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Habe mich erst vor einer Woche im Alten Museum (Schloßausstellung) mit Mitgliedern des Fördervereins unterhalten. Sie meinten, für das nötige Raumprogramm sei Stellas Entwurf zu klein; besonders die moderenen Anbauten sollten anders gestaltet werden. Ein Wegfallen der Kuppel ist schon aus Platznöten undenkbar.
Was das im einzelnen heißt und woher die das wissen, weiß ich nicht. Man erfährt ja über die laufende Detailplanung leider rein gar nichts. Schlimm wäre es jedenfalls, wenn die geplanten historischen Raumeinteilungen völlig geopfert würden.
Doch ich habe es seinerzeit irgendwo gelesen. Es war sogar davon die Rede, aus Kostengründen auf die Kuppel zu verzichten, was mich sehr beunruhigte. Daher frage ich mich, wo nun die Einsparungen vorgenommen werden sollen.
Stella musste doch seinen Entwurf umarbeiten, um die Kosten zu drücken. Weiß jemand, worin nun die Veränderungen bestehen? Ich hörte, dass sogar auf die Rekonstruktion des Schlüterhofs verzichtet werden sollte.
Zu schade das ich dann Berlin verlassen habe. Aber ich werde auch aus Paris das Geschehen weiter verfolgen. Spätestens 2020 wird schon irgendwas fertig werden.
Erika Mustermann
schrieb am 6. August 2009 um 18:51
Danke für Ihr Mitleid! Ach ja, der Rasen... Ist dat allet schön jrün hier!
Der Neue Marstall ist aber wirklich beeindruckend. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was hier entstehen wird.
Ich zähle schon die Tage bis Baubeginn! 🙂
Damit Kreuzberger nicht ganz vereinsamt:
Des Ex-Schloss-PdR-Areal ist jetzt richtig schön anzuschauen. Statt Volkspalast oder Volksschloss nun eine Volkswiese, etwas abseits der Touris im Lustgarten kann man dort entspannen. Der Neue Marstall und das Staatsratsgebäude kommt somit auch wunderbar zur Geltung.
P.S. Für alle die sich für Gartenschauen interessieren: Oranienburg ist leider enttäuschend. Gute Ansätze durch zu viel Deko und Spielereien vertan.
Einziger Pluspunkt, ich habe nun auch endlich die Preußischen Kronjuwelen sehen können.
Hm! Ich könnte mich jetzt als Erika Mustermann ausgeben und die Wiedererrichtung unseres Stadtschlosses auf das Außerordentlichste begrüßen oder ich könnte als Rodins Denker getarnt die sinistren Facetten dieses tollkühnen Unterfangens in düsterstem Kolorit an die Wand menetekeln.
Vielleicht findet sich ja noch jemand, der seine Meinung kundtun möchte...
Der Disneyland-Vorwurf kommt ja üblicherweise von der gegnerischen Seite. Tatsächlich sind sie es aber, die alles daran setzen, die Wiederherstellung dieses Gebäudes durch modernistische Verfremdungen zu unterminieren.
Der Wiederaufbau des Stadtschlosses ist an sich ja eine wunderbare Sache. allerdings ist es als kunsthistorischer Unfug zu bewerten, Kompromisse einzugehen, denn es war eines der bedeutensten Barockschlösser Deutschlands und es ist keine Experimentierlandschaft für Architekten.
Der moderne Fassadenteil ist einfach eine Geschmacklosigkeit die bitte unterlassen werden sollte. Und wenn man schon das Schloss aufbauen will, sollte man es auch richtig tun. wir sind schließlich nicht in Disneyland.
\"Idiot\" ist in diesem Zusammenhang einigermaßen unangebracht. Daß die Spreeseite von einem durchschnittlichen 12jährigen Legosteinebesitzer und -anwender nicht desaströser hätte gestaltet werden können, ist allerdings nicht zu übersehen.
Wir hoffen ja alle, daß hier kompetentere Architekten mit besseren Vorschlägen zum Zuge kommen!
Ich dachte man wollte das Schloss wieder aufbauen. Die Spreeseite sieht dann aber wie eine Parkgarage aus. Wie kann man so viel Geld ausgeben für so eine Idee. Darauf hätte \"Otto Normalverbraucher auch kommen können. Da hätte man sich das Geld für diesen italienischen Idioten sparen können. Das Geld hätte man dann besser für andere Sachen im Schloss gebrauchen können.
Jo Moonen, Hoensbroek/Niederlande
Für die moderne Kunst hätte man auch den Palast der Republik stehen lassen können! Die Siegerwillkür der Revanchisten scheint sich da selbst in eine Sackgasse gefahren zu haben!
Ich meinte die geniale Nutzung des Louvre zur Präsentation von Werken der Malerei und Bildhauerei der letzten Jahrhunderte. Dafür wäre auch unser Schloß besser geeignet. Selbst moderne Kunst könnte ich mir hier vorstellen, auch auf die Gefahr hin, daß Wilhelm Zwo in seiner Gruft rotieren würde. Daß der Hamburger Bahnhof so gut funktioniert, liegt denke ich vor allem am Kontrast von zeitgenössischen Exponaten und historischem Ambiente.