maus
schrieb am 30. März 2010
um
9:17
@Mitte ins Herz
Hier ist ein öffentlicher Ort, und besonders Sie lassen sich, und dass ist Ihren Beiträgen mehrheitlich zu entnehmen, auf ein gewisses „Schlammschlachtniveau“ herunter. Wenn es Ihnen nicht möglich ist mehr beitragen zu können als jenes, was der Leser hier unten bemerken kann, tut mir das Leid.
***
Was Ihnen allen gemeinsam anzumerken ist, dass Sie recht schnell in persönliche Diffamierungen verfallen, nun das passiert mitunter, wenn keine Argumente vorhanden sind …
Ich schreibe hier nicht aus Prinzip, eigentlich ist es die Zeit nicht wert, aber man äußert sich öffentlich.
Worte wie „architektonisches Parasitentum“, „Verbrechen“, „Wirtskörper“, und weitere Plattitüden sind, Sie möchten entschuldigen, ziemlich dümmlich.
Eigentlich wiederholen Sie Ihre eigenen subjektiven Meinungen, können diese aber weiter nicht untermauern. Solange Sie sich nicht mit Lektüre auseinandersetzen, oder vielleicht einmal auf Reisen gehen, einmal mit Menschen sprechen usw., oder über sich selbst nachdenken, werden Sie aus sich Ihrer festgefahrenen Position nicht herausbewegen können, weil Sie diese nicht von außen sehen können.
Grüße
MitteinsHerz
schrieb am 30. März 2010
um
7:22
Herr, wirf Hirn vom Himmel, die \"Maus\" ist wieder ihrem puristischen beengtem Loch entkrochen!
@maus:
Um in Ihrer architektonisch, minimalistischen Formensprache zu bleiben:
Für uns hier:
1. Barock, Klassizismus, Wilhelminisch, Jugendstil, Stuckatur, Sandstein, Blattgold, Putten, Säulen, Schwünge, Resalite, Symetrie usw. = SCHÖÖÖN!!!
2. Moderne, Bauhaus, Purismus, Betonklötze, Stahlbeton, riesige Glasfronten, Klotzformen schlechthin usw. = ABGRUNDHÄSSLICH!!!!
...Bumms, Aus - Nikolaus!!!!
Cappice? Angekommen? Auch geistig umgesetzt? Schlussfolgerung für SIE HIER nachvollziehbar???
...Kleiner Tip: FALSCHER ORT FÜR IHRE GEISTIGEN ERGÜSSE!!!!
Ohne Gruß und verbunden mit der Hoffnung auf ein Nimmerwiederlesen.
FreiburgerJurist
schrieb am 29. März 2010
um
13:54
Sehr lustig wieder mal von meinem Lieblingsgegner zu lesen. Aber ich verspüre keine Lust darauf ellenlang zu antworten, da es sich bei Ihnen ja sowieso nicht zu lohnen scheint.
Darum nur ein paar Anmerkungen für die anderen Leser:
1. Ihre Vergleiche mit dem Ausland mögen ja stimmen, nur haben Sie dabei die Zerstörung der deutschen Innenstädte vergessen. In Paris oder London verträgt die Stadt Neubauten hier und da, aber 100 historische Bauten umher fangen dies wieder auf. Auf der grünen Wiese gerne, aber nicht in unseren sowieso geschundenen Stadtkernen (Bitte keine Anmerkungen, dass die Deutschen ja selbst schuld sind, da ich und fast alle anderen Rekonstruktionsbefürworter ganz sicherlich nicht schuldig sind).
2. Das Bauhaus ist eine Katastrophe für die Architekturwelt gewesen. \"Funktionalistät ist Schönheit\"; mein Billy-Regal funktioniert, ist aber noch lange nicht schön. Ein Denkfehler in einem Gedankenkonstrukt einer kleinen Intelektuellengruppe. Kunst entsteht indem man etwas erschafft, nicht dadurch dass man etwas weglässt, denn das kann jeder. Die Moderne ist sehr wohl in der Krise, weil sie jetzt nichts mehr weglassen kann ohne an den Säulen der Funktionalität zu sägen. Meine Vorredner haben sehr wohl recht, dass sich die Moderne nur noch im Kontrast zu historischen Bauten in Stellung bringen kann oder durch ihre reine Größe Eindruck machen will. Ein kleines modernes Sparkassengebäude kann nicht und wird auch nie mit einem historischen mithalten können.
