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Wilhelm von Boddien


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(2721)
(1421) J. Herrmann
Mon, 10 March 2008 21:26:27 +0000

Ich lehne einen Wiederaufbau des Schlosses in Berlins Mitte ab. Ich halte eine Rekonstruktion eines im Grunde genommenen hässlichen Bau für pure Geldverschwendung.
Nutzt den Platz in Städtebaulicher Vernunft, anstatt in der Vergangenheit zu schwelgen. Berlin verfügt über genügend Schlösser zum Vorzeigen.

Sicherlich hat Rekonstruktion einer historischen Stätte einen gewissen Reiz. Dann allerdings sollten Mittel dafür ausschließlich aus privater Hand kommen.

(1420) Martin Anschütz, 36
Wed, 27 February 2008 14:16:40 +0000

Sehr geehrter Verein,
nach dem Interview mit Herrn Prof. Dr. Parzinger in der ZEIT Nr.9 habe ich einen Leserbrief nach Hamburg geschickt, den ich auch Ihnen hier zur Kenntnis bringen möchte:

Herr Parzinger erlaubt sich tatsächlich auch als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Dinge vor allem mit den Augen des Archäologen zu betrachten. Zudem setzt er ganz zeitgeistig auf die Kraft ebenso zeitgeistiger Konzepte.
Das Berliner Schloß ist doch zunächst ein baukünstlerisches Erbe! Es geht um die Frage, ob und wie die Entwürfe Schlüters, Eosanders und Stülers, die virtuell-geometrisch verfügbar und bautechnisch nicht schlechter zu bewältigen sind als zu ihren Zeiten, rekonstruiert werden können und sollten.
Rekonstruktionen haben es vor allem in Deutschland mit einer ausgeprägten, historisch determinierten "Wahrheitsliebe" immer schwer gehabt, trotzdem würde niemand die Rekonstruktionen der Westtürme des Kölner Doms zurücknehmen wollen. Hier ist die Rekonstruktion selbst Geschichte. Hier wird auch jeden Tag weiter rekonstruiert. Was wäre die "ehrliche" Alternative?
Mir ist der Schlüter so teuer wie der Schinkel. Bei Schinkels Bauakademie neben dem Schloß werden sie es wohl auch ausnahmsweise in Berlin richtig machen. Das Schloß aber steht in jeder Hinsicht im Mittelpunkt und die bisherige Diskussion wird dieser Tatsache überhaupt nicht gerecht. Müssen wir uns dann schon wieder schämen?


(1419) Wendel, 31
Thu, 21 February 2008 20:19:45 +0000

Mal eine Frage an den Sitebetreiber:
Es geht um die Jury, welche den Gewinner des Architekturwettbewerbes aussuchen soll. Ein Mitglied ist bekanntlich der Architekt David Chipperfield. Ein klarer Gegner des Wiederaufbaus. Nun habe ich erfahren, daß auch Hermann Parzinger, der neue Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in der Jury sitzen wird. Herr Parzinger ist auch nicht gerade ein Freund des neuen Schlosses. In einem Zeitungsinterview sagte er, "Der Bau bleibt als neu erkennbar. Wir haben die Ausschreibung für die Architekten ergänzt, es wird einen gewissen Gestaltungsspielraum geben." Gibt es eigentlich auch jemanden in dieser Jury, der sich FÜR den Wiederaufbau und eine möglichst originalgetreue Fassadengestaltung stark macht?

(1418) Müller,D.
Wed, 20 February 2008 08:49:36 +0000

Ich gebe meinem Vorredner insofern recht, als ein Mischmasch aus Schlüterbarock und Moderne abzulehnen ist. Ich bin ein Vertreter der Totalrekonstruktion (auch der vorschlüterschen Ostteile und der Stülerschen Kuppel und perspektivisch auch der wichtigsten Innenräume und Treppenhäuser).
Was heisst aber nun moderne, zukunftsweisende Metropole? Etwa solche "Architektur" wie am Potsdamer Platz??? Berlin ist ja da leider ein besonders unrühmliches Beispiel,wie sehr die Moderne dabei versagt, etwas wirklich Ästhetisches und Menschengerechtes zu schaffen.
Die historische Mitte, die Identität stiftet (wo ein moderner Klotz versagen würde - kalt und unpersönlich), soll nun wieder geschaffen werden und diese Mitte kann nur das historische Schloß sein !

(1417) Wendel
Thu, 14 February 2008 11:56:34 +0000

Hallo. Ich weiß, das hier ist NICHT das Forum. Aber nur hier kann man auf einen Beitrag direkt antworten. Tschuldigung! @ Herrn Hartmann. Es ist richtig, daß die meissten Bürger gar nichts über das künftige Humboldt-Forum wissen. So ist es doch immer. Erst meckern, dann informieren. Oft bleibt die Information aber leider ganz aus. Deshalb sind viele dagegen, weil sie meinen, daß ihre wertvollen Steuermillionen sinnlos verschleudert würden. Wenn man die Bürger aber mal sachlich aufklärt, verfliegt oft der Zorn und ihre Meinung dreht sich zu Gunsten des Wiederaufbaus. Das habe ich in meinem Umfeld schon mehrfach erlebt. Der einzige Punkt, der einen negativen Beigeschmack behält, ist die Ostfassade.

(1416) S.Hartmann
Wed, 13 February 2008 21:20:34 +0000

Kann man irgendwo die genauen Fragestellungen dieser Umfragen nachlesen? Meist beeinflußt die Art und Weise derselben das Ergebnis gewaltig.

Und gibt es Umfragen zum Wissensstand der Berliner/innen über dieses Vorhaben?

Nach meiner Erfahrung weiß der "Normalbürger" kaum etwas über die geplante Nutzung oder das eigentlich gar kein Schloss aufgebaut werden soll.
Um ein relativ representatives Bild zu erhalten sollte man solche verschiedenen Umfragen miteinander kombinieren. Denn was wenn die Leute "FÜR" etwas sind, wovon sie eigentlich keine Ahnung haben?

(1415) Caro, 19
Wed, 13 February 2008 17:10:00 +0000

Hey, ich mache bald mein abitur und hab das thema stadtschloss in der 5.PK. da hier so viele meinungen kund getan wurden, wollt ich mal anfragen, ob das ok ist, wenn ich einige von ihnen zitiere.
ist ja auch alles anonym, nur damit man beide seiten kennen lernt.
weiß jmd was die allgmeneinheit der berliner bevölkerung dazu meint? gibt es schon repräsentative umfragen zu dem thema?
lg

(1414) Konrad Leske, 48
Tue, 12 February 2008 14:01:20 +0000

Welch dämliches Geseier von Herrn Bernau in der Berliner Zeitung v. 26.01.2008 [vgl. hiesigen Pressespiegel]...

Die Spendenzurückhaltung vieler Anhänger einer Schlossrekonstruktion beruht wohl eher auf der Befürchtung, dass ein Architektenwettbewerb mit oder ohne Büros bzw. "Star"-Architekten von Weltrang Unsägliches zum Siegerentwurf küren wird und damit einer eigentlich durch zwei Bundestagsbeschlüsse abgesicherten, zumindest teilweisen, historischen Rekonstruktion Hohn sprechen wird.

Die Idee, einen wiedererrichteten Bau von historisch bewährter Ästhetik mit einem modernen Nutzungskonzept, der Unterbringung der außereuropäischen Sammlungen, zu verbinden, ist von Weltrang und würde funktionieren, wenn dem nicht noch in allerletzter Sekunde die nationale wie internationale Architektenmischpoke einen Strich durch die Rechnung machen würde.

Dass diese missmutig an den Wettbewerb herangeht, da ihr unverschämterweise historische Vorgaben bzgl. einiger Fassaden gemacht werden, kann niemanden wirklich verwundern. Am Ende (nach erteiltem Zuschlag) bauen sie doch wie sie wollen, die "Star"-Architekten und versauen historische Stadtlandschaften.

Aber so kennt man sie, oder nicht ?!?

(1413) Lux,André, 40
Sat, 9 February 2008 22:23:37 +0000

Die Räume des Schlosses waren prunkvoll eingerichtet. Wird es wieder Räume im Schloss geben, die so aussehen werden, wie im Original, oder wird alles modern werden ?

Gruss aus Berlin Treptow

(1412) Südberlin
Thu, 7 February 2008 08:27:07 +0000

Alle, die sich hier in Drohgebährden stark machen (wenn das Schloss nicht so wird wie ich es will, gebe ich keinen Cent) sollten überlegen, ob es überhaupt soweit gekommen wäre, wenn die anderen Spender die gleiche, nötigende Denke gehabt hätten.

Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus:

Je mehr Leute gut spenden, umso überzeugender können diese Wünsche auch durchgesetzt werden. Organisieren Sie doch selbst diesen Einsatz dafür. Stärke kommt von stark sein und nicht von schwach reden.

Wenn Sie doch so stark für die Ostfassade sind, warum überzeugen Sie die Politik nicht durch größtmögliche Spenden, speziell für die Ostfassade? Hasso Plattner hat es doch in Potsdam vorgemacht! Und auf einmal bekommt er, was er will!

Sagen Sie jetzt nicht, der sei doch Milliardär und Sie ja nicht. Dafür haben Sie doch die Kraft und Phantasie, viele Menschen zu mobilisieren? Ich bin sicher, dass Herr von Boddien sich freuen würde, wenn sein Spendensammelteam entsprechend verstärkt würde.

Dier Schlossgegner versuchen doch nun durch Schlechtreden der Spendensammlung es über deren vorhergesagten Misserfolg doch noch zu verhindern.

