S.Hartmann
schrieb am 30. Januar 2009
um
11:31
\"Kurz, wer jetzt nicht spendet, verwirkt eigentlich auch sein Recht kritisch mitarbeiten zu dürfen.\"-
Da gehen Sie/Seitenbetreiber zu weit. Mind. 6/7 des zukünftigen Gebäudes zahlt das gesamte Volk, durch Steuern! Am Ende wird es auch nicht bei den 480 Mio. Euro bleiben, denn das sind wieder die schöngerechneten Zahlen.
Berlinfreund
schrieb am 29. Januar 2009
um
16:34
Schon Bismarck wußte, daß Politik die Kunst des Möglichen ist und nicht des Wünschbaren. Viele seiner Zeitgenossen träumten von der deutschen Einigung mit Österreich, von einem demokratisch-parlamentarischen Kaisertum gemäß der Paulskirche. Doch dieser Traum war damals eben nicht möglich. Es ging um das Machbare, das freilich hat er 100% durchgesetzt.
Ein Traum ist die möglichst 1:1 Kopie des Schlosses, doch der ist nicht durchsetzbar, vor allem politisch nicht. Es wäre auch fatal zu warten, in der Hoffnung, daß vielleicht in 20 oder 30 Jahren der Wunsch zum Schloß pur größer würde. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Der weite, leere Platz würde ungeheueren Druck ausüben, hier etwas zeitgenössisches und vor allem billigeres hinzustellen. Eine Riesen-Kreissparkassenfiliale oder Monstrositäten wie am Potsdamer Platz wären wohl nicht zu vermeiden.
Es ist leider so: Wer alles fordert erhält am Ende nichts.
Also nehmen wir den Kompromiß des Stella-Entwurfes an, versuchen wir soviel wie möglich vom Schloß dort unterzubringen. Allein darauf sollte alle Energie gelegt werden. Rettet vor allem die Kuppel. Die \"Sparer\" und \"Abspecker\" gehen schon wieder voll zu Werke. Die Schloßfeinde haben ihren Kampf noch lange nicht aufgegeben, sie versuchen es jetzt nur durch Zerkleinern und dadurch Zerstören des Stella-Entwurfes.
Statt Kritik am Förderverein gilt die Parole: hinter ihm stehen, nein - in und mit ihm einmütig und nachhaltig wirken. Übrigens: Nicht zuletzt durch Spenden. Nur das Geld zählt letztlich und überzeugt die Kleingeister.
Horst Brakelsberg
schrieb am 26. Januar 2009
um
22:24
Ich habe gerade Ihr Rundschreiben gelesen. Da wird mal wieder etwas zu teuer! Mehr als 480 Mil. Eur kann man nicht ausgeben?! Aber den maroden Zockerbanken 1 Billion Euro in den Arsch schieben ist in Ordnung. Ich bin 43 Jahre als Sparkassenbediensteter tätig gewesen und habe gelernt, daß man schlechtem Geld kein gutes hinterherwerfen soll. War das alles falsch, was man uns beigebracht hat?! Frau Bundeskanzler Merkel sollte sich lieber auf den Mittelpunkt unserer Hauptstadt besinnen. Ich habe so einen Hals!!!
Grüße Horst Brakelsberg/Lünen a.d. Lippe
Ernst Ludwig
schrieb am 25. Januar 2009
um
13:18
An den Vorschreiber:
Was wissen Sie denn, was alles hinter den Kulissen geschieht? Zur Zeit wird sehr intensiv um die Detailplanung gerungen. Der Förderverein ist da sehr aktiv. Allerdings wäre es schön, wenn der Öffentlichkeit doch ab und zu mal ein kleiner Hinweis darüber gegeben würde, daß da wirklich im Moment viel geschieht. Oder sollte das kontraproduktiv sein?
Contra
schrieb am 23. Januar 2009
um
19:46
Förderverein Berliner Schloss e.V. pennt!!!
Wieso wird auf ihrer Seite nicht auch offiziell die Wiederherstellung der Fassaden im Großen Schlosshof eingefordert? Der Architekt Stella sieht dies zurecht in seinem Entwurf vor, weil sie nämlich NICHT von mindererquailtät waren und es auch wert sind, dass man sie rekonstruiert. Wieso unterstützt man den Architekten bei diesem Vorhaben nicht? Stattdessen kommt es mir so vor, als wenn man diese Fassaden längst abgeschrieben hat. In meinen Augen ein Skandal. Herr von Boddien wo sind sie? Warum lassen sie sich diese Chance entgehen? Und setzen sich jetzt nicht zusammen mit dem Architekten Stella für die Rekonstruktion der Fassaden im Großen Schlosshof ein? Das sollten sie drigend erklären. Das sind sie den Spendern schuldig, die möglichst viel Schloss zurückhaben wollen. Außerdem je mehr Schloss desto häher wird auch die Spendenbereitschaft sein.