Erst wenn die Architekten sich wieder auf die alten Formsprachen rückbesinnen, die Symmetrie hochhalten, den Goldenen Schnitt als Lehrmeister haben und das Ornament nicht mehr als Feind ansehen, werden sich Neubauten mühelos in unsere Städte einfügen.
maus
schrieb am 29. März 2010
um
12:23
Es hilft über Architektur vorher erst einmal nachzudenken, und etwas zu lesen, oder sich anzuschauen. (nicht nur in Deutschland)
Unabhängig davon gab es einmal eine Sendereihe, mit dem Namen „Topographie“ von Dieter Wieland.
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/topographie-DID1188596780/topographie-wieland-architekt-ID661188596778.xml
Wer nun meint, mit reproduzierten Schloßfassaden oder Kuppeln im Sinne des gen. Autors ein „gutes Werk“ zu vollbringen täuscht sich jedoch, und hat eigentlich nicht verstanden worum es geht.
Das Motto eines Kapitels seiner Sendereihe lautete bspw. „Bauen und Bewahren“. Etwas bewahren lassen, hätte sich aber in Berlin, lediglich vor etwa 50 Jahren, bzw. weitere 30 Jahre zuvor, mit entsprechender polit. Weichenstellung …
Die Moderne „gescheitert“? – Alles verändert sich, auf die Moderne werden auch künftig Architekturen aufbauen, ohne die man schon heute nicht mehr auskommt.
Was wissen Sie denn über die Moderne? – Wenn man Ihre Beiträge liest erkennt der Leser leicht, dass Sie eigentlich gar nichts wissen.
Wahrlich, es gibt sehr viele schlechte Architektur, wobei Sie das an Beton, und Moderne nur bedingt festmachen können. Fest steht, dass „Kultur“ und „Kunst“ in der breiten Masse unseres Bürgertums scheinbar nicht angekommen sind, wie Sie bspw. an so manchem Sparkassengebäude in der Provinz, und vielen anderem erkennen können.
Glauben Sie die Moderne darauf reduzieren zu können? Lesen Sie doch erst einmal was das Anliegen des Bauhauses eigentlich war, sofern man von nur einem Anliegen überhaupt sprechen kann.
Zu einem breiten Bewusstsein hinsichtlich guter Kunst und Kultur, speziell Baukultur ist es in Deutschland nicht gekommen, dass hat seine Ursachen in den gesellschaftlichen Entwicklungen, und Geschehnissen in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.
Diese hat man nicht verwunden, sondern nur verdrängt, bis auf den heutigen Tag.
Das Thema „heile Welt“ gab es ja schon einmal.
Auch D. Wieland hat darüber berichtet:
http://video.google.com/videoplay?docid=-7653672457074653046#
Die gezeigten Gebäude sind neu. „Rekonstruktionen“ im Sinne ihrer Erbauer, die vermeintliche Vorstellung von „heiler Welt“, die irgendwo in einer diffusen Vergangenheit liegen soll.
Wohlgemerkt, das „Bürgertum“, der Mittelstand hat es vorgemacht, jene, ja sooft personengleich mit Bürgermeister, Gemeinde- oder Stadtrat. Der gleiche Personenkreis, der das letzte Wort hatte bei Ortsbebauungen und Gestaltungsplanung. Hand in Hand ging/geht das mit Immobilienfirmen, denen es durchaus nicht um gute Gestaltung geht, sondern wieder um den „Geschmack“ der Masse, und damit um garantierte Umsätze.
Berlin, eine Nummer größer, mit Schloßfassaden ist davon nicht weit weg. Tourismus ist doch das Wort was man hier immer anführt.
Was für ein Architekturverständnis glauben Sie, hat man denn ab den 60ern befördert? Welche „Architekten“ hat man denn so bauen lassen? Diese Eigenheime besitzen gewiss nicht das Innenleben des 18./19.Jh., wie auch die Schlossfassaden nur Deko-Elemente bleiben werden.