(1411) Ernst Ludwig
Wed, 6 February 2008 16:10:28 +0000

Der Verein sollte deutlich machen, daß er seine Millionen nicht für eine modernistische Verunstaltung hergibt. Ich glaube, da hat er die bisherigen und künftigen Spender voll auf seiner Seite. Siehe Beispiel Potsdamer Garnisonskirche.

(1410) Hensel, Sharan 33 J.
Wed, 6 February 2008 06:34:29 +0000

Auch ich werde mich mit meiner Spendenwilligkeit zunächst noch abwartend verhalten.
Ich möchte den Ausgang des Architektenwettbewerbs abwarten.
Eine modern gestaltete Ostfassade ist ein Übel das es wohl hinzunehmen gilt!?
Aber das Humboldt-Forum in der Gestalt des Stadtschlosses mit einer modern anmutenden Kuppel à la Reichstag?
Nein danke!
Ich bleibe gespannt und werde das Ganze weiterhin sehr genau verfolgen.
Für Ihren Verein das Beste!...
MfG.

(1409) Stefan S.
Wed, 6 February 2008 00:36:38 +0000

Also ich gehe mal davon aus dass viele Personen am liebsten ihre Spende wiederhaben möchten, wenn sie das Ergebnis des Architektenwettbewerbes sehen.

(1408) Wendel
Tue, 5 February 2008 23:42:49 +0000

@Herrn Frank & Herrn Rennert. Sie müssen ja keinen Cent für die Fassaden spenden. Ein Euro geht auch ;-) Aber kommen Sie später bitte nicht auf die Idee, das Humboldt-Forum zu betreten. Denn schließlich muss das Volk ja dafür hungern! Regen Sie sich doch lieber künstlich über das Neue Museum auf. Denn hier wurden 233 Mio. Euro für eine brandneue Ruine verpulvert. Und der verantwortliche Architekt sitzt auch noch in der Jury für den Wettbewerb der Schlossgestaltung. Doch das stört scheinbar niemanden.

(1407) Ingo Rennert, 48
Tue, 5 February 2008 17:57:06 +0000

In Hannover werden jetzt auch wieder Fassaden hochgezogen:
Herrnhausen. Das ist eine deutsche Spezialität, abgeguckt vom
Reichstag? Der war aber nie ein Schloß und schon keines von Bedeutung wie das von Schlüter.
Ich spende keinen Cent für Potemkin'sche Fassaden und so wie ich könnten einige mehr denken.

(1406) Webmaster
Sun, 3 February 2008 20:46:22 +0000

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich hier eine Reihe von Beiträgen abgelöscht habe.

Sie stellten wieder eine in sich schlüssige Diskussion dar.

Deswegen habe ich Sie in den Chatroom übertragen, damit die Zusammenhänge innerhalb dieser Diskussion gewahrt bleiben. Dort können Sie weiter diskutieren.

Bitte benutzen Sie doch eher für solche Beiträge das Forum/Chatroom! Vielen Dank!

(1405) Ralph,Rainer,39
Fri, 25 January 2008 09:01:30 +0000

Das war bestimmt ironisch gemeint, außerdem: "Wenn sie kein Brot haben, für Zigaretten langt's immer."

(1404) Ernst Ludwig
Thu, 24 January 2008 22:05:39 +0000

Der Vorschreiber weiß nicht, wovon er redet. Feudalismus kommt von lat. feudum, d.h. das Lehen. Gemeint ist die mittelalterliche Herrschaftsform des Lehnswesens, die spätestens im 18. Jhd. ihr Ende gefunden hat. Will er ernsthaft behaupten, dieses System gelte heute auch noch?

(1403) Frank,Gerd,47
Thu, 24 January 2008 15:38:33 +0000

So ist es eben im Feudalismus: Das Volk hungert und die Fürsten bauen sich Paläste.

(1402) Linden
Tue, 22 January 2008 08:35:03 +0000

anSkyscraper 29
es liegt daran, dass Deutschland zu viel Geld hat.
In reichen Ländern müssen die Altstädte aus Stahl und Betonklötzen bestehen.
Eine Altstadt mit alter Architektur? In Deutschland undenkbar!
Im armen Polen wurden ganze Stadtkerne rekonstruiert, einschließlich aller Bürgerhäuser und Schlösser. Auch in Russland wurden über ein Dutzend Schlösser wiederaufgebaut und zwar das Äußere UND das Innere.
Dort wäre man nie auf die vollkommen absurde Idee gekommen, das Innere des Winterpalastes modern zu gestalten und eine Fassade aus Glas einzubauen.


(1401) Marc
Mon, 21 January 2008 20:56:46 +0000

Ich schreibe es an dieser Stelle noch einmal:

Das Schloss soll sich nicht der Nutzung anpassen, sondern die Nutzung dem Schloss!


(1400) Skyscraper 29
Mon, 21 January 2008 11:00:52 +0000

Ganz Genau!!!!! Die sollen einfach den Kasten so wieder hinstellen, wie er zuletzt in intaktem Zustand gewesen war, warum soll das eigentlich nicht möglich sein?!?

(1399) Guntram Gehrske
Mon, 21 January 2008 10:46:13 +0000

Es droht die ultimative Verschandelung der Berliner Stadtmitte durch einen unausgegorenen Mischmasch-Klon aus trivialer zeitgenössischer Architektur und dem (viel zu) zaghaften Ansatz zu einer historischen Rekonstruktion!

Wir (das Volk) brauchen keine Architekten (auch keine Star~), keine 'Architektur'-Wettbewerbe, keine (weitere) politische Einmischung. Denn die hat bei zwei Gelegenheiten ihre Schuldigkeit diesbezüglich bereits getan und - wie zu erwarten - nicht gut.
Durch die Vorgabe dieses unsagbar dämlichen, halbherzigen Bundestagsbeschlusses sind nun der Architekten-Mischpoke weltweit Tür und Tor zur Umsetzung ihres nicht zu fassenden Murkses geöffnet.

Stoppt die Architekten und Politschranzen...

(1398) S.Hartmann
Sat, 19 January 2008 19:48:58 +0000

Die Verantwortlichen (und meiner Meinung nach auch teilweise dieser Förderverein) haben es zu verantworten das nun diese verzwickte Situation entstanden ist. Ich kann Ihnen versichern das viele moderne Architekten mit einer wirklichen Kopie eher einverstanden sind als mit diesem konzeptlosen Misch-Masch.
Zusätzlich werden von vorn herein kreative Ansätze ausgeschlossen, die z.B. lieber die Ostfassade hergestellt hätten aber dafür auf die Südfassade verzichten würden.
Ich kann nur hoffen das sich Architekten nicht davon beeindrucken lassen und auch ein paar mutige Gegenentwürfe herauskommen.

(1397) PD Dr. Malte Römer
Wed, 16 January 2008 20:40:29 +0000

Nachdem ich einige schon weiter zurückliegende Beiträge gelesen habe, muß ich feststellen, dass ich den meinigen hätte sparen können: es haben andere schon viel treffender und schärfer formuliert:
das neue Berlin steht voll von moderner Einfalt. Diese beansprucht immer noch für sich, „kühn und modern“ zu sein. Nun, das wäre sie sie vielleicht gewesen, wenn selbige Bauten zur Zeit von Wilhelm II. errichtet worden wären. Die Bauwerke der 90er Jahre vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz aber sind ein Zeichen von Feigheit und Mitläufertum der Baudezernate. Man verweist darauf, dass schließlich „Star-Architekten“ hier bauen durften, da kann man ja nichts falsch machen; Herr Chipperfield darf das neue Museum verschandeln, indem er nicht die Wunden schließt, sondern moderne Flügel anbaut und so das ganze Gebäude aus dem Gleichgewicht bringt, er darf es, weil er vermutlich ein anerkannter Prominentix der Szene ist, den man vorweisen kann.
Soll aber mal aus diesem Einheitsbrei ausgebrochen werden und qualitätvolle Bauten der Vergangenheit wieder errichtet werden: mein Gott, wie viel Gremien (von möglichst vielen „Koryphäen“, damit die Verantwortlichen aus dem Schneider sind) müssen da erst tagen und die architektonische und städtebauliche Unbedenklichkeit bescheinigen, bevor man sich vor der Architektenmaffia traut, eventuell eine einzige barocke Säule hinzustellen. Und was dann herauskommt, wird vermutlich ein halbherziger Mischmasch von genialem Original und moderner Mediokrität sein, wie die Vorredner bereits bemerkten (sehr treffend: wer käme auf den Gedanken, bei einem Nachbau von Mies van der Rohe vielleicht mal eben eine Seite des Gebäudes in wilhelminischem Barock o.ä. zu gestalten? Bei Schlüter ist alles erlaubt).
Angesichts der Wühlarbeit der Architektenlobby, das ganze Projekt noch in ihrem Sinne umzugestalten (obwohl es gar nicht ihnen, sondern nur dem Verein zu danken ist, dass es dieses Projekt überhaupt gibt!) sollte der Verein sich m.E. in seine Satzung hineinschreiben, dass er das nicht mit Spenden unterstützt. Geld gibt’s nur bei vollständigem Wiederaufbau. Auf die Bauherren, die Verantwortlichen im Staat, ist kein Verlass.


(1396) bas zweng
Wed, 16 January 2008 12:15:40 +0000

Anton, ik ben een der tegenstanders om dit gebouw te herbouwen. Het gaat nl. alleen maar om deelgeschiedenis van een deel van Duitlsand weg te gummen. Weet jij ook drommels goed. Wie is hier dan fout bezig? De voormalige DDR of het huidige democratische Duitsland?

(1395) Gezar
Mon, 14 January 2008 20:17:39 +0000

Özkem elde gul jelde mek!

