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Wenn Sie eine schnelle, direkte Bearbeitung Ihrer Frage haben wollen, nutzen Sie den „Kontakt“ im Internet, damit mir Ihre Fragen und Anregungen sofort vorgelegt werden können. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich derartig mit Terminen eingedeckt bin und in der Spendenverwaltung ein riesiges Arbeitspensum erledigen muss, dass ich selbst nur auf diese Weise mit Ihnen kommunizieren kann.

Wilhelm von Boddien


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(2746)
(1446) Lennart,21
Thu, 3 July 2008 01:00:13 +0000

@ Marvin
Erstaunlich, dass selbst (oder gerade) die Jugend erkennt wie wichtig dieses Projekt für Berlin ist.
Solche Menschen wie dich braucht diese Stadt! Weiter so!

(1445) B.,Marvin,14
Wed, 2 July 2008 19:15:43 +0000

http://de.youtube.com/watch?v=bPEZfj3GKMc

Ich habe dieses Video erstellt um die leute "wachzurütteln" und ihre Arbeit zu unterstützen.

Viele Grüße

(1444) Richert, Sigurd, 69
Thu, 26 June 2008 23:00:29 +0000

Ich hatte das Glück, die Planenpräsentation 1993 zu sehen und kürzlich Herrn von Boddien zu hören. dem Wiederaufbau von Schlossesfassade und Schlüterhof kann ich nur unterstützen und werde meinen Spendenbeitrag leisten!

(1443) Milena Stoyanova, Bulgarien
Wed, 25 June 2008 14:31:06 +0000

Ich bitte Sie, sagen Sie mir was da genau passiert ist und an welchen Tag? Ich...weiss igrendwie nichts.Es wird nicht weiterhelfen, ich weiss, aber mir ist es wichtig, zu verstehen warum!

(1442) Milena Stoyanova, Bulgarien
Tue, 24 June 2008 13:03:28 +0000

Es ist unglaublich! Es ist der 24.06.08 und ich habe erst heute erfahren, dass Joerg verunglückt ist. Bin zufällig auf diese Internetseite geraten und ich traute meinen Augen nicht. Die Beschreibung seines Charakters ist leider so richtig, dass ich gleich wußte - es geht um den Joerg den ich kenne! Wir hatten schon eine Weile keinen Kontakt aus Gründen, über die ich nicht reden mag. Man muss im Leben immer immer das tun, was dir das Herz sagt! Nie zweifeln, sich nie Zeit lassen, weil ......manchmal ist es dann zu spät für alles!

(1441) Werner Reiter 55
Sun, 22 June 2008 11:39:29 +0000

Leider gibt es oft zu wenig Fördermittel für so manche Kunst, aber Gottseidank gibt es immer wieder Institutionen wie Ihre Plattform Kunst doch im positiven Sinn zu fördern - und dazu möchte ich als Künstler auch einmal DANKEN, dass dies in Zeiten wie diesen möglich ist. Denn so ginge wahrscheinlich viel interessante Kunst in Vergessenheit.

www.fingerprint-on-art.com

unter dem Foto können Sie ein interessates Präsentations Video zu diesem Thema anklicken.

Mit lieben Grüßen an ALLE Besucher herzlichst
Werner Reiter aus Salzburg

(1440) Ernst Ludwig
Thu, 19 June 2008 17:33:58 +0000

Lieber Vorschreiber,
wissen Sie, was auch nur einige Sekunden Werbung im Fernsehen kostet? Für einen Verein unbezahlbar.
Bei der Frauenkirche standen Großfirmen, etwa die Dresdner Bank, dahinter und haben solches finanziert. Leider ist das beim Schloß nicht der Fall.
Allerdings frage ich mich auch, warum setzen sich Firmen wie Mercedes oder große Banken nicht für das Prestigeobjekt Schloß ein.

(1439) Hennigs, Gerhard 67Jahre
Wed, 18 June 2008 14:52:29 +0000

Sie brauchen doch Spendengelder. Warum werben Sie nicht massiv im Fernsehen?
Es gibt noch Zigtausende, die überhaupt nicht wissen, dass das alte Berliner Stadtschloss wieder aufgebaut werden soll!

(1438) S.Hartmann
Wed, 11 June 2008 22:46:29 +0000

Übrigens steht der Apollo Saal gar nicht zur Debatte. Haben sie sich einmal die Wettbewerbsergebnisse in der Bauakademie-Fassade angeschaut? Dann sehen Sie das alle Entwürfe den jetzigen Saal zerpflücken. Und nur der favorisierte bringt den Zuschauern echte Verbesserungen. Die Frage ist nun: Was hat Priorität; Erhalt des alten Saals oder der Klang- und Sichtgenuss? Das sollte nun diskutiert werden.

(1437) Ernst Ludwig
Sun, 8 June 2008 22:10:06 +0000

Was, noch nie für´s Schloß gespendet, keinen Cent? Dann wäre ich hier aber ganz still. Aufregen und schimpfen nutzt niemandem etwas. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Wie wäre es mit erstmal 10 Euro?

(1436) Kralle
Sun, 8 June 2008 16:44:08 +0000

Es ist eine Frechheit, auf Kosten des Steuerzahlers die Staatsoper zu demolieren!!
Als "Neo-Rokoko" wird die Rekonstruktion der Knobeldorff-Architektur im Inneren von der Architekten-Lobby beschimpft! Mit dem selben Argument könnte man die Inneneinrichtungen aus dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, des Charlottenburger Schlosses oder der Dresdener Semperoper rausreißen und demolieren lassen, denn dies ist auch alles "Neo-Rokoko".
Man gebe bei google-Bildersuche einmal "Apollosaal Staatsoper" ein, dann sieht man, welch schöne zeitlose Architektur hier auf dem Spiel steht. Man kann die Akustik auch verbessern, ohne alles zu demolieren (und der Apollosaal ist kein Zuschauerraum, sondern ein Foyer, aber er soll auch verschwinden). Drei Architekten haben sich zugetraut, den "Neo-Knobeldorff" zu erhalten und die Akustik zu verbessern. Es geht also auch ohen Vandalimus der modernistischen, nihilistisch-dekadenten Architketenlobby.

Passt dieser Vandalismus der Architektenlobby zusammen mit der Rekonstruktion des Schlosses? Nein!! Hat man aus der Zerstörung des Schlosses wirklich nichts gelernt??

Ich werde nicht mehr schweigen!!


P.S. eigentlich wollte ich endlich mal etwas für das Schloss spenden, ich fürchte aber, dass die geplante Gaspreis-Erhöhung von 25 Prozent mir einen Strich durch die Rechnung macht. Bitte bemühen Sie sich daher doch einmal um Spendengelder der Konzerne EON, RWE etc., denn diese sind ungeheuer selbstlos und stets am Wohl des Landes interessiert.


(1435) Leser
Thu, 5 June 2008 14:26:07 +0000

Die Absage der Infobox ist eine echte Verarsch...durch den Senat. Aber was kann man von der berlienr Regierung schon erwarten. Ein Schloss jedenfalls nciht.

(1434) berlinfreund
Mon, 2 June 2008 18:44:42 +0000

Nun ist es amtlich, die Infobox wird nicht kommen. Stattdessen soll im Kronprinzenpalais Unter den Linden ein Informationspunkt kommen. Hat der Förderverein hierfür ein alternatives Konzept?

(1433) S.Hartmann
Fri, 23 May 2008 21:58:37 +0000

Erst einmal abwarten wegen der Staatsoper. Noch weiß doch kaum jemand was wirklich geplant ist.
Ausserdem ist das Innere der Staatsoper nur eine Interpretation des Barock aus der Zeit nach dem 2. WK. Ähnlich dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt.

(1432) Hensel, Sharan 33 J.
Fri, 23 May 2008 20:44:53 +0000

H I L F E !
Mein folgendes Anliegen lehnt sich nicht unmittelbar an das Projekt Humboldt-Forum.
Dies vorweg.
Ich habe über die Medien erfahren, dass im Zuge der Instandsetzung der Staatsoper Unter den Linden der historische Zuschauerraum modern gestaltet werden soll. Die Spuren des Barock und ebenso die Einflüsse des Rokkoko sollen verschwinden.
Was ist an dieser Meldung dran? Ist das ernst zu nehmen? Gibt es bereits Initiativen die ein solches Vorhaben unterbinden wollen? Das muss unter allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden! Über eine Antwort Ihrerseits wäre ich sehr dankbar. Mit bestem Dank im voraus und alles Gute für das Projekt...


(1431) Becker Ulrich, 48
Mon, 19 May 2008 16:54:50 +0000

Annähernd getreue Rekonstruktionen zerstörter Denkmäler haben eine noch längere Geschichte als angenommen: Der im Pfälzer Krieg 1689 teilzerstörte Dom zu Speyer ist zur Hälfte im 18. Jahrhundert neu errichtet worden.

