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Wilhelm von Boddien

 

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3016 Einträge
Dreikant schrieb am 26. März 2006 um 20:47
Danke Herr Niveau, daß Sie den Mut gefunden haben, uns hier schonungslos ehrlich Ihr Niveau zu demonstrieren. Falls Sie zu einem typischen Exemplar der Gattung "Schloßgegner" zählen, wäre dies ein weiteres Argument für den Abriß des PdR. Mit Ihren Tritten unter die Gürtellinie demonstrieren Sie eigentlich nur, daß Ihnen das letzte sachliche Argument gegen das Schloß verloren gegangen ist (wir erinnern uns an das Märchen, daß das Grundwasser die Weiße Wanne hochdrücken KÖNNTE, und dieses dann zu Fundamentsetzungen am Berliner Dom führen KÖNNTE).Übrigens: Ihre Aufforderung an "Pankow etc." - Zitat: "Weiter so!" -, könnte man aus juristischer Sicht auch als Anstiftung zu einer strafbaren Handlung (in diesem Fall Beleidigung und Verunglimpfung) auffassen. Zählen Sie auch zu den Menschen, die an die scheinbare Anonymität des Internets glauben und deshalb denken, daß man die zivilisatorischen Regeln und gesellschaftlichen Gesetze nicht unbedingt einhalten muß? Andererseits könnten Sie durch Zahlung einer Geldstrafe Ihren persönlichen Beitrag zum Wiederaufbau des Schlosses leisten und dadurch später zu recht behaupten, Ihren Beitrag zum Schloß beigetragen zu haben.Ich wünsche Ihnen, daß Sie eine kreative Möglichkeit zum Abbau Ihrer Wut finden. Wie wär's mit einem alternativen Kunstprojekt?
Niveau schrieb am 26. März 2006 um 14:03
Es ist doch immer wieder erstaunlich, daß Boddien von Niveau spricht, der hat nun wirklich keins!!!!!!!!!!!!!!!!! Da wird man lange suchen müssen, bis man so einen Menschen findet. Aber es wird ihn sicherlich einen "Sch...dreck" interessieren (und dies ist Boddiens Niveau!!!) Also, Pankow, lassen Sie sich nicht in die Irre führen, immer weiter so!!!
Dreikant schrieb am 24. März 2006 um 2:08
Lieber Möchtegern,das alte Preußentum und die entsprechende adige Linie sind Vergangenheit. Und ich sehe auch keinerlei Grund, den Hohernzollern neue Macht zu verleihen. Das neue Schloß Berlin wird ein Schloß des Volkes sein, so wie das Schloß Sanssousi heute öffentlich zugängig ist und allen gehört.Hau doch die Feindbilder endlich über Bord, dann können wir uns in der WIRKLICHKEIT begegnen.Dreikant
Dreikant schrieb am 24. März 2006 um 1:10
Lieber Ersnt Ludwig,da sprechen Sie ganz aus mienem Herzen. Die zentrale europäische Katastrophe ist der Ausbruch des Krieges zwischen den rivalisierenden europäischen Nationen 1914, und ab dann fiel ein Dominostein auf den anderen, und spätere Generationen werden das 20. Jahrhunderte als das Jahrhundert der Kriege und der Massenmorde bezeichnen (so wie wir heute das 17. Jahthundert unter 30jähriger Krieg abbuchen).in der Hoffnung auf bessere Zeiten, Dreikant.
Ernst Ludwig, 58 schrieb am 24. März 2006 um 0:01
Hier wird gesprochen von trauriger Vergangenheit, aus der das Schloß stammt. Ja, was kam denn nach 1918? Bürgerkrieg, Wirtschaftschaos, Braune Diktatur, Weltkrieg, Rote Diktatur, Teilung, Mauer und Stacheldraht.War das besser als die preußische Vergangenheit?