Ich möchte nur betonen, dass es am Verständnis der Bauherren liegt.
In anderen Regionen Europas ist es übrigens schon weitaus früher gelungen Kleingeistigkeit ablegen.
Grüße
Oli
schrieb am 26. März 2010
um
12:24
@ Kreuzberger:
Ich nenne das \"architektonisches Parasitentum\", was die \"Moderne\" heute verbricht. Die Moderne hat auf ganzer Linie versagt. Sie sucht sich gezielt \"Altertümchen\", Gebäude und architektonische Glanzpunkte der Vergangenheit, um sich dort dann parasitär (gleich einem Wirtskörper, den sie befallen kann) in den Vordergrund spielen zu können. Nur aufgrund der vorhandenen Substanz nimmt man sie wahr. Unsere Architektengilde verkauft uns diese Armseligkeiten dann stets als \"Spannungsfeld zwischen Moderne und Kistorie\" oder ähnlich.
Für mich ist das eine ganz gezielte Vergewaltigung! Hat denn umgekehrt schon einmal jemand daran gedacht, einen dieser protzigen 0-8-15 Betontempel mit einem klassizistischem Anbau zu versehen? Undenkbar!
Es ist im Grunde ganz banal: Die Formensprache der modernen Architektur unterliegt einem sich selbst auferlegtem Dictus, keine Kleinteiligkeit, keine Verspieltheit, keine Zurückhaltung, vor allem aber: Schönheit ist Sünde!
Was also soll man da erwarten? Die können (und wollen) gar nicht anders!
Kreuzberger
schrieb am 24. März 2010
um
22:27
Die Schloßdebatte hat immerhin gezeigt, daß es nicht zum Besten steht mit unserem Kulturverständnis.
Die Moderne hat inzwischen ein ebensolches peinliches Degenerationsstadium erreicht wie die Formensprache der klassischen Antike um 1890.
Und gerade deshalb drängt sie sich in den Vordergrund, wo immer sie vom Glanz vergangener Epochen profitieren kann.
Es ist ein Trauerspiel!
Paul
schrieb am 24. März 2010
um
10:58
Wenn das Schloss steht,
werd ich vielleicht endlich
meinen immer noch latent vorhandenen
Ärger über den Abriss durch Ulbricht
und Co. begraben können.Warten wir auf 2016.
waldmann
schrieb am 8. März 2010
um
9:39
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/04/2009-04-22-stadtschlossstiftung.html
\"Die Schlosskuppel wird sogar originalgetreu wieder aufgebaut.\"
So steht es noch auf der Regierungshomepage. Na ja,abwarten und Tee trinken.
Reinhard Rupsch
schrieb am 7. März 2010
um
12:06
Stadtschloss nicht \"statt Schloss\"
----------------------------------
Dort in Spanien, in Toledo
Sprengte man den Alcasar
Aufgebaut ist er als Credo:
Spanien, neu und wunderbar!
Moskaus Kreml wurde zweifach
Aus der Asche aufgebaut
Wär´ die Stadt denn noch die Gleiche
Würd´ auf Glas und Stahl geschaut?
Selbst Venedig sah mit Schrecken
Seinen Campanie stürzen
Wär´ der Marcusplatz der selbe
Würde Stahlbeton ihn würzen?
Wenn Berlin statt all´ der Blöcke
Rastermaß und Spiegelgas
Neubarocke Pracht vorzöge
Böt´ die Mitte viel mehr Spaß!
Laßt uns Neues schön gestalten
Hehr im Werk, verspielt im Stuck
Helft Berlin den Charme erhalten
Schenkt der Hauptstadt DIESEN Schmuck!
Zusammenfassung:
Wachtelbrust statt Currywust
Reinhard Rupsch, 2002
waldmann
schrieb am 7. März 2010
um
11:20
Zitat: \"Es wäre schlichtweg ein Witz, bei ca. 500 Mio. die paar Millionen einsparen zu wollen. Es ist ein Jahrhundertbauwerk, das sollte man bedenken. Das Schloß ohne historische Kuppel ist Unsinn.\"
Das stimmt, aber in Berlin baut man ja auch (wegen eines albernen Fußballturniers) einen verkürzten Hauptbahnhof.