(1430) gezwengter Bass
Sat, 10 May 2008 18:30:07 +0000

an den Vorschreiber:
was für Autos meinen Sie?



(1429) bas zweng aus Holland (49)
Fri, 9 May 2008 11:17:04 +0000

Na ja, die Entscheiding ist genommen, aber man hat noch nicht angefangen. Waere doch 'n Ding wenn man hinterher sagen wuerde: Die Entscheidung ist falsch und wir drehen es zurueck. Keiner der da schlaflose Naechte hat (nur vielleicht der ehrliche Bauunternehmer und einige schlaue Buros). Machen wir es doch genau wie in der Wirtschaft. Wie viele Automodelle zum Beispiel sind nicht auf dem Markt gebracht worden.

(1428) as a sign of mourning
Mon, 5 May 2008 13:32:47 +0000

In memory of Jörg Schwark

(1427) T.P
Thu, 10 April 2008 16:02:37 +0000

Umfaller Bei der Ostfassade?
nun steht nichts mehr das der Förderverein zur Ostfassade steht? unverständlich ,die alte Ostfassade muss wieder kommen ohne wenn und aber,alles andere wäre eine verschandelung des Historischen Baues? wie würde es denn aussehen wenn an der barockarchitektur,glas und beton wäre,nicht auszudenken dann lieber kein Schloss.

(1426) S.Hartmann
Tue, 25 March 2008 22:43:37 +0000

Die Beiträge seit dem 20. 3. 2008 wurden in das Forum übertragen. Bitte diskutieren Sie dort weiter!

(1425) Dr. Kuhn, Jörg,46
Wed, 19 March 2008 20:01:20 +0000

Als Biograph und "Nachlass-Vertreter" von Otto Lessing freue ich mich über die offenbar angestrebte Wiedergewinnung der Gestalt des Eosanderportals mit den Rekonstruktionen nach Lessings Modellen und die offenbar angestrebte Nachschöpfung der beiden offenbar verlorenen Bronzereliefs von 1897/98. Dankbar wäre ich für die Möglichkeit im gedachten Humboldtforum ein "Forum" zu finden, auf bzw. in welchem eine Darstellung des Wirkens der am Berliner Schloss tätigen Künstler in wissenschaftlicher und auch ansprechender Form zu sehen. Seit den Tagen des ersten Schlossbaues handelte es sich stets um die führenden Künstler Preußens, die hier ihren Beitrag leisteten. Die Bildhauer der Kaiserzeit haben noch heute "einen schweren Stand" - ich darf auf das wertvolle Ensemble der Siegesalleefiguren verweisen - ihre Rehabilitierung als Künstler von Rang, von Prof. Dr. Peter H. Bloch (1925-1994) eindrucksvoll eingeleitet, ist noch längst nicht abgeschlossen. Das Humboldtforum wäre ein guter, ja geradezu genialer Ort, um einer geschmähten Künstlergeneration wieder die Anerkennung zurück zu gewähren, die sie einst international besaß.

Ganz un-uneigennützig und mit freundlichen Grüßen,
Jörg Kuhn

(1424) Dr. Martin Vogt, 33 Jahre
Tue, 11 March 2008 17:43:07 +0000

Ich möchte an dieser Stelle dem Förderverein meinen Dank aussprechen, das Berliner Schloss in meiner Heimatstadt wieder aufzubauen. Ich bin in Berlin-Mitte im Scheunenviertel groß geworden. Trotz dieser Sozialisation weine ich dem "Palast der Republik" nicht hinterher sondern bin, nach dem Aufbau der Scheinfassade am Anfang der neunziger Jahre, ein Anhänger der Idee. Ich habe im Rahmen meiner Möglichkeit gespendet und bitte auch andere Mitbürger, es mir gleich zu tun. Alles Gute dem Verein und viel Erfolg!

(1423) Dominik Dietz (25)
Tue, 11 March 2008 17:41:25 +0000

@ J. Herrmann:

LANGWEILIG!

(1422) Friedel, 38
Tue, 11 March 2008 00:43:38 +0000

Ich bin für den Wiederaufbau.
Wir sollten auch froh sein, das die zerstörische Zeit der 60er und 70er Jahre vorbei ist.
Keiner kann mir erzählen, das er Glas und Beton in seiner rohen Form schön findet. Der Mensch braucht eben ein wenig schnörkel um sich herum.

(1421) J. Herrmann
Mon, 10 March 2008 21:26:27 +0000

Ich lehne einen Wiederaufbau des Schlosses in Berlins Mitte ab. Ich halte eine Rekonstruktion eines im Grunde genommenen hässlichen Bau für pure Geldverschwendung.
Nutzt den Platz in Städtebaulicher Vernunft, anstatt in der Vergangenheit zu schwelgen. Berlin verfügt über genügend Schlösser zum Vorzeigen.

Sicherlich hat Rekonstruktion einer historischen Stätte einen gewissen Reiz. Dann allerdings sollten Mittel dafür ausschließlich aus privater Hand kommen.

(1420) Martin Anschütz, 36
Wed, 27 February 2008 14:16:40 +0000

Sehr geehrter Verein,
nach dem Interview mit Herrn Prof. Dr. Parzinger in der ZEIT Nr.9 habe ich einen Leserbrief nach Hamburg geschickt, den ich auch Ihnen hier zur Kenntnis bringen möchte:

Herr Parzinger erlaubt sich tatsächlich auch als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Dinge vor allem mit den Augen des Archäologen zu betrachten. Zudem setzt er ganz zeitgeistig auf die Kraft ebenso zeitgeistiger Konzepte.
Das Berliner Schloß ist doch zunächst ein baukünstlerisches Erbe! Es geht um die Frage, ob und wie die Entwürfe Schlüters, Eosanders und Stülers, die virtuell-geometrisch verfügbar und bautechnisch nicht schlechter zu bewältigen sind als zu ihren Zeiten, rekonstruiert werden können und sollten.
Rekonstruktionen haben es vor allem in Deutschland mit einer ausgeprägten, historisch determinierten "Wahrheitsliebe" immer schwer gehabt, trotzdem würde niemand die Rekonstruktionen der Westtürme des Kölner Doms zurücknehmen wollen. Hier ist die Rekonstruktion selbst Geschichte. Hier wird auch jeden Tag weiter rekonstruiert. Was wäre die "ehrliche" Alternative?
Mir ist der Schlüter so teuer wie der Schinkel. Bei Schinkels Bauakademie neben dem Schloß werden sie es wohl auch ausnahmsweise in Berlin richtig machen. Das Schloß aber steht in jeder Hinsicht im Mittelpunkt und die bisherige Diskussion wird dieser Tatsache überhaupt nicht gerecht. Müssen wir uns dann schon wieder schämen?


(1419) Wendel, 31
Thu, 21 February 2008 20:19:45 +0000

Mal eine Frage an den Sitebetreiber:
Es geht um die Jury, welche den Gewinner des Architekturwettbewerbes aussuchen soll. Ein Mitglied ist bekanntlich der Architekt David Chipperfield. Ein klarer Gegner des Wiederaufbaus. Nun habe ich erfahren, daß auch Hermann Parzinger, der neue Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in der Jury sitzen wird. Herr Parzinger ist auch nicht gerade ein Freund des neuen Schlosses. In einem Zeitungsinterview sagte er, "Der Bau bleibt als neu erkennbar. Wir haben die Ausschreibung für die Architekten ergänzt, es wird einen gewissen Gestaltungsspielraum geben." Gibt es eigentlich auch jemanden in dieser Jury, der sich FÜR den Wiederaufbau und eine möglichst originalgetreue Fassadengestaltung stark macht?

(1418) Müller,D.
Wed, 20 February 2008 08:49:36 +0000

Ich gebe meinem Vorredner insofern recht, als ein Mischmasch aus Schlüterbarock und Moderne abzulehnen ist. Ich bin ein Vertreter der Totalrekonstruktion (auch der vorschlüterschen Ostteile und der Stülerschen Kuppel und perspektivisch auch der wichtigsten Innenräume und Treppenhäuser).
Was heisst aber nun moderne, zukunftsweisende Metropole? Etwa solche "Architektur" wie am Potsdamer Platz??? Berlin ist ja da leider ein besonders unrühmliches Beispiel,wie sehr die Moderne dabei versagt, etwas wirklich Ästhetisches und Menschengerechtes zu schaffen.
Die historische Mitte, die Identität stiftet (wo ein moderner Klotz versagen würde - kalt und unpersönlich), soll nun wieder geschaffen werden und diese Mitte kann nur das historische Schloß sein !

