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Ich gebe meinem Vorredner insofern recht, als ein Mischmasch aus Schlüterbarock und Moderne abzulehnen ist. Ich bin ein Vertreter der Totalrekonstruktion (auch der vorschlüterschen Ostteile und der Stülerschen Kuppel und perspektivisch auch der wichtigsten Innenräume und Treppenhäuser).Was heisst aber nun moderne, zukunftsweisende Metropole? Etwa solche "Architektur" wie am Potsdamer Platz??? Berlin ist ja da leider ein besonders unrühmliches Beispiel,wie sehr die Moderne dabei versagt, etwas wirklich Ästhetisches und Menschengerechtes zu schaffen.Die historische Mitte, die Identität stiftet (wo ein moderner Klotz versagen würde - kalt und unpersönlich), soll nun wieder geschaffen werden und diese Mitte kann nur das historische Schloß sein !
Hallo. Ich weiß, das hier ist NICHT das Forum. Aber nur hier kann man auf einen Beitrag direkt antworten. Tschuldigung! @ Herrn Hartmann. Es ist richtig, daß die meissten Bürger gar nichts über das künftige Humboldt-Forum wissen. So ist es doch immer. Erst meckern, dann informieren. Oft bleibt die Information aber leider ganz aus. Deshalb sind viele dagegen, weil sie meinen, daß ihre wertvollen Steuermillionen sinnlos verschleudert würden. Wenn man die Bürger aber mal sachlich aufklärt, verfliegt oft der Zorn und ihre Meinung dreht sich zu Gunsten des Wiederaufbaus. Das habe ich in meinem Umfeld schon mehrfach erlebt. Der einzige Punkt, der einen negativen Beigeschmack behält, ist die Ostfassade.
Kann man irgendwo die genauen Fragestellungen dieser Umfragen nachlesen? Meist beeinflußt die Art und Weise derselben das Ergebnis gewaltig.Und gibt es Umfragen zum Wissensstand der Berliner/innen über dieses Vorhaben? Nach meiner Erfahrung weiß der "Normalbürger" kaum etwas über die geplante Nutzung oder das eigentlich gar kein Schloss aufgebaut werden soll.Um ein relativ representatives Bild zu erhalten sollte man solche verschiedenen Umfragen miteinander kombinieren. Denn was wenn die Leute "FÜR" etwas sind, wovon sie eigentlich keine Ahnung haben?
Hey, ich mache bald mein abitur und hab das thema stadtschloss in der 5.PK. da hier so viele meinungen kund getan wurden, wollt ich mal anfragen, ob das ok ist, wenn ich einige von ihnen zitiere. ist ja auch alles anonym, nur damit man beide seiten kennen lernt.weiß jmd was die allgmeneinheit der berliner bevölkerung dazu meint? gibt es schon repräsentative umfragen zu dem thema?lg
Konrad Leske, 48
schrieb am 12. Februar 2008 um 14:01
Welch dämliches Geseier von Herrn Bernau in der Berliner Zeitung v. 26.01.2008 [vgl. hiesigen Pressespiegel]...Die Spendenzurückhaltung vieler Anhänger einer Schlossrekonstruktion beruht wohl eher auf der Befürchtung, dass ein Architektenwettbewerb mit oder ohne Büros bzw. "Star"-Architekten von Weltrang Unsägliches zum Siegerentwurf küren wird und damit einer eigentlich durch zwei Bundestagsbeschlüsse abgesicherten, zumindest teilweisen, historischen Rekonstruktion Hohn sprechen wird. Die Idee, einen wiedererrichteten Bau von historisch bewährter Ästhetik mit einem modernen Nutzungskonzept, der Unterbringung der außereuropäischen Sammlungen, zu verbinden, ist von Weltrang und würde funktionieren, wenn dem nicht noch in allerletzter Sekunde die nationale wie internationale Architektenmischpoke einen Strich durch die Rechnung machen würde.Dass diese missmutig an den Wettbewerb herangeht, da ihr unverschämterweise historische Vorgaben bzgl. einiger Fassaden gemacht werden, kann niemanden wirklich verwundern. Am Ende (nach erteiltem Zuschlag) bauen sie doch wie sie wollen, die "Star"-Architekten und versauen historische Stadtlandschaften. Aber so kennt man sie, oder nicht ?!?
Die Räume des Schlosses waren prunkvoll eingerichtet. Wird es wieder Räume im Schloss geben, die so aussehen werden, wie im Original, oder wird alles modern werden ?Gruss aus Berlin Treptow
Alle, die sich hier in Drohgebährden stark machen (wenn das Schloss nicht so wird wie ich es will, gebe ich keinen Cent) sollten überlegen, ob es überhaupt soweit gekommen wäre, wenn die anderen Spender die gleiche, nötigende Denke gehabt hätten. Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus:Je mehr Leute gut spenden, umso überzeugender können diese Wünsche auch durchgesetzt werden. Organisieren Sie doch selbst diesen Einsatz dafür. Stärke kommt von stark sein und nicht von schwach reden.Wenn Sie doch so stark für die Ostfassade sind, warum überzeugen Sie die Politik nicht durch größtmögliche Spenden, speziell für die Ostfassade? Hasso Plattner hat es doch in Potsdam vorgemacht! Und auf einmal bekommt er, was er will!Sagen Sie jetzt nicht, der sei doch Milliardär und Sie ja nicht. Dafür haben Sie doch die Kraft und Phantasie, viele Menschen zu mobilisieren? Ich bin sicher, dass Herr von Boddien sich freuen würde, wenn sein Spendensammelteam entsprechend verstärkt würde.Dier Schlossgegner versuchen doch nun durch Schlechtreden der Spendensammlung es über deren vorhergesagten Misserfolg doch noch zu verhindern.