Mit diesen Worten eines großen Dichters unterstütze ich ebenfalls den Wiederaufbau des Schlosses.

(1394) anton bokkers, 49 jahre, Niederlande
Mon, 14 January 2008 15:57:17 +0000

Ik hoffe dass das Schloss sehr bald und voellig wieder afgebaut wird nach historischer plan sowie moeglich ist.
Schade und criminal wie die Kommunisten das Schloss vernichted haben.

(1393) PD Dr. Roemer, Malte
Fri, 11 January 2008 16:24:54 +0000

In Ihrem Pressespiegel lese ich, daß Herr Chipperfield darüber jammert, daß er sich an Eosander und Schlüter binden muß und keine Glas-Betonnnngggg-Fassade hinstellen darf. Allen Ernstes bezeichnet er die Vorgaben des Bauherrn als "Einmischung", vermutlich in die großartigen Visionen moderner "Architekten". Seit altersher haben Architekten die Wünsche Ihrer Bauherrn umsetzen müssen, früher waren sie auch nicht so eingebildet, wie seit dem 20. Jahrhundert. Braucht man überhaupt für den Innenausbau die Architekten-Meute, die offenkundig nicht das geringste Interesse an dem Projekt hat, wenn es nicht zur eitlen Selbstverwirklichung dient? Ein gutes Statiker- und Ingenieur-Büro täte es auch.
Mit freundlichen Grüßen
Römer

(1392) Grubenfurcht
Fri, 11 January 2008 07:52:57 +0000

da huertt'n straff de zackda ü,
middn gaherdn au jackda hue.

Mit diesen Worten eines großen Dichters unterstütze ich ebenfalls den Wiederaufbau des Schlosses.


(1391) Olaf Nökleby, 62
Wed, 9 January 2008 17:23:11 +0000

Lengsel over alle lengslur,
fager er di blömingstid:
Upp or kjellarmyrke trengslur
stig du no med krona fri.

Mit diesen Worten von Olav Aukrust (norwegischer Dichter 1883 - 1929) - begrüsse ich ihren Traum, und das grosse Arbeit das Berliner Schloss wieder aufzubauen.

(1390) R. van Endert, 45
Wed, 9 January 2008 16:50:00 +0000

"Anfangen und arbeiten ist unendlich viel besser als tausend Reflexionen, ob man's kann und darf oder ob man's nicht kann und nicht darf."
(Konrad Adenauer zum Wiederaufbauder Kirchen von Köln 1948)

(1389) Maurice la Mano 42
Sun, 6 January 2008 15:44:32 +0000

Ein gutes Jahr 2008 mit viel Gesundheit und Erfolg wünscht
www.maurice-la-mano.de
Maurice la Mano Lilienthal bei Bremen

(1388) S.Hartmann
Thu, 3 January 2008 13:05:57 +0000

Ich empfehle folgenden Artikel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Stadtschloss-Museumsinsel;art772,2448948

(1387) Benni, fast 24
Wed, 2 January 2008 15:13:51 +0000

@Ernst Ludwig

Ich war neulich in der Letzten Instanz. Wirklich ein "kuscheliger" Laden in einer schönen Straße. Nur leider ist diese Straße nur ein Paar Meter lang und um zu ihr zu gelangen, muss man (vom Dom ausgehen) erst mal mehrere Brachen und und 8-spurigen Schnellstraßen durch-/überqueren. Und das alles, wo mal die Altstadt stand. Die Paar hist. Häuser und kleinen Straßen im Nicolai-Viertel sind zwar schön anzusehen, aber der Rest, diese Giebelplatten, sind mal wieder nicht grad das Wahre und die Straßenführung ist auch nicht historisch korrekt. Und wenn man das (stark verkleinerte) Viertel verlässt, steht man wieder auf oben erwähnten Straßen und Brachen.

(1386) David
Wed, 2 January 2008 01:32:47 +0000

An Ernst Ludwig
Ich muss gestehen, dass ich das Nicolaiviertel nicht besuchte. Wenn jedoch das Schloss wieder stehen sollte, wird wohl dieser Ort einer meiner ersten Stationen in Berlin sein. Und ja ich war auf der Museumsinsel, im Dom und auf dem Gendarmenmarkt und keine Frage – diese Gebäude bzw. Gebäudeensembles sind wunderschön. Jedoch wenn Sie z.B. vor dem Schauspielhaus stehen und sich umschauen, werden Sie nur moderne Wohn- und Geschäftshäuser sehen können. Berlin hat sicherlich seine schönen Fleckchen sowohl in der Stadt als auch außerhalb. Aber Berlin kann man mit anderen europäischen Hauptstädten wie z.B. Wien, Paris, London, Stockholm... keinesfalls vergleichen und ich sehen es nicht ein warum solch eine geschichtsträchtige Stadt sich nach 20 Jahren nicht aufraffen kann, ihre historische Mitte wieder einigermaßen leben- und liebenswert zu rekonstruieren. Damit möchte ich nun aber auch nicht moderne Bauten wie am Potsdamer Platz oder aber auch das beeindruckende, ausagekräftige Holocaust Mahnmal anprangern, denn eine Stadt wächst stetig und geht mit der Zeit. Es ist gut so, dass es auch Gebäude der zeitgenössischen Architektur in Berlin gibt, jedoch gibt es ausschließlich nur noch solche. Das ist aber nicht nur ein Problem Berlins sondern auch vieler anderer deutschen Städte wie z.B. meine Heimatstadt Stuttgart, die im 2. Weltkrieg zu 70% zerstört wurde und nach dem Krieg als „autogerechte Stadt der Zukunft“ wieder aufgebaut wurde und dabei ganze noch intakte Häuserzeilen abgerissen wurden um Platz für Straßen zu schaffen… Nunja wir schweifen vom Thema ab. Was ich damit sagen wollte, unsere Hauptstadt lag zwar in Schutt und Asche und kann sie diesbezüglich nicht mit Paris, das im Krieg keinerlei Bombardements erleiden musste, gleichstellen, aber andere europäische Städte haben dies auch geschafft (München, Dresden zum Teil, Brüssel, Amsterdam, Wien…)
Mein Wunsch ist, dass sich Berlin nicht alles gefallen lassen darf, was die so genannten „Stararchitekten“ an der Stadt verbrechen und dass man die einst wunderschöne Mitte Berlins nach und nach wieder aufbaut. Dies klingt vielleicht für manche Leser utopisch, aber wäre dies nicht eine würdige Aufgabe für unsere und auch spätere Generationen?
Mit freundlichen Grüßen David.


(1385) Ernst Ludwig
Tue, 1 January 2008 21:24:43 +0000

An David
Waren Sie im Nicolaiviertel? Dort ist noch zu DDR-Zeiten ein Stück Alt-Berlin wiederauferstanden mit verwinkelten Gassen und schön verzierten Barockhäusern. Haben Sie die Nicolaikirche gesehen, die älteste in Berlin? Waren Sie im Dom mit all seiner Pracht? Haben Sie die großartig wiederhergestellte Alte Nationalgalerie gesehen, die im ursprünglichen Glanz innen wie außen wieder erstrahlt? Haben Sie den Gendarmenmarkt gesehen, gewiß der schönste Platz Berlins? Waren Sie am Gasthaus "Zur letzten Instanz", wo noch ein Teil Originalmauer von 1237 steht und und und?
Man darf als Berlinbesucher nicht nur die Strecke vom Brandenburger Tor bis zum (scheußlichen) Alex abrennen und dann meinen, man habe das Zentrum gesehen. Erst in den Nebenstraße findet sich noch manches Schöne.
Nur, und da haben Sie recht, das ist alles nur noch vereinzelt, es fehlt eben das richtige architektonische historische Zentrum. Das wird mit dem Schloß wiederhergestellt.


(1384) David
Tue, 1 January 2008 14:57:37 +0000

Ich hätte noch eine Frage und zwar wird das Nationaldenkmal vor dem Eosanderportal im Zuge des Schlossneubaus auch wieder errichtet?

PS: Wen es interessieren sollte, wie Berlin einst aussah, kann ich ihnen diese Internetseite empfehlen:

http://www.ghb-online.de/de/index.php4



(1383) Marc
Mon, 31 December 2007 18:19:14 +0000

David, ich gebe ihnen in allen Punkten vollkommen Recht!

Es ist deshalb umso wichtiger, dass auch die Nichtberliner wie Sie sich zu dieser Stadt bekennen und nicht nach einem Kurzbesuch gleich sagen, dass Sie so schnell nicht wiederkommen möchten.
Unsere Hauptstadt geht uns alle was an und wenn wir etwas an der baulichen Entwicklung ändern möchten, müssen wir Projekte wie das Stadtschloss finanziell unterstützen.
Wir können nicht nur immer Jammern und Klagen und ansonsten nichts tun.
Das Stadtschloss ist ein ganz wichtiges Zeichen, das die Deutschen der Architektengilde aufzeigen. Es zeigt, dass wir verdammt noch mal keine weiteren gesichtslosen Lückenfüller in der Berliner Innenstadt brauchen.
Das Marx-Engels Forum wird in Zukunft auch eine wichtige Rolle spielen, dort könnte nämlich eine Erweiterung des Nikolaiviertels entstehen; wenn man es will.
Und deshalb ist es auch so wichtig, dass die vierte Seite des Stadtschlosses rekonstruiert wird.
Ich kann mir schon das Argument der Modernisten vorstellen, wenn sich in Zukunft das Bedürfnis nach einer Altstadt festigt:
"Eine rekonstruierte Altstadt auf dem Marx-Engels Forum passt gar nicht zur modern gestalteten Ostfassade des Stadtschlosses..."

