Tobias, 29
schrieb am 2. April 2007
um
13:17
Mit dem Erhalt des Palastes der Republik hätte man geschichtshistorische Reife beweisen können. Auch von praktischer Seite hätten die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten den Erhalt mehr als gerechtfertigt.Stattdessen setzten sich Stimmen durch, die den Hang zur Siegermentalität ("...unser System hat gewonnen!") vermuten lassen. Doch ironischerweise wurden genau hier marktwirtschaftliche Gesichtspunkte vernachlässigt und die "Auslöschung" dieser Symbolik des anderen Systems um jeden Preis durchgeboxt.Da es sich beim Ergebnis des sog. Wiederaufbaus niemals um das wirkliche Schloss handeln kann, sondern bestenfalls um eine gute Kopie, kann man die Stadt künftig wohl in einem Atemzug mit Disney-Land nennen, das sich auch mit schnuckeligen Attrappen schmückt.
Leutner, Robert, 48
schrieb am 2. April 2007
um
9:59
Nein, nein, Frau Wiese hat völlig Recht.In London, Rom, Paris, ja sogar Moskau würden - ginge es um die Wiedererrichtung ähnlich bedeutsamer historischer Kulturbauten - keinerlei Diskussionen entstehen, sondern alle Entscheidungsträger würden ausnahmslos nur die hundertprozentige Rekonstruktion des Objektes - besonders der äußeren Gestalt - ins Auge fassen. Etwas anderes käme in diesen Metropolen gar nicht in Frage.
Engelsberger, Reinhard, 43
schrieb am 1. April 2007
um
23:55
Pro Wiederaufbau des Stadtschlosses und pro Wiederaufbau des Schlosses Monbijou!
Ralf Wendel, 30
schrieb am 1. April 2007
um
19:39
Ja ja. Da hat sich wieder ein Vollidiot zu Wort gemeldet.Paris mit Berlin zu vergleichen ist so ziemlich das dümmste was man machen kann. Ich bin mir sehr sicher, wäre Paris im letzten Weltkrieg ähnlich zerbombt worden wie Berlin und wäre Frankreich in verschiedene Sektoren aufgeteilt worden, so würde dieser ach so tollen Stadt auch niemand große Beachtung schenken. Klar kann man stolz sein auf die kulturellen Schönheiten der Stadt und damit angeben bis zum Abwinken. Ich finde es nur immer wieder faszinierend welch hässliche und abstoßende Stadtteile sich in Paris befinden. Auch ohne eine DDR hat Paris es geschafft Hochhäuser zu bauen, die wie Plattenbauten aussehen. Länder, die noch weitestgehend unversehrte Städte haben, lassen diese aber meistens mit ihrer achtlosen Mentalität verkommen. Wem es in Deutschland oder Berlin nicht gefällt, soll doch verschwinden und ins europäische Ausland abwandern. Diese ewige Schwärmerei über ausländische Städte kann ich überhaupt nicht verstehen. Gemessen an der Kriegszerstörung, gefallen mir unsere deutschen Städte unheimlich gut. Natürlich waren die vorher schöner. Aber alleine die Sauberkeit, die es bei uns gibt, macht schon sehr viel aus. Nörgeleien über Deutschland kommen immer von Leuten, die mit ihren Fern- und Weltreisen prahlen, von ihrer deutschen Heimat aber noch nichts gesehen haben. Leute, die alle Sehenswürdigkeiten in Paris aufzählen können, aber nicht wissen in welchem Bundesland sich Erfurt befindet. Dieses Verhalten finde ich sehr ärmlich.
Suss, Dave (30) USA
schrieb am 1. April 2007
um
16:36
Gott sei Dank für den Förderverein des Berliner Schlosses!! Wir sind heute zufällig in Berlin vor beigekommen...und was für eine Überraschung. Dank der Hilfe von dem Herrn Dr. Volker Schmidt haben wir vieles neu gelernt -- und nicht nur vom Schloss aber auch von Berlin im ganzen. Mit dem Modell und anderen Arbeiten des Vereins haben die Berliner einen echten hochwertigen Schatz. Und dann das Schloss:Berlin entwickelt sich wieder in einer Hauptstadt ein und das Schloss gehört einfach dazu.
Daniela Wiese, Diplom-Designerin
schrieb am 1. April 2007
um
14:18
Armes Berlin!Ich bin gelegentlich in Paris und wundere michüber dieses Provinztheater.Hätten irgendwelche VollIdioten den Louvre abgerissen, da würde nicht lange gezappelt und geredet.Die Champs Elysees, der Etoile, die GrandArche,alles hat sich entwickelt aus dem ... Louvre!Er ist eine städtische Urzelle und ich glaube das die meisten Einwohner das auch wissen, weil sie es in der Schule lernen.Die Franzosen sind traditionell und recht stolz,glänzen und werden bewundert und geachtet.Sie kämpfen für die Schönheit ihrer Stadt undihre kulturelle Erbschaft!Nicht mal so ein Irrer wie LeCorbusier(ein Schweizer) hat bei seinen Planungen den Louvre auch nur anzufassen gewagt.Solche VollIdioten gibt es nur bei uns!Und die, die nichts dabei finden sind auch VollIdioten!!!