Dreikant schrieb am 23. März 2006 um 23:34
Hallo Henryk,>aber Schloss und/oder Schlossfassaden werden die Gesellschaft in Berlin mehr spalten als zusammenführen. Die Berliner Gesellschaft ist bereits gespalten und es geht darum, sich über die Mißverständnisse, Gerüchte etc. hinweg wieder zu finden.>Das ist das eigentlich Uncharmante an der Idee des Wiederaufbaus eines Symbols einer überlebten Epoche. Gemäß dieser Logik müßten wir alles abreißen, was älter als 10 Jahre ist.>Wir Berliner haben nun die historische Chance, das traditionell piefige wie großspurige Berlin der preußischen Engstirnigkeit zu überwinden und der Versuchung zu widerstehen, dem inzwischen neu gewonnenen Ruhm der Stadt ein Gesicht der traurigen Vergangenheit zu geben. Großspurigkeit und Engstirnigkeit stehen für mich eher für die Diktaturen des Dritten Reiches und des "real existierenden Sozialismus". Insofern werde ich den PdR genausowenig vermissen wie Speers Neue Reichskanzlei. Beides sind Unorte, und ihre Abwesentheit wird ermöglichen, daß eine geschundene Stadt Heilung finden kann.ein hoffnungsvoller Dreikant
Henschel schrieb am 23. März 2006 um 18:41
Tja, daraus wird wohl nichts. Ich bezweifle, daß sich ein Monarch im Humboldtforum zwischen all den Besuchern, die es täglich besuchen, wohlfühlen wird;-)Im Louvre residiert ja auch kein Monarch mehr. Die Schlösser gehören heute dem Volk obwohl es noch zahlreiche Europäische Länder gibt, in denen noch Monarchen in den Schlössern residieren.
möchtegern schrieb am 23. März 2006 um 18:07
Ich würde gerne wieder ein neues schloss in berlins mitte sehen, am liebsten mit "echten" Königen, etwa SKH. Prinz Greorg von Preusseneine Monarchie für Deutschland!
Wanderer, 25 schrieb am 23. März 2006 um 16:45
Geschichte ist was schönes!Es ist doch nun wirklich einmal so, dass Berlin nie ein Stadt-Staat war und das Schloss zu seiner Geschichte gehört.Wenn man akzeptiere dass das Schloss für eine rigiede und überflüssige Zeit steht, dann muss aber auch jeder DDR-Bau auf das Schnellste abgetragen werden, diesen Staat gibt es doch (trotz einiger NOstalgiker) nun seit 16 Jahren nicht mehr!Und dann erst das 100jährige Reich - das ist ja auch nicht mal auf 20 gekommen...Man kann natürlich philosophisch argumentieren, dann aber doch bitte richtig. Wenn schlechte Erinnerungen weg müssen (wobei Erinnerungen und Denkmale eine Stadt doch erst ausmachen - wobei Berlin ja genug, sagen wir Monumente des 20 Jahrhunderts, hat), warum dann die ganzen Nazibauten und die DDR-Bauten noch hier?!Da muss ich dann aber sofort Linden zustimmen und sagen, dass doch bitte die ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht werden sollte.Für die Ausführung könnte man ja das gleiche internationale Konsortium beauftragen, das schon in den 40er-Jaher den 20. Jh so erfolgreich bei der Neugestaltung Berlins mitgewirkt hat.Derweil muss ich das ja dann zum GLück nicht miterleben. Ich bin ja Gott sei Dank in Karlsruhe geboren. Wir haben ja unser Schloss schon wieder (und es ist bis heute unser Wahrzeichen und Herz des zentralistischen Fächergrundrisses!)
Kränhender Hahn schrieb am 23. März 2006 um 15:39
@ HenrikBerlin ist ja kein historischer Stadtstaat wie Hamburg und Bremen (früher noch Lübeck). Berlin war immer eine Hauptstadt und früher immer eine Königstadt. Hamburg und Bremen waren stets freie Republiken, deren Schlösser sind übrigens die Rathäuser, die an Pracht in Deutschland kaum überboten werden. Wenn in Hamburg also anstatt des prachtvollen Neu-Renaissance-Rathaus plötzlich ein etwas besserer Plattenbau steht, und es darum ginge ihn wieder zu entfernen und das Rathaus wiederaufzubauen, würden die stolzen Hanseaten aber kräftig spenden.Übrigens kommt von Boddien nicht aus Hamburg, sondern aus Pommern.