(1417) Wendel
Thu, 14 February 2008 11:56:34 +0000

Hallo. Ich weiß, das hier ist NICHT das Forum. Aber nur hier kann man auf einen Beitrag direkt antworten. Tschuldigung! @ Herrn Hartmann. Es ist richtig, daß die meissten Bürger gar nichts über das künftige Humboldt-Forum wissen. So ist es doch immer. Erst meckern, dann informieren. Oft bleibt die Information aber leider ganz aus. Deshalb sind viele dagegen, weil sie meinen, daß ihre wertvollen Steuermillionen sinnlos verschleudert würden. Wenn man die Bürger aber mal sachlich aufklärt, verfliegt oft der Zorn und ihre Meinung dreht sich zu Gunsten des Wiederaufbaus. Das habe ich in meinem Umfeld schon mehrfach erlebt. Der einzige Punkt, der einen negativen Beigeschmack behält, ist die Ostfassade.

(1416) S.Hartmann
Wed, 13 February 2008 21:20:34 +0000

Kann man irgendwo die genauen Fragestellungen dieser Umfragen nachlesen? Meist beeinflußt die Art und Weise derselben das Ergebnis gewaltig.

Und gibt es Umfragen zum Wissensstand der Berliner/innen über dieses Vorhaben?

Nach meiner Erfahrung weiß der "Normalbürger" kaum etwas über die geplante Nutzung oder das eigentlich gar kein Schloss aufgebaut werden soll.
Um ein relativ representatives Bild zu erhalten sollte man solche verschiedenen Umfragen miteinander kombinieren. Denn was wenn die Leute "FÜR" etwas sind, wovon sie eigentlich keine Ahnung haben?

(1415) Caro, 19
Wed, 13 February 2008 17:10:00 +0000

Hey, ich mache bald mein abitur und hab das thema stadtschloss in der 5.PK. da hier so viele meinungen kund getan wurden, wollt ich mal anfragen, ob das ok ist, wenn ich einige von ihnen zitiere.
ist ja auch alles anonym, nur damit man beide seiten kennen lernt.
weiß jmd was die allgmeneinheit der berliner bevölkerung dazu meint? gibt es schon repräsentative umfragen zu dem thema?
lg

(1414) Konrad Leske, 48
Tue, 12 February 2008 14:01:20 +0000

Welch dämliches Geseier von Herrn Bernau in der Berliner Zeitung v. 26.01.2008 [vgl. hiesigen Pressespiegel]...

Die Spendenzurückhaltung vieler Anhänger einer Schlossrekonstruktion beruht wohl eher auf der Befürchtung, dass ein Architektenwettbewerb mit oder ohne Büros bzw. "Star"-Architekten von Weltrang Unsägliches zum Siegerentwurf küren wird und damit einer eigentlich durch zwei Bundestagsbeschlüsse abgesicherten, zumindest teilweisen, historischen Rekonstruktion Hohn sprechen wird.

Die Idee, einen wiedererrichteten Bau von historisch bewährter Ästhetik mit einem modernen Nutzungskonzept, der Unterbringung der außereuropäischen Sammlungen, zu verbinden, ist von Weltrang und würde funktionieren, wenn dem nicht noch in allerletzter Sekunde die nationale wie internationale Architektenmischpoke einen Strich durch die Rechnung machen würde.

Dass diese missmutig an den Wettbewerb herangeht, da ihr unverschämterweise historische Vorgaben bzgl. einiger Fassaden gemacht werden, kann niemanden wirklich verwundern. Am Ende (nach erteiltem Zuschlag) bauen sie doch wie sie wollen, die "Star"-Architekten und versauen historische Stadtlandschaften.

Aber so kennt man sie, oder nicht ?!?

(1413) Lux,André, 40
Sat, 9 February 2008 22:23:37 +0000

Die Räume des Schlosses waren prunkvoll eingerichtet. Wird es wieder Räume im Schloss geben, die so aussehen werden, wie im Original, oder wird alles modern werden ?

Gruss aus Berlin Treptow

(1412) Südberlin
Thu, 7 February 2008 08:27:07 +0000

Alle, die sich hier in Drohgebährden stark machen (wenn das Schloss nicht so wird wie ich es will, gebe ich keinen Cent) sollten überlegen, ob es überhaupt soweit gekommen wäre, wenn die anderen Spender die gleiche, nötigende Denke gehabt hätten.

Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus:

Je mehr Leute gut spenden, umso überzeugender können diese Wünsche auch durchgesetzt werden. Organisieren Sie doch selbst diesen Einsatz dafür. Stärke kommt von stark sein und nicht von schwach reden.

Wenn Sie doch so stark für die Ostfassade sind, warum überzeugen Sie die Politik nicht durch größtmögliche Spenden, speziell für die Ostfassade? Hasso Plattner hat es doch in Potsdam vorgemacht! Und auf einmal bekommt er, was er will!

Sagen Sie jetzt nicht, der sei doch Milliardär und Sie ja nicht. Dafür haben Sie doch die Kraft und Phantasie, viele Menschen zu mobilisieren? Ich bin sicher, dass Herr von Boddien sich freuen würde, wenn sein Spendensammelteam entsprechend verstärkt würde.

Dier Schlossgegner versuchen doch nun durch Schlechtreden der Spendensammlung es über deren vorhergesagten Misserfolg doch noch zu verhindern.

(1411) Ernst Ludwig
Wed, 6 February 2008 16:10:28 +0000

Der Verein sollte deutlich machen, daß er seine Millionen nicht für eine modernistische Verunstaltung hergibt. Ich glaube, da hat er die bisherigen und künftigen Spender voll auf seiner Seite. Siehe Beispiel Potsdamer Garnisonskirche.

(1410) Hensel, Sharan 33 J.
Wed, 6 February 2008 06:34:29 +0000

Auch ich werde mich mit meiner Spendenwilligkeit zunächst noch abwartend verhalten.
Ich möchte den Ausgang des Architektenwettbewerbs abwarten.
Eine modern gestaltete Ostfassade ist ein Übel das es wohl hinzunehmen gilt!?
Aber das Humboldt-Forum in der Gestalt des Stadtschlosses mit einer modern anmutenden Kuppel à la Reichstag?
Nein danke!
Ich bleibe gespannt und werde das Ganze weiterhin sehr genau verfolgen.
Für Ihren Verein das Beste!...
MfG.

(1409) Stefan S.
Wed, 6 February 2008 00:36:38 +0000

Also ich gehe mal davon aus dass viele Personen am liebsten ihre Spende wiederhaben möchten, wenn sie das Ergebnis des Architektenwettbewerbes sehen.

(1408) Wendel
Tue, 5 February 2008 23:42:49 +0000

@Herrn Frank & Herrn Rennert. Sie müssen ja keinen Cent für die Fassaden spenden. Ein Euro geht auch ;-) Aber kommen Sie später bitte nicht auf die Idee, das Humboldt-Forum zu betreten. Denn schließlich muss das Volk ja dafür hungern! Regen Sie sich doch lieber künstlich über das Neue Museum auf. Denn hier wurden 233 Mio. Euro für eine brandneue Ruine verpulvert. Und der verantwortliche Architekt sitzt auch noch in der Jury für den Wettbewerb der Schlossgestaltung. Doch das stört scheinbar niemanden.

(1407) Ingo Rennert, 48
Tue, 5 February 2008 17:57:06 +0000

In Hannover werden jetzt auch wieder Fassaden hochgezogen:
Herrnhausen. Das ist eine deutsche Spezialität, abgeguckt vom
Reichstag? Der war aber nie ein Schloß und schon keines von Bedeutung wie das von Schlüter.
Ich spende keinen Cent für Potemkin'sche Fassaden und so wie ich könnten einige mehr denken.

(1406) Webmaster
Sun, 3 February 2008 20:46:22 +0000

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich hier eine Reihe von Beiträgen abgelöscht habe.

Sie stellten wieder eine in sich schlüssige Diskussion dar.

Deswegen habe ich Sie in den Chatroom übertragen, damit die Zusammenhänge innerhalb dieser Diskussion gewahrt bleiben. Dort können Sie weiter diskutieren.

Bitte benutzen Sie doch eher für solche Beiträge das Forum/Chatroom! Vielen Dank!

(1405) Ralph,Rainer,39
Fri, 25 January 2008 09:01:30 +0000

Das war bestimmt ironisch gemeint, außerdem: "Wenn sie kein Brot haben, für Zigaretten langt's immer."

(1404) Ernst Ludwig
Thu, 24 January 2008 22:05:39 +0000

Der Vorschreiber weiß nicht, wovon er redet. Feudalismus kommt von lat. feudum, d.h. das Lehen. Gemeint ist die mittelalterliche Herrschaftsform des Lehnswesens, die spätestens im 18. Jhd. ihr Ende gefunden hat. Will er ernsthaft behaupten, dieses System gelte heute auch noch?

(1403) Frank,Gerd,47
Thu, 24 January 2008 15:38:33 +0000

So ist es eben im Feudalismus: Das Volk hungert und die Fürsten bauen sich Paläste.

