mario ehrt
schrieb am 28. April 2007
um
14:05
der aufbau eines gebäutes, welches bereits so lange zeit nicht mehr besteht hat rein gar nichts mit geschichtsverständniss zu tun. es zeugt eher von einem völligen unverständniss für die vergangenheit, und eine architektur ist nicht wichtiger, nur weil sie älter ist. architekturgeschichtlich ist auch eher der palast der republik für seine epoche bezeichnent, als das stadtschloss für seine. der aufbau ist daher eher ein rückschritt. es würde ja auch niemand speer`s reichskanzlei wieder aubauen wollen, oder?
Meyer, Max
schrieb am 28. April 2007
um
13:09
Sie möchten dasSchlüter'sche Schloßin Berlin wiederaufbauen, aber beziehen Sie bitte Schlüter bei Ihren Beratungen ein, denn er war das Genie, das Sie heute nicht so schnell finden werden.Vielleicht sieht man noch nach Petersburg wo Schlüter gewirkt haben soll...Eine wirkliche Rekonstruktion - über die genaue Version muß man sicher diskutieren - wird von jedem verstanden.Das Schlüter'sche Schloß in Berlin mit dem Eosanderportal und Stülers Kuppel ist zeitlos schön und flexibel genug für die kommenden Funktionen.
Brandis, Roland, 43
schrieb am 28. April 2007
um
10:57
Glückwunsch zum Startschuß diese Woche!Genaue Vorstellungen von der Art des Wiederaufbaus scheint es bei Ihnen aber nochnicht zu geben. Anders als bei dem Schloß in Darmstadt (s.u.), in Stuttgart oder sonst in der deutschen Provinz haben Sie sich mit Berlin, dem Bauplatz und dem Humboldt-Forum ein Projekt vorgenommen, das höchsten und repräsentativen Anforderungen genügen muß.Meiner Meinung nach sind sie mit einem wirklich historisch getreuen Wiederaufbau auf der sicheren Seite. Wenn Sie hinter den Fassaden irgendetwas Modernes fabrizieren,geht das mit hoher Wahrscheinlichkeit daneben und das können Sie sich in diesem Fall eigentlich nicht leisten. Eine wirkliche Rekonstruktion - über die genaue Version muß man sicher diskutieren - wird von jedem verstanden, Experimente mit irgendwelchenModearchitekten (andere gibt es kaum) sind hochriskant, da brauchen Sie eigentlich ein Genie, damit es gelingt. Und eine ruhig einfache barocke Innenraumgestaltung ist zeitlos schön und flexibel genug für die kommenden Funktionen.Bauen Sie ein Barockschloß, ja, reservieren Siedem Herrn Schlüter einen leeren Stuhl bei Ihren Beratungen, denn er war das Genie, das Sie heute nicht so schnell finden werden.
Meyer, Max
schrieb am 28. April 2007
um
7:40
Zitat:"Schlüter nachempfunden":Alle Schloßbaumeister nach Schlüter haben Schlüter als den Berliner Schloßbaumeister nachempfunden und versucht zu in seinem Sinne zu vervollkommen wenn auch "ahistorisch" ( Galerien-weiterbau im Schlüterhof westlich der Portalrisalite I und V in den Jahren 1861 -1888, und Eosanderportalanbau im Innenhof in den Jahren 1888 - 1918). Diese Unvollkommenheiten gilt es zu vollenden.Folgende Zitate als Beleg:1861 -1888 König und Kaiser Wilhelm I. Im Schloß ließ der Kaiser nur im Schlüterhof Veränderungen vornehmen [...] die Galerien des Schlüterhofs wurden nun auch westlich der Portalrisalite I und V fortgesetzt. 1888 - 1918 Kaiser Wilhelm II. Intensive Bautätigkeit am Schloss. Stil: zumeist Neo-Barock, Schlüter nachempfunden:Hofarchitekt: Ernst v. Ihne, Hofbaumeister Albert Geyer. Dieser Verfasser des wohl wichtigsten, historischen Werks über das Schloss.Abbruch Weißer Saal von Stüler. Prunkvoll und dennoch ahistorisch: Keine Kronleuchter und Wandblaker, sondern voll elektrifiziert, indirekt beleuchtet. Über die Weiße Saal Galerie wollte man das Eosanderportal mit einem weiteren Anbau und Umbau des Portals im Großen Schlosshof umgehen.
S.Hartmann
schrieb am 28. April 2007
um
1:33
Das Staatsratsgebäude steht so wie es ist unter Denkmalschutz, es darf daher nichts ausgebaut werden. Und wenn sie mal alte Beiträge im Forum lesen: diese Frage/ Forderung taucht ständig auf und wird auch immer wieder vom Webmaster abgewiesen. Ausserdem soll es ja eh aus mehreren Stücken zusammengesetzt sein.In Berlin spricht man übrigens auch oft vom "Schloss", sogar in der Radiowerbung, doch handelt es sich dabei um ein neues Einkaufszentrum in Steglitz.Und die Kommandatur(Bertelsmannsitz) ist ja wohl alles andere als gelungen. Haben sie schon einmal die hintere Fassade gesehen?