Der Verein sollte deutlich machen, daß er seine Millionen nicht für eine modernistische Verunstaltung hergibt. Ich glaube, da hat er die bisherigen und künftigen Spender voll auf seiner Seite. Siehe Beispiel Potsdamer Garnisonskirche.
Hensel, Sharan 33 J.
schrieb am 6. Februar 2008 um 6:34
Auch ich werde mich mit meiner Spendenwilligkeit zunächst noch abwartend verhalten.Ich möchte den Ausgang des Architektenwettbewerbs abwarten.Eine modern gestaltete Ostfassade ist ein Übel das es wohl hinzunehmen gilt!?Aber das Humboldt-Forum in der Gestalt des Stadtschlosses mit einer modern anmutenden Kuppel à la Reichstag?Nein danke!Ich bleibe gespannt und werde das Ganze weiterhin sehr genau verfolgen.Für Ihren Verein das Beste!...MfG.
@Herrn Frank & Herrn Rennert. Sie müssen ja keinen Cent für die Fassaden spenden. Ein Euro geht auch 😉 Aber kommen Sie später bitte nicht auf die Idee, das Humboldt-Forum zu betreten. Denn schließlich muss das Volk ja dafür hungern! Regen Sie sich doch lieber künstlich über das Neue Museum auf. Denn hier wurden 233 Mio. Euro für eine brandneue Ruine verpulvert. Und der verantwortliche Architekt sitzt auch noch in der Jury für den Wettbewerb der Schlossgestaltung. Doch das stört scheinbar niemanden.
Ingo Rennert, 48
schrieb am 5. Februar 2008 um 17:57
In Hannover werden jetzt auch wieder Fassaden hochgezogen:Herrnhausen. Das ist eine deutsche Spezialität, abgeguckt vomReichstag? Der war aber nie ein Schloß und schon keines von Bedeutung wie das von Schlüter.Ich spende keinen Cent für Potemkin'sche Fassaden und so wie ich könnten einige mehr denken.
Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich hier eine Reihe von Beiträgen abgelöscht habe. Sie stellten wieder eine in sich schlüssige Diskussion dar. Deswegen habe ich Sie in den Chatroom übertragen, damit die Zusammenhänge innerhalb dieser Diskussion gewahrt bleiben. Dort können Sie weiter diskutieren.Bitte benutzen Sie doch eher für solche Beiträge das Forum/Chatroom! Vielen Dank!
Der Vorschreiber weiß nicht, wovon er redet. Feudalismus kommt von lat. feudum, d.h. das Lehen. Gemeint ist die mittelalterliche Herrschaftsform des Lehnswesens, die spätestens im 18. Jhd. ihr Ende gefunden hat. Will er ernsthaft behaupten, dieses System gelte heute auch noch?
anSkyscraper 29es liegt daran, dass Deutschland zu viel Geld hat.In reichen Ländern müssen die Altstädte aus Stahl und Betonklötzen bestehen.Eine Altstadt mit alter Architektur? In Deutschland undenkbar!Im armen Polen wurden ganze Stadtkerne rekonstruiert, einschließlich aller Bürgerhäuser und Schlösser. Auch in Russland wurden über ein Dutzend Schlösser wiederaufgebaut und zwar das Äußere UND das Innere.Dort wäre man nie auf die vollkommen absurde Idee gekommen, das Innere des Winterpalastes modern zu gestalten und eine Fassade aus Glas einzubauen.
Ganz Genau!!!!! Die sollen einfach den Kasten so wieder hinstellen, wie er zuletzt in intaktem Zustand gewesen war, warum soll das eigentlich nicht möglich sein?!?
Guntram Gehrske
schrieb am 21. Januar 2008 um 10:46
Es droht die ultimative Verschandelung der Berliner Stadtmitte durch einen unausgegorenen Mischmasch-Klon aus trivialer zeitgenössischer Architektur und dem (viel zu) zaghaften Ansatz zu einer historischen Rekonstruktion!Wir (das Volk) brauchen keine Architekten (auch keine Star~), keine 'Architektur'-Wettbewerbe, keine (weitere) politische Einmischung. Denn die hat bei zwei Gelegenheiten ihre Schuldigkeit diesbezüglich bereits getan und - wie zu erwarten - nicht gut. Durch die Vorgabe dieses unsagbar dämlichen, halbherzigen Bundestagsbeschlusses sind nun der Architekten-Mischpoke weltweit Tür und Tor zur Umsetzung ihres nicht zu fassenden Murkses geöffnet.Stoppt die Architekten und Politschranzen...