Waldmann schrieb am 23. März 2006 um 14:49
Man kann nur hoffen, dass bei dem geplanten Billigabriß nicht vergessen wird die Wanne so zu schützen, dass zum Baubeginn für das Schloss der Schlamm auch wieder herausgepult werden kann.Unnötige Mehrkosten!Als geborener Bremer kann ich nur sagen, dass wir in Bremen das Schloss niemals gesprengt hätten ;-)und es selbstverständlich wieder aufbauen würden.
Linden schrieb am 23. März 2006 um 12:46
....Bremen und Hamburg sind heute die Schwestern von Berlin und erfreuen sich der stolzesten Bürger überhaupt. Eine Schloss-Debatte wäre dort gar nicht denkbar. Niemand würde sich dort ein Schloss unterjubeln lassen......Der untere Beitrag beweist, daß es tatsächlich Menschen gibt, die glauben, Berlin hätte wie Hamburg und Bremen nie ein Schloß gehabt. Das dieses Schloß nur Phantasie ist und alle Fotos auf denen es zu sehen ist, Fälschungen sind! Ich glaube Pisa läßt grüßen! So geringe Geschichtskenntnisse hat nicht mal ein Dreijähriger...Dann kann man genauso weiter argumentieren, daß Hamburg und Bremen in der Mitte keinen Fernsehturm haben, der Berliner Fernsehturm also abgerissen werden muß, oder daß Hamburg und Bremen keine Museumsinsel haben und deshalb die Berliner Museumsinsel abgerissen werden muß. Das Zeughaus und der Marstall müssen natürlich dann auch weg, auch die Siegessäule und das Brandenburger Tor haben dann keine Daseinsberechtigung mehr....Vergleicht man jedoch Berlin mit Warschau oder Karlsruhe (beide Städte haben ein zu 100% rekonstruiertes Stadtschloß), sieht man, daß ein wiederhergestelltes historisches Ensemble für die Qualität einer Stadtmitte sehr wichtig ist.
Henrik, 27 schrieb am 22. März 2006 um 23:36
Da hier so häufig die Rede von der Historie ist, gebe ich zu bedenken, dass "Stadtbürger sein" immer schon bedeutete, sich von der Herrschaft zu emanzipieren. Dem Bürger die Macht! Aber ein Schloss? Das passt gerade auch historisch betrachtet überhaupt nicht ins Bild. Dabei steht natürlich die Frage im Raum, von wem aus man die Sache betrachtet. Welche freie Stadt hat ein Schloss in seiner Mitte? Bremen und Hamburg sind heute die Schwestern von Berlin und erfreuen sich der stolzesten Bürger überhaupt. Eine Schloss-Debatte wäre dort gar nicht denkbar. Niemand würde sich dort ein Schloss unterjubeln lassen. Aber neben den "organisierten Mehrheiten" des Hamburgers Wilhelm von Boddien gibt es ja auch in Berlin noch die eigentliche Mehrheit, der man ein Schloss vielleicht mit Ach und Krach unterjubeln kann, aber Schloss und/oder Schlossfassaden werden die Gesellschaft in Berlin mehr spalten als zusammenführen. Das ist das eigentlich Uncharmante an der Idee des Wiederaufbaus eines Symbols einer überlebten Epoche. Wir Berliner haben nun die historische Chance, das traditionell piefige wie großspurige Berlin der preußischen Engstirnigkeit zu überwinden und der Versuchung zu widerstehen, dem inzwischen neu gewonnenen Ruhm der Stadt ein Gesicht der traurigen Vergangenheit zu geben. Sollte unser Gesicht wie ein altes Schloss aussehen oder ist die Zeit der geschlossenen Entwürfe vorbei und wir verdienen ein Schloss, dass uns alle inhaltlich wie äußerlich repräsentiert?
webmaster schrieb am 21. März 2006 um 18:20
Melde mich bis zum 2. April ab.