Mayer
schrieb am 27. April 2007
um
21:53
Was mich interessieren würde ist, ob das Originalportal IV das in das ehemalige Staatsratsgebäude eingebaut wurde, wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehrt. Eine Rekonstruktion macht doch hier wenig Sinn. Falls das Portal in die Schlossfassade eingebaut wird, was ist für das Staatsratsgebäude als Ersatz geplant?
Berlinfreund
schrieb am 27. April 2007
um
16:49
Ich komme aus Darmstadt. Das dortige Stadtschloß - Renaissance und Barock - wurde nach der weitgehenden Kriegszerstörung äußerlich wieder aufgebaut. Noch stehengebliebene Fassaden (Renaissanceteil) wurden sogar abgerissen und gänzlich neu aufgebaut. Außer einigen Treppenhäusern (jetzt nüchtern, kahl) sind die meisten Räume in völlig anderem Zuschnitt. Das Schloß beherbert Bibliotheken, Hörsäle und Verwaltungsräume der Hochschule. Es ist also innerlich alles andere als das ursprüngliche Schloß, dennoch spricht jeder vom "Schloß" und das Stadtbild ist ohne dieses nicht zu denken. Alle freuen sich über dieses wiederhergestellt Stück Stadtgeschichte einer sonst weitgehend vernichteten Altstadt.Der einzige Unterschied zu Berlin ist, daß dort alles weg war, kein Stein mehr stand. Na und?Wurde nicht vereinbart, einzelne, historisch und architektonisch wertvolle Räume (Weißer Saal z.B., Treppenhäuser) paßgenau wieder einzubauen und den Ausbau später vorzunehmen?Und selbst wenn alles Kopie ist, nur die Fassade wiederkommt, dann ist mir das immer noch lieber als ein modernistisches Irgendetwas, umgeben von wiedererstandenen historischen Bauten (Kronprinzenpalais war ganz weg, Kommandantenhaus war ganz weg, Bauakademie ist noch ganz weg. ) Das Stadtbild ist wieder in Ordnung, in alter Schönheit, und das ist wichtig.
S.Hartmann
schrieb am 27. April 2007
um
15:42
Vielen Dank, genau das ist es.Schon allein der Titel dieser Homepage ist irreführend. Und so weit ich weiß ist die Kuppel auch noch lange nicht beschlossen. Und nun noch ein Wort zu Mayer:sind sie sich bewusst das sie sich ein geschichtsloses Gebäude zusammenwünschen, das niemals existierte und somit jede Argumentationsgrundlage gegen aktuelle Architektur verlieren?
Bachem, Irmgard
schrieb am 27. April 2007
um
15:01
Vor ein paar Tagen hörte ich im Deutschlandfunk, daß es jetzt feststeht, daß ein Museum für außereuropäische Kulturen auf dem Schloßplatz errichtet wird. Dabei war nicht die Rede von einem Wiederaufbau des Schloßes, sondern lediglich von einer Rekonstruktion der Fassaden. Als Herr von Boddien Anfang der 90er Jahre mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit ging, war ich zunächst sehr dafür, als ich dann seineArchitektur- und Nutzungsvorschläge kennenlernen mußte, habe ich mich ernüchtert abgewendet. Sagen Sie doch ehrlich, daß Sie nur Fassaden mit Spendengeldern wiederherstellen wollen, um dahinter zu wirken, wie es Ihnen beliebt.Trojanische Fassaden für sonstwelche Interessen und Dummheiten, aber kein Schloß!
Meyer, Max
schrieb am 26. April 2007
um
20:44
Bauen Sie bitte das Schloss mit Prämisse Schlüter möglichst original wieder auf!Von Eosander ist nur Eosanderportal und Stülers Kuppel schön. Bitte schaut nach wie Schlüter empfunden und fertiggebaut hätte... Vielleicht hätte Schlüter zwei Südrisalite innerhalb des Schlüterhofes gesetzt, evtl. genauso auf der Nordseite... entsprechend der Anzahl der Portale. Vielleicht hätte er zwischen die beiden Süd- bzw. beiden Nordrisalite auch eine Kopie des Hauptrisalites gesetzt... Lang genug ist der Südflügel bzw. Nordflügel des Schlosses.Mein Vorschlag wäre also den Schlüterhof zu bereichern: Zwei schmale Südrisalite mit einer Kopie des Hauptrisalits zwischen die beiden Südrisalite, entsprechen der Nordflügel.Der Blick auf das Eosanderportal sollte nicht innerhalb des Hofes zugebaut werden. Statt den Hauptrisaliten nochmals zu kopieren und den Schloßhof zu unterteilen, lieber eine Kopie des Hauptrisaliten je eins auf der Süd- und eins auf der Nordseite flankiert von den schmaleren Risaliten dort auf beiden Seite. Das Eosanderportal von innen bitte nicht zubauen.