Zum Stadtschloss möchte ich noch eine Anmerkung abgeben:

Mühsam gefundener Kompromiss hin oder her.
Das Stadtschloss war die Keimzelle Berlins, es wurde von Barbaren gesprengt, heute haben wir die Chance es wieder aufzubauen und Berlin wieder seine Mitte zurück zugeben.
Wir müssen alle vier Seiten wiederherstellen, denn das Schloss soll sich nicht der Nutzung anpassen, sondern die Nutzung dem Schloss!

Einen guten Rutsch, allen Lesern!


(1382) David
Mon, 31 December 2007 17:33:05 +0000

Berlin – Hauptstadt Deutschlands… Berlin ist den Titel „Hauptstadt“ tragen zu dürfen nicht würdig. Ich war vor kurzem für eine Woche in Berlin und werde mit großer Sicherheit nicht so schnell wiederkommen. Kurz um Berlin ist hässlich mit all den Neubauten aber auch Plattenbauten  Alexanderplatz etc. Wir alle vermissten eine romantisch, verwinkelte, prächtige und geschichtsträchtige Altstadt, doch in Berlin gibt es so was nicht… Dies fängt ja schon bei dem viel gepriesenen Prachtboulevard „Unter den Linden“ an, doch von einstiger Pracht ist hier nichts mehr zu sehen. Sicherlich gibt es noch wunderschöne alte Gebäude, doch der Großteil der Straße wird von Glas-Betonbauten der Neuzeit verschandelt. Allein der Pariser Platz ist ein Schandfleck! Schauen sie sich nur die Botschaftsgebäude an … Ich habe Sinn für moderne, zeitgenössische Architektur, aber so etwas darf in einer ALTstadt nicht überwiegen, wobei wir nun wieder bei dem Punkt fehlende Altstadt wären. Ich besuchte ebenfalls vor kurzem eine Ausstellung mit dem Thema „Historisches Berlin“ und war von der einstigen Pracht beeindruckt. Berlin, vor dem Krieg eine der schönsten Städte der Welt, hat jedoch nichts mehr von diesem Charme einer europäischen Großstadt. Es werden mehr und mehr internationale Stararchitekten beauftragt ihre klotzartigen, unpersönlichen Schandbauten in die City zu setzen um so aus Berlin eine Weltstadt mit Hochhäusern und Plattenbaus zu schaffen. Wollen wir wirklich solch eine Stadtmitte, in der es weder Barock, Klassizistische etc. Gebäude gibt?

Verdammt noch mal schaffen wir Deutschen es denn nicht nach 20 Jahren dieses Problem endlich beim Schopf zu packen, um noch das zu retten, was noch übrig geblieben ist?! Obwohl im Krieg zahlreiche Gebäude von historischem Wert zerstört wurden, ist es anscheinend nicht möglich aus Berlin eine Stadt mit Charakter zu gestalten. Und kommen jetzt bitte nicht die Kritiker mit ihren DDR-Kulturgut-Geschichten oder den Finanzfragen… Lassen wir unseren Blick nur einmal auf unser Nachbarland Polen schweifen, das sofort nach dem 2. Weltkrieg ihre bis auf die Grundmauern zerstörte Hauptstadt Warschau wieder nach den historischen Plänen aufbauten.

Ich bin dafür, dass man wenigstens einen Teil der Altstadt nach und nach wiederaufbaut und ich denke mit dem Bau des Schlosses mit all seinen 4 historischen Fassaden und der wahren Kuppel wäre ein Anfang gemacht.


(1381) Maurice la Manom 38 lilienthal
Sun, 30 December 2007 04:51:23 +0000

Ein schönes und gesundes Efolgreiches Jahr 2008 wünscht
www.maurice-la-mano.de
Maurice La mano lilienthal bei Bremen
Niedersachen

(1380) Rolf
Wed, 26 December 2007 16:41:16 +0000

Hallo Herr Boddien!
Was halten Sie eigentlich von einer modernen Kuppel? Ich glaube, dass eine moderne Glaskuppel (im Gegensatz zum Reichstag) nicht zum Schloss passen würde und auch dem darunter liegenden Eosanderportal seine Wirkung nehmen würde! Ganz zu schweigen davon, dass man damit auch die Kapelle nicht rekonstruieren könnte. Oder ist das ohnehin nicht vorgesehen?

Welche der Innenräume sind eigentlich überhaupt zum langfristigen Wiederaufbau vorgesehen? Werden im Ausschreibungsverfahren die Architekten zumindestens dazu verpflichtet, die Räume in ihren Proportionen wieder herzustellen??

Ehrlich gesagt mache ich mir Sorgen, wenn ich daran denke, dass z.B. Herr Chipperfield in der Jury sitzt. Sein Interview hat ja gezeigt, das der Mann alles andere als ein Stadtschloss-Fan ist. Wenn man an die Treppenhalle des Neuen Museums denkt, deren Wände Chipperfield nicht einmal verputzen lassen will, dann muss man in Bezug auf das Schloss fürchten: Außen hui, innen pfui.



(1379) Veenenberg Robert
Sun, 23 December 2007 20:19:25 +0000

Modernisten & Kistenbauer: Hände ab vom Schloss!!!!!

Ich habe die Schnauze voll von Herrn (arroganz) Chippie, der selber am liebsten in einer historischen Villa der Gründerzeit wohnt, aber einfach nicht versteht dass auch die Deutschen endlich wieder ihren zerbombten und gesprengten Wunderbauten zurückhaben wollen.

Die Frauenkirche ist wenigstens gerettet worden, und zwar von Deutsche Architekten. Gerade diese Architekten sollen auch Berlin wieder das Herzstück zurückgeben. Nun ist da noch ein riesiges Loch wo einst die dichtbebauten Innenstadt Berlins war.

Nun aber müssen wir uns zur Wehr stellen gegen die "linken" oder "progressiven" Schutzherren/ Damen Politiker von Chippie. Ohne seine Schutzherren/Damen hat er in Berlin nichts mehr zu suchen.

Das Schloss soll OHNE KOMPROMISS (mit Kuppel) in Berlin wiedererstehen!!!!

(1378) Ernst Ludwig
Sun, 23 December 2007 16:04:17 +0000

Der Förderverein hat bislang über 15 Mio Spenden, und es werden mit Sicherheit noch viel mehr. Könnte er nicht sagen: Keinen Cent für modernistischen Mischmasch mit Eierkuppel und dergl. sondern nur für originalgetreue Rekonstruktionen des Schloßäußeren?
Wofür haben die Leute - auch ich - denn gespendet? Doch nicht dafür, daß Copperfield nun ein Tee-Ei auf den Haupflügel setzt.

(1377) Herrmann, K.
Sun, 23 December 2007 15:51:48 +0000

@Wendel

Sollte wieder eine Glas&Stahl-Kiste enstehen, dann schlägt's aber 13.
Die Berliner werden sich diesen Mist nicht läger gefallen lassen.
Wir haben doch nicht für den Abriss des Palstes der Republik gekämpft, um ihn dann wieder aufzubauen!

Erst muss Chipperfield verschwinden und durch jemanden ersetzt werden, der Sachverstand hat.

Wenn dann die Entwürfe feststehen, ist die Zeit gekommen für Demonstrationen!





(1376) Wendel, 30
Sun, 23 December 2007 09:24:55 +0000

Zu den Zeilen des Vorschreibers.
Es ist ein echter Witz, daß Berlin sich laufend von britischen "Stararchitekten" verschandeln lässt. Reichen Eierkuppel von Norman Foster und Redestruktion des Neuen Museums durch Chipperfield denn noch nicht?! NEIN, der Chipperfield wird auch in der Jury für das Schloss eingesetzt. Ich glaube kaum, daß man in Großbitannien einen deutschen Architekten für derartige Projekte einsetzen würde. Aber Deutschland muß ja mal wieder seinen guten Willen und die gelungene Integration in Europa beweisen. Deshalb soll die Jury auch möglichst international besetzt werden. Tut mir Leid, aber manche Angelegenheiten sollten doch besser in deutscher Hand bleiben. Auf die Entwürfe des Schlosses bin ich echt gespannt. Obwohl ich mir genau vorstellen kann was da eingereicht werden wird. Man muß sich in Berlin nur einmal umsehen. Glas, Stahl & Beton.

(1375) Reinhardt
Sat, 22 December 2007 13:59:35 +0000

Warum ist David Chipperfield Jurymitglied?
Ein Rekonstruktionsgegner, der sogar öffentlich die Vorgaben für den Wiederaufbau kritisiert und damit zeigt, dass er sich einen Dreck um die Berliner Geschichte schert!!

Ich rechne es ihm an, wenn eine moderne Schlosskuppel zu Stande kommt!


(1374) S.-P., Ingrid
Thu, 20 December 2007 11:40:57 +0000

Ich habe am 2. Dezember einen "Baustein" für 250€ erworben, bin sehr glücklich darüber und mache in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kräftig Reklame, ähnliches zu tun. Ich habe auch sofort eine elektronische Bestätigung bekommen ("Saferpay"), aber das Geld ist immer noch nicht von meinem Konto abgebucht. Woran liegt das???