(1402) Linden
Tue, 22 January 2008 08:35:03 +0000

anSkyscraper 29
es liegt daran, dass Deutschland zu viel Geld hat.
In reichen Ländern müssen die Altstädte aus Stahl und Betonklötzen bestehen.
Eine Altstadt mit alter Architektur? In Deutschland undenkbar!
Im armen Polen wurden ganze Stadtkerne rekonstruiert, einschließlich aller Bürgerhäuser und Schlösser. Auch in Russland wurden über ein Dutzend Schlösser wiederaufgebaut und zwar das Äußere UND das Innere.
Dort wäre man nie auf die vollkommen absurde Idee gekommen, das Innere des Winterpalastes modern zu gestalten und eine Fassade aus Glas einzubauen.


(1401) Marc
Mon, 21 January 2008 20:56:46 +0000

Ich schreibe es an dieser Stelle noch einmal:

Das Schloss soll sich nicht der Nutzung anpassen, sondern die Nutzung dem Schloss!


(1400) Skyscraper 29
Mon, 21 January 2008 11:00:52 +0000

Ganz Genau!!!!! Die sollen einfach den Kasten so wieder hinstellen, wie er zuletzt in intaktem Zustand gewesen war, warum soll das eigentlich nicht möglich sein?!?

(1399) Guntram Gehrske
Mon, 21 January 2008 10:46:13 +0000

Es droht die ultimative Verschandelung der Berliner Stadtmitte durch einen unausgegorenen Mischmasch-Klon aus trivialer zeitgenössischer Architektur und dem (viel zu) zaghaften Ansatz zu einer historischen Rekonstruktion!

Wir (das Volk) brauchen keine Architekten (auch keine Star~), keine 'Architektur'-Wettbewerbe, keine (weitere) politische Einmischung. Denn die hat bei zwei Gelegenheiten ihre Schuldigkeit diesbezüglich bereits getan und - wie zu erwarten - nicht gut.
Durch die Vorgabe dieses unsagbar dämlichen, halbherzigen Bundestagsbeschlusses sind nun der Architekten-Mischpoke weltweit Tür und Tor zur Umsetzung ihres nicht zu fassenden Murkses geöffnet.

Stoppt die Architekten und Politschranzen...

(1398) S.Hartmann
Sat, 19 January 2008 19:48:58 +0000

Die Verantwortlichen (und meiner Meinung nach auch teilweise dieser Förderverein) haben es zu verantworten das nun diese verzwickte Situation entstanden ist. Ich kann Ihnen versichern das viele moderne Architekten mit einer wirklichen Kopie eher einverstanden sind als mit diesem konzeptlosen Misch-Masch.
Zusätzlich werden von vorn herein kreative Ansätze ausgeschlossen, die z.B. lieber die Ostfassade hergestellt hätten aber dafür auf die Südfassade verzichten würden.
Ich kann nur hoffen das sich Architekten nicht davon beeindrucken lassen und auch ein paar mutige Gegenentwürfe herauskommen.

(1397) PD Dr. Malte Römer
Wed, 16 January 2008 20:40:29 +0000

Nachdem ich einige schon weiter zurückliegende Beiträge gelesen habe, muß ich feststellen, dass ich den meinigen hätte sparen können: es haben andere schon viel treffender und schärfer formuliert:
das neue Berlin steht voll von moderner Einfalt. Diese beansprucht immer noch für sich, „kühn und modern“ zu sein. Nun, das wäre sie sie vielleicht gewesen, wenn selbige Bauten zur Zeit von Wilhelm II. errichtet worden wären. Die Bauwerke der 90er Jahre vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz aber sind ein Zeichen von Feigheit und Mitläufertum der Baudezernate. Man verweist darauf, dass schließlich „Star-Architekten“ hier bauen durften, da kann man ja nichts falsch machen; Herr Chipperfield darf das neue Museum verschandeln, indem er nicht die Wunden schließt, sondern moderne Flügel anbaut und so das ganze Gebäude aus dem Gleichgewicht bringt, er darf es, weil er vermutlich ein anerkannter Prominentix der Szene ist, den man vorweisen kann.
Soll aber mal aus diesem Einheitsbrei ausgebrochen werden und qualitätvolle Bauten der Vergangenheit wieder errichtet werden: mein Gott, wie viel Gremien (von möglichst vielen „Koryphäen“, damit die Verantwortlichen aus dem Schneider sind) müssen da erst tagen und die architektonische und städtebauliche Unbedenklichkeit bescheinigen, bevor man sich vor der Architektenmaffia traut, eventuell eine einzige barocke Säule hinzustellen. Und was dann herauskommt, wird vermutlich ein halbherziger Mischmasch von genialem Original und moderner Mediokrität sein, wie die Vorredner bereits bemerkten (sehr treffend: wer käme auf den Gedanken, bei einem Nachbau von Mies van der Rohe vielleicht mal eben eine Seite des Gebäudes in wilhelminischem Barock o.ä. zu gestalten? Bei Schlüter ist alles erlaubt).
Angesichts der Wühlarbeit der Architektenlobby, das ganze Projekt noch in ihrem Sinne umzugestalten (obwohl es gar nicht ihnen, sondern nur dem Verein zu danken ist, dass es dieses Projekt überhaupt gibt!) sollte der Verein sich m.E. in seine Satzung hineinschreiben, dass er das nicht mit Spenden unterstützt. Geld gibt’s nur bei vollständigem Wiederaufbau. Auf die Bauherren, die Verantwortlichen im Staat, ist kein Verlass.


(1396) bas zweng
Wed, 16 January 2008 12:15:40 +0000

Anton, ik ben een der tegenstanders om dit gebouw te herbouwen. Het gaat nl. alleen maar om deelgeschiedenis van een deel van Duitlsand weg te gummen. Weet jij ook drommels goed. Wie is hier dan fout bezig? De voormalige DDR of het huidige democratische Duitsland?

(1395) Gezar
Mon, 14 January 2008 20:17:39 +0000

Özkem elde gul jelde mek!

Mit diesen Worten eines großen Dichters unterstütze ich ebenfalls den Wiederaufbau des Schlosses.

(1394) anton bokkers, 49 jahre, Niederlande
Mon, 14 January 2008 15:57:17 +0000

Ik hoffe dass das Schloss sehr bald und voellig wieder afgebaut wird nach historischer plan sowie moeglich ist.
Schade und criminal wie die Kommunisten das Schloss vernichted haben.

(1393) PD Dr. Roemer, Malte
Fri, 11 January 2008 16:24:54 +0000

In Ihrem Pressespiegel lese ich, daß Herr Chipperfield darüber jammert, daß er sich an Eosander und Schlüter binden muß und keine Glas-Betonnnngggg-Fassade hinstellen darf. Allen Ernstes bezeichnet er die Vorgaben des Bauherrn als "Einmischung", vermutlich in die großartigen Visionen moderner "Architekten". Seit altersher haben Architekten die Wünsche Ihrer Bauherrn umsetzen müssen, früher waren sie auch nicht so eingebildet, wie seit dem 20. Jahrhundert. Braucht man überhaupt für den Innenausbau die Architekten-Meute, die offenkundig nicht das geringste Interesse an dem Projekt hat, wenn es nicht zur eitlen Selbstverwirklichung dient? Ein gutes Statiker- und Ingenieur-Büro täte es auch.
Mit freundlichen Grüßen
Römer

(1392) Grubenfurcht
Fri, 11 January 2008 07:52:57 +0000

da huertt'n straff de zackda ü,
middn gaherdn au jackda hue.

Mit diesen Worten eines großen Dichters unterstütze ich ebenfalls den Wiederaufbau des Schlosses.


(1391) Olaf Nökleby, 62
Wed, 9 January 2008 17:23:11 +0000

Lengsel over alle lengslur,
fager er di blömingstid:
Upp or kjellarmyrke trengslur
stig du no med krona fri.

Mit diesen Worten von Olav Aukrust (norwegischer Dichter 1883 - 1929) - begrüsse ich ihren Traum, und das grosse Arbeit das Berliner Schloss wieder aufzubauen.

