Berlinfreund
schrieb am 27. April 2007
um
16:49
Ich komme aus Darmstadt. Das dortige Stadtschloß - Renaissance und Barock - wurde nach der weitgehenden Kriegszerstörung äußerlich wieder aufgebaut. Noch stehengebliebene Fassaden (Renaissanceteil) wurden sogar abgerissen und gänzlich neu aufgebaut. Außer einigen Treppenhäusern (jetzt nüchtern, kahl) sind die meisten Räume in völlig anderem Zuschnitt. Das Schloß beherbert Bibliotheken, Hörsäle und Verwaltungsräume der Hochschule. Es ist also innerlich alles andere als das ursprüngliche Schloß, dennoch spricht jeder vom "Schloß" und das Stadtbild ist ohne dieses nicht zu denken. Alle freuen sich über dieses wiederhergestellt Stück Stadtgeschichte einer sonst weitgehend vernichteten Altstadt.Der einzige Unterschied zu Berlin ist, daß dort alles weg war, kein Stein mehr stand. Na und?Wurde nicht vereinbart, einzelne, historisch und architektonisch wertvolle Räume (Weißer Saal z.B., Treppenhäuser) paßgenau wieder einzubauen und den Ausbau später vorzunehmen?Und selbst wenn alles Kopie ist, nur die Fassade wiederkommt, dann ist mir das immer noch lieber als ein modernistisches Irgendetwas, umgeben von wiedererstandenen historischen Bauten (Kronprinzenpalais war ganz weg, Kommandantenhaus war ganz weg, Bauakademie ist noch ganz weg. ) Das Stadtbild ist wieder in Ordnung, in alter Schönheit, und das ist wichtig.
S.Hartmann
schrieb am 27. April 2007
um
15:42
Vielen Dank, genau das ist es.Schon allein der Titel dieser Homepage ist irreführend. Und so weit ich weiß ist die Kuppel auch noch lange nicht beschlossen. Und nun noch ein Wort zu Mayer:sind sie sich bewusst das sie sich ein geschichtsloses Gebäude zusammenwünschen, das niemals existierte und somit jede Argumentationsgrundlage gegen aktuelle Architektur verlieren?
Bachem, Irmgard
schrieb am 27. April 2007
um
15:01
Vor ein paar Tagen hörte ich im Deutschlandfunk, daß es jetzt feststeht, daß ein Museum für außereuropäische Kulturen auf dem Schloßplatz errichtet wird. Dabei war nicht die Rede von einem Wiederaufbau des Schloßes, sondern lediglich von einer Rekonstruktion der Fassaden. Als Herr von Boddien Anfang der 90er Jahre mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit ging, war ich zunächst sehr dafür, als ich dann seineArchitektur- und Nutzungsvorschläge kennenlernen mußte, habe ich mich ernüchtert abgewendet. Sagen Sie doch ehrlich, daß Sie nur Fassaden mit Spendengeldern wiederherstellen wollen, um dahinter zu wirken, wie es Ihnen beliebt.Trojanische Fassaden für sonstwelche Interessen und Dummheiten, aber kein Schloß!
Meyer, Max
schrieb am 26. April 2007
um
20:44
Bauen Sie bitte das Schloss mit Prämisse Schlüter möglichst original wieder auf!Von Eosander ist nur Eosanderportal und Stülers Kuppel schön. Bitte schaut nach wie Schlüter empfunden und fertiggebaut hätte... Vielleicht hätte Schlüter zwei Südrisalite innerhalb des Schlüterhofes gesetzt, evtl. genauso auf der Nordseite... entsprechend der Anzahl der Portale. Vielleicht hätte er zwischen die beiden Süd- bzw. beiden Nordrisalite auch eine Kopie des Hauptrisalites gesetzt... Lang genug ist der Südflügel bzw. Nordflügel des Schlosses.Mein Vorschlag wäre also den Schlüterhof zu bereichern: Zwei schmale Südrisalite mit einer Kopie des Hauptrisalits zwischen die beiden Südrisalite, entsprechen der Nordflügel.Der Blick auf das Eosanderportal sollte nicht innerhalb des Hofes zugebaut werden. Statt den Hauptrisaliten nochmals zu kopieren und den Schloßhof zu unterteilen, lieber eine Kopie des Hauptrisaliten je eins auf der Süd- und eins auf der Nordseite flankiert von den schmaleren Risaliten dort auf beiden Seite. Das Eosanderportal von innen bitte nicht zubauen.
