@ Wendel

Ihre Argumentationsweise ist schon sehr merkwürdig und Sie sollten diese Aussage noch einmal überdenken: "Schliesslich war die ehemalige BRD grösser als die DDR. Also sollte man jetz auch nicht, als Andenken für weniger als die Hälfte der Bevölkerung, eine solche Bausünde fördern."
Auch Ihre harte Wortwahl gegenüber den Architekten ist völlig unangebracht, denn es ist der Wille der Politik der festgelegt hat, dass nur die Kubatur und einige Fassaden wiedererstehen sollen. Es wurde auch ein, meiner Meinung nach sehr unausgereiftes, Nutzungskonzept entwickelt, welches im Bau berücksichtigt werden muss.
Desweiteren ist der Wettbewerb noch gar nicht angelaufen, woher wollen sie also wissen was die heutige Architektur an diesem Platz zu bieten hätte.

  • Hans Adam

    Was die heutige Architektur an diesem Platz zu bieten hätte, kann man beispielsweise daran sehen, was sie aus Stülers Neuem Museum gemacht hat. Zu so einer Schandtat wäre nicht mal die sogenannte DDR fähig gewesen.
    Es gibt im West- wie im Ostteil der Stadt ausreichend Beweise, was die heutige Architektur zu bieten hat. Am Schloßplatz möge sie uns bitte davor verschonen!

    Hans Adam

  • Wendel

    Meines Wissens nach gibt es heute nur noch ein Deutschland. Also sollte man auch das Schloss in der gesamtdeutschen Hauptstadt nicht nach Manier der "Ostalgie" gestalten. Es wird sich doch immer beschwert, daß die Teilung in den Köpfen noch immer fortbesteht. Mit der Idee eine Ostfassade nach Art des Lampenladens zu installieren, wird man diesen Zustand nicht ändern können. Was meine Äußerung zu den Architekten angeht, denke ich ja gar nicht daran was zu beschönigen. Es geht mir auch nicht nur um Berlin. Überall, wo Städtebauliche Projekte verwirklicht werden sollen, bekommt man den selben Schrott vorgesetzt. Das beste Beispiel ist Frankfurt am Main. Nach der Beseitigung des Technischen Rathauses besteht die einmalige Gelegenheit einen Bereich der Altstadt neu zu gestalten. Doch was kommt da von Seiten der Architekten? Schrott! Wieder einmal einfallslose Klötze mit glatten und schmucklosen Fassaden. Und dann hat der BDA auch noch die Frechheit zu behaupten einzig und alleine ihre Berufsgruppe hätte die Kompetenz zu entscheiden was das Beste für die Stadt sei. Die Bürger sind in dieser Frage zwar keine "Experten", aber sie müssen schliesslich in den Städten leben und entscheiden aus dem guten Gefühl heraus. Haben Sie schon einmal eine Ansichtskarte verschickt? Dann haben Sie sicher festgestellt, daß nur die schönsten Seiten der Stadt, also Rathäuser, Kirchen, historische Straßenzüge und Schlösser auf den Karten abgebildet sind. 08/15 Bauten möchte nämlich niemand sehen. Klar weiß ich noch nicht was die heutige Architektur am Schlossplatz zu bieten hat. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen welcher Abfall wieder in den Wettbewerb eingereicht werden wird. Gibt man der heutigen Architektur auch noch so viele Chancen, man wird am laufenden Band enttäuscht. Es fehlen einfach die zündenden Ideen.