(1390) R. van Endert, 45
Wed, 9 January 2008 16:50:00 +0000

"Anfangen und arbeiten ist unendlich viel besser als tausend Reflexionen, ob man's kann und darf oder ob man's nicht kann und nicht darf."
(Konrad Adenauer zum Wiederaufbauder Kirchen von Köln 1948)

(1389) Maurice la Mano 42
Sun, 6 January 2008 15:44:32 +0000

Ein gutes Jahr 2008 mit viel Gesundheit und Erfolg wünscht
www.maurice-la-mano.de
Maurice la Mano Lilienthal bei Bremen

(1388) S.Hartmann
Thu, 3 January 2008 13:05:57 +0000

Ich empfehle folgenden Artikel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Stadtschloss-Museumsinsel;art772,2448948

(1387) Benni, fast 24
Wed, 2 January 2008 15:13:51 +0000

@Ernst Ludwig

Ich war neulich in der Letzten Instanz. Wirklich ein "kuscheliger" Laden in einer schönen Straße. Nur leider ist diese Straße nur ein Paar Meter lang und um zu ihr zu gelangen, muss man (vom Dom ausgehen) erst mal mehrere Brachen und und 8-spurigen Schnellstraßen durch-/überqueren. Und das alles, wo mal die Altstadt stand. Die Paar hist. Häuser und kleinen Straßen im Nicolai-Viertel sind zwar schön anzusehen, aber der Rest, diese Giebelplatten, sind mal wieder nicht grad das Wahre und die Straßenführung ist auch nicht historisch korrekt. Und wenn man das (stark verkleinerte) Viertel verlässt, steht man wieder auf oben erwähnten Straßen und Brachen.

(1386) David
Wed, 2 January 2008 01:32:47 +0000

An Ernst Ludwig
Ich muss gestehen, dass ich das Nicolaiviertel nicht besuchte. Wenn jedoch das Schloss wieder stehen sollte, wird wohl dieser Ort einer meiner ersten Stationen in Berlin sein. Und ja ich war auf der Museumsinsel, im Dom und auf dem Gendarmenmarkt und keine Frage – diese Gebäude bzw. Gebäudeensembles sind wunderschön. Jedoch wenn Sie z.B. vor dem Schauspielhaus stehen und sich umschauen, werden Sie nur moderne Wohn- und Geschäftshäuser sehen können. Berlin hat sicherlich seine schönen Fleckchen sowohl in der Stadt als auch außerhalb. Aber Berlin kann man mit anderen europäischen Hauptstädten wie z.B. Wien, Paris, London, Stockholm... keinesfalls vergleichen und ich sehen es nicht ein warum solch eine geschichtsträchtige Stadt sich nach 20 Jahren nicht aufraffen kann, ihre historische Mitte wieder einigermaßen leben- und liebenswert zu rekonstruieren. Damit möchte ich nun aber auch nicht moderne Bauten wie am Potsdamer Platz oder aber auch das beeindruckende, ausagekräftige Holocaust Mahnmal anprangern, denn eine Stadt wächst stetig und geht mit der Zeit. Es ist gut so, dass es auch Gebäude der zeitgenössischen Architektur in Berlin gibt, jedoch gibt es ausschließlich nur noch solche. Das ist aber nicht nur ein Problem Berlins sondern auch vieler anderer deutschen Städte wie z.B. meine Heimatstadt Stuttgart, die im 2. Weltkrieg zu 70% zerstört wurde und nach dem Krieg als „autogerechte Stadt der Zukunft“ wieder aufgebaut wurde und dabei ganze noch intakte Häuserzeilen abgerissen wurden um Platz für Straßen zu schaffen… Nunja wir schweifen vom Thema ab. Was ich damit sagen wollte, unsere Hauptstadt lag zwar in Schutt und Asche und kann sie diesbezüglich nicht mit Paris, das im Krieg keinerlei Bombardements erleiden musste, gleichstellen, aber andere europäische Städte haben dies auch geschafft (München, Dresden zum Teil, Brüssel, Amsterdam, Wien…)
Mein Wunsch ist, dass sich Berlin nicht alles gefallen lassen darf, was die so genannten „Stararchitekten“ an der Stadt verbrechen und dass man die einst wunderschöne Mitte Berlins nach und nach wieder aufbaut. Dies klingt vielleicht für manche Leser utopisch, aber wäre dies nicht eine würdige Aufgabe für unsere und auch spätere Generationen?
Mit freundlichen Grüßen David.


(1385) Ernst Ludwig
Tue, 1 January 2008 21:24:43 +0000

An David
Waren Sie im Nicolaiviertel? Dort ist noch zu DDR-Zeiten ein Stück Alt-Berlin wiederauferstanden mit verwinkelten Gassen und schön verzierten Barockhäusern. Haben Sie die Nicolaikirche gesehen, die älteste in Berlin? Waren Sie im Dom mit all seiner Pracht? Haben Sie die großartig wiederhergestellte Alte Nationalgalerie gesehen, die im ursprünglichen Glanz innen wie außen wieder erstrahlt? Haben Sie den Gendarmenmarkt gesehen, gewiß der schönste Platz Berlins? Waren Sie am Gasthaus "Zur letzten Instanz", wo noch ein Teil Originalmauer von 1237 steht und und und?
Man darf als Berlinbesucher nicht nur die Strecke vom Brandenburger Tor bis zum (scheußlichen) Alex abrennen und dann meinen, man habe das Zentrum gesehen. Erst in den Nebenstraße findet sich noch manches Schöne.
Nur, und da haben Sie recht, das ist alles nur noch vereinzelt, es fehlt eben das richtige architektonische historische Zentrum. Das wird mit dem Schloß wiederhergestellt.


(1384) David
Tue, 1 January 2008 14:57:37 +0000

Ich hätte noch eine Frage und zwar wird das Nationaldenkmal vor dem Eosanderportal im Zuge des Schlossneubaus auch wieder errichtet?

PS: Wen es interessieren sollte, wie Berlin einst aussah, kann ich ihnen diese Internetseite empfehlen:

http://www.ghb-online.de/de/index.php4



(1383) Marc
Mon, 31 December 2007 18:19:14 +0000

David, ich gebe ihnen in allen Punkten vollkommen Recht!

Es ist deshalb umso wichtiger, dass auch die Nichtberliner wie Sie sich zu dieser Stadt bekennen und nicht nach einem Kurzbesuch gleich sagen, dass Sie so schnell nicht wiederkommen möchten.
Unsere Hauptstadt geht uns alle was an und wenn wir etwas an der baulichen Entwicklung ändern möchten, müssen wir Projekte wie das Stadtschloss finanziell unterstützen.
Wir können nicht nur immer Jammern und Klagen und ansonsten nichts tun.
Das Stadtschloss ist ein ganz wichtiges Zeichen, das die Deutschen der Architektengilde aufzeigen. Es zeigt, dass wir verdammt noch mal keine weiteren gesichtslosen Lückenfüller in der Berliner Innenstadt brauchen.
Das Marx-Engels Forum wird in Zukunft auch eine wichtige Rolle spielen, dort könnte nämlich eine Erweiterung des Nikolaiviertels entstehen; wenn man es will.
Und deshalb ist es auch so wichtig, dass die vierte Seite des Stadtschlosses rekonstruiert wird.
Ich kann mir schon das Argument der Modernisten vorstellen, wenn sich in Zukunft das Bedürfnis nach einer Altstadt festigt:
"Eine rekonstruierte Altstadt auf dem Marx-Engels Forum passt gar nicht zur modern gestalteten Ostfassade des Stadtschlosses..."

Zum Stadtschloss möchte ich noch eine Anmerkung abgeben:

Mühsam gefundener Kompromiss hin oder her.
Das Stadtschloss war die Keimzelle Berlins, es wurde von Barbaren gesprengt, heute haben wir die Chance es wieder aufzubauen und Berlin wieder seine Mitte zurück zugeben.
Wir müssen alle vier Seiten wiederherstellen, denn das Schloss soll sich nicht der Nutzung anpassen, sondern die Nutzung dem Schloss!

Einen guten Rutsch, allen Lesern!


(1382) David
Mon, 31 December 2007 17:33:05 +0000

Berlin – Hauptstadt Deutschlands… Berlin ist den Titel „Hauptstadt“ tragen zu dürfen nicht würdig. Ich war vor kurzem für eine Woche in Berlin und werde mit großer Sicherheit nicht so schnell wiederkommen. Kurz um Berlin ist hässlich mit all den Neubauten aber auch Plattenbauten  Alexanderplatz etc. Wir alle vermissten eine romantisch, verwinkelte, prächtige und geschichtsträchtige Altstadt, doch in Berlin gibt es so was nicht… Dies fängt ja schon bei dem viel gepriesenen Prachtboulevard „Unter den Linden“ an, doch von einstiger Pracht ist hier nichts mehr zu sehen. Sicherlich gibt es noch wunderschöne alte Gebäude, doch der Großteil der Straße wird von Glas-Betonbauten der Neuzeit verschandelt. Allein der Pariser Platz ist ein Schandfleck! Schauen sie sich nur die Botschaftsgebäude an … Ich habe Sinn für moderne, zeitgenössische Architektur, aber so etwas darf in einer ALTstadt nicht überwiegen, wobei wir nun wieder bei dem Punkt fehlende Altstadt wären. Ich besuchte ebenfalls vor kurzem eine Ausstellung mit dem Thema „Historisches Berlin“ und war von der einstigen Pracht beeindruckt. Berlin, vor dem Krieg eine der schönsten Städte der Welt, hat jedoch nichts mehr von diesem Charme einer europäischen Großstadt. Es werden mehr und mehr internationale Stararchitekten beauftragt ihre klotzartigen, unpersönlichen Schandbauten in die City zu setzen um so aus Berlin eine Weltstadt mit Hochhäusern und Plattenbaus zu schaffen. Wollen wir wirklich solch eine Stadtmitte, in der es weder Barock, Klassizistische etc. Gebäude gibt?

