Aufgeblasene Hülle, Übertrag Gästebuch

* Master
schrieb am:28.01.2008 17:28:01
Wird das Schloss den nicht nur ein aufgeblasene Hülle des Alten?Außerdem kann man die Frauenkirche in Dresden o. Ä. als Beispiel nehmen, da sie ja als Kirche genutzt wird .Ein Schloss kann man doch nicht einfach durch irgendwelche Museen „entweihen“ die nichts mit der preußischen oder dt. Geschichte zu tun haben!

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    * Berlinfreund
    schrieb am:28.01.2008 22:56:58
    Wenn man das in letzter Konsequenz will, dann muß man die Monarchie wieder herstellen und den derzeitgen Hohenzollern-Thronprätendenten Georg Friedrich als Kaiser ins Schloß schicken. Dann hätte das Gebäude wieder 100-prozentig seine alte Funktion.

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    Neuheim
    schrieb am:29.01.2008 05:49:46
    Ich verweise auf den Louvre, der ganz hervorragend als Museum funktioniert, aber ursprünglich natürlich kein Museumsbau war.

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    Fritz Reschke, 59
    schrieb am:29.01.2008 11:58:43
    Ihr Architekten der Welt, verschont uns mit euerer grenzenlosen, fantastischen Kreativität und verhunzt andere Orte, derer es in Berlin tausende gibt… Und zieht im laufenden "Architektur"-Wettbewerb auch nicht beleidigt den Schwanz ein, weil euerem großen Tun und eueren unaufhörlich sprudelnden Superideen durch die Vorgabe von Barockfassaden enge kreative Grenzen gesetzt sind.
    Es bleiben noch genügend Vermurksungsmöglichkeiten:
    – Kuppel
    – Ostfassade
    – Diverse Innenhofseiten
    * Neuheim
    schrieb am:29.01.2008 05:49:46
    Ich verweise auf den Louvre, der ganz hervorragend als Museum funktioniert, aber ursprünglich natürlich kein Museumsbau war.

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    Dr. Boje Maaßen, 68
    schrieb am:29.01.2008 12:10:29
    Bei der Rekonstruktionen von Bauwerken kommt es nur auf drei Dimensionen an: 1. die ursprünglichen (originalen) Formen im Ganzen und im Detail müssen wiederhergestellt, 2. der ursprüngliche Ort bzw. Raum muss ausgefüllt und 3. dieselbe Materialart (also wieder Holz statt Plastik) muss verwendet werden. Unwichtig ist also, ob es sich noch um dasselbe Material handelt und ob das Bauwerk in der Zwischenzeit nicht existierte. Alle anderen Einwände sind metaphysischer Art. Ziel allein ist, die in dem Bauwerk verkörperte Idee der Hersteller konkret wahrnehmbar zu machen. Die jeweilige Idee nimmt keinen Schaden, wenn sie das zweite Mal realisiert wird."

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    S.Hartmann
    schrieb am:31.01.2008 23:33:56
    …da war doch was.

    Ja, zum Beispiel eine Gesetzgebung die den öffentlichen Auftraggeber dazu verpflichtet bei Projekten dieser Größenordnung europaweit auszuschreiben und qualifizierte Büros zu engagieren (dies wären Architekten, da sie die einzigen mit der nötigen Ausbildung sind).

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    Wendel
    schrieb am:02.02.2008 05:16:34
    Die Architektenschaft wird immer viel zu hoch bewertet. Denn es sind ja am Ende nicht die Architekten, die ein Bauwerk umsetzen, sondern die kleinen Leute vom Bau. Ausserdem sind auch noch Gutachten zur Statik notwendig. Die enttäuschenden Entwürfe von Seiten der Architekten, die leider seit einiger Zeit Standard geworden sind, würde selbst ich hinbekommen. Man kann nur hoffen, daß diese Epoche der unendlichen Ideenlosigkeit bald überwunden wird. Für eine Rekonstruktion braucht es keinen dieser überheblichen Gebäudeerfinder. Nur alte Pläne und ein gutes Bauunternehmen. Da die Architektenschaft so offensichtlich unzufrieden mit dem Wiederaufbau des Schlosses ist, soll sie doch lieber ganz ihre Finger davon lassen. Das Schloss bietet ohnehin nicht genug Raum für den Selbstverwirklichungsdrang der Branche.

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    S.Hartmann
    schrieb am:02.02.2008 13:56:59
    Vergessen Sie bitte nicht das der größte Teil der Arbeit eines Architekten nicht im Entwurf, sondern in der techn. Planung und Ausführung liegt.

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    Wendel
    schrieb am:02.02.2008 14:45:43
    Wahrscheinlich ist das so. Gegen moderne Architektur ist ja auch gar nichts zu sagen,…wenn sie gut gemacht ist. Die Städte müssen sich auch weiter entwickeln, ganz klar. Aber man sollte eine Rekonstruktion eben eine Rekonstruktion sein lassen und nicht mit aller Gewalt versuchen den Fortschritt dort hinein zu pressen. Was ein historisches Stadtbild angeht, ist Berlin eh schon verloren. Da ist es besser die Stadt so neu und modern zu gestalten wie es nur geht. Aber wenigstens den kleinen Bereich vom Brandenburger Tor zur Museumsinsel sollte man doch als historischen Kern bewahren, bzw. wieder herstellen dürfen. Eine Mischung von 80% neuer Kreation und 20% Rekonstruktion wären doch wünschenswert. Dort wo es möglich ist und etwas Sinn hat. So könnte man nach und nach gezielt einige Stadtbilder in Deutschland wiederbeleben.

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    S.Hartmann
    schrieb am:02.02.2008 17:04:36
    Da sind wir einer Meinung, doch liegt das bei diesem Projekt nicht in den Händen der Architekten (daher revoltieren manche schließlich), sondern die Politik hat ein halbausgereiftes Konzept vorgelegt und will nun andere Vorschläge nicht akzeptieren (denn auch ein Konzept mit "Vollrekonstruktion" würde ausgeschlossen werden, da dort kein Humboldtforum mehr hineinpasst). Dies Projekt soll so viel auf so kleinem Raum, mit relativ knappen Mitteln leisten, da ist das Risiko sehr hoch das es die hohen Erwartungen auf allen Seiten nicht erfüllt.

    P.S. die Damen und Herren Politiker sollten auch besser nicht so fest an ihren kalkulierten Kosten festhalten, denn am Ende wird es eh teurer, die Baukosten steigen momentan erheblich an auf dem Markt.