Manuel Söllner 16
schrieb am 26. April 2007
um
15:39
ENDLICH!!! Das das Berliner Schloss so "bald" schon wieder aufgebaut wird bin ich überrascht. Ich dachte nämlich das bei der Deutschen Bürokratie usw. könnte sich hinziehen.Möchte nochmals alle loben die sich so für diesen, für die Berliner so wichtigen Bau eingesetzt haben.Allerdings stimme ich zu, das Schloss soll so aufgebaut werden wie es damals aussah keine modernen Neuerungen. Denn wenn man in der Deutschen Hauptstadt sich was Modernes ansehen will, soll man sich das Regierungviertel anschauen, (Kanzleramt usw.) mfg und die besten Wünsche für´s SchlossManuel Söllner
Frommann, Fabian, 33
schrieb am 26. April 2007
um
11:50
Toll, daß das Schloß mit den drei Barockfassaden und der großen Kuppel endlich wieder aufgebaut wird!Aber wir wollen das ganze Schloß: mit Spreefassade, Grünem Hut und Hofapotheke! Keine moderne Ergänzung der Ostseite, keine offene Wunde! Gebt uns das ganze Schloß zurück!
Hirtenbach, Hans, 63
schrieb am 25. April 2007
um
17:16
Den Eintrag von Erwin Huber betreffend:Völlig richtig! Das Schloss darf nicht zumHumboldt-Forum mit Schlossfassade werden,das HU soll andersherum in das wiedererrichteteSchloss einziehen. Machen Sie jetzt bloss keinenMurks, der niemandem mit Bildung und ästhetischem Vermögen zu vermitteln wäre!Bauen Sie das Schloss mit Prämisse Schlüter(d.h.z.B. vierter Flügel des Schlüterhofes nachseinen Plänen) möglichst original wieder auf!
Thomas, Franc, 43
schrieb am 24. April 2007
um
20:43
Hurra!
Erwin Huber 55
schrieb am 24. April 2007
um
17:38
Das wird kein Schloss. Das ist Lug und Trug. Wenn das Schloss aufgebaut wird, dann bitte richtig. Ansonst wird der Tag kommen, wo alle über das Lügengebäude lachen werden.
Dominik, Wuppertal (24)
schrieb am 24. April 2007
um
12:43
Dies ist einer der schönsten Tage meines Lebens!! Es lebe das Berliner Schloss!!!
Meyer, Max
schrieb am 24. April 2007
um
9:38
Die Ostseite enthielt die Erasmuskapelle.Die Erasmuskapelle sollte so wieder aufgebaut werden, wie sie war, bevor sie König Friedrich Wilhelm IV. um 1830 ''profanierte''.Im Dresdner Schloß wurde auch die Kapelle wiederhergestellt.Wie das Dresdner so auch das Berliner Schloß.Wie das Berliner Schloßso auch das Potsdamer Schloß .
Mayer
schrieb am 23. April 2007
um
23:40
Ich habe in der Berliner Morgenpost gelesen, dass sich die HU beschwert, sie hätte im neuen Stadtschloss nicht genügend Platz für ihre Sammlungen. Die Lösung wäre doch einfach die Schnappsidee aufzugeben im Ostteil des Schlosses einen Teil der Volkskammer wieder aufzubauen und stattdessen diese Flächen der HU bereitzustellen. Ich bin zudem auch für eine originalgetreue Wiederherstellung der Ostfassade. Dieser Teil des Schlosses hat einen ganz besonderen Charme und macht das Schloss erst so interessant.
S.Hartmann
schrieb am 23. April 2007
um
22:41
"2010 werden alle sagen, daß sie schon immer dafür waren"Wie mir dieses Statemant zum Halse raus hängt. Kann man nicht seine Meinung ändern und trotzdem zu seiner damaligen Position stehen?
Ernst Ludwig
schrieb am 23. April 2007
um
21:49
Habe die Pressekonferenz von Tiefensee aus dem "Palast d.R." gesehen und vorher Wowereit in der Berliner Abendschau. Jetzt ist endlich, endlich alles klar. Jetzt sind es die Politiker, die Druck und Tempo machen. Viel früher als erhofft werden wir jetzt das Schloß einweihen dürfen. Allen Streitern des Fördervereins, voran Herrn von Boddien, ein Riesenlob und Dank. Und auch eine Prophezeihung, die so sicher eintreten wird, wie das Amen in der Kirche: Nach der feierlichen Eröffnung 2010 werden alle sagen, daß sie schon immer dafür waren. Gegner will keiner mehr gewesen sein. Genaus so war und ist es in Dresden gewesen.