Verdammt noch mal schaffen wir Deutschen es denn nicht nach 20 Jahren dieses Problem endlich beim Schopf zu packen, um noch das zu retten, was noch übrig geblieben ist?! Obwohl im Krieg zahlreiche Gebäude von historischem Wert zerstört wurden, ist es anscheinend nicht möglich aus Berlin eine Stadt mit Charakter zu gestalten. Und kommen jetzt bitte nicht die Kritiker mit ihren DDR-Kulturgut-Geschichten oder den Finanzfragen… Lassen wir unseren Blick nur einmal auf unser Nachbarland Polen schweifen, das sofort nach dem 2. Weltkrieg ihre bis auf die Grundmauern zerstörte Hauptstadt Warschau wieder nach den historischen Plänen aufbauten.

Ich bin dafür, dass man wenigstens einen Teil der Altstadt nach und nach wiederaufbaut und ich denke mit dem Bau des Schlosses mit all seinen 4 historischen Fassaden und der wahren Kuppel wäre ein Anfang gemacht.


(1381) Maurice la Manom 38 lilienthal
Sun, 30 December 2007 04:51:23 +0000

Ein schönes und gesundes Efolgreiches Jahr 2008 wünscht
www.maurice-la-mano.de
Maurice La mano lilienthal bei Bremen
Niedersachen

(1380) Rolf
Wed, 26 December 2007 16:41:16 +0000

Hallo Herr Boddien!
Was halten Sie eigentlich von einer modernen Kuppel? Ich glaube, dass eine moderne Glaskuppel (im Gegensatz zum Reichstag) nicht zum Schloss passen würde und auch dem darunter liegenden Eosanderportal seine Wirkung nehmen würde! Ganz zu schweigen davon, dass man damit auch die Kapelle nicht rekonstruieren könnte. Oder ist das ohnehin nicht vorgesehen?

Welche der Innenräume sind eigentlich überhaupt zum langfristigen Wiederaufbau vorgesehen? Werden im Ausschreibungsverfahren die Architekten zumindestens dazu verpflichtet, die Räume in ihren Proportionen wieder herzustellen??

Ehrlich gesagt mache ich mir Sorgen, wenn ich daran denke, dass z.B. Herr Chipperfield in der Jury sitzt. Sein Interview hat ja gezeigt, das der Mann alles andere als ein Stadtschloss-Fan ist. Wenn man an die Treppenhalle des Neuen Museums denkt, deren Wände Chipperfield nicht einmal verputzen lassen will, dann muss man in Bezug auf das Schloss fürchten: Außen hui, innen pfui.



(1379) Veenenberg Robert
Sun, 23 December 2007 20:19:25 +0000

Modernisten & Kistenbauer: Hände ab vom Schloss!!!!!

Ich habe die Schnauze voll von Herrn (arroganz) Chippie, der selber am liebsten in einer historischen Villa der Gründerzeit wohnt, aber einfach nicht versteht dass auch die Deutschen endlich wieder ihren zerbombten und gesprengten Wunderbauten zurückhaben wollen.

Die Frauenkirche ist wenigstens gerettet worden, und zwar von Deutsche Architekten. Gerade diese Architekten sollen auch Berlin wieder das Herzstück zurückgeben. Nun ist da noch ein riesiges Loch wo einst die dichtbebauten Innenstadt Berlins war.

Nun aber müssen wir uns zur Wehr stellen gegen die "linken" oder "progressiven" Schutzherren/ Damen Politiker von Chippie. Ohne seine Schutzherren/Damen hat er in Berlin nichts mehr zu suchen.

Das Schloss soll OHNE KOMPROMISS (mit Kuppel) in Berlin wiedererstehen!!!!

(1378) Ernst Ludwig
Sun, 23 December 2007 16:04:17 +0000

Der Förderverein hat bislang über 15 Mio Spenden, und es werden mit Sicherheit noch viel mehr. Könnte er nicht sagen: Keinen Cent für modernistischen Mischmasch mit Eierkuppel und dergl. sondern nur für originalgetreue Rekonstruktionen des Schloßäußeren?
Wofür haben die Leute - auch ich - denn gespendet? Doch nicht dafür, daß Copperfield nun ein Tee-Ei auf den Haupflügel setzt.

(1377) Herrmann, K.
Sun, 23 December 2007 15:51:48 +0000

@Wendel

Sollte wieder eine Glas&Stahl-Kiste enstehen, dann schlägt's aber 13.
Die Berliner werden sich diesen Mist nicht läger gefallen lassen.
Wir haben doch nicht für den Abriss des Palstes der Republik gekämpft, um ihn dann wieder aufzubauen!

Erst muss Chipperfield verschwinden und durch jemanden ersetzt werden, der Sachverstand hat.

Wenn dann die Entwürfe feststehen, ist die Zeit gekommen für Demonstrationen!





(1376) Wendel, 30
Sun, 23 December 2007 09:24:55 +0000

Zu den Zeilen des Vorschreibers.
Es ist ein echter Witz, daß Berlin sich laufend von britischen "Stararchitekten" verschandeln lässt. Reichen Eierkuppel von Norman Foster und Redestruktion des Neuen Museums durch Chipperfield denn noch nicht?! NEIN, der Chipperfield wird auch in der Jury für das Schloss eingesetzt. Ich glaube kaum, daß man in Großbitannien einen deutschen Architekten für derartige Projekte einsetzen würde. Aber Deutschland muß ja mal wieder seinen guten Willen und die gelungene Integration in Europa beweisen. Deshalb soll die Jury auch möglichst international besetzt werden. Tut mir Leid, aber manche Angelegenheiten sollten doch besser in deutscher Hand bleiben. Auf die Entwürfe des Schlosses bin ich echt gespannt. Obwohl ich mir genau vorstellen kann was da eingereicht werden wird. Man muß sich in Berlin nur einmal umsehen. Glas, Stahl & Beton.

(1375) Reinhardt
Sat, 22 December 2007 13:59:35 +0000

Warum ist David Chipperfield Jurymitglied?
Ein Rekonstruktionsgegner, der sogar öffentlich die Vorgaben für den Wiederaufbau kritisiert und damit zeigt, dass er sich einen Dreck um die Berliner Geschichte schert!!

Ich rechne es ihm an, wenn eine moderne Schlosskuppel zu Stande kommt!


(1374) S.-P., Ingrid
Thu, 20 December 2007 11:40:57 +0000

Ich habe am 2. Dezember einen "Baustein" für 250€ erworben, bin sehr glücklich darüber und mache in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kräftig Reklame, ähnliches zu tun. Ich habe auch sofort eine elektronische Bestätigung bekommen ("Saferpay"), aber das Geld ist immer noch nicht von meinem Konto abgebucht. Woran liegt das???

Übrigens ein Tipp: die (Vor-)weihnachtszeit ist ideal zum Spenden und Kaufen (z.B. von Bausteinen o.ä.) und auch und gerade zum Verschenken solcher "Spenden" an die Lieben. Hier ein Beispiel für meinen "Bettelbrief", den ich - individuell angepasst - schon an Dutzende liebe, mir vertraute Mitmenschen gemailt habe:

Bitte gestattet mir, noch eine sehr persönliche Bitte bzw. Empfehlung auszusprechen:
Falls Ihr noch ein kleines – oder größeres! – zusätzliches Weihnachtsgeschenk sucht, für Euch selbst, aber auch für Eure Mitmenschen, nachfolgende Generationen, für Berlin und seine Stadtreparatur, für Deutschland als Kulturnation und das „Erbe der Menschheit“, (Stichwort: die außereuropäischen Sammlungen, die zu den bedeutendsten weltweit zählen und jetzt in den Dahlemer Museen im tiefen Dornröschenschlaf liegen, wandern ins wieder zu errichtende Berliner Stadtschloss und vervollständigen damit die Museumsinsel, was eine weltweit einzigartige Museumslandschaft ergeben wird!), dann würde ich sehr gerne und voller Überzeugung den Besuch der Website www.berliner-schloss.de empfehlen, und dort herzlich um eine wohlwollende Lektüre des Links „Spenden, Bausteinkauf etc.“ bitten. Insgesamt finde ich diese Website ganz außergewöhnlich gut gemacht, übersichtlich und informativ. Und das ganze Projekt verdient die gleiche Unterstützung wie damals die so wunderbar wiederaufgebaute Dresdener Frauenkirche. Darum bitte einfach mal durchklicken, schauen, staunen, sich festgucken und –lesen. Und dann hoffentlich letztendlich einen kleinen, genau zu lokalisierenden Baustein „erwerben“ (ab 50€, mit Registrierung und Spendenbescheinigung!!!). Das Gefühl tiefer Befriedigung „danach“ ist grandios, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen...