FreiburgerJurist
schrieb am 4. März 2010
um
13:31
Ich hatte schon in einem älteren Kommentar gesagt, dass der Förderverein nach Errichtung des Schlosses in einen neuen Verein überführt werden sollte. Dieser \"neue\" Verein setzt sich für die Rekonstruktion aller Teile des Schlosses ein, die ohne Eingriff in die bestehende Bausubstanz möglich wären. So könnte man den Apothekerflügel, die Innenräume, die Schlossterassen, die Attikaskulpturen und die Laternen neben der Schlosskuppel wiedergewinnen. Ich hoffe Herr Boddien liest dies, denn ich halte ihn für den geeigneten Geschäftsführer für diesen Nachfolgeverein, da er die nötige Motivation und die Kontakte zur Politik mitbringt. Dies ist aber noch nicht aktuell, da wir jetzt wirklich alles daran setzen müssen, dass wir so viel Schloss wie möglich bekommen.
berlinfreund
schrieb am 4. März 2010
um
6:02
Wir sollten uns auf die verbleibenden \"Schlachtfelder\" konzentrieren. Der Riesen-Schuhkasten auf der Spreeseite ist die Kröte, die wir schlucken müssen, da ist nichts mehr zu ändern. Seht es doch endlich ein.Das Wünschbare ist nicht immer das Machbare, oder wir verlieren alles.
Alle Kraft sollte hingegen auf die Verwirklichung der historischen Kuppel gelegt werden, denn die will Bauminister Ramsauer (ein Ur-Bayer in Preußen!) ja auch noch streichen. Hier gibt es parteiübergreifend Verbündete. Darauf alle Kraft konzentrieren. Es wäre schlichtweg ein Witz, bei ca. 500 Mio. die paar Millionen einsparen zu wollen. Es ist ein Jahrhundertbauwerk, das sollte man bedenken. Das Schloß ohne historische Kuppel ist Unsinn. Das sieht sogar Wowereit, der Tagesspiegel und der RBB ein.
Kreuzberger
schrieb am 3. März 2010
um
23:20
Solange die idiotische Planung, historische Fassaden zu errichten und diese durch stillose modernistische Zugaben gleich wieder zu entwerten, nicht vom Tisch ist, wird sich auch die Spendenbereitschaft in bescheidenen Grenzen halten.
Idiotie ist ein noch zu harmloser Ausdruck für das, was sich hier als vorläufiger Höhepunkt, besser gesagt Persiflage unserer Architekturgeschichte abzeichnet.
Oli
schrieb am 25. Februar 2010
um
22:01
FreibergerJurist:
Treffender hätte man es nicht formulieren können, Sie haben ins Schwarze getroffen. Das Synonym Bundesrepublik verkommt immer mehr von einer Marke des Mittelmäßigen zu einem Garant für Unzulänglichkeit und Feigheit!
Ein reines Schloß darf nicht sein, denn es wäre schön. Und wie kann nach heutiger - politisch korrekter - Sicht eine solche Zeit, in der es entstand schöngeredet werden? Das kratzt an einem anerzogenen Geschichtsbild, das darf nicht sein. Also muß es mit unserer \"Moderne\" kaschiert werden. Die Angst der Republik vor - ja, wovor eigentlich? Dem Kaiser?
Eher wohl der Enttarnung...
FreiburgerJurist
schrieb am 25. Februar 2010
um
20:11
@Historiker
Ich kann Ihnen da nur zustimmen, aber anscheinend hat man immer noch nicht begriffen, dass Modernes und Altes nicht zusammenpasst und das die Moderne sich bitte aus den deutschen Innenstädten heraushalten soll. Die \"Star\"-Architekten können sich gerne auf der grünen Wiese austoben, aber nicht in 1000 Jahre alten Stadtkernen.
Das Moderne in der Architektur vom Schloss wirkt nur besser, weil es sich auf Kosten des historischen in Stellung bringt. Ansonsten hätte man Stellas Ostfassade nicht mal für eine italienische Hochgarage genommen. Aber die Politik und die Architekten müssen es als Geniestreich feiern, da sie ansonsten beide ihre Unzulänglichkeit in Architekturfragen zugeben müssten.