Übrigens ein Tipp: die (Vor-)weihnachtszeit ist ideal zum Spenden und Kaufen (z.B. von Bausteinen o.ä.) und auch und gerade zum Verschenken solcher "Spenden" an die Lieben. Hier ein Beispiel für meinen "Bettelbrief", den ich - individuell angepasst - schon an Dutzende liebe, mir vertraute Mitmenschen gemailt habe:

Bitte gestattet mir, noch eine sehr persönliche Bitte bzw. Empfehlung auszusprechen:
Falls Ihr noch ein kleines – oder größeres! – zusätzliches Weihnachtsgeschenk sucht, für Euch selbst, aber auch für Eure Mitmenschen, nachfolgende Generationen, für Berlin und seine Stadtreparatur, für Deutschland als Kulturnation und das „Erbe der Menschheit“, (Stichwort: die außereuropäischen Sammlungen, die zu den bedeutendsten weltweit zählen und jetzt in den Dahlemer Museen im tiefen Dornröschenschlaf liegen, wandern ins wieder zu errichtende Berliner Stadtschloss und vervollständigen damit die Museumsinsel, was eine weltweit einzigartige Museumslandschaft ergeben wird!), dann würde ich sehr gerne und voller Überzeugung den Besuch der Website www.berliner-schloss.de empfehlen, und dort herzlich um eine wohlwollende Lektüre des Links „Spenden, Bausteinkauf etc.“ bitten. Insgesamt finde ich diese Website ganz außergewöhnlich gut gemacht, übersichtlich und informativ. Und das ganze Projekt verdient die gleiche Unterstützung wie damals die so wunderbar wiederaufgebaute Dresdener Frauenkirche. Darum bitte einfach mal durchklicken, schauen, staunen, sich festgucken und –lesen. Und dann hoffentlich letztendlich einen kleinen, genau zu lokalisierenden Baustein „erwerben“ (ab 50€, mit Registrierung und Spendenbescheinigung!!!). Das Gefühl tiefer Befriedigung „danach“ ist grandios, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen...

Falls Ihr auch eine gewisse Begeisterung für dieses Projekt entwickeln solltet, zögert bitte nicht, diese anderen mitzuteilen. Falls Ihr aber das alles für völlig abwegig haltet - was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann! -, dann vergesst das ganze komplett und seid mir nicht böse.

Nun viele liebe Grüße und die herzlichsten Wünsche für eine schöne entspannte Vorweihnachtszeit, ein glückliches Fest und einen guten Rutsch in ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr.


(1373) Knut
Tue, 18 December 2007 13:36:05 +0000

Der Satz des Vorschreibers wurde nicht vollständig angezeigt:

Wenn das Schloss fertig ist, dann ist Berlin am Ende eine Stadt, dessen historische Mitte sich endlich nicht mehr gegenüber anderen Hauptstädten zu verstecken braucht.

(1372) M Frank, 34
Sun, 16 December 2007 22:40:51 +0000

Wenn das Schloss fertig ist, dann ist Berlin am Ende...

(1371) Maurice la Mano
Tue, 11 December 2007 17:37:22 +0000

www.maurice-la-mano-de
Ich finde das was Sie tun wunderbar und schön,genauso ist ihre Hompage
sehr intressant und sind anliegen die mich sehr intressiren.Finde ich unglaublich toll .Maurice la mano aus Lilienthal bei Bremen

(1370) van Endert, Roman, 45
Fri, 7 December 2007 16:17:04 +0000

Würde irgend jemand auf den Gedanken kommen, bei der Rekonstruktion des Barcelona-Pavillons von Mies van der Rohe oder bei der posthumen Realisierung des Essener Theaters von Aalto zeitgenössische Architekturtendenzen zu berücksichtigen und einzubauen? Das wäre niemandem zu vermitteln! So weit ich sehe, gilt das auch für ein Humboldt-Forum mit Schloßfassade, allerdings nur im Ausland. Zumindest die deutschen Entscheider finden sowas im Fall des Schlosses völlig normal, ja wünschenswert. Wahrscheinlich aus ideologischen Gründen und weil die kulturelle Kompetenz dann doch nicht reicht und man sich lieber auf politische Argumente zurückzieht.
Es ist ein typisch deutsches Trauerspiel, dargeboten von Feiglingen ohne Kulturverstand.
Wenn Sie vom Förderverein nicht alles zusammentrommeln, was irgendwie laufen kann, um die Blamage zu verhindern, wer sollte es dann tun?

(1369) webmaster
Fri, 7 December 2007 15:10:13 +0000

Die letzten Beiträge von S. Hartmann. Ernst Ludwig und Guntram Gehrske wurden in das Forum umkopiert

(1368) Guntram Gehrske
Wed, 5 December 2007 08:39:17 +0000

Aha... jetzt hat sich auch Milbenbart Thierse (vgl. Tagesspiegel v. 02.12. d. J.) zu Wort gemeldet und spricht von der lächerlichen, "hochmodernen" Reichstag-Eierkuppel als "genialem Coup", der sich im Falle des Humboldtschlosses wiederholen könne, weil er ja so genial sei und so spannend in der Verbindung von Alt und Neu.

Äh hallo?!? Fühlt sich eigentlich jeder unserer minderbemittelten Polit-Spackos und zeitgenössischen Kurpfuscher-Promiarchitekten beflissen, seinen inkompetenten Senf zu Themen abzugeben, von denen er/sie keine Ahnung hat?
Man stelle sich einmal vor, die Dresdener Frauenkirche hätte eine postmoderne Kuppel und eine in einem westlich postmodernen Stil mit sozialistischem Städtebauzitat gestaltete Ostseite bekommen!

Ein solches Rekonstruktions-Debakel, für das mit Sicherheit keine privaten Spendengelder geflossen wären und für dessen Beseitigung man sich aus lauter Verzweiflung die Bomben der Februartage von 1945 zurückgewünscht hätte, droht nun im Falle des zu errichtenden Humboldtforums, weil die damit Beauftragten keine Achtung vor bzw. keine Ahnung von einem kunstgeschichtlichen Kulturbau ersten Ranges haben, der in seiner hundertprozentigen Rekonstruktion den Vergleich bspw. mit dem Pariser Louvre nicht zu scheuen bräuchte. Armes offizielles Deutschland - Land der Deppen und Vollidioten!



(1367) Müller,D.,44
Mon, 3 December 2007 09:14:56 +0000

Niemand will die Arbeit des Schlossvereins diskreditieren, aber was ist, wenn da tatsächlich so ein Gebilde mit den 3 Schlüterfassaden, ausschliesslich modernen Innenräumen und einer modernistischen Ostfassade rauskommt? Leider sieht es ja im Moment so aus !
Ich fände das an Ihrer Stelle einen sehr faulen "Kompromiss" und hätte dabei furchtbare Bauchschmerzen ! Wozu denn schon wieder Millionen für einen Architektenwettbewerb? Klar, die zu einflussreiche Architektenlobby will Geld verdienen und sich "profilieren" !
Wann werden in diesem Lande endlich mal die grossen künstlerischen Leistungen unserer Vorfahren entsprechend gewürdigt und sei es "nur" durch einen originalgetreuen Wiederaufbau alter Bauwerke?
Andere Länder schütteln nur noch den Kopf über dieses anscheinend typisch deutsche Tun...

(1366) Raphael Rudolf Frei 37
Fri, 30 November 2007 21:36:49 +0000

Hallo und guten Tag allerseits
Auch ich plädiere seit 1994 in konsequentester Form, das Berliner Hohenzollernschloss, zunächst SAEMTLICHE Fassaden originalgetreu wiederherzustellen; also auch den "grünen Hut", oder

(1365) Joachim Rothhaar
Fri, 30 November 2007 09:11:47 +0000

Die ganze Sache krankt bereits am politischen Willen, so manifestiert im Beschluss des Bundestages von 2002, der der "Empfehlung" der "Experten"-Kommission folgte.

Wie kann man eigentlich so hirnverbrannt sein, nur eine teilweise historische Rekonstruktion zu beschließen, eben die Wiedererrichtung dreier historischer Fassaden?

Aber das ist seit der Wiedervereinigung symptomatisch für bundesdeutsche Politik, durch die sich Halbherzigkeit wie ein roter Faden zieht.

(1364) bogaerts theo 68 jahre
Thu, 29 November 2007 22:49:50 +0000

I am from Holland , have visited Berlin several times and was so happy to find the paper in my hotelroom that told the story of the rebuilding op Berlin Schloss. After reading some of the articles I worry about the discussion on the rebuilding of the dome . I pray it is not going to be like the dome on the Reichstag. The only way to do this is to be as accurate as possible and stick to the old plans. Make it truly a historically rebirth of a very famous Berlin landmark like they did in Dresden with the Frauenkirche.
Then I would donate gladly and try to get other people interested in this wonderful project.
Just saw the little movie by Laurent Vivien. For the most part a boring experience with lousy music. Not a good advertisement for this important project. How interesting is it to see a number of young man put up scaffolding? Theo Bogaerts

(1363) Rudolph Paschke, 62
Thu, 29 November 2007 11:41:36 +0000

Abwarten - mit den drei vom Bundestag abgenommenen, minutiös zu rekonstruierenden Fassaden wird es beginnen, Stüler-Kuppel, Ostseite und historische Innenräumlichkeiten werden wir auch noch in Originalansicht hinbekommen!
Und das entgegen eines vorherrschenden Diktats einer überaus mittelmäßigen Moderne, die uns Schlossfreunden von den noch viel mittelmäßigeren Entscheidungsträgern in Politik, Kultur und Wirtschaft selbst an einem so wichtigen und heiklen Ort wie dem Berliner Schlossplatz aufgezwungen werden soll.
Da sich die oftmals völlig belanglose und komplett austauschbare Moderne schon an allen anderen Orten in Berlin und der ganzen Republik austobt, sollte sie dies nicht auch noch an einem historischen Ort wie dem Schlossplatz tun und damit das Weltkulturerbe "Museumsinsel" in Gefahr bringen. Die Überzeugungsarbeit muss also weitergehen!

