Ernst Ludwig
schrieb am 30. April 2009
um
16:00
Ach nachdenklich: Wenn man keine Argumente hat, wird man polemisch oder schlägt um sich mit seiner eigenen Unwissenheit. Ihre Logik ist doch: Weil Könige u. Kaiser Kriege hervorriefen waren sie schlecht, weil sie im Schloß wohnten, ist das Schloß schlecht.
Für Sie sind doch Monarchen gleichbedeutend mit Krieg, Unterdrückung und Zerstörung und ihre Repräsentativbauten deshalb Zeugnisse solcher Tyrannen. Also weg mit allen Schlössern der kriegstreiberischen Feudalherren und erst recht nicht wieder aufbauen. Das ist doch das Denken von Klein-Lisbethchen, geeignet für den DDR-Staatsbürgerkundeunterricht des ersten Schuljahres.
Wenn man so platt argumentiert, darf man sich nicht wundern entsprechende Antworten zu erhalten.
Im Übrigen, prüfen Sie wirklich einmal nach, wer in den letzten 200 Jahren die größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte waren. Sie werden darunter viele finden, aber nicht in erster Linie Monarchen.
nachdenklich
schrieb am 30. April 2009
um
12:30
ernst ludwig (1715)
“betreffs der Kriegsbilder. Meinen Sie eine Republik hätte den Krieg verhindert? Schließlich war das sog. 3. Reich auch eine Republik. Es ist lächerlich, die Kriegsgreuel den \"Königen\" vorzuwerfen.“
Anhand solcher „Logik“ wird dem Leser einmal eindrucksvoll vorgeführt, worum es eigentlich geht. Pisa lässt grüssen! Mit der nicht zu Ende gedachten Idee, einer neuen Schlossfassade, welche ein Humboldtforum „umwickeln“ soll, setzt man eben ein Zeichen. Erst recht weil es nicht nur e i n e Geschichte dazu gibt.
Es geht auch nicht um das Wiederauffüllen eines entkernten Baues, nicht um Restaurierung. Das Problem ist, dass es ein Neubau ist. Fassade ist nicht allein Städtebau, der wird architektonisch in erster Linie von der Raumbildung, und dem Zweck, der Nutzung bestimmt werden. Es wird eine sinnentleerte Plastik aufgeführt, und man kann nur begrüßen, wenn ein neuer Entwurf so parodistisch wie möglich ausgeführt würde.
Dieser Bildungsnotstand, nicht zuletzt hervorgerufen durch das Nichtloslassen, wird mit der Verkennung dessen einhergehen was wir sind. Was für ein Absurdum, dass solche Ansinnen überhaupt politische Resonanz finden konnten.
Mit einem „Hausverstand“ kann ich natürlich alles begründen.
***
Kreuzberger (1716): „Wenn verbissene Schloßgegner schon solche unfairen Vergleiche ziehen müssen, weil ihnen die Argumente ausgehen, ist das eigentlich ein gutes Zeichen.“ …
Das soll der Leser selbst erst einmal nachvollziehen: (1993,1996, 1998, 1701, 1703 …)
Ironie: Die Neubauten am Potsdamer Platz, die Bauhausarchitektur, sind ja ach so unmenschlich, die Moderne in einer Sackgasse, da können wir von einer barocken Fassade viel lernen, und sie bietet uns so viele Gestaltungsanregungen für die Zukunft.
Sind das Argumente? – Ach ja, das Bauen wird dadurch ja noch effizienter! Wieviel Quadratmeter bewohnt denn der Leser? Ist er Singel? Möchte er nicht zurück in eine „Einzimmerwohnung“ zusammen mit mehreren Generationen?
Man solle doch lieber einmal wirklich auf unten gemachte Äußerungen eingehen, als hier rosa Brillen zu verteilen. Wir sind Schuld, wenn die Politik es ermöglicht, Architektur errichten zu lassen die nicht gefällt. Und kann man leichthin, ohne sich mit allen Aspekten auseinandergesetzt zu haben, etwas sagen?
Kreuzberger
schrieb am 29. April 2009
um
12:32
Der Wettbewerb für ein Wiedervereinigungsdenkmal auf dem Sockel des abgerissenen Reichsgründungsdenkmals ist also gefloppt, wie ich der heutigen Zeitung entnehme. Kein einziger Entwurf war überzeugend genug ausgefallen, wenigstens in die engere Auswahl zu gelangen.