Historiker
schrieb am 25. Februar 2010
um
19:14
Mir ist völlig unbegreiflich, warum man das Schloss nicht ganz einfach nach altem Vorbild wieder herstellt (wie bei der Frauenkirche Dresden usw.). Stattdessen wird es verschandelt und nur die Fassaden hergestellt. Lächerlich! Was wäre Berlin heute ohne die Hohenzollern??? Es gäbe Berlin so wohl nicht! Man sollte da schnell eingreifen, bevor es zu spät ist!! Wir brauchen kein \"Humbold-Formum\"! Wir wollen unser Schloss wieder haben, auch wenn es teuerer wird und vielleicht länger dauert!!
Berlinbesucher
schrieb am 19. Februar 2010
um
20:37
Ich freue mich auf ein Stueck neues altes Berlin.
MitteinsHerz
schrieb am 18. Februar 2010
um
15:42
\"Das es nicht möglich ist, trotz einer angeblich bürgerlichen Regierung in Dtl. einen historischen Bau im 21. Jh. einfach normal wiederzuerrichten! Was ist denn daran so schwierig?????\"
Warum ist das in Deutschland nicht möglich? Das beste Beispiel für einen historischen Wiederaufbau ist und bleibt doch wohl Dresden mit seiner Frauenkirche und sage und schreibe 8 (in Worten: ACHT!) wiederaufzubauende Quartiere (HäuserBLÖCKE) rund um den Neumarkt, die entweder orginalgetreu, historisierend oder zumindest in seiner modernen Architektur angelehnt an den Vorgängerbau wiedererstellt werden. DAS ist ohne großes Politmachtgeplänkel oder projektgefährdende lobbyistische Grabenkämpfe, in einem überschaubaren Zeit- und Kostenrahmen, ABSOLUT möglich, wie man hier sehr schön verfolgen kann:
Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.neumarkt-dresden.de zu laden.
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Was nun inzw. in Berlin mit dem Schloss abzulaufen scheint, kommt doch zunehmend einer provinzialen Farce gleich, und anstatt daß man GERADE an Stellen wie dieser hier Mut macht, aufklärt, Kräfte bündelt oder einfach nur spricht, überläßt man allenthalben wildwuchernden Spekulationen und Resignation das Terrain. Traurig...
Hannes
schrieb am 17. Februar 2010
um
22:21
Da kann ich nur zustimmen: Das es nicht möglich ist, trotz einer angeblich bürgerlichen Regierung in Dtl. einen historischen Bau im 21. Jh. einfach normal wiederzuerrichten! Was ist denn daran so schwierig????? Wozu bekommen die Politiker ihr Geld? Damit das Land verkommt??
So etwas wäre in England oder anderen kultivierten Ländern nicht möglich!
MitteinsHerz
schrieb am 15. Februar 2010
um
8:56
SEHR richtig, Oli! Diesen Misstand prangerte ich schon seit Wochen hier an. Ich empfinde es zunehmend als traurig bis unverschämt, ja gar peinlich, wie hier mit den Wunschträumen einer großen Masse, nach dem Wiedererstehen dieses wunderbaren Objektes umgegangen wird. So ungern man den Kritikern des Wiederaufbaues \"Öl auf deren Mühlen gießen\" möchte aber SO wird aus dem ganzen Vorhaben auch in meinen Augen überhaupt NISCHT! Ganz im Gegenteil, macht mir dieses monatelange Stillschweigen an dieser exponierten Stelle sogar dahingehend Sorge, daß man ob der verfahrenen Gesamt-Situation, so langsam gänzlich resigniert und somit die Erstellung der Klassik-Fassade elementar ins Wanken gerät, sodaß man zum Schluß gar die Horrorvision eines neuerlichen schmucklosen Betonkastens an dieser einmaligen Stelle Berlins realisiert. DAS wäre vor der gespannt wartenden, interessierten Weltöffentlichkeit dann wohl der jämmerlichste Schildbürgerstreich der deutschen Baugeschichte... WÄRE, denn GANZ habe selbst ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Der Auftritt, oder vielmehr NICHTauftritt der hier Verantwortlichen ist allerdings inzwischen in höchstem Grade bedenklich bis fahrlässig, wie ich finde... :-(((