Falls Ihr auch eine gewisse Begeisterung für dieses Projekt entwickeln solltet, zögert bitte nicht, diese anderen mitzuteilen. Falls Ihr aber das alles für völlig abwegig haltet - was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann! -, dann vergesst das ganze komplett und seid mir nicht böse.

Nun viele liebe Grüße und die herzlichsten Wünsche für eine schöne entspannte Vorweihnachtszeit, ein glückliches Fest und einen guten Rutsch in ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr.


(1373) Knut
Tue, 18 December 2007 13:36:05 +0000

Der Satz des Vorschreibers wurde nicht vollständig angezeigt:

Wenn das Schloss fertig ist, dann ist Berlin am Ende eine Stadt, dessen historische Mitte sich endlich nicht mehr gegenüber anderen Hauptstädten zu verstecken braucht.

(1372) M Frank, 34
Sun, 16 December 2007 22:40:51 +0000

Wenn das Schloss fertig ist, dann ist Berlin am Ende...

(1371) Maurice la Mano
Tue, 11 December 2007 17:37:22 +0000

www.maurice-la-mano-de
Ich finde das was Sie tun wunderbar und schön,genauso ist ihre Hompage
sehr intressant und sind anliegen die mich sehr intressiren.Finde ich unglaublich toll .Maurice la mano aus Lilienthal bei Bremen

(1370) van Endert, Roman, 45
Fri, 7 December 2007 16:17:04 +0000

Würde irgend jemand auf den Gedanken kommen, bei der Rekonstruktion des Barcelona-Pavillons von Mies van der Rohe oder bei der posthumen Realisierung des Essener Theaters von Aalto zeitgenössische Architekturtendenzen zu berücksichtigen und einzubauen? Das wäre niemandem zu vermitteln! So weit ich sehe, gilt das auch für ein Humboldt-Forum mit Schloßfassade, allerdings nur im Ausland. Zumindest die deutschen Entscheider finden sowas im Fall des Schlosses völlig normal, ja wünschenswert. Wahrscheinlich aus ideologischen Gründen und weil die kulturelle Kompetenz dann doch nicht reicht und man sich lieber auf politische Argumente zurückzieht.
Es ist ein typisch deutsches Trauerspiel, dargeboten von Feiglingen ohne Kulturverstand.
Wenn Sie vom Förderverein nicht alles zusammentrommeln, was irgendwie laufen kann, um die Blamage zu verhindern, wer sollte es dann tun?

(1369) webmaster
Fri, 7 December 2007 15:10:13 +0000

Die letzten Beiträge von S. Hartmann. Ernst Ludwig und Guntram Gehrske wurden in das Forum umkopiert

(1368) Guntram Gehrske
Wed, 5 December 2007 08:39:17 +0000

Aha... jetzt hat sich auch Milbenbart Thierse (vgl. Tagesspiegel v. 02.12. d. J.) zu Wort gemeldet und spricht von der lächerlichen, "hochmodernen" Reichstag-Eierkuppel als "genialem Coup", der sich im Falle des Humboldtschlosses wiederholen könne, weil er ja so genial sei und so spannend in der Verbindung von Alt und Neu.

Äh hallo?!? Fühlt sich eigentlich jeder unserer minderbemittelten Polit-Spackos und zeitgenössischen Kurpfuscher-Promiarchitekten beflissen, seinen inkompetenten Senf zu Themen abzugeben, von denen er/sie keine Ahnung hat?
Man stelle sich einmal vor, die Dresdener Frauenkirche hätte eine postmoderne Kuppel und eine in einem westlich postmodernen Stil mit sozialistischem Städtebauzitat gestaltete Ostseite bekommen!

Ein solches Rekonstruktions-Debakel, für das mit Sicherheit keine privaten Spendengelder geflossen wären und für dessen Beseitigung man sich aus lauter Verzweiflung die Bomben der Februartage von 1945 zurückgewünscht hätte, droht nun im Falle des zu errichtenden Humboldtforums, weil die damit Beauftragten keine Achtung vor bzw. keine Ahnung von einem kunstgeschichtlichen Kulturbau ersten Ranges haben, der in seiner hundertprozentigen Rekonstruktion den Vergleich bspw. mit dem Pariser Louvre nicht zu scheuen bräuchte. Armes offizielles Deutschland - Land der Deppen und Vollidioten!



(1367) Müller,D.,44
Mon, 3 December 2007 09:14:56 +0000

Niemand will die Arbeit des Schlossvereins diskreditieren, aber was ist, wenn da tatsächlich so ein Gebilde mit den 3 Schlüterfassaden, ausschliesslich modernen Innenräumen und einer modernistischen Ostfassade rauskommt? Leider sieht es ja im Moment so aus !
Ich fände das an Ihrer Stelle einen sehr faulen "Kompromiss" und hätte dabei furchtbare Bauchschmerzen ! Wozu denn schon wieder Millionen für einen Architektenwettbewerb? Klar, die zu einflussreiche Architektenlobby will Geld verdienen und sich "profilieren" !
Wann werden in diesem Lande endlich mal die grossen künstlerischen Leistungen unserer Vorfahren entsprechend gewürdigt und sei es "nur" durch einen originalgetreuen Wiederaufbau alter Bauwerke?
Andere Länder schütteln nur noch den Kopf über dieses anscheinend typisch deutsche Tun...

(1366) Raphael Rudolf Frei 37
Fri, 30 November 2007 21:36:49 +0000

Hallo und guten Tag allerseits
Auch ich plädiere seit 1994 in konsequentester Form, das Berliner Hohenzollernschloss, zunächst SAEMTLICHE Fassaden originalgetreu wiederherzustellen; also auch den "grünen Hut", oder

(1365) Joachim Rothhaar
Fri, 30 November 2007 09:11:47 +0000

Die ganze Sache krankt bereits am politischen Willen, so manifestiert im Beschluss des Bundestages von 2002, der der "Empfehlung" der "Experten"-Kommission folgte.

Wie kann man eigentlich so hirnverbrannt sein, nur eine teilweise historische Rekonstruktion zu beschließen, eben die Wiedererrichtung dreier historischer Fassaden?

Aber das ist seit der Wiedervereinigung symptomatisch für bundesdeutsche Politik, durch die sich Halbherzigkeit wie ein roter Faden zieht.

(1364) bogaerts theo 68 jahre
Thu, 29 November 2007 22:49:50 +0000

I am from Holland , have visited Berlin several times and was so happy to find the paper in my hotelroom that told the story of the rebuilding op Berlin Schloss. After reading some of the articles I worry about the discussion on the rebuilding of the dome . I pray it is not going to be like the dome on the Reichstag. The only way to do this is to be as accurate as possible and stick to the old plans. Make it truly a historically rebirth of a very famous Berlin landmark like they did in Dresden with the Frauenkirche.
Then I would donate gladly and try to get other people interested in this wonderful project.
Just saw the little movie by Laurent Vivien. For the most part a boring experience with lousy music. Not a good advertisement for this important project. How interesting is it to see a number of young man put up scaffolding? Theo Bogaerts

(1363) Rudolph Paschke, 62
Thu, 29 November 2007 11:41:36 +0000

Abwarten - mit den drei vom Bundestag abgenommenen, minutiös zu rekonstruierenden Fassaden wird es beginnen, Stüler-Kuppel, Ostseite und historische Innenräumlichkeiten werden wir auch noch in Originalansicht hinbekommen!
Und das entgegen eines vorherrschenden Diktats einer überaus mittelmäßigen Moderne, die uns Schlossfreunden von den noch viel mittelmäßigeren Entscheidungsträgern in Politik, Kultur und Wirtschaft selbst an einem so wichtigen und heiklen Ort wie dem Berliner Schlossplatz aufgezwungen werden soll.
Da sich die oftmals völlig belanglose und komplett austauschbare Moderne schon an allen anderen Orten in Berlin und der ganzen Republik austobt, sollte sie dies nicht auch noch an einem historischen Ort wie dem Schlossplatz tun und damit das Weltkulturerbe "Museumsinsel" in Gefahr bringen. Die Überzeugungsarbeit muss also weitergehen!

Ich bin frohen Mutes, dass der Förderverein bis 2013 mit dem Humboldt-Forum in der Gestalt des wiedererrichteten, historischen Hohenzollernschlosses seinem Namen und Untertitel alle Ehre machen wird und dazu wünsche ich ihm viel Glück. Alle Verhunzungsattacken modernistischer Spießer und Kleinkrämerseelen aus welcher gesellschaftlichen Ecke auch immer, werden dann vergessen sein.