Manuel Söllner 16
schrieb am 26. April 2007
um
15:39
ENDLICH!!! Das das Berliner Schloss so "bald" schon wieder aufgebaut wird bin ich überrascht. Ich dachte nämlich das bei der Deutschen Bürokratie usw. könnte sich hinziehen.Möchte nochmals alle loben die sich so für diesen, für die Berliner so wichtigen Bau eingesetzt haben.Allerdings stimme ich zu, das Schloss soll so aufgebaut werden wie es damals aussah keine modernen Neuerungen. Denn wenn man in der Deutschen Hauptstadt sich was Modernes ansehen will, soll man sich das Regierungviertel anschauen, (Kanzleramt usw.) mfg und die besten Wünsche für´s SchlossManuel Söllner
Frommann, Fabian, 33
schrieb am 26. April 2007
um
11:50
Toll, daß das Schloß mit den drei Barockfassaden und der großen Kuppel endlich wieder aufgebaut wird!Aber wir wollen das ganze Schloß: mit Spreefassade, Grünem Hut und Hofapotheke! Keine moderne Ergänzung der Ostseite, keine offene Wunde! Gebt uns das ganze Schloß zurück!
Hirtenbach, Hans, 63
schrieb am 25. April 2007
um
17:16
Den Eintrag von Erwin Huber betreffend:Völlig richtig! Das Schloss darf nicht zumHumboldt-Forum mit Schlossfassade werden,das HU soll andersherum in das wiedererrichteteSchloss einziehen. Machen Sie jetzt bloss keinenMurks, der niemandem mit Bildung und ästhetischem Vermögen zu vermitteln wäre!Bauen Sie das Schloss mit Prämisse Schlüter(d.h.z.B. vierter Flügel des Schlüterhofes nachseinen Plänen) möglichst original wieder auf!
Thomas, Franc, 43
schrieb am 24. April 2007
um
20:43
Hurra!
Erwin Huber 55
schrieb am 24. April 2007
um
17:38
Das wird kein Schloss. Das ist Lug und Trug. Wenn das Schloss aufgebaut wird, dann bitte richtig. Ansonst wird der Tag kommen, wo alle über das Lügengebäude lachen werden.
Dominik, Wuppertal (24)
schrieb am 24. April 2007
um
12:43
Dies ist einer der schönsten Tage meines Lebens!! Es lebe das Berliner Schloss!!!
Meyer, Max
schrieb am 24. April 2007
um
9:38
Die Ostseite enthielt die Erasmuskapelle.Die Erasmuskapelle sollte so wieder aufgebaut werden, wie sie war, bevor sie König Friedrich Wilhelm IV. um 1830 ''profanierte''.Im Dresdner Schloß wurde auch die Kapelle wiederhergestellt.Wie das Dresdner so auch das Berliner Schloß.Wie das Berliner Schloßso auch das Potsdamer Schloß .
Mayer
schrieb am 23. April 2007
um
23:40
Ich habe in der Berliner Morgenpost gelesen, dass sich die HU beschwert, sie hätte im neuen Stadtschloss nicht genügend Platz für ihre Sammlungen. Die Lösung wäre doch einfach die Schnappsidee aufzugeben im Ostteil des Schlosses einen Teil der Volkskammer wieder aufzubauen und stattdessen diese Flächen der HU bereitzustellen. Ich bin zudem auch für eine originalgetreue Wiederherstellung der Ostfassade. Dieser Teil des Schlosses hat einen ganz besonderen Charme und macht das Schloss erst so interessant.
S.Hartmann
schrieb am 23. April 2007
um
22:41
"2010 werden alle sagen, daß sie schon immer dafür waren"Wie mir dieses Statemant zum Halse raus hängt. Kann man nicht seine Meinung ändern und trotzdem zu seiner damaligen Position stehen?
Ernst Ludwig
schrieb am 23. April 2007
um
21:49
Habe die Pressekonferenz von Tiefensee aus dem "Palast d.R." gesehen und vorher Wowereit in der Berliner Abendschau. Jetzt ist endlich, endlich alles klar. Jetzt sind es die Politiker, die Druck und Tempo machen. Viel früher als erhofft werden wir jetzt das Schloß einweihen dürfen. Allen Streitern des Fördervereins, voran Herrn von Boddien, ein Riesenlob und Dank. Und auch eine Prophezeihung, die so sicher eintreten wird, wie das Amen in der Kirche: Nach der feierlichen Eröffnung 2010 werden alle sagen, daß sie schon immer dafür waren. Gegner will keiner mehr gewesen sein. Genaus so war und ist es in Dresden gewesen.