dosenwelten
schrieb am 22. Januar 2009
um
15:02
Wollte nur mitteilen, dass wir in Braunschweig,es bereits 2007 geschafft haben!. Das Braunschweiger Residenzschloss ist wieder aufgebaut!. Da soll man einer sagen, die Provinz kann manches eben schneller, wie die Hauptstädter!.Viel Erfolg bei diesem Projekt und ein glückliches Händchen für die Planer und Bauarbeiter....
Eelco Bisschop
schrieb am 22. Januar 2009
um
13:48
Franco Stellas Schlossbauentwurf - Was ist er denn nun ?
Etwas Bundesarbeitsgericht Erfurt ?
Etwas DG-Bank-Zentrale am Pariser Platz ?
Etwas Lochfassade eines x-beliebigen Verwaltungsbaus am Meter ?
Oder nur der glänzende Beweis, dass derjenige halt gewinnt, der die meiste Nutzfläche unterbringt - das alles hinter schnell produzierbaren Fassaden und damit Ende der Rekonstruktionsdiskussion ?
Warum bemüht sich der Bundestag erst um die Formulierung, dass die Moderne in Berlin genügend Orte gefunden habe, um sich auszutoben und dieses folglich am Schloss nicht geschehen solle, um dann 2009 für den Schlossbau einem total rationalistischen Entwurf ohne jegliche Feinheiten im Fassadenaufriss lediglich aufgrund eines Juryurteils den Siegerpreis zu verleihen ?
Wollte man sich da mal wieder so ein bisschen an einem endgültigen „Ja“ zur Geschichte dieses Ortes vorbeimogeln, weil man ja „offen“ für (ja, wirklich) Alles ist ? Alles andere zu viel „Preussenkitsch“ ? Deutschland guckt vorwärts ? Bloß keine reaktionären Kräfte hier … ?
Schade, dass es Rekonstruktionen in Deutschland immer so schwer haben, sich gegen Rechnungshöfe und Geschmackslobby durchzusetzen. Und mehr als schade, dass es hier – wie bei einem Neubau – mal wieder alles so schnell gehen muss: es geht nicht, dass nur ein Teil fertig wird – andere aber erst, wenn das Geld da ist.
Ist das dann wirklich eine historisch verantwortliche Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses ? Da geht es doch schlicht ums Geldverdienen.
Stellas Entwurf sieht genug Raum für das Humboldt-Forum vor. Die Grundrisse sind – soweit erkennbar – großzügig geschnitten. Aber warum ist das alles nur möglich mit einem Entwurf, der viele Elemente, die am Schloss auch prägend waren, einfach zu negieren scheint :
Die feinen Details der alten Fassaden - in den Neubauteilen zur profillosen
Lochfassade minimiert
Die Spreeseite - Spannungslos, nur ein einziges
Formenthema : rechteckig !
Die rekonstruierten Fassaden Eosanderhof - neu hinzugekommen, aber kaum sichtbar,
weil in wenigen Metern Entfernung Neubauten im Hof stehen. Schon dass hier bereits „Nachbesserung“ aus Kosten-gründen empfohlen wird zeigt, wie wenig die echte Rekonstruktion den Auslobern wert ist
Der Erker an der Nordfassade - weg ! - Ersetzt gegen eine fensterlose
Wand, wie es sie Hunderte gibt
Die Unregelmäßigkeit des Baukörpers - reduziert zur simplen Rechteckform
weil das gerade so schön angesagt ist
(oder grüßt da etwa der gerade erst
verschwundene Palast der Republik ?)
In der Beurteilung des Siegerentwurfes fällt auf, dass der vollständige Erhalt der noch vorhandenen Kellergewölbe sehr betont wird. Als einzige vor Ort vorhandene Relikte des alten Schlosses sind diese Bauteile sicher sehr wichtig.
Aber : Sieht man das in der Stadt ? - Ich glaube kaum.
Eine ähnliche Sorgfalt mit der historischen Verantwortung, in der das Humboldt-Forum stehen soll, wäre an anderen Stellen dieses Entwurfs sicher mehr als wünschenswert gewesen.
Die Auswahl, die für den ersten Preis getroffen wurde, wirkt auf mich – bei allem Respekt vor Stellas Grundrissen - wie eine vorbestimmte Geschmäcklerei eines Gremiums, das den Beweis, im Einzelfall auf ihre/seine Präsenz verzichten zu können, nicht antreten will. Die Fassaden wären für ein normales Verwaltungsgebäude wohl kaum der Rede wert: Sie würden gebaut, sie würden ohne großes Gerede über ihren Ausdruck angenommen, sie würden gut funktionieren.
