Caro, 19
schrieb am 13. Februar 2008
um
17:10
Hey, ich mache bald mein abitur und hab das thema stadtschloss in der 5.PK. da hier so viele meinungen kund getan wurden, wollt ich mal anfragen, ob das ok ist, wenn ich einige von ihnen zitiere. ist ja auch alles anonym, nur damit man beide seiten kennen lernt.weiß jmd was die allgmeneinheit der berliner bevölkerung dazu meint? gibt es schon repräsentative umfragen zu dem thema?lg
Konrad Leske, 48
schrieb am 12. Februar 2008
um
14:01
Welch dämliches Geseier von Herrn Bernau in der Berliner Zeitung v. 26.01.2008 [vgl. hiesigen Pressespiegel]...Die Spendenzurückhaltung vieler Anhänger einer Schlossrekonstruktion beruht wohl eher auf der Befürchtung, dass ein Architektenwettbewerb mit oder ohne Büros bzw. "Star"-Architekten von Weltrang Unsägliches zum Siegerentwurf küren wird und damit einer eigentlich durch zwei Bundestagsbeschlüsse abgesicherten, zumindest teilweisen, historischen Rekonstruktion Hohn sprechen wird. Die Idee, einen wiedererrichteten Bau von historisch bewährter Ästhetik mit einem modernen Nutzungskonzept, der Unterbringung der außereuropäischen Sammlungen, zu verbinden, ist von Weltrang und würde funktionieren, wenn dem nicht noch in allerletzter Sekunde die nationale wie internationale Architektenmischpoke einen Strich durch die Rechnung machen würde.Dass diese missmutig an den Wettbewerb herangeht, da ihr unverschämterweise historische Vorgaben bzgl. einiger Fassaden gemacht werden, kann niemanden wirklich verwundern. Am Ende (nach erteiltem Zuschlag) bauen sie doch wie sie wollen, die "Star"-Architekten und versauen historische Stadtlandschaften. Aber so kennt man sie, oder nicht ?!?
Lux,André, 40
schrieb am 9. Februar 2008
um
22:23
Die Räume des Schlosses waren prunkvoll eingerichtet. Wird es wieder Räume im Schloss geben, die so aussehen werden, wie im Original, oder wird alles modern werden ?Gruss aus Berlin Treptow
Südberlin
schrieb am 7. Februar 2008
um
8:27
Alle, die sich hier in Drohgebährden stark machen (wenn das Schloss nicht so wird wie ich es will, gebe ich keinen Cent) sollten überlegen, ob es überhaupt soweit gekommen wäre, wenn die anderen Spender die gleiche, nötigende Denke gehabt hätten. Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus:Je mehr Leute gut spenden, umso überzeugender können diese Wünsche auch durchgesetzt werden. Organisieren Sie doch selbst diesen Einsatz dafür. Stärke kommt von stark sein und nicht von schwach reden.Wenn Sie doch so stark für die Ostfassade sind, warum überzeugen Sie die Politik nicht durch größtmögliche Spenden, speziell für die Ostfassade? Hasso Plattner hat es doch in Potsdam vorgemacht! Und auf einmal bekommt er, was er will!Sagen Sie jetzt nicht, der sei doch Milliardär und Sie ja nicht. Dafür haben Sie doch die Kraft und Phantasie, viele Menschen zu mobilisieren? Ich bin sicher, dass Herr von Boddien sich freuen würde, wenn sein Spendensammelteam entsprechend verstärkt würde.Dier Schlossgegner versuchen doch nun durch Schlechtreden der Spendensammlung es über deren vorhergesagten Misserfolg doch noch zu verhindern.
Ernst Ludwig
schrieb am 6. Februar 2008
um
16:10
Der Verein sollte deutlich machen, daß er seine Millionen nicht für eine modernistische Verunstaltung hergibt. Ich glaube, da hat er die bisherigen und künftigen Spender voll auf seiner Seite. Siehe Beispiel Potsdamer Garnisonskirche.
Hensel, Sharan 33 J.
schrieb am 6. Februar 2008
um
6:34
Auch ich werde mich mit meiner Spendenwilligkeit zunächst noch abwartend verhalten.Ich möchte den Ausgang des Architektenwettbewerbs abwarten.Eine modern gestaltete Ostfassade ist ein Übel das es wohl hinzunehmen gilt!?Aber das Humboldt-Forum in der Gestalt des Stadtschlosses mit einer modern anmutenden Kuppel à la Reichstag?Nein danke!Ich bleibe gespannt und werde das Ganze weiterhin sehr genau verfolgen.Für Ihren Verein das Beste!...MfG.