Ich bin frohen Mutes, dass der Förderverein bis 2013 mit dem Humboldt-Forum in der Gestalt des wiedererrichteten, historischen Hohenzollernschlosses seinem Namen und Untertitel alle Ehre machen wird und dazu wünsche ich ihm viel Glück. Alle Verhunzungsattacken modernistischer Spießer und Kleinkrämerseelen aus welcher gesellschaftlichen Ecke auch immer, werden dann vergessen sein.

(1362) Gundrun Mayr.
Thu, 29 November 2007 07:24:05 +0000

Mir schaudert bei der Vorstellung, auf dem Berliner Schlossplatz könnte ähnlich grässliches, architektonisches Mittelmaß umgesetzt werden wie am Potsdamer und Pariser Platz!

(1361) Ernst Ludwig
Wed, 28 November 2007 20:24:16 +0000

Um auch das auf den Punkt zu bringen: Ohne den Förderverein gäbe es jetzt überhaupt nichts zu diskutieren. Wir hätten vielleicht einen Riesen-Parkplatz oder einen notdürftig sanierten Asbestpalast. Daß wir also überhaupt über das Schloß reden und über die Frage, wieviel vom Schloß wiederhergestellt werden kann, haben wir allein dem Verein zu verdanken.
Als der Förderverein gleich nach der Wiedervereinigung anfing, hielten die meisten das für eine völlig abwegige und nie zu verwirklichende Idee.
Ich bin voller Vertrauen, daß nicht nur die Fassaden, nicht nur die historische Kuppel sondern auch die wichtigsten Schloßräume samt Treppenhäusern wiederhergestellt werden. Warten wir doch den Wettbewerb ab.


(1360) S.Hartmann
Wed, 28 November 2007 19:13:04 +0000

Endlich hat es mal wieder jemand auf den Punkt gebracht.

Der Begriff "Stadtschloss" ist fehl am Platz für das neue Gebäude.

Auch der Name und Untertitel dieses Fördervereins ist falsch und in die Irre führend, richtiger wäre: "Förderverein für den Wiederaufbau der berliner Schlossfassaden"

(1359) Berlinfreund
Wed, 28 November 2007 17:16:05 +0000

Ist der Ausschreibungstext irgendwo einzusehen, oder es das alles geheim?

(1358) Röck, Gerald, 32
Wed, 28 November 2007 16:40:58 +0000

Ich habe durch die Medien erfahren, dass sich der Abriss vom Palast der Republik bis 2009 verschiebt. Gerät dadurch der Baubeginn für das Stadtschloss 2010 in Gefahr?

(1357) Friedrich Versin, 59
Wed, 28 November 2007 14:14:16 +0000

Und es kommt, wie es kommen muss - die Errichtung eines Humboldtforums mit drei mühsam rekonstruierten, historischen Fassaden, einer Ostfassade à la sozialistischer Städtebau mit Volkskammersaalzitat und alles gekrönt von einer Alles final verhunzenden Kuppel moderner Formensprache, entworfen von nationalen oder internationalen Architekturkoryphäen, denen die Aussicht einer hundertprozentigen Wiederherstellung des historischen Originals die Angstfurunkel ans Gesäß (und vermutlich ins Hirn) treibt. Danke bundesdeutsche, kulturpolitische Super-Mittelmäßigkeit für diesen abschreckenden Mischmasch-Klon, für den sich der Name "Stadtschloss" von selbst verbietet. Ein Anlass zum Feiern ist das vorgestrige Geseiere von Herrn Tiefensee aber nun wirklich nicht.

(1356) so sind sie die römer...^^
Tue, 27 November 2007 23:48:28 +0000

das haus der diktatoren wieder aufbauen und gleich mal ordentlich zensieren wie es sich in einer dikatur gehört...lol

(1355) Treckendorff
Tue, 27 November 2007 22:56:10 +0000

Solche Leute sind Sie, Sie zensieren Ihr Gästebuch und löschen Beiträge! Also spare ich mir mal noch einen Kommentar und verspreche Ihnen, Sie in Zukunft nicht mehr zu behelligen.
Vegessen Sie nur nicht, auch diese Zeilen kommentarlos zu eliminieren!

(1354) Ernst Ludwig
Tue, 27 November 2007 22:46:02 +0000

Vor lauter Feiern aber das Spenden nicht vergessen! Freudig las ich im Videotext von einer Einzelspende über 20 Mio., doch es war für das Potsdamer Stadtschloß.
Wo bleiben die Großspender für die Hauptstadt?

(1353) Halmackenreuter
Mon, 26 November 2007 18:38:02 +0000

GRATULATIOOOOOOONNN!!!!
Wir haben es endlich geschafft!
Ich habe soeben in den Nachrichten gehört, daß heute der Startschuß für den Wiederaufbau des Schlosses gegeben wurde. Phantastisch.
Ich werde gleich eine Sektflasche öffnen.

(1352) Fritz Möller
Thu, 22 November 2007 12:05:57 +0000

Und bemühen Sie für die geplante Schlosskuppel bitte keine Stararchitekten wie Herrn Foster, sonst bekommt das Humboldt-Forum auch so'n "Reichstagsei" verpasst...

(1351) Berlinfreund
Tue, 20 November 2007 18:45:09 +0000

Das mit dem Basteln ist eine tolle Idee. Wie wäre es, wenn es ein kleines Schloßmodell gäbe oder gute Reproduktionen der großartigen virtuellen Schloßbilder. Die sind sicher leichter und schneller herzustellen. Die könnte man für gutes Geld mit entsprechendem Spendenbeitrag verkaufen. Also bitte mal über diese Anregung nachdenken.

(1350) Schloßfan
Tue, 20 November 2007 14:40:04 +0000

Habe soeben für meinen Sohn als Geschenk - er ist riesiger Schloß-Fan und hat es sich seit langem gewünscht zu seinem 17. Geburtstag einen Schloßstein gekauft.
Ich vermisse hier die Möglichkeit der Dokumentation.
Schade, jetzt muß ich wohl selber was basteln. Ich kann ihm ja schlecht die Spendenquittung schenken.
Das vielleicht als Anregung!!!

(1349) Mannhart 49
Thu, 15 November 2007 10:58:18 +0000

Ich wünsche 'Spree-Athen' sehr viel mehr Mut, Ausdauer und Beharrlichkeit bei der Wiederherstellung seines einmaligen städtebaulichen Ensembles "Altes Museum - Dom - Stadtschloss - Zeughaus - Unter den Linden"

(1348) Webmaster
Wed, 14 November 2007 15:30:13 +0000

Dieses ist das "Gästebuch" des Fördervereins, gedacht für, Statements, auf die eigentlich keine Antwort erwartet wird.

In letzter Zeit mehren sich hier jedoch auch Diskussiosbeiträge.
Darüber freuen wir uns, denn sie sind das Salz in der Suppe unseres Dialogs mit Schlossfreunden und -gegnern.

Sie gehören aber nicht hierher, sondern in die Rubrik "Meinungsaustausch."

Diese ist so angelegt, dass aus Ihrem Beitrag eine ganze Diskussionskette angelegt werden kann, auch über längere Zeiträume. So konzentrieren sich die Diskussionbeiträge immer wieder auf den eigenlichen Ausgangspunkt des einzelnen Themas, sind leicht in der Konsequenz nachzuvollziehen und immer wieder neu aufzunehmen.

Hier im Gästebuch müssen Sie hingegen blättern und blättern und können doch nicht direkt für alle sichtbar auf den Diskussionsbeitrag eines Vorgängers eingehen.

Bitte beleben Sie also wieder den "Meinungsaustausch", in dem dies alles sich viel spannender nachverfolgen lässt!

(1347) Erich-Delattre, Markus 40
Tue, 13 November 2007 16:34:47 +0000

Aus meiner Sicht leidet die Stadtplanungsdebatte bis heute an der extrem ideologisch geführten Diskussion durch einige Akteure. Mein Vorwurf an diese Aktuere lautet, dass sie die Bedürfnisse der Nutzer - kleinteiligeres Straßen- und Bebauungsmuster auch in der Stadtmitte - schlicht ignorieren. Meiner Auffassung nach sollte das langfristiges Ziel der Stadtentwicklung eine Wiederherstellung lebenswerter Stadtzentren durch einen wechselseitigen Bezug zwischen historischer und moderner Stadt sein. Die Rekonstruktion eines Schlüsselbauwerkes kann ein wichtiger Baustein für die wieder Inwertsetzung eines durch Diktatur und Krieg zerstörten historischen Stadtraumes sein. Ich erlaube mir noch kurz auf das Zitat von W. Pehnt (Architekturkritiker) mit einem Zitat von Hans Stimmann (ehem. Berliner Senatsbaudirektor) zu antworten: "(...) Eigentlich müsste zu den Selbstverständlichkeiten einer Debatte unter Fachleuten die Erkenntnis gehören, dass die Verachtung, ja der Hass auf alles Vormoderne zu den geistigen Grundlagen der Nachkriegs-Architekten und ihrer öffentlichen Auftraggeber gehörte - mindestens bis zur Wende im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 (...)".

(1346) S.Hartmann
Tue, 13 November 2007 15:42:27 +0000

Da dies hier nur ein Gästebuch ist, habe ich im Forum auf meine beiden Vorschreiber geantwortet.

Vielleicht sollte der Webmaster auch mal wieder Ordnung ins Gästebuch bringen.