Witzgall, Lorenz (21)
schrieb am 23. April 2007
um
21:35
Hallo liebe Schlossfreunde, ich habe heute in den Nachrichten gesehen das es nun doch endlich zum Wiederaufbau des Stadtschlosses kommen soll. Ich freue mich schon auf das Ergebnis und hoffe auf einen möglichst orginalgetreuen Schlossbau. Viele grüsse nach Berlin aus dem leider nicht ganz so historisch wertvollen Dortmund.
Hugo, Christer, 46
schrieb am 23. April 2007
um
19:21
Ich habe gerade im Berliner Morgenpost gelesen dass der Berliner Schloss nun endlich wiederaufgebaut werden will! Ich freue mich sehr! Herzliche Glückwünsche aus Schweden!
Max Meyer
schrieb am 22. April 2007
um
20:54
Von Eosander ist nur das Eosanderportal mit Kuppelwirklich authentisch.Das restliche Schloß insbesondere der Schloßhof sollte so aufgebaut werden, wie es Schlüter fertiggebaut hätte... Aussen wurde das Säulenportal I nochmal kopiert, innen jedoch wurde der Südrisalit des Schlüterhofs nicht mehr kopiert... schade. Dabei gibt es doch immer zwei Portale in der Süd - bzw. Nordfassade. Aber nur jeweils ein Portal der Aussenfassade findet seine Entsprechung in einem Schlüter' schen Risalit des Innenhofs.Auch die anderen Portale der Nord und Südseite sollte innen die Entsprechung eines Schlüter'schen Nord- bzw Südrisaliten finden.Das wirklich schöne ist jedoch der Hauptrisalit Schlüters... schade dass dieser keinerlei Entsprechung findet.
Max Meyer
schrieb am 21. April 2007
um
17:53
Das Säulen-Portal II wurde als Duplikat des Portal I errichtet ?Warum ? Weiterhin ist dieses Portal etwas breiter ....?Hat man sich an Versailles orientiert ? Versailles wird auch von Säulenreihen gegliedert, von schmalen und langen.Warum hat das Säulen-Portal I die gleiche Breite wie das Südrisalit Schlüters ?Wäre dann nicht entsprechend zu dem Hauptrisalit im Schlüterhof ein entsprechend längerer Säulenportalvorbau an der Aussenfassade passend ?
Baust, Peter
schrieb am 21. April 2007
um
15:55
Eosanders Schloßhof hat nie die Schönheit des Schlüter´schen Schloßhof erreicht. Ich plädiere dafür die Trennung der beiden Schloßhöfe aufzuheben und einen grossen Schloßhof zu bilden. Weiterhin plädiere ich dafür den Südrisaliten Schlüters um ein zweiten, exaktes Duplikat des Südrisaliten auf der Südseite des Schlosses zu ergänzen (ebenso auf der Nordseite), die dann die Verbindung zu den Portalen der Außenfassade aufnehmen würden. Eventuell könnte der Hauptrisalit Schlüters auf der Aussenfassade zur Spreeseite um ein weiteres Duplikat ergänzt werden .
S.Hartmann
schrieb am 17. April 2007
um
17:17
@Füxlein(Text steht auch im Forum, wenn sie Antworten wollen)Berlin ist eine blühende Großstadt, wortwörtlich, hier gibt es Blumen auf jeder Brachfläche und freie Flächen an der Spree zum relaxen. Und wenn Berlin kleinbürgerlich ist; was sind dann erst all die anderen Städte in Deutschland? Leider ist es typisch für ganz Deutschland das hier alles etwas zu langsam voran geht und daher nicht berlin-spezifisch. Zu ihrem letzten Absatz: Man bietet das an was sich gut verkauft! Und Berlin ist nun mal die einzige Stadt auf der Welt wo DIE „Mauer“ stand.Und ich glaube sie übertreiben mit ihrer Aussage „bedeutenste Barockgroßbau nördlich der Alpen“; ich glaube Versailles ist um vieles bedeutender und stil- prägend gewesen?Aber zurück zum Schlossplatz: All das was sie beschrieben haben gilt auch für eine moderne Gestaltung des Humboldtforums.Ach ja, ich begrüße das temporäre Ausstellungsgebäude sehr und auch die Entwürfe sehen ganz interessant aus. Vielleicht wird dann einigen Schlossbefürwortern auch klar das modern auch passen kann.Thema schwarzes und rotes Wasser: ich glaube es kommt mehr auf die Personen an und ihren Mut zur Tat oder auch mal zum Risiko, doch heutzutage hat das kaum ein hoher Politiker.