Stefan S.
schrieb am 6. Februar 2008
um
0:36
Also ich gehe mal davon aus dass viele Personen am liebsten ihre Spende wiederhaben möchten, wenn sie das Ergebnis des Architektenwettbewerbes sehen.
Wendel
schrieb am 5. Februar 2008
um
23:42
@Herrn Frank & Herrn Rennert. Sie müssen ja keinen Cent für die Fassaden spenden. Ein Euro geht auch 😉 Aber kommen Sie später bitte nicht auf die Idee, das Humboldt-Forum zu betreten. Denn schließlich muss das Volk ja dafür hungern! Regen Sie sich doch lieber künstlich über das Neue Museum auf. Denn hier wurden 233 Mio. Euro für eine brandneue Ruine verpulvert. Und der verantwortliche Architekt sitzt auch noch in der Jury für den Wettbewerb der Schlossgestaltung. Doch das stört scheinbar niemanden.
Ingo Rennert, 48
schrieb am 5. Februar 2008
um
17:57
In Hannover werden jetzt auch wieder Fassaden hochgezogen:Herrnhausen. Das ist eine deutsche Spezialität, abgeguckt vomReichstag? Der war aber nie ein Schloß und schon keines von Bedeutung wie das von Schlüter.Ich spende keinen Cent für Potemkin'sche Fassaden und so wie ich könnten einige mehr denken.
Webmaster
schrieb am 3. Februar 2008
um
20:46
Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich hier eine Reihe von Beiträgen abgelöscht habe. Sie stellten wieder eine in sich schlüssige Diskussion dar. Deswegen habe ich Sie in den Chatroom übertragen, damit die Zusammenhänge innerhalb dieser Diskussion gewahrt bleiben. Dort können Sie weiter diskutieren.Bitte benutzen Sie doch eher für solche Beiträge das Forum/Chatroom! Vielen Dank!
Ralph,Rainer,39
schrieb am 25. Januar 2008
um
9:01
Das war bestimmt ironisch gemeint, außerdem: "Wenn sie kein Brot haben, für Zigaretten langt's immer."
Ernst Ludwig
schrieb am 24. Januar 2008
um
22:05
Der Vorschreiber weiß nicht, wovon er redet. Feudalismus kommt von lat. feudum, d.h. das Lehen. Gemeint ist die mittelalterliche Herrschaftsform des Lehnswesens, die spätestens im 18. Jhd. ihr Ende gefunden hat. Will er ernsthaft behaupten, dieses System gelte heute auch noch?
Frank,Gerd,47
schrieb am 24. Januar 2008
um
15:38
So ist es eben im Feudalismus: Das Volk hungert und die Fürsten bauen sich Paläste.
Linden
schrieb am 22. Januar 2008
um
8:35
anSkyscraper 29es liegt daran, dass Deutschland zu viel Geld hat.In reichen Ländern müssen die Altstädte aus Stahl und Betonklötzen bestehen.Eine Altstadt mit alter Architektur? In Deutschland undenkbar!Im armen Polen wurden ganze Stadtkerne rekonstruiert, einschließlich aller Bürgerhäuser und Schlösser. Auch in Russland wurden über ein Dutzend Schlösser wiederaufgebaut und zwar das Äußere UND das Innere.Dort wäre man nie auf die vollkommen absurde Idee gekommen, das Innere des Winterpalastes modern zu gestalten und eine Fassade aus Glas einzubauen.
Marc
schrieb am 21. Januar 2008
um
20:56
Ich schreibe es an dieser Stelle noch einmal:Das Schloss soll sich nicht der Nutzung anpassen, sondern die Nutzung dem Schloss!
Skyscraper 29
schrieb am 21. Januar 2008
um
11:00
Ganz Genau!!!!! Die sollen einfach den Kasten so wieder hinstellen, wie er zuletzt in intaktem Zustand gewesen war, warum soll das eigentlich nicht möglich sein?!?