(1345) Hensel, Sharan D. 33 J.
Tue, 13 November 2007 14:18:42 +0000

An meinen Vorschreiber Herr Mannhart) : Was für eine Zugabe. Danke:-)
An Herrn Hüller: Stellen Sie sich Berlin, zumindest einmal das historische Zentrum, als gemaltest Kunstwerk vor. Dann irgendwann weist dieses Bild Schäden auf. Was würde man wohl am ehesten tun? Diese Schäden mit irgendwelchen Farbklecksen übertünchen, oder es dem Original nachempfinden?Hm? Vielleicht zeigt das auf, dass Ihr Vergleich doch sehr an den Haaren herbeigezogen ist!
Und wir alle sind sicher keine grundsätzlichen Verteufler moderner Formensprache...Und ebenso wenig sind wir in der Vergangenheit verhaftet! Denn die "Moderne" dominiert unser Stadtbild. Und keiner hier schreit nach der Wiederherstellung des Berliner Stadtbildes vor 1945. Das wäre irrwitzig. Aber eben an diesem zentralen, tragenden und bedeutenden Ort; der Schlossplatz. Einzig geht es hier um die Rekonstruktion eines historischen Gebäudes. Zunächst in seiner äusseren Gestalt. Und so ein Aufheben darum? Vergleichen Sie einmal Bilder des alten Berlin mit dem heutigen Antlitz und Sie werden die Sehnsucht vielleicht nachempfinden können...? ! Und wie Herr Mannhart schon bemerkte, es geht auch um Identitätsstiftung. Und davon hat Berlin viel eingebüßt. Weshalb auf Teufel komm raus alle Narben sichtbar halten? Genug davon gibt es und wird es vermutlich auch immer geben. Ich betrachte die Möglichkeit einer Rekonstruktion als Chance, nicht als Frevel!
In diesem Sinne, auf geht's...
Abermals mit besten Grüssen...


(1344) Mannhart 49
Tue, 13 November 2007 08:02:58 +0000

Herr Hüller, wenn Sie nur ein wenig Ahnung von Kunsthistorie hätten, wüssten Sie, dass das Hohenzollernschloss bis zu seinem Ende 1950 der bedeutendste Barockbau nördlich der Alpen war mit einmaligen Kunstschätzen darin.
Von daher zieht Ihr Vergleich mit 'schwülstiger Landschaftsmalerei' nicht.

Das Stadtschloss lässt sich kulturhistorisch nur mit einem Spitzenwerk eines großen Meisters wie Rembrandt oder Caravaggio vergleichen.

Und was das 'Überspielen vergangener Größe' anbelangt, gebe ich S. Hartmann lediglich insofern Recht, als die Stadt Berlin mit der historischen Rekonstruktion ihrer baulichen Keimzelle - dem Schloss - die Gelegenheit erhält, die massiven Verluste ihrer geschichtlichen Bausubstanz durch Krieg und sozialistischen 'Wiederaufbau' an ihrer empfindlichsten Stelle zu korrigieren und damit allenfalls die überwiegend gesichts- und seelenlose moderne Architektur zu überspielen, die ganz Berlin dominiert, die nur selten Glanzstücke bietet und der Berlin den fragwürdigen Titel 'New York Europas' verdankt.

Und was das 'Kopieren' angeht, können Steinmetze und Konservatorämter weltweit bestätigen, dass alle heutigen historischen Bauwerke, bspw. Notre-Dame de Paris auf der Île de la Cité, aufgrund ständiger Materialerneuerung bzw. -ausbesserung längst zu Kopien ihrer selbst geworden sind, vielmehr zu Kopien von Kopien von Kopien... Verlieren diese Kunstschätze dadurch an Reiz?

Nein, denn sie haben zwei entscheidende Vorteile gegenüber Bauwerken zeitgenössischer, moderner Architektur:

Erstens wurde bei ihrer Errichtung bzw. wird bei ihrer Restaurierung noch auf Qualität an Material und Ausführung Wert gelegt, oft ein großes Manko bei rasch hochgezogenen modernen Gebäuden, die schnell Profit abwerfen sollen, und zweitens, ein noch wesentlich wichtigerer Punkt, historische Bauwerke, ganz gleich ob als 'Kopie' (z. B. Frauenkirche in Dresden) oder als 'Original', stiften Identität. Und wie nötig der Berliner Schlossplatz die hat, wissen wir wohl alle, nicht zuletzt aufgrund der Lage in direkter südlicher Nachbarschaft zu Dom und Weltkulturerbe 'Museumsinsel' und als krönende, städtebauliche Pointe von Berlins Prachtmeile 'Unter den Linden'.

(1343) S.Hartmann
Mon, 12 November 2007 21:08:41 +0000

Damit haben Sie Recht("Respekt vor den alten Künstlern", doch das haben auch die meisten Architekten), doch
-Ein großer Künstler versucht nicht die Werke anderer großer Künstler zu kopieren- sondern variiert sie oder interpretiert sie neu.

Und noch ein Zitat das ich recht passeend finde:
"Oft wollen Gemeinden oder andere Denkmalsbesitzer mit der Rekonstruktion eines Werkes aus glorreicher Vergangenheit Bedeutungs- und Gesichtsverluste überspielen, die sie im Lauf der Zeit erleiden mußten oder zu verhindern versäumt haben."(Pehnt)

(1342) Ernst Ludwig
Mon, 12 November 2007 18:02:16 +0000

Ein echter Künstler schätzt die alten Meister genauso wie die neuen. Z.B. in der Musik: Ein Mann der Moderne wie L. Bernstein ("Westside-Story") war im Jazz und Musical bestens zu Hause hatte aber auch große Achtung vor den Klassikern wie Mozart, Beethoven usw. und pflegte deren Musik genauso wie die seine.
Schlüter kann nicht mit schwülstigen Landschaftsmalern gleichgesetzt werden. Einem zeitgenössischen Architekten müßte es eine Ehre sein, das Werk dieses großen Meisters der Barockzeit wieder auferstehen zu lassen.

(1341) Hüller Ingo, 32
Mon, 12 November 2007 16:40:43 +0000

Als Künstler, wie Kandinsky, Klee, etc. zu neuen Ufern aufbrachen, gab es auch diejenigen, die an schwülstiger Landschaftsmalerei festhalten wollten und die nicht begreifen konnten, dass ihre Vorstellungen bereits überholt sind. Die gleiche Art von Menschen kämpft jetzt für den Wiederaufbau des Schlosses. Dass Dummheit siegt, scheint in Deutschland Tradition zu haben...

(1340) Hensel, Sharan D. 33 J.
Mon, 12 November 2007 16:17:51 +0000

@ Mannhart:-)
Nüchtern und eindrucksvoll auf den Punkt gebracht, ihr Beitrag!
Meiner dazu, mein Applaus.
Zur modernen Formensprache möchte ich mich nicht weiter äussern, nur, es gibt tatsächlich auch ermutigende Beispiele: Vis a vis des Bundesrates, Leipziger Str, das zu bauende Haus des Potsdamer Tores am Leipziger Platz, das bestehende Geschäftseckhaus am Hausvogteiplatz und die hoffentlich bald erstehende Falkoniergasse! Weiter so...
Mit besten Grüssen.

(1339) Dominik Dietz 25
Mon, 12 November 2007 13:41:36 +0000

@Mannhart:

1000%ige Zustimmung. Als ein Befürworter einer Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses muss man ja schon Angst davor haben, als "Rechtsradikaler" bezeichnet zu werden. Da sieht man mal warum Deutschland bei den Pisa Studien immer auf den hinteren Rängen landet...das Volk verdummt!

(1338) Mannhart 49
Mon, 12 November 2007 12:01:39 +0000

Natürlich hat man nichts gegen moderne Architektur, wenn sie denn tatsächlich spektakulär anmutet, wie etwa der zerborstene Davidstern des Neuen Jüdischen Museums in Berlin von Daniel Libeskind oder das Guggenheim-Museum in Bilbao von Frank O’Gehry, aber das sind leider absolute Ausnahmen.
Und sie stehen auch nicht an sonderlich historischen Orten im Unterschied zum Hohenzollernschloss in Berlin.

In der Alltagsarchitektur kommt die Postmoderne i. d. R. allzu nüchtern, kalt, abweisend, phantasie- und gesichtslos und schlichtweg öde daher. Wie das 'Ei' auf dem Reichstag, ein Mahnmal dafür, wie Architekt, der von Kunsthistorie keine Ahnung hat, mit Leichtigkeit und dabei ohne jegliche Sensibilität fürs historische Original und bei geringem (denkerischen) Aufwand ein erstklassiges, historisches Gebäude der Lächerlichkeit preisgibt.
So ein 'Ei' hätte jeder da draufsetzen können, nicht nur Stararchitekt Norman Foster.
Und wenn wir hier schon Verallgemeinerungen anprangern, sollten wir die schlimmste Form davon, nämlich das absolute Diktat moderner Zeichensprache in der heutigen Architektur überall und an jedem Ort und in jedem städtebaulichen und stilistischen Zusammenhang auf Rang eins der Bestenliste setzen.

Dieses Diktat ist auch der Grund dafür, warum landauf, landab in 99 von 100 Fällen der Mut zur vollständigen historischen Rekonstruktion fehlt (rühmliche Ausnahme: Dresdens Frauenkirche), aus Angst sich die Wiederbelebung unseliger Ideologien der deutschen Geschichte unterstellen lassen zu müssen.
Dabei geht es einem einzig und allein um die Wiederherstellung städtebaulicher Ästhetik an einem historisch einzigartigen Ort nicht nur der Hauptstadt, sondern ganz Deutschlands, der durch Krieg und noch mehr durch die folgende SED-Herrschaft in seiner kulturgeschichtlichen Bausubstanz und seinem historischen Grundriss vernichtet wurde.

(1337) Münstermann, Karl
Sat, 10 November 2007 22:05:17 +0000

Herr von Boddien wird mit seinem Engagement für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses in die Geschichte der Stadt eingehen.

