Wendel
schrieb am 12. Juni 2010
um
13:49
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article8009390/Verstaendnis-fuer-die-Kanzlerin.html
Das Humboldt-Forum (Schloss) soll \"definitiv\" noch in dieser Legislaturperiode gebaut werden?! Na, da bin ich aber mal sehr gespannt. Ich weiß nicht, aber irgendwie kann ich dem Bundestag nicht mehr so wirklich vertrauen. Erst wenn die Bauarbeiten tatsächlich beginnen, glaube ich auch daß das Forum realisiert wird.
Michael Ruth
schrieb am 12. Juni 2010
um
8:34
@InSaPa: Danke für dieses alles umfassende Statement, besser kann dieser unglaubliche Skandal kaum ausformuliert werden.....
Dennoch gilt es, jetzt nicht zu resignieren und W.v.Boddien massiv in seiner bisher so überaus erfolgreichen Arbeit zu unterstützen !!!
im Namen der Badischen Freunde des Schlosses
Kreuzberger
schrieb am 12. Juni 2010
um
0:15
InSaPa: Dein Kommentar fasst alles zusammen, was zu diesem unglaublichen Skandal anzumerken ist. Danke.
Kreuzberger
schrieb am 12. Juni 2010
um
0:07
Apropos Brot & Spiele ...
Was wäre wohl geschehen, hätte man die Fußball-WM wegen gewisser finanzieller Engpässe kurz vor Beginn auf 2014 verschoben?
Kultur hat nun mal nicht die gesellschaftliche Akzeptanz wie der Sport, leider ...
InSaPa
schrieb am 12. Juni 2010
um
0:00
Die Entscheidung zur sogenannten \"Verschiebung\" der Wiederherstellung der Berliner MITTE ist unfassbar, haarstäubend und sowohl kulturpolitisch als auch städtebaulich katastrophal. Da haben sich die ewigen Nörgler und Mäkler, gerade in Berlin und leider sogar in \"seriösen\" Medien, doch tatsächlich durchgesetzt und berauben uns wohl des grandiosen Jahrhundert-Projekts der geographischen Zusammenführung von europäisch-mediterranen und außereuropäischen Kulturen, und das in einem wunderbaren baulichen Rahmen. Das gelegentlich auftauchende Wort vom \"Disneyland\" ist an Dümmlichkeit und Ignoranz kaum zu übertreffen und eine Beleidigung all der wunderbaren Künstler und Kunst-Handwerker wie Steinmetze etc., die schon so eifrig zu Gange bzw. am Werke sind.
Und auch das Geldargument ist ja wohl höchst relativ, denn dass die Sanierung der Staatsoper ca. 250 Mio. kostet, ist völlig okay (da notwendig!) und wird nicht in Frage gestellt, und dass etwa der BND-Neubau wohl über eine Milliarde kostet, ist keinerlei Diskussion wert. (Übrigens: war das eigentlich wirklich nötig, waren die in ihrem alten Pullach nicht ganz ordentlich untergebracht??) Und dass die Dahlemer Dornröschen-Museen mit ihren einzigartigen Sammlungen, in die sich kaum noch jemand verirrt, dringend saniert werden müssen, wenn und nur wenn das Humboldt-Forum wirklich nicht BALD gebaut werden sollte, und dass die Kosten auch wohl im x-hundert-Mio-Bereich liegen werden, spielt in der öffentlichen Wahrnehmung auch überhaupt keine Rolle.
Wo bleibt der empörte Aufschrei und flammende Appell unserer \"Oberhäuptlinge\" wie etwa dieses windelweichen Wowereit (\"Kultursenator\"!) oder auch André Schmitz, von unser aller Merkel oder Bernd Neumann ganz zu schweigen, die das ganze Desaster ja mit dieser unsäglichen FDP zu verantworten haben. Bei einem Sparpaket von 80 Mrd. sind eine Gesamt\"einsparung\" (zumal unter Berücksichtigung all der vertraglichen Verpflichtungen und der unendlichen Vorarbeiten so vieler leidenschaftlich engagierter Bürger etc.etc.etc.) von vielleicht maximal 100 Mio., verteilt über Jahre, geradezu lachhaft. Und da ist die desaströse internationale Wirkung, der Wegfall eines Touristen-Magnets erster Güte, die Wiederbelebung alter Handwerkstechniken mit der Schaffung hochwertigster Arbeitsplätze etc. noch gar nicht eingerechnet. Wenn die Dahlmer Museums-Liegenschaften anderweitig genutzt werden könnten (z.B. FU, Forschungs- oder andere (internationale oder nationale) Einrichtungen o.ä.), könnte auch dies einen Erlös bringen. Undundund...
Dieser Beschluss basiert wirklich auf einer extrem kurzsichtigen Milchmädchenrechnung und wird der ungeheueren kulturpolitischen wie städtebaulichen Bedeutung in KEINER Weise gerecht