandeln, allen Visionenansichten zum Trotz. Schade, wieder eine Chance vertan. Berlin wandelt sich immer mehr zu einer sterilen Großstadt.
Arn Praetorius schrieb am 6. September 2020 um 15:49:
Was ist eigentlich los mit Beiträgen wie: Tutov 604 smart communications svarev 797 sun cellular Rebecca Rib smart communications und weiteren Beiträgen inhaltlos oder auch auf russisch. Es kommt mir vor wie eine gezielte Torpedierung unseres Forums. Kann man das nicht verhindern???
Henri W. Henschke schrieb am 5. September 2020 um 10:57:
Auch wenn der Abbau des Gerüstes an der Westseite eben widersinnig erscheint, es ist alles eine Kostenfrage. Sicher ist das Gerüst geliehen und bis zur Montage der Kartusche sind noch Monate in Aussicht gestellt und somit spart man zwischenzeitlich Geld. Ob die dann erforderliche Montage mittels Kran mit Gondel oder mit zusätzlichem Gerüst erfolgt wird man sehen. Viel mehr beschäftigt mich die Frage, ob die Gesamtfassade der Westseite jemals im Bild festgehalten werden kann ohne das die "Affenschaukel" sich störend davor stellt.
Richard Ramsey schrieb am 5. September 2020 um 3:38:
I have followed this wonderful work for many years and hope you are so proud of all the work on this important German reconstruction. It shows me that it is possible to reach back into the past to appreciate art and culture, despite human follie. The lack of a proper restoration of the 19th century gardens and the National Denkmal is my only regret. Onward to completion!!!
Arn Praetorius schrieb am 4. September 2020 um 14:02:
Liebe/r proschloss: Hat man einfach vergessen, die Ausschreibung der Kartusche rechtzeitig zu organisieren, so dass diese jetzt nahtlos montiert werden kann, solange das Gerüst noch steht oder wird das Gerüst jetzt ab- und nach Monaten wieder aufgebaut?
proschloss schrieb am 3. September 2020 um 10:26:
Sehr geehrter Herr Frahm, die große Kartusche des Portal III ist ausgeschrieben und wird nach Fertigstellung in einigen Monaten angebracht. Nur Geduld!
Klaus Frahm schrieb am 2. September 2020 um 14:11:
Fehlt am Eosanderportal etwa die große Kartusche? Ich hoffe mal, daß diese schnellstens angebracht wird, sonst bleibt dieses Portal zensiert und unvollständig.
Henri W. Henschke schrieb am 28. August 2020 um 10:12:
Ernst Reuter hat mal geagt: SCHAUT AUF DIESE STADT. In diesem Sinne: Schaut auf die Webseiten und ihr könnt erkennen, dass in dem betroffenen Bereich ein Gerüst aufgebaut wird. Es ist zu vermuten, dass dies die Basis für die Schadensbeseitigung nebst Sanierung der geschädigten Bausubstanz (Steinmaterial) ist. Wie weit der Schaden innen schon beseitigt ist entzieht sich dem Betrachter. Eines möchte ich hier nicht unerwähnt lassen. Die von mir oft kritisierte Bautruppe an der Stützwandverkleidung der Forumseite ist nunmehr fast kontinuierlich am Arbeiten. Bleibt zu hoffen, dass sie bis zum Ende durchhalten. Ich warte dann abschliessend, dass die Skaterbahnen fertig gestellt werden...wird das ein Spaß.
Müller-Kirsten, Harald J.W. schrieb am 28. August 2020 um 8:25:
Sehr geehrter Herr Löffler, Viele werden die gleiche Beobachtung wie Sie gemacht haben. Seltsam, dass Ihre so einfache Frage nicht sofort beantwortet wird.
Markus Löffler schrieb am 24. August 2020 um 8:59:
Mich würde mal interessieren, ob am Portal die restlichen Rückstände des Brandes im Schlüterhof noch beseitigt werden? Die Innenseiten der Säulen sind noch deutlich schwarz verrußt.
Schinkel schrieb am 17. August 2020 um 18:50:
Es ist schade, dass diese Spendenuhren so schön übersichtlich dargestellt werden, der Stand aber über die Jahre, die ich nun täglich auf diese Seite gucke, eigentlich immer veraltet ist. Warum kann man das nicht einige Tage nach dem Monatswechsel aktualisieren? Oder hat tatsächlich seit Mai niemand für die Skulpturen gespendet?
Arn Praetorius schrieb am 6. August 2020 um 8:58:
Ich drück es mal politisch korrekt und gendergerecht aus: Wenn ein Mensch aufreizende, körperbetonte Kleidung mit viel nackter Haut trägt und zudem ihren oder seinen Körper durch provozierende Bewegungen gegenüber wenig selbst kontrollierten, testosterongesteuerten Mitmenschen „in Szene“ setzt, so ist das vergleichbar mit einer großflächigen, nackten weißen Wand, die auf professionelle Spray-Künstler/Künstlerinnen und Hobby-Sprayer und Sprayerinnen einen geradezu unwiderstehlichen Reiz auslöst. Dieser Mensch bzw. Menschin und die Wand haben eines gemeinsam: Ein großes Stück Mitverantwortung für die möglichen Folgen.