(1362) Gundrun Mayr.
Thu, 29 November 2007 07:24:05 +0000

Mir schaudert bei der Vorstellung, auf dem Berliner Schlossplatz könnte ähnlich grässliches, architektonisches Mittelmaß umgesetzt werden wie am Potsdamer und Pariser Platz!

(1361) Ernst Ludwig
Wed, 28 November 2007 20:24:16 +0000

Um auch das auf den Punkt zu bringen: Ohne den Förderverein gäbe es jetzt überhaupt nichts zu diskutieren. Wir hätten vielleicht einen Riesen-Parkplatz oder einen notdürftig sanierten Asbestpalast. Daß wir also überhaupt über das Schloß reden und über die Frage, wieviel vom Schloß wiederhergestellt werden kann, haben wir allein dem Verein zu verdanken.
Als der Förderverein gleich nach der Wiedervereinigung anfing, hielten die meisten das für eine völlig abwegige und nie zu verwirklichende Idee.
Ich bin voller Vertrauen, daß nicht nur die Fassaden, nicht nur die historische Kuppel sondern auch die wichtigsten Schloßräume samt Treppenhäusern wiederhergestellt werden. Warten wir doch den Wettbewerb ab.


(1360) S.Hartmann
Wed, 28 November 2007 19:13:04 +0000

Endlich hat es mal wieder jemand auf den Punkt gebracht.

Der Begriff "Stadtschloss" ist fehl am Platz für das neue Gebäude.

Auch der Name und Untertitel dieses Fördervereins ist falsch und in die Irre führend, richtiger wäre: "Förderverein für den Wiederaufbau der berliner Schlossfassaden"

(1359) Berlinfreund
Wed, 28 November 2007 17:16:05 +0000

Ist der Ausschreibungstext irgendwo einzusehen, oder es das alles geheim?

(1358) Röck, Gerald, 32
Wed, 28 November 2007 16:40:58 +0000

Ich habe durch die Medien erfahren, dass sich der Abriss vom Palast der Republik bis 2009 verschiebt. Gerät dadurch der Baubeginn für das Stadtschloss 2010 in Gefahr?

(1357) Friedrich Versin, 59
Wed, 28 November 2007 14:14:16 +0000

Und es kommt, wie es kommen muss - die Errichtung eines Humboldtforums mit drei mühsam rekonstruierten, historischen Fassaden, einer Ostfassade à la sozialistischer Städtebau mit Volkskammersaalzitat und alles gekrönt von einer Alles final verhunzenden Kuppel moderner Formensprache, entworfen von nationalen oder internationalen Architekturkoryphäen, denen die Aussicht einer hundertprozentigen Wiederherstellung des historischen Originals die Angstfurunkel ans Gesäß (und vermutlich ins Hirn) treibt. Danke bundesdeutsche, kulturpolitische Super-Mittelmäßigkeit für diesen abschreckenden Mischmasch-Klon, für den sich der Name "Stadtschloss" von selbst verbietet. Ein Anlass zum Feiern ist das vorgestrige Geseiere von Herrn Tiefensee aber nun wirklich nicht.

(1356) so sind sie die römer...^^
Tue, 27 November 2007 23:48:28 +0000

das haus der diktatoren wieder aufbauen und gleich mal ordentlich zensieren wie es sich in einer dikatur gehört...lol

(1355) Treckendorff
Tue, 27 November 2007 22:56:10 +0000

Solche Leute sind Sie, Sie zensieren Ihr Gästebuch und löschen Beiträge! Also spare ich mir mal noch einen Kommentar und verspreche Ihnen, Sie in Zukunft nicht mehr zu behelligen.
Vegessen Sie nur nicht, auch diese Zeilen kommentarlos zu eliminieren!

(1354) Ernst Ludwig
Tue, 27 November 2007 22:46:02 +0000

Vor lauter Feiern aber das Spenden nicht vergessen! Freudig las ich im Videotext von einer Einzelspende über 20 Mio., doch es war für das Potsdamer Stadtschloß.
Wo bleiben die Großspender für die Hauptstadt?

(1353) Halmackenreuter
Mon, 26 November 2007 18:38:02 +0000

GRATULATIOOOOOOONNN!!!!
Wir haben es endlich geschafft!
Ich habe soeben in den Nachrichten gehört, daß heute der Startschuß für den Wiederaufbau des Schlosses gegeben wurde. Phantastisch.
Ich werde gleich eine Sektflasche öffnen.

(1352) Fritz Möller
Thu, 22 November 2007 12:05:57 +0000

Und bemühen Sie für die geplante Schlosskuppel bitte keine Stararchitekten wie Herrn Foster, sonst bekommt das Humboldt-Forum auch so'n "Reichstagsei" verpasst...

(1351) Berlinfreund
Tue, 20 November 2007 18:45:09 +0000

Das mit dem Basteln ist eine tolle Idee. Wie wäre es, wenn es ein kleines Schloßmodell gäbe oder gute Reproduktionen der großartigen virtuellen Schloßbilder. Die sind sicher leichter und schneller herzustellen. Die könnte man für gutes Geld mit entsprechendem Spendenbeitrag verkaufen. Also bitte mal über diese Anregung nachdenken.

(1350) Schloßfan
Tue, 20 November 2007 14:40:04 +0000

Habe soeben für meinen Sohn als Geschenk - er ist riesiger Schloß-Fan und hat es sich seit langem gewünscht zu seinem 17. Geburtstag einen Schloßstein gekauft.
Ich vermisse hier die Möglichkeit der Dokumentation.
Schade, jetzt muß ich wohl selber was basteln. Ich kann ihm ja schlecht die Spendenquittung schenken.
Das vielleicht als Anregung!!!

(1349) Mannhart 49
Thu, 15 November 2007 10:58:18 +0000

Ich wünsche 'Spree-Athen' sehr viel mehr Mut, Ausdauer und Beharrlichkeit bei der Wiederherstellung seines einmaligen städtebaulichen Ensembles "Altes Museum - Dom - Stadtschloss - Zeughaus - Unter den Linden"

(1348) Webmaster
Wed, 14 November 2007 15:30:13 +0000

Dieses ist das "Gästebuch" des Fördervereins, gedacht für, Statements, auf die eigentlich keine Antwort erwartet wird.

In letzter Zeit mehren sich hier jedoch auch Diskussiosbeiträge.
Darüber freuen wir uns, denn sie sind das Salz in der Suppe unseres Dialogs mit Schlossfreunden und -gegnern.

Sie gehören aber nicht hierher, sondern in die Rubrik "Meinungsaustausch."

Diese ist so angelegt, dass aus Ihrem Beitrag eine ganze Diskussionskette angelegt werden kann, auch über längere Zeiträume. So konzentrieren sich die Diskussionbeiträge immer wieder auf den eigenlichen Ausgangspunkt des einzelnen Themas, sind leicht in der Konsequenz nachzuvollziehen und immer wieder neu aufzunehmen.

Hier im Gästebuch müssen Sie hingegen blättern und blättern und können doch nicht direkt für alle sichtbar auf den Diskussionsbeitrag eines Vorgängers eingehen.

Bitte beleben Sie also wieder den "Meinungsaustausch", in dem dies alles sich viel spannender nachverfolgen lässt!

(1347) Erich-Delattre, Markus 40
Tue, 13 November 2007 16:34:47 +0000

Aus meiner Sicht leidet die Stadtplanungsdebatte bis heute an der extrem ideologisch geführten Diskussion durch einige Akteure. Mein Vorwurf an diese Aktuere lautet, dass sie die Bedürfnisse der Nutzer - kleinteiligeres Straßen- und Bebauungsmuster auch in der Stadtmitte - schlicht ignorieren. Meiner Auffassung nach sollte das langfristiges Ziel der Stadtentwicklung eine Wiederherstellung lebenswerter Stadtzentren durch einen wechselseitigen Bezug zwischen historischer und moderner Stadt sein. Die Rekonstruktion eines Schlüsselbauwerkes kann ein wichtiger Baustein für die wieder Inwertsetzung eines durch Diktatur und Krieg zerstörten historischen Stadtraumes sein. Ich erlaube mir noch kurz auf das Zitat von W. Pehnt (Architekturkritiker) mit einem Zitat von Hans Stimmann (ehem. Berliner Senatsbaudirektor) zu antworten: "(...) Eigentlich müsste zu den Selbstverständlichkeiten einer Debatte unter Fachleuten die Erkenntnis gehören, dass die Verachtung, ja der Hass auf alles Vormoderne zu den geistigen Grundlagen der Nachkriegs-Architekten und ihrer öffentlichen Auftraggeber gehörte - mindestens bis zur Wende im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 (...)".