Aber an dieser Stelle – wo man endlich einmal beweisen könnte, dass sich für ‚Anderes’ entscheiden auch bedeuten kann, sich von dem derzeit herrschenden Geschmack und Kostendruck bewusst abzuwenden, um der Historie des Ortes gerecht zu werden (und das nicht nur durch „schöne“ Barockfassaden, die sich bei Empfängen so gut machen), hätte ich wirklich Spannenderes und im Detail auch historisch Verantwortungsvolleres erwartet.
Vielleicht bringen ja die geforderten Nachbesserungen noch etwas mehr Spannung in diese Sache, aber ich fürchte, sie kosten das Humboldtforum eher die Kuppel oder die Fassaden im Eosanderhof.
Daniel K.Meyer
schrieb am 7. Januar 2009
um
14:43
Hinweis: Wilhelm II., letzter König von Preußen und letzter deutscher Kaiser, der auch bauliche Veränderungen Berliner Schloß anordnete, hat am 27.1. 2009 seinen 150. Geburtstag.
Im Internet gibt es eine moderne und inhaltsreiche Seite zu diesem Thema:
www.wilhelmderzweite.de
Gruß an alle
mohr
schrieb am 7. Januar 2009
um
5:19
na denn, wenn einjeder mal ne webseite hier hinterlassen kann, macht meinereiner das doch auch gleich mal, ok?
www.schloss.palast.com
beste grüße
m
Ein Amerikaner
schrieb am 6. Januar 2009
um
10:24
January 3, 2009
The New York Times
620 8TH AVENUE
New York, New York
ATTENTION: LETTERS TO THE EDITOR
Dear Sirs:
I refer to the article entitled \"Rebuilding a Palace May Become a Grand Blunder\" in the Arts section of the Times for January 1, 2009. I strongly disagree with the tone and content of this article. It seems to have been written strictly from the standpoint of the two groups who are fanatically opposed to the project (even after it was debated exhaustively for years and approved by the German Bundestag by over a two thirds majority) namely, a group of hard core East German communists and the disgruntled architects who have been denied the opportunity to build yet another out of place modern monument to their own egos.
There are many things with which I disagree but I will limit myself to three points.
First, contrary to the author\'s assertions, it is my understanding that current opinion polls show that 59% of all Berliners, both East and West, approve of the project. Indeed, the highest approval figures are found among the 18 to 30 year olds where it stands at 70%! Only 5% of city inhabitants regret the demolition of the so-called Palace of the Republic, a nondescript eyesore if ever there was one.
Second, the Humboldt Forum concept has been highly praised and enthusiastically adopted because it will display Berlin\'s vast non-European cultural holdings, presently housed in decaying inadequate buildings in the suburb of Dahlem. This will provide a perfect counterpart to the five existing museums of western art and culture on Museum Island. Concurrently, the building will restore the historic appearance of the very heart of the city from which the whole urban complex grew. The article calls the Palace \"fake\". I wonder if the author would also denigrate the rebuilding of the old town in Warsaw by the Poles or the reconstruction of the famous campanile in St. Marks Square, Venice or the rebuilding of the monastery of Monte Casino, all of them totally destroyed?
Third the article disparages Francesco Stella as \"little known\". In reality it is my understanding that he is well-known for historic restoration work and his design was unanimously approved by the 15 member architectural competition commission precisely because it provided a seamless melding of the historic palace facades with the new structural elements!
I find it a disservice to American readers, who are unfamiliar with the history of the project, to publish an article which apparently gives only one side of a complex matter. I suggest that the author should have interviewed people like Dr. Hermann Parzinger, the President of the Foundation for Prussian Cultural Heritage and gotten some additional facts.
Sincerely,
PS: In the war of 1812, the British utterly destroyed the White House, yet we meticulously rebuilt it. Then during the Truman years, the entire interior, floors and all, was gutted and redone. Only the facades remained. Therefore, according to the logic of your article, our President now lives in a \"FAKE\" White House!