Brandis, Roland, 43
schrieb am 31. März 2007
um
11:48
Hoffentlich sind in Berlin professionelleBauhistoriker und kompetente Bauherrenam Werk! Das neue Schloßding in Braunschweigjedenfalls ist wirklich abschreckend.Gehen Sie notfalls kleine Schritte, aber machenSie bitte keine schwer zu behebenden Fehler.Auch mit Blick auf Potsdam und dem dortgeplanten anderen Schloßding, genannt Landtag,kann man an Bildung und Geschmack sehreinflußreicher Leute verzweifeln lernen!
Ulrike Burdenski, 34
schrieb am 26. März 2007
um
9:36
Gestern bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Unterzeichnung der Römischen Verträge konnte man den wundervollen Schlüterhof im Deutschen Historischen Museum (Zeughaus) bewundern. So könnte - in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft - auch der Schlüterhof des Berliner Stadtschlosses wieder einmal aussehen und damit feierlichen Anlässen von ähnlich herausragender Bedeutung einen würdevollen Rahmen geben.
Ernst Ludwig
schrieb am 26. März 2007
um
0:01
Lieber Manuel, lies doch einfach diese Seiten hier durch, dann brauchst Du nicht eine solche Frage zu stellen.
Manuel Söllner, 16 (Bayern)
schrieb am 25. März 2007
um
20:23
Es ist unsere Vergangenheit die damals gesprengt wurde. Das es nun an uns liegt, das Berliner Schloss wiederaufzubauen ist mehr als ein Problem, da wie wir alle wissen der Bund und Berlin sehr verschuldet sind. Ich war vor 2 Jahren in Berlin und hab dort eine Zeitschrift in der Humbolt-UNi erhalten auf der Man Spenden soll. Leider habe ich das nicht getan. Jetzt fahre ich als Abschlussfahrt wieder in die Hauptstadt, und will nun endlich auch dafür was tun.Ein Frage: Ist es jetzt schon sicher das das Schloss wieder aufgebaut wird? Wäre toll wenn mir dies einer beantworten könnte.Manuel Söllner
Mayer
schrieb am 25. März 2007
um
12:47
Ich betrachte den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als ein ganz großartiges Vorhaben, um Berlin seine Mitte zurückzugeben. Ich hoffe jedoch, dass es mit diesem Schloss nicht getan ist. Ein weiteres Projekt, das meiner Meinung nach unbedingt umgesetzt werden sollte, ist die Rekonstruktion des Schlosses Monbijou (neben dem Bodemuseum). Es war einfach nur eine Untat dieses Gebäude 1956 zu sprengen. Der Berliner Dom, das Stadtschloss, die Museen der Museumsinsel und das Schloss Monbijou gehören zusammen. Dieses einzigartige Ensemble muss wieder hergestellt werden.
Ralf Wendel, 30
schrieb am 19. März 2007
um
17:49
An Herrn Kern.In der Tat ist es sehr schön, daß das Mannheimer Schloss jetzt einmal richtig saniert wurde. Endlich hat man auch wieder die Mansarddächer auf dem Hauptgebäude errichtet. Die finde ich ganz wichtig für das Erscheinungsbild. Erst letztes Jahr war ich in der quadratischen Stadt. Was mir aber so überhaupt nicht gefallen hat, ist das, was sich hinter dem Schloss befindet. Statt eines schönen und weitläufigen Parks, befinden sich dort nur eine Straße und eher schmutzige Bahnanlagen. Dadurch erschien mir das schöne Bauwerk auch eher etwas im Abseits. Als zentralen Ort habe ich aber den Wasserturm gesehen. Trotzdem hat mir Mannheim ziemlich gut gefallen. Für die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum soll ja einiges umgebaut werden. Dann lohnt sich der nächste Besuch umso mehr. Vielen Dank!
Kern, Klaus Otto
schrieb am 19. März 2007
um
9:46
Wachgeküsst! Mannheim hat sein Schloss wieder. Ab April 2007. Das nach dem Krieg vom Abriss bedrohte Barockschloss ist total renoviert, beherbergt die Uni und die historischen Räume im Mitteltrakt. Die Mannheimer sind glücklich, denn die Quadratestadt ist - ähnlich Berlin - auf das Schloss hin konzipiert. Es ist das architektonische und emotionale Herz der Stadt. Berichten Sie darüber.