Und es erfüllt mich mit Stolz den Wiederaufbau miterleben zu dürfen und mich mit meiner Spende zu beteiligen.

(1336) Kossbiehl, Maximilian, 17
Sat, 10 November 2007 17:25:44 +0000

"Der Wiederaufbau des Schlosses ist keine Investition in die Zukunft Deutschlands."

Doch, dass ist er!
Ich bin jetzt nach etlichen Jahren
all den Architekten und Auftraggebern vieler alter Gebäude wie des Reichstages, des Dresdner Zwingers usw. dankbar, dass sie in einer Zeit, in der das noch kein Problem war solche liebevoll gestalteten und geplanten Gebäude bauen ließen. Ich finde an jenen ist noch erkennbar, wie viel Mühe in solche vorhaben früher gesteckt wurden. Bettonklötze mit fenstern wie sie in vielen Städten zu finden sind könnte auch ich mir ohne Probleme ausdenken.
Auch die Menschen nachfolgender Generationen werden uns für den Wiederaufbau des Herzstückes unserer deutschen Hauptstadt dankbar sein!

(1335) Ernst Ludwig
Sat, 10 November 2007 09:03:57 +0000

Auch Kinder erfreuen sich, wenn sie einmal älter sind, an schönen Städten. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Übrigens ein U-Boot der Bundeswehr kostet 300 Mio, der Umzug des BND nach Berlin 600 Mio. Einsätze der Bundeswehr in aller Welt - einer laut Verfassung ausschießlichen Verteidigungsarmee für das eigene Land - verschlingen das Geld von all dem zusammen einschließlich Schloß.

(1334) Stefanik, Andreas, 32
Sat, 10 November 2007 08:35:32 +0000

~550 Mio. Euro für den teilweisen Wiederaufbau - mit diesem Geld könnte z.B. die Kinderbetreuung in Deutschland verbessert werden, für die das Geld angeblich fehlt. Die Prioritäten werden falsch gesetzt. Deutschland hat bereits sehr viel Kultur zu bieten. Der Wiederaufbau des Schlosses ist keine Investition in die Zukunft Deutschlands.

(1333) @Hartmann
Fri, 9 November 2007 19:17:11 +0000

Natürlich ist die moderne Eikuppel des Reichstags nicht schlecht. Harmonischer sähe sie jedoch auf einem modernen Gebäude aus.
Ich und alle mit denen ich über die Kuppel gesprochen habe finden, beim direkten Vergleich, die historische Wallot Kuppel für den Reichstag wesendlich passender und harmonischer.

(1332) @ S.Hartmann
Fri, 9 November 2007 17:40:09 +0000

Die Frage bezgl. der Ostfassade ist einfach zu beantworten: SO WIE SIE VOR 1945 AUSGESEHEN HAT! Noch fragen???

(1331) Berlinfreund
Fri, 9 November 2007 16:22:16 +0000

Da hat ein gewisser Oswalt etwas geschrieben. Warum geben Sie diesem Geschreibsel überhaupt noch Raum? Was soll das die Schloßfreunde aufregen?
Blick und Energien nach vorne und sonst nichts! Es läuft doch alles ganz gut. Wichtig ist nur, daß der Förderverein bei den Architektenentwürfen ganz gewichtig sich einbringt, damit kein modernistischer Mischmasch entsteht. Soviel vom alten Schloß auferstehen lassen, wie es geht. Fassaden ohnehin, aber auch Treppenhäuser und Räume. Das sollte die Parole sein.

(1330) S.Hartmann
Fri, 9 November 2007 16:17:21 +0000

Ja, ja. Die böse und hässliche neue Architektur.
Komischerweise sind fast alle Berlinbesucher die ich kenne und mit denen ich auf der Straße ins Gespräch komme, von der heutigen Reichstagskuppel begeistert.

Sie bevorzugen den wilhelminischen Historismus, ok - doch dürfen sie ihren Geschmack nicht verallgemeinern.

Beobachten Sie doch einfach mal neue und späktakuläre Bauprojekte überall in Europa und welche Massen an Architekturtouristen diese anziehen. Es gibt genügend Menschen die auch aktuelle Bauwerke als spannend und schön ansehen.

Machen Sie sich doch lieber einmal ein paar Gedanken wie z.B. die Formensprache für die Ostfassade aussehen könnte oder, eine immer wieder aktuelle Diskussion in der Architektur, wie sieht zeitgerechtes ORNAMENT aus? Denn das Humboldt-forum wäre ein Gebäude, um NEUE aufwändige Fassaden zu gestalten.

(1329) Lutz Mutzke, 33
Thu, 8 November 2007 13:00:28 +0000

Eine gelungene historische Rekonstruktion werden unsere kompetenten Politiker, Stadtplaner und Architekten schon zu verhindern wissen, da sie stets mit Biegen und Brechen an jedem Ort zeitgenössissche Formensprache umgesetzt sehen wollen, obwohl das historische Vorbild erwiesenermaßen um drei Klassen besser war.

So geschehen am Reichstag, der nach Kuppel-'Rekonstruktion' einfach lächerlich aussieht, wie ein überdimensionaler Eierbecher.
Scheinbar hat das Gebäude einhundert Jahre lang nur auf die Foster'sche Verhunzung gewartet.
Sehr bedauerlich, denn wie einfach wäre es gewesen, die beste aller Kuppeln für dieses Bauwerk einfach originalgetreu zu rekonstruieren, nämlich die Wallot'sche Kuppel, ein Entwurf von unnachahmlicher Ästhetik, der sich über die Zeit bewährt hatte...

Aber nein! Bloß keine originalgetreue Rekonstruktion und schon gar nicht zu hundert Prozent! Zu diesem Zweck nun auch die weltweite Ausschreibung der Schloss-'Rekonstruktion', die so nötig ist wie ein Furunkel am A....

Ich bin zuversichtlich, dass auch hier in der Mitte der Mitte Berlins ein misslungener, hässlicher Klon aus dem Restaurierungsdiktat "Alt & Neu" geboren wird, mit dem sich die vermeintlichen Koryphäen zeitgenössischer Politik, Stadtplanug und Architektur wieder einmal selbst verwirklichen, sehr zum Missfallen eines Großteils der Bevölkerung, der einfach nur eine hundertprozentige Rekonstruktion des Originals wünscht.



(1328) T.P
Thu, 8 November 2007 12:11:44 +0000

ich kann mich deinen Worten nur anschliessen..es schmerzt mich sehr wenn ich das ehem. Reichstagsgebäude sehe mit diesem "Ei " ich hätte mir die historische Kuppel gewünscht. Ich hoffe sowas bleibt dem Schloss erspart

(1327) Stefan
Wed, 7 November 2007 23:21:23 +0000

Das Schloss muss mit allen historischen Fassaden wiedererrichtet werden. Es kann nicht sein, dass die Herren der Planung wieder auf einen sogenannten Kompromiss hinarbeiten - so z.B. duch eine Glasfassade, mit der ein Bezug der Vergangenheit mit der Moderne hergestellt werden soll. Als warnendes Beispiel hierzu dient das Reichstagsgebäude, welches in unverantwortlicher Weise verstümmelt wurde in einem Prozess der biederen 50/60er Jahre. Der gläserne Eingangsbereich als Zeichen für sichtbare Demokratie, Entfernung von Schmuckelementen, Sprengung der angeblich "einsturzgefährdeten" Kuppel. Bezüglich der Kuppel ist es nur ein wenig seltsam, denn für einsturzgefährdete Bauteile würde man nur einen Sprengversuch benötigen, nicht zwei. Die Chance auf eine wenigstens teilweise historische Wiederherstellung des Gebäudes wurde bei dem Umbau in jämmerlicher Art und Weise "vergeigt", unzählige Millionen für z.B. unpassende Kuppelkonstruktionen verpulvert. Nun gut, wenigstens "Sir" Norman Foster war zufrieden...mit seinem Geldbeutel.
Klopfen wir beim Schloss mal auf Holz.

Als letztes spreche ich mich für den Wiederaufbau des Nationaldenkmals aus - wobei das allerdings wohl niemals passieren wird. Erinnern wir uns an die wirklich lächerlichen Diskussionen um die Aufstellung der beiden Statuen von Scharnhorst und Bülow-Dennewitz vor der "Neuen Wache" - die DDR-Führung wollte sie 1989 an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufstellen - und im heutigen Berlin wurde erneut wie üblich endlos über "Militarismus" philosophiert.

In diesem Sinne!

(1326) Franz Rothmann
Wed, 7 November 2007 10:28:53 +0000

Wohl ein bisschen zuviel Allehol getrunken?

(1325) Anzee Schaefer 20
Tue, 6 November 2007 19:31:40 +0000

Aus rein kulurel geschichtlich und auch Stadtplanerischen Gründen ist das Stadtschloss zu hundert Prozent zu unterstützen!

(1324) Klüthenkötter
Tue, 6 November 2007 19:15:57 +0000

Der Beitrag von Richard Kabanowski ist bestimmt ironisch gemeint! So ein Unsinn kann nicht ernst gemeint sein.

(1323) Dominik Dietz
Tue, 6 November 2007 19:10:34 +0000

Bitte nicht!!!

(1322) Krasnowski Richard, 53
Tue, 6 November 2007 10:15:35 +0000

Wird denn im neuen Schlossbau als Ostfassade die des PdR wenigstens originalgetreu rekonstruiert und der Volkskammersaal in seiner ursprünglichen Lage restauriert? Das sind doch sicherlich die Minimalziele nach diesem kulturbarbarischen Abriss, der nicht besser ist als die Schlosssprengung von 1950!