Guntram Gehrske
schrieb am 21. Januar 2008
um
10:46
Es droht die ultimative Verschandelung der Berliner Stadtmitte durch einen unausgegorenen Mischmasch-Klon aus trivialer zeitgenössischer Architektur und dem (viel zu) zaghaften Ansatz zu einer historischen Rekonstruktion!Wir (das Volk) brauchen keine Architekten (auch keine Star~), keine 'Architektur'-Wettbewerbe, keine (weitere) politische Einmischung. Denn die hat bei zwei Gelegenheiten ihre Schuldigkeit diesbezüglich bereits getan und - wie zu erwarten - nicht gut. Durch die Vorgabe dieses unsagbar dämlichen, halbherzigen Bundestagsbeschlusses sind nun der Architekten-Mischpoke weltweit Tür und Tor zur Umsetzung ihres nicht zu fassenden Murkses geöffnet.Stoppt die Architekten und Politschranzen...
S.Hartmann
schrieb am 19. Januar 2008
um
19:48
Die Verantwortlichen (und meiner Meinung nach auch teilweise dieser Förderverein) haben es zu verantworten das nun diese verzwickte Situation entstanden ist. Ich kann Ihnen versichern das viele moderne Architekten mit einer wirklichen Kopie eher einverstanden sind als mit diesem konzeptlosen Misch-Masch. Zusätzlich werden von vorn herein kreative Ansätze ausgeschlossen, die z.B. lieber die Ostfassade hergestellt hätten aber dafür auf die Südfassade verzichten würden.Ich kann nur hoffen das sich Architekten nicht davon beeindrucken lassen und auch ein paar mutige Gegenentwürfe herauskommen.
PD Dr. Malte Römer
schrieb am 16. Januar 2008
um
20:40
Nachdem ich einige schon weiter zurückliegende Beiträge gelesen habe, muß ich feststellen, dass ich den meinigen hätte sparen können: es haben andere schon viel treffender und schärfer formuliert: das neue Berlin steht voll von moderner Einfalt. Diese beansprucht immer noch für sich, „kühn und modern“ zu sein. Nun, das wäre sie sie vielleicht gewesen, wenn selbige Bauten zur Zeit von Wilhelm II. errichtet worden wären. Die Bauwerke der 90er Jahre vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz aber sind ein Zeichen von Feigheit und Mitläufertum der Baudezernate. Man verweist darauf, dass schließlich „Star-Architekten“ hier bauen durften, da kann man ja nichts falsch machen; Herr Chipperfield darf das neue Museum verschandeln, indem er nicht die Wunden schließt, sondern moderne Flügel anbaut und so das ganze Gebäude aus dem Gleichgewicht bringt, er darf es, weil er vermutlich ein anerkannter Prominentix der Szene ist, den man vorweisen kann. Soll aber mal aus diesem Einheitsbrei ausgebrochen werden und qualitätvolle Bauten der Vergangenheit wieder errichtet werden: mein Gott, wie viel Gremien (von möglichst vielen „Koryphäen“, damit die Verantwortlichen aus dem Schneider sind) müssen da erst tagen und die architektonische und städtebauliche Unbedenklichkeit bescheinigen, bevor man sich vor der Architektenmaffia traut, eventuell eine einzige barocke Säule hinzustellen. Und was dann herauskommt, wird vermutlich ein halbherziger Mischmasch von genialem Original und moderner Mediokrität sein, wie die Vorredner bereits bemerkten (sehr treffend: wer käme auf den Gedanken, bei einem Nachbau von Mies van der Rohe vielleicht mal eben eine Seite des Gebäudes in wilhelminischem Barock o.ä. zu gestalten? Bei Schlüter ist alles erlaubt). Angesichts der Wühlarbeit der Architektenlobby, das ganze Projekt noch in ihrem Sinne umzugestalten (obwohl es gar nicht ihnen, sondern nur dem Verein zu danken ist, dass es dieses Projekt überhaupt gibt!) sollte der Verein sich m.E. in seine Satzung hineinschreiben, dass er das nicht mit Spenden unterstützt. Geld gibt’s nur bei vollständigem Wiederaufbau. Auf die Bauherren, die Verantwortlichen im Staat, ist kein Verlass.
bas zweng
schrieb am 16. Januar 2008
um
12:15
Anton, ik ben een der tegenstanders om dit gebouw te herbouwen. Het gaat nl. alleen maar om deelgeschiedenis van een deel van Duitlsand weg te gummen. Weet jij ook drommels goed. Wie is hier dan fout bezig? De voormalige DDR of het huidige democratische Duitsland?