Sebastian,17
schrieb am 15. März 2007
um
15:39
ich stimme Kralle absolut zu!!!Die neu geplante Brücke in Dresden ist aber auch sowas von hässlich! Dabei war Dresden vor dem Krieg einer der schönsten Städte Weltweit!! Schade Schade was für eine Antikulturelle Politik in Deutschland
Kralle
schrieb am 15. März 2007
um
12:33
Der Fall Dresden – ein Präzedenzfall Warum sollte man eigentlich irgend einen müden Euro in eigentlich großartige Wiederaufbauprojekte stecken, wenn ein Weltkulturerbe wie im Falle Dresdens sinnlos in die Gosse geschüttet wird? So denkt mittlerweile auch Günter Blobel, der sein Engagement zumindest für Dresden an den Nagel hängen will. Die Brücke dort hätte man auch kleiner haben können, ohne dass sie alles verschandelt und die Unesco herausfordert wird. Offenbar sind die Herren Milbradt und Co. genauso große Kulturbanausen wie Ulbricht und Honecker. Denen waren auch Schnellstraßen und kurzfristige, meist hässliche Prestigeprojekte auch wesentlich wichtiger als bleibende Werte. Und was ja am Ende stets den Ausschlag gibt, ist die Meinungsdiktatur solcher Politiker. Warum wird Deutschland eigentlich immer nur von geistigen Proleten regiert? Weltkulturerbe auf den Müll? Der Fall Dresden verrät uns viel darüber, wie es wirklich läuft in diesem Land. Kein Patriotismus, eine große geistige Identitätslosigkeit, kein Bewusstsein für die bleibenden (kulturellen) Werte unseres Landes.
Wiesner, Ullrich
schrieb am 13. März 2007
um
12:41
Schlossneubau als Klon aus Schloss und "Ballst der Republik" mit spreeseitiger PdR-Fassade und Volkskammersaal im Innern?Die Planer ticken wohl nicht mehr richtig. Wir sollten doch alle froh sein, die "DDR" verabschiedet zu haben.Wenn die quacksalbernden Ämter, Stadtplaner und Architekten in Deutschland doch ein einziges Mal den Mut zu einer hundertprozentigen Rekonstruktion hätten!Kein Wunder, dass angesichts einer drohenden Missgeburt eines (teilweise) wiederauferstandenen Hohenzollernbaus die Spendengelder aus privater Hand so spärlich fließen.
Burg
schrieb am 7. März 2007
um
22:49
Das Schloß braucht die Kuppel, wie sieht es mit Minaretten aus? Ein Amerika-Haus gibt es ja schon, aber ist dieses wirklich schöner als es der Palast war und wurde es auf Asbest untersucht? Und viele andere zeitgenössische Gebäude?Nichts gegen den Fernsehturm, aber die gewachsene historische Bausubstanzmitte Berlins gibt es wohl so schnell nicht wieder. Die Zeiten sind auch nicht so danach. Es fragt sich vor allem, wer bestimmt dort und wer wird dort zukünftig leben? Da umschauen, dann bauen, sonst wird's oberflächlich historisierter Museumskitsch für d'Katz.
Ochantel, Michael
schrieb am 7. März 2007
um
15:22
Macht hin man! Wat freu ick mir dat det Schloss zurück kommt!!Tausendmal schöner als der Potsdamer-Platz! Als ehem. Berliner ist das eine Freude!Im übrigen, Herr Putin hat in Königsberg mehrere Mio. €uros bereit gestellt damit das Königsberger-Schloss wiedererrichtet wird!Nachzulesen in Russland-Aktuel.ru.Aber wir werden bestimmt schneller sein...
Colin England
schrieb am 3. März 2007
um
21:55
Gruss aus England!A wonderful plan.I was looking at pictures of old Berlin thinking what a tradgedy it was that so much has been lost when i came across the plans to rebuild the schloss.good luck with it all, it will be a fantastic addition to the Berlin scenery.
Fehmers, Franz-Josef (53 Jahre)
schrieb am 3. März 2007
um
11:34
Ich habe einen Dauerauftrag über 10 € monatlich bis 31.12.2011 eingerichtet und werde so 570 € zur Wiederherstellung der Fassade des Stadtschlosses beitragen. Warum tue ich das?Die DDR-Führung hat durch die Sprengung des Stadtschlosses eine oede Brache geschaffen und später versucht, diesen Fehler durch Errichtung eines "modernen" Gebäudes zu kaschieren. Der grundlegende Fehler (Sprengung) soll nun durch die Wiedererrichtung des Stadtschlosses in seiner äußeren Form rückgängig gemacht werden. Ich verstehe das Jammern darüber nicht. Wollen die Befürworter des Palastes der Republik das Selbstverständnis der untergegangenen DDR in Zerstörung und importiertem Modernismus konservieren?Die Karl-Marx-Allee erinnert nach meiner Auffassung authentischer an die DDR; für ihre Erhaltung trete ich selbstverständlich ein.Meerbusch, 03.03.2007