Wanderer,25 schrieb am 20. März 2006 um 15:30
Hallo Dreikant,vielen Danke für die hilfreiche kunsthirtorische Aufklärung.Ich habe ja nie bestritten das der Palast der Republik in meinen Augen fehl am Platze ist und auch nicht das ich persönlich einen Wiederaufbau des Stadtschlosses bevorzuge (das wird in den zwei Dritteln meines Beitrages, in dem ich nicht mehr über den PdR rede, deutlich).Mein Anliegen ist viel mehr, auch Argumente vorzubringen, die sich nicht nur mit schwarz-weiß Malerei beschäftigen (frei nach dem Motto: Palast böse - Schloss gut). Ich habe diese Seite und auch zahlreiche Artikel in Zeitungen sehrwohl gelesen und weis um die Experteneinungen und die städtebaulichen Aspekte.Generell gesprochen ist Geschichte ein wichtiger Aspekt einer jeden Stadt un eines jeden Landes, ob diese nun positiv oder negativ ist. Daher sollten auch Zeugnisse aller Epochen erhalten bleiben.Da es aber doch nun schon beschlossene Sache ist, dass der Lampenladen wegkommt, muss ich keine Argumente mehr gegen ihn finden. Meine Überlegungen gingen aber vielmehr in die Richtung Barrockfassaden oder moderner Bau.Mein Argument war eher das Berlin schon zu viel moderne Architektur hat und so keinen neuen Ausdruck der postmodernen Extravaganz im Stadtzentrum braucht. Natürlich, und da stimme ich vollkommen zu, spielt da auch die weitgehend erhaltenen historische Umgebung eine Rolle.Es ist doch einfach interessant, dass die meisten Menschen die Architektur vor dem Zweiten Weltkrieg bis heute schön findet, was danach kam aber meist nicht mehr dem heutigen Geschmack entpricht...
Dreikant schrieb am 19. März 2006 um 23:00
Hallo Wanderer, >Ob das alte Stadtschloss ein einzigartiges Zeugnis europäischer Baukunst war, sei dahingestellt (ich habe einfach nicht genug Fachwissen um dies beurteilen zu können).Das Stadtschloß ist gut gemachter Barock, wäre allerdings bei Nichtzerstörung heute nicht Weltkulturerbe, sondern eher guter Durchschnitt, der sich mit anderen berühmten Barock-Baumeistern messen kann. Allerdings erfüllte das Stadtschloß eine städtebauliche Rolle, die der gegenwärtige Palast nicht erfüllen kann, da er verkehrt steht.Die Expertenkommision um Swoboda empfahl den Wiederaufbau der Schlüterschen Fassaden aus städtebaulichen Gründen.>Auch habe ich selbst den Palast nur als ausgeschlachtete Ruine gesehen und kann daher auch hier nicht reinen Gewissens behaupten das das Gebäude stehts ein Grauen war.Ich habe den Bau als Kind gesehen und fand ihn protzig, übertrieben und geschmacklos.>Doch fest steht, wenn man vor dem Palast der Republik, oder das was von ihm übrig ist, steht, fühlt man einfach eine gewisse Leere.Genau diese Leere habe ich in Erinnerung. Und dann diese Erinnerungen an matialische Militärparaden am 1. Mai vor dem Platz der Republik: Rollende Panzer und Soldaten im preußischen Stechschritt (kein Witz!). Und die hohen Herren standen auf dem Balkon des PdR und hoben die Hand zum Gruß *schauder*. Das ist nun glücklicherweise Vergangenheit. Und wenn der PdR weg ist, wird auch dieser Spuk ein Ende finden.