Es wird wohl kein Reiterstandbild Helmut Kohls dabeigewesen sein, wie er als strahlender Ritter einen roten Drachen niederreitet, aber man kann sich schon vorstellen, daß die Aufgabenstellung die Teilnehmer einfach überfordert hat.
Vielleicht ist der Alex als historisches Umfeld für ein solches Vorhaben auch viel besser geeignet.
Und vielleicht sollte man den alten baulichen Zustand des Denkmals einfach wiederherstellen, ohne Wilhelm I. und ohne patriotische Zutaten. Als Treffpunkt für Touristen, mit Informationsmöglichkeiten und Gastronomie.
Kreuzberger
schrieb am 20. April 2009
um
19:44
Man könnte wohl jede Menge Beispiele aufzählen, in denen von alten Bauten nur noch die Fassaden existieren. Mir fällt gerade das klassizistische \"Neue Schloß\" in Hechingen-Hohenzollern ein, dessen Inneres seit den 70ern die modernen Geschäftsräume einer Bank beherbergt. Das Gebäude wurde zu diesem Zweck komplett entkernt. Immerhin ist aber der davorliegende \"Schloßplatz\" in seiner Optik einigermaßen erhalten worden. Klar, das ist für Sie kein Kriterium. Für andere schon und ob solche potemkinschen Schlösser permanent an ihrem Platz gestanden haben oder zwischenzeitlich einmal verschwunden waren, spielt letztendlich doch wirklich keine Rolle. Das Berliner Schloß wird auch nicht ausschließlich als Fassade wiedererrichtet werden. Das sollte Sie doch eigentlich freuen.
Grumbkow
schrieb am 20. April 2009
um
6:58
Neulich war ich in Braunschweig und habe mir das frisch wiederaufgebaute „Schloss“ angesehen. Nein, nein, ich habe überhaupt nichts gegen Einkaufszentren! Und ich habe auch nicht vor, Braunschweig 1:1 auf Berlin zu übertragen!
Auf der anderen Seite sind die Ähnlichkeiten nicht ganz von der Hand zu weisen: Ein durch den Krieg teilweise zerstörtes und später abgetragenes Schloss im Zentrum der Stadt, mit Säulen, langen Fensterreihen und Skulpturenschmuck, drei Fassaden wiederaufgebaut, dahinter ein moderner Neubau mit modernem Nutzungskonzept. Das würde noch ein wenig so weiter gehen, aber der offensichtlichste Unterschied bleibt natürlich die schlichte Größe: Schließlich wird das „Schloss“ in Berlin fast dreimal so groß wie das in Braunschweig!
Die Fassade sieht großartig aus. Dass sich direkt dahinter der gigantische Baukörper eines riesigen Einkaufszentrums verbirgt, fällt von vorne kaum auf. (Nur von der Seite oder wenn man per Fahrstuhl hoch zur Quadriga fährt und Richtung Osten über die Parkhausdächer schaut.) Der erste Eindruck wird schnell etwas getrübt, sobald man das Hauptportal durchschritten hat. Da ist nämlich schlagartig Schluss mit Schloss. Fassade und Shopping-Mall passen in Form und Funktion so wenig nicht zusammen, dass man sich beim Betreten fast genauso wundert wie beim Wieder-Verlassen: Wozu das eigentlich alles? Das Einkaufszentrum braucht diese Fassade nicht, die Fassade braucht dieses Einkaufszentrum nicht. Im Gegenteil: Sie kaufen sich gegenseitig den Schneid ab. Keine Frage, imposant ist er ja, der Fassadenneubau! Das Einkaufszentrum auch, aber eigentlich eher dort, wo es sich nicht an die Dimensionen des alten Schlosses halten musste.
Also, das Berliner „Schloss“ wird insgesamt etwa dreimal so groß wie das Brauschweiger (ohne den Großteil des Einkaufszentrums). Ich frage mich, ob sich dadurch die Chance, ein Monstrum zu produzieren, eher verringert oder eher vergrößert. Sicher, in Berlin soll alles besser werden. Mit dem Braunschweiger Beispiel vor Augen weiß man ja immerhin schon mal, wie es am Ende nicht aussehen sollte. Und das „Humboldt-Forum“ ist ja auch keine Shopping-Mall. Andererseits, ein Museum, ein Archiv und eine Bibliothek haben sich die Braunschweiger auch noch ins Schloss geholt. Die sind ja auch nicht blöd.