M. Erich-Delattre
schrieb am 4. Januar 2009
um
19:12
Pardon, leider verweigern sich einige Teilnehmer/innen noch immer einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der komplexen Thematik stadträumliche (Neu-) Gestaltung und (kritische) Rekonstruktion und beschränken sich in ihren Beiträgen eher auf belanglose (da ständig wiederholte) Polemik. Die \"NYT\" ist sicher eine seriöse und liberale Zeitung. Zur Liberalität einer guten Zeitung gehört es ganz unterschiedliche Meinungen abzudrucken. Wenn ein Feuilleton-Redakteur meint sich kritisch über den Bau des Humboldt-Forums im Berliner Stadtschloss zu äußern, so spiegelt der Beitrag die persönliche Meinung des Verfassers wieder und sicher nicht die Meinung der Redaktion der \"NYT\". Auch in der Redaktion der \"NYT\" werden ganz unterschiedliche Positionen vertreten.
Leser der NYT
schrieb am 1. Januar 2009
um
17:54
Die NYT ist not amused 🙂
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Christian K. Berliner
schrieb am 31. Dezember 2008
um
17:10
Unsere Stadt hat von allen Städten Europas am meisten zu bieten,3 Opernhäusern,2 Zoos,2 Flughäfen,Geschichte und ein tolles Nachtleben,warum nicht auch noch ein Schloss mehr.An dieser Stelle kann nur ein Schloss stehen,koste es was es wolle!So genug mit dem Geschwätz.
Westfale
schrieb am 30. Dezember 2008
um
18:05
bei den vielen ablehnenden kommentaren möchte ich mal einen
positiven Beitrag schreiben.Die jenigen die meinen man solle das Geld lieber für soziale oder ökologische Prokekte aus-
geben denen sei gesagt das es schon immer Menschen gegeben hat, die meinen das Geld für Kultur oder historische Architektur sei aus dem Fenster geworfenes Geld.Nehmen wir
doch mal die Dresdner Frauenkirche.Auch hier gab es zunächst
viele Gegner.Heute sind die Dresdner froh,das sie wiedererstanden ist.Jahr für Jahr ströhmen Menschen herbei um
die Kirche zu besichtigen und sie bringen Geld in die Stadt und auch für die Kirche.
Grumbkow
schrieb am 29. Dezember 2008
um
20:46
Die Bauaufgabe war die Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses. Das war schon keine besonders gute Idee, aber immerhin konsequent. Es ist ja auch weiterhin fleißig von Wiedererrichtung die Rede. Nur scheine ich den Moment verpasst zu haben, als man das mit der Wiedererrichtung lässig unter den Tisch fallen gelassen hat, um dann etwas völlig anderes bauen zu lassen, was nur noch auf den ersten Blick so aussehen soll wie das Stadtschloss. Ist das keinem aufgefallen? Doch? Und wo war der Aufschrei der Empörung? Wenn es einen gab, dann war er ziemlich leise. Und wo ist die Forderung geblieben, dann wenigstens gleich etwas Anständiges zu bauen, wenn man sowieso kein Schloss kriegt? Oder ging es in Wahrheit immer nur genau darum: Um die Boddien\'sche Zeltplanenfassade von 1993 als Dauereinrichtung? Wegen der hübschen Bilder, die man davon machen kann? Und weil Barock schön ist? Aber das, was dort gebaut werden soll, ist ja nicht mal barock! Es ist weder Fisch, noch Fleisch. Wie kann man auf so ein Gebilde stolz sein wollen?
Preuße
schrieb am 27. Dezember 2008
um
18:56
Bas Zweng: Abwarten - der Kaiser kommt auch noch nach. Durch ihn würden wir wenigstens alle 5 Jahre bei der Präsidentenwahl (wo das Volk ohnehin nichts zu sagen hat) die Kosten für die Bundesversammlung und Pensionen für einige Alt-Präsidenten sparen (mehrere Millionen!).
bas zweng
schrieb am 27. Dezember 2008
um
16:38
Christian, da sagst Du was hochinteressantes. Ein Schloss bauen und kein Kaiser. Der groesste Witz weltweit. Es ist genauso wie der Bauer: Ich habe Mist aber kein Land.
gr. von dee Woaterkaant
Berlinfreund
schrieb am 27. Dezember 2008
um
16:19
Schade, daß die zugesagten Spenden nicht mehr mit aufgeführt werden in der Spendenuhr. Es war irgendwie doch motivierend. Wann sollen diese Mittel denn abgerufen werden? Ich selber habe ein ganzes Monatsgehalt bereitgestellt; andere fahren in Urlaub, ich spende für das Schloß.
Frank
schrieb am 26. Dezember 2008
um
22:34
\"Lieber für kranke Kinder oder für den Erhalt des Regenwaldes spenden.\"
Wenn Ihnen danach ist, bitte...
Manfred
schrieb am 26. Dezember 2008
um
19:51
Man kann nur hoffen das irgendwann alles wieder hergestellt werden kann.
Schade nur das die Herren der SED nicht mehr erleben können das Sie auch hier versagt haben...