  • Wendel

    Meines Wissens nach gibt es heute nur noch ein Deutschland. Also sollte man auch das Schloss in der gesamtdeutschen Hauptstadt nicht nach Manier der "Ostalgie" gestalten. Es wird sich doch immer beschwert, daß die Teilung in den Köpfen noch immer fortbesteht. Mit der Idee eine Ostfassade nach Art des Lampenladens zu installieren, wird man diesen Zustand nicht ändern können. Was meine Äußerung zu den Architekten angeht, denke ich ja gar nicht daran was zu beschönigen. Es geht mir auch nicht nur um Berlin. Überall, wo Städtebauliche Projekte verwirklicht werden sollen, bekommt man den selben Schrott vorgesetzt. Das beste Beispiel ist Frankfurt am Main. Nach der Beseitigung des Technischen Rathauses besteht die einmalige Gelegenheit einen Bereich der Altstadt neu zu gestalten. Doch was kommt da von Seiten der Architekten? Schrott! Wieder einmal einfallslose Klötze mit glatten und schmucklosen Fassaden. Und dann hat der BDA auch noch die Frechheit zu behaupten einzig und alleine ihre Berufsgruppe hätte die Kompetenz zu entscheiden was das Beste für die Stadt sei. Die Bürger sind in dieser Frage zwar keine "Experten", aber sie müssen schliesslich in den Städten leben und entscheiden aus dem guten Gefühl heraus. Haben Sie schon einmal eine Ansichtskarte verschickt? Dann haben Sie sicher festgestellt, daß nur die schönsten Seiten der Stadt, also Rathäuser, Kirchen, historische Straßenzüge und Schlösser auf den Karten abgebildet sind. 08/15 Bauten möchte nämlich niemand sehen. Klar weiß ich noch nicht was die heutige Architektur am Schlossplatz zu bieten hat. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen welcher Abfall wieder in den Wettbewerb eingereicht werden wird. Gibt man der heutigen Architektur auch noch so viele Chancen, man wird am laufenden Band enttäuscht. Es fehlen einfach die zündenden Ideen.

  • Dominik Dietz (25)

    Das beste Beispiel für miserabele moderne Architektur sehe ich z. B. am Potsdamer Platz. Jedes mal wenn ich dort vorbei fahre, wenn ich mal in Berlin, bin schüttel ich mit Unverständnis den Kopf. So kalt, so ideenlos, so tot, so nichtssagend! Und der Leipziger Platz ist leider auch nicht besser davon gekommen. Ich verstehe einfach nicht, wie man immer wieder über den Willen der Mehrheit des Volkes hinweg gehen kann. Da kann man nur beten, dass sich in dieser Hinsicht in Zukunft etwas ändert.

  • Schlichting

    wie recht sie haben ! richtig,es gibt zu wenig zündende ideen in der architektur,
    wenn sie mal in asien waren,werden sie hocherfreut über moderne architektur z.b. in singapur oder malaysia sein.
    unsere langweilige architektur hängt auch mit der sattheit unseres landes zusammen,

    die kreativsten menschen sind immer die,die den größten hunger nach neuem haben,und das finden sie in asien.

    wir deutsche sind satt.keine ideen,kein biss;wir setzen nur noch auf vollkasko-sicherheit und bequemlichkeit,

    wir sind fett und träge geworden und meinen ,uns auf dem erarbeiteten ausruhen zu können und merken gar nicht mehr ,was um uns herum passiert

  • S.Hartmann

    Nur das ein recht großer Teil der Architektur in Asien gerade von Europäern oder Amerikanern entworfen wird.
    Das gleiche passiert auch in den Ölstaaten.

    Und ich glaube das die wenigsten hier im Forum diese unbedachte, massive, agressive und profitorientierte Bauwut in Asien(China) für so erstrebenswert hält. Die Städte dort verlieren zunehmend ihre alten Struktueren und ähneln sich immer mehr.

  • Schlichting

    nun kann man die megastädte asiens in ihrer gesamtheit nicht mit berlin vergleichen, berlin wirkt da quasi,wie ein stadtteil…
    aber partiell herrscht dort architektonisch mehr offenheit,frische und mut,anders als in berlin eben.

  • Füxlein

    Leipziger- und Potsdamer Platz finde ich eigentlich sehr gelnungen. Häßlich ist z. B. der Mehringplatz (eigentl. Belle-Alliance-Platz) oder auch der neue Marlene-Dietrich-Platz und der Breitscheidplatz.

  • S.Hartmann

    Stimme ich ihnen zu.
    aber warum "eigentl. Belle-Alliance-Platz", eher EHEMALS B.-A.-Platz

  • Füxlein

    Ich halte nicht so viel von Straßenumbenennungen aus ideologischen Gründen. Daher ist er für mich nach wie vor der Belle-Alliance-Platz.

  • S.Hartmann

    Dann sollten Sie den Platz vielleicht eher "Rondell" nennen, denn so hieß er von 1734-1815, bis er dann aus "ideologischen Gründen" umbenannt wurde.

    Oder aber Sie geben offen zu das Sie lieber in vergangenen Zeiten denken, statt irgendwelche Pseudoargumente vorzulegen.