Na, egal, nächstes Jahr ist Baubeginn. Dann können wir uns alle zurücklehnen und einfach abwarten, was passiert. Und wer dann irgendein Problem mit dem „Schloss“ hat, wird es sich eben schönreden müssen. Oder einfach wegbleiben.
Speedy
schrieb am 17. April 2009
um
18:55
Noch als Anmerkung zum PdR bevor ich missverstanden werde oder gar Gefühle oder Erinnerungen von vielen ungewollt verletze. Auch der Palazzo Protzo (wie er ebenfalls von DDR-Bürgern liebevoll/zynisch genannt wurde) hat seinen Platz in der deutschen Geschichte, daran ist nicht zu rütteln. Aber historisch und städtebaulich gesehen ist das Stadtschloß von wesentlich größerer und geschichtlich globalerer Bedeutung.
Speedy
schrieb am 17. April 2009
um
18:33
Der Wiederaufbau an sich war definitiv die richtige Entscheidung, auch wenn der Siegerentwurf leider zu viele Kompromisse eingeht. Nur die Fassade von drei Flügeln wiederherzustellen und die völlig fehlende Rekonstruktion wenigstens wichtiger Innenräume gibt dem Projekt nur einen seltsamen Hybridcharakter. Weder Fisch noch Fahrrad.. Ähnlich geht es mir (immer noch) mit der Kuppel auf dem Reichstag. Die Kuppel selbst ein durchaus gelungener und sehr gefälliger Entwurf, das Reichstagsgebäude äusserlich sehr gut restauriert bzw. rekonstruiert. Aber wenn beides zusammen kommt sieht es nüchtern einfach nur wie ein Stilbruch und architektonische Barbarei aus. Und beim Schloßprojekt wird es leider nicht viel anders sein. Wieso wurden in anderen Städten die zerstörten Schlösser und Gebäude wieder orginalgetreu aufgebaut? In München hätte eine modernistisch geprägte Rekonstruktion der Residenz glatt ne Revolution ausgelöst. Schade, aber hier wurde leider eine wirkliche Chance vertan, die uns spätere Generationen möglicherweise anlasten werden. Aber wenigstens wird an diesem historischen Ort die Geschichte (und Preussens Gloria ist nunmal ein wesentlicher und unabdingbarer Bestandteil der gesamtdeutschen und der Berliner Geschichte)nicht mehr von Erichs Lampenladen repräsentiert.
Ein Süddeutscher
schrieb am 15. April 2009
um
16:09
Die zumindest äusserliche Auferstehung des Berliner Stadtschlosses ist die, meiner Meinung einzig denkbare Lösung um diesen geschichtsträchtigen Platz wieder zum Leben zu erwecken. Ein Palast der Republik mag auch seinen Platz in der deutschen Geschichte haben...kein Zweifel..ja! Aber im Grunde genomen war es zeitlich nur eine kleine Episode und ansonsten (man möge mir verzeihen) ein wirklich potthässlicher Bau. Und wenn es sicher Dinge geben mag, die ich der ehemaligen DDR wirklich nachtrage, dann die Sprengung des wohl bedeutendsten (geschichtlich und visuell)Bauwerks in Berlin. Und selbst wenn die Gegner des Schlossbaus argumentieren, das dies eine Absage an die moderne Architektur darstellt. In diesem Fall auch hier ein eindeutig ja! Architektonische Visonen (ohne dies jetzt wertend ausdrücken zu wollen) hatten und haben anderer Stelle noch genügend Platz. Kein moderner Bau, wie auch immer er aussehen mag, könnte diese Lücke Berlins adäquat schließen.
Kreuzberger
schrieb am 14. April 2009
um
22:30
Auf dem Gebiet der Restaurierung ist es inzwischen allgemeiner Konsens,fehlende Partien eines wiederherzustellenden Objekts entweder nach Originalvorgaben zu rekonstruieren (ich rede hier nicht von der Venus von Milo) oder, falls dies nicht möglich ist, unauffällig zu ergänzen, ohne daß diese Ergänzung dem Gesamteindruck schadet. Auf letzteres kommt es an, das sollte auch für jeden nachvollziehbar sein. Wer käme auf die abwegige Idee, ein unvollständiges Barockmöbel postmodern \"aufzuhübschen\"?
Wenn es schon nicht möglich sein sollte, die alte Ostfassade wiederherzustellen, dann ist es doch naheliegend, Überlegungen anzustellen, was Herr Schlüter in einem solchen Fall gemacht hätte. Er hätte die Nord- und Südfassade einfach weitergeführt! Vielleicht hätte er auch eine große Freitreppe zur Spree errichtet. Das ist schon spekulativ aber immerhin logischer als das, was im Moment noch als Fassadengestaltung im Gespräch ist.