Wanderer,25 schrieb am 18. März 2006 um 19:20
Es ist interessant diese ganzen Einträge zu verfolgen. Was habe ich Tränen lachen müssen als ich manch Beitrag las. Es ist einfach nicht zu leugnen, Deutschland ist undd bleibt das Land der Dichter und Denker...Nun ist es ja wirklich so, dass manch Einer eine Art emotionale Bindung zu einem Ort oder Gebäude aufbauen kann und es so zu einer Art Symbol wird. Aber Fakt ist doch schließlich, dass die politisierte Diskussion um Abriss, Wiederaufbau, Disneyland und Ähnlichem an Pudels Kern letztendlich völlig vorbeigeht.Ob das alte Stadtschloss ein einzigartiges Zeugnis europäischer Baukunst war, sei dahingestellt (ich habe einfach nicht genug Fachwissen um dies beurteilen zu können). Auch habe ich selbst den Palast nur als ausgeschlachtete Ruine gesehen und kann daher auch hier nicht reinen Gewissens behaupten das das Gebäude stehts ein Grauen war.Doch fest steht, wenn man vor dem Palast der Republik, oder das was von ihm übrig ist, steht, fühlt man einfach eine gewisse Leere. Und nun wird am Abriss des Palastes gearbeitet. Gegenseitiges Beschimpfen und heruntermachen ist nun überflüssig. Der Palast geht, die Frage was kommt ist dadurch umso wichtiger.Seht Berlin doch einmal an: Ich selbst war vor zwei Jahren das erste und einzige Mal dort. Ich liebe die Stadt, mag auch seine moderne Architektur. Doch irgendwann reicht es auch. Es ist doch so, dass nach dem X-ten Glas-Beton Kunstwerk der Reiz verloren geht. Berlin hat einen besonderen Charm, doch fehlt im manchmal (und das wage ich nun als einmal Tourist ganz unverblümt zu sagen, so als Außenstehender sozusagen) die Seele. Es ist Unsinn Berlin mit Städten wie Paris oder Rom zu vergleichen. Diese Städte wurden nie zerbombt. Doch auch Berlin, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie Bundeshauptstadt ist, hat ein Recht auf eine Seele. Meines Erachtens hat ein Forum, Milchbar, oder auch Edelpuff, bessere Chancen Berlins Seele zu werden wenn es im Kleide des Stadtschlosses daherkommt, als wenn es sich als weiterer moderner Kubus unter vielen präsentiert. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, doch kann man nicht leugnen, dass Fans moderner Architektur in Berlin schon vollends auf ihre Kosten kommen.Warum soll Berlin nicht dürfen was Dreseden schon so erfolgreich demonstriert hat?Warum soll Deutschland seine (man bemerke das bitte) 60jährigen (nicht als politisches Statement zu betrachten, Danke) Wunden nicht lecken dürfen?! Und man bemerke dass dies moderne Architektur in Form wunderbarer Hochhäuser trotzdem weiterhin zum Zuge kommt. Man denke da nur an die Umgestaltunge der City-West (Ich liebe Denglisch!) oder die des Alexanderplatzes) - verträgt die Stadt da noch mehr Moderne?!
neuer Gast, 38 schrieb am 17. März 2006 um 9:03
Lieber Dreikant,genauso sehe ich es auch. Darum hätte ich auch nichts dagegen, wenn die PdR-Befürworter diesen an anderer Stelle, wo er nicht so stört*, aus Ruinen wieder auferstehen lassen. Aber bitteschön - wie beim Schloss - die Fassade nur aus Spendenmitteln. Ich wünsche jetzt schon viel Erfolg beim Sammeln 😉 *Idee: der PdR würde sich sicher als Hangar am neuen Großflughafen gut machen. Da würde ja sogar die A380 reinpassen.
Dreikant schrieb am 16. März 2006 um 21:10
Hallo, Neuer Gast,das Hauptproblem des PdR ist (von seiner Ästhetik mal abgesehen), daß er städtebaulich um 90 Grad verkehrt herum gebaut worden ist: Dann hätte man lediglich Schlüters Fassade davorblenden können und ihn im Inneren an eine neue, sinnvolle Nutzung anpassen können. Aber so wie er dasteht, lenkt er die Sichtachse Unter den Linden nicht um (wie Schlüters Fassade), sondern bricht sie und führt sie auf den viel zu großen ehemaligen Militärparadenplatz der verflossenen DDR. Und Schinkels Altes Museum hat keinen Bezug zu einem Gegenüber, um in einen Dialog zu treten (damals zwischen Bildung und Politik), sondern führt stattdessen Selbstgespräche.Die Berliner werden nach der Vollendung des Schlosses die seltene Erfahrung machen, daß die Errichtung eines einzigen Gebäudes eine gesamte Stadt tiefgreifend ändern kann.
neuer Gast, 38 schrieb am 16. März 2006 um 13:30
An Dreikant: Gute Idee. Ich hab persönlich ja auch nichts gegen den PdR. Problem ist nur, daß er bedauerlicherweise an der Stelle steht, an die nunmal das Schloß gehört. Also liebe PdR-Freunde: Die Glasfassade des PdR wird ja sorgfältig demontiert. Vielleicht sammelt Ihr ja ein wenig Geld, um diese am ICC anzubringen, und dieses damit zu "verschönern....