Bernd E. Ludwig
schrieb am 14. April 2009
um
21:44
Es ist auch ein städtebauliches Erfordernis, dass Berliner
Schloss wieder entstehen zu lassen.
Es sollte dieses Vorhaben mit aller Konsequenz und notwendigem
Nachdruck baldmöglichst verwirklicht werden.
Allerdings sind an dem Siegerentwurf gar zu viele Kompromisse
an zeitgenössische Bauformen festzustellen, die der Architekt wohl nicht nötig hatte.
Meines Erachtens kann die Spreefassade, die in dieser Form wie ein billiges Versatzstück wirkt, in dieser Weise nicht errichtet werden.
Eine nichtssagende Lochfassade beschädigt die gesamte, schöne
Schlossarchitektur in nicht zu tolerierender Weise.
Hier sind nicht nur \"Nachbesserungen\" erforderlich.
Hinterhofarchitektur ist an diesem geschichtlich und architektonisch bedeutsamen Hause durchaus und völlig unerwünscht, werter Herr Architekt !
Kreuzberger
schrieb am 13. April 2009
um
0:19
@ Herr Ludwig: Wenn verbissene Schloßgegner schon solche unfairen Vergleiche ziehen müssen, weil ihnen die Argumente ausgehen, ist das eigentlich ein gutes Zeichen. Ich denke, die Forderung Herrn Delattres wird schon bald von einer breiteren Öffentlichkeit vertreten werden. Die wahren Rückwärtsgewandten sind nicht wir, sondern diejenigen, die nach wie vor Idealen anhängen, die sich längst ad absurdum geführt haben.
Frohe Ostern allerseits!
ernst ludwig
schrieb am 12. April 2009
um
22:44
an Nachdenklich:
betreffs der Kriegsbilder. Meinen Sie eine Republik hätte den Krieg verhindert? Schließlich war das sog. 3. Reich auch eine Republik. Es ist lächerlich, die Kriegsgreuel den \"Königen\" vorzuwerfen.
Kreuzberger
schrieb am 12. April 2009
um
20:50
Herr Delattre, jetzt haben wir uns gerade überschnitten.
Sie sprechen mir aus der Seele und vielen vielen anderen auch.
Es ist tatsächlich höchste Zeit für eine Grundsatzdiskussion!
Wenn man nicht weiter weiß, knüpft man eben an Vorhandenem an und entwickelt daraus etwas Neues. Das ist so einfach, man muß es nur endlich einsehen.
Kreuzberger
schrieb am 12. April 2009
um
20:42
@ Nachdenklicher: Bei dem Artikel in der Süddeutschen geht es mir speziell um die Feststellung des Autors, daß man der Architektur hilflos und wehrlos ausgeliefert ist. Man kann allem aus dem Weg gehen, was einem auf kulturellem Gebiet angeboten oder auch zugemutet wird, aber nur Blinde haben die Möglichkeit unsere Gegenwartsarchitektur tatsächlich zu negieren. Wer möchte deswegen aber schon mit ihnen tauschen? Also sollte man sich für eine bessere und humanere Architektur einsetzen. Das heißt für mich auch, daß man im Zweifelsfall doch lieber an den ansprechenden Bauformen des Klassizismus oder auch an die grandiose 20er-Jahre-Architektur anknüpfen und diese weiterentwickeln sollte. Ich habe mir heute aus der Ferne das Allianzhochhaus in Treptow angesehen und es mir mit einer Empire State Building-Silhouette vorgestellt. Grandios! Dann ging´s weiter zu den Betonburgen auf der Fischerinsel, die in Form und Farbgebung sicherlich ihrem Ideal entsprechen: Unförmig, trist, asymmetrisch, mit grellen Farben neben grauem Sichtbeton. Deprimierend! Ich möchte Sie nicht langweilen, aber das Hotel hinter dem Dom möchte ich noch erwähnen. Das Übliche, aber mit der schaurigsten Dachkonstruktion Berlins. Direkt neben der Museumsinsel!
Bauhaus und Postmoderne haben sich totgelaufen. Da ist nichts mehr rauszuholen. Man kann den Architekten etwas in den Tee geben, dann kommen solche Gebilde wie Schanghai heraus, oder die Angeberbauten in Dubai etc. oder diese Riesengurke in der mittlerweise häßlichsten Metropole Europas.
Neubauten sollen offensichtlich grundsätzlich nicht mit ihrer Umgebung harmonieren und deswegen freue ich mich, daß wenigstens der Schloßplatz vor zeitgenössischer Verunstaltung gerettet wurde.
Delattre
schrieb am 12. April 2009
um
20:13
Pardon, aber diese Diskussion kann ich schon lange nicht mehr nachvollziehen. So manchem Teilnehmer würde ich mehr Gelassenheit empfehlen. Was soll rigide Rechthaberei? Die Grundlage für eine lebendige Demokratie ist die pluralistische Meinungsvielfalt der Bürgerinnen und Bürger (auch in der Baukultur!). Warum soll die Architekturgestaltung für Neubauten auf kompromisslose Funktionalität und Bauhaushistorismus beschränkt bleiben? Muss die ideologische Großstadtfeindschaft nach dem Ersten Weltkrieg zwingend konserviert werden? Warum soll nicht auch eine Weitergabe von Wissen und Erfahrung der Planer und Architekten vor dem Ersten Weltkrieg möglich sein? Auch an die lebensfreundliche Vielfalt und Differenz der Jugendstilmoderne sollte wieder angeknüpft werden können. Wirkliche Rekonstruktionen werden sicher auf wenige Einzelfälle beschränkt bleiben. Die Geschichtslosigkeit nicht weiniger Planer und Architekten und die Unfähigkeit menschliche Stadträume zu gestalten hat meiner Auffassung nach hat den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach einer Rekonstruktion verlorener Bauten noch einmal verstärkt. Meiner Meinung steht eine intellektuelle Abrechnung mit dieser Unfähigkeit der heutigen Alltagsarchitektur noch immer aus. Vielleicht können einzelne Rekonstruktionsprojekte eine Neuerfindung von Architektur ermöglichen.
Nachdenklich
schrieb am 12. April 2009
um
8:32
War mal neugierig. 😉
Viele Fragen beantworten sich, wenn man schon ein Stück weiter unten ab Nr.(1693) liest.
@Kreuzberger: Auf was schließen Sie denn aus den Ausführungen unten?
@QCSE; nebenbei, was wir von den letzten Königen noch lernen konnten: http://www.stahlgewitter.net/westfont/weltkrieg_westfront.htm
Was ist denn eigentlich das Fazit des Artikels in der „Süddeutschen“? - Siehe auch hier Nr.(1698)
@Andrea Weber, @QCSE, @Kreuzberger, @Klaus-Bärbel, …
„Frage und Antwort:“
… 2001, 2002, 2003, 2004, 2005,
2006, 2007, 2008, 2009, …
Warum keine Bücher?
Nicht unterwegs gewesen?
Bin doch im Netz.
Menschen getroffen?
Wie? Kostet alles Zeit und Geld?
…und vor allem Interesse…
Dann mach ich dieses klitzekleine
Kästchen wieder zu …
Die Welt braucht es ja, dass Sie mitmachen, viel zu wenig beteiligt man sich an Öffentlichkeit, und hat sich deshalb daran auch nicht bilden können.
Was aber nun entsteht ist keine Beteiligung, sondern Flucht in die Vergangenheit. Warum Flucht? – Weil man die Welt nicht versteht, und Angst vor der Zukunft, vor Veränderungen hat …
Linaïk CAPELLE
schrieb am 10. April 2009
um
20:59
Es wäre wirklich schade,daß der moderne Flügel gebaut würde. Auf den Computerbildern wirkt es auf jeden Fall schockierend und fehl am Platz
Klaus-Bärbel
schrieb am 7. April 2009
um
19:58
Warum muß das Schloß denn so modern ergänzt werden?
Kreuzberger
schrieb am 5. April 2009
um
9:58
@QCSE: Guter Tip! Ein lesenswerter Artikel.
Modernismus hat nun mal nicht sehr viel mit Stil zu tun sondern vor allem mit Mode. Und langlebige Moden, die auch von späteren Generationen noch geschätzt werden, sind eben äußerst selten anzutreffen, besonders im Architekturbereich.
QCSE
schrieb am 4. April 2009
um
19:11
Vom König lernen
Bürgermeister und Manager versagen als Bauherren zusehends. Die Entgleisungen, die sich in zeitgenössicher Architektur ereignen, fallen mittlerweile immer fataler aus.
Von Gerhard Matzig
http://www.sueddeutsche.de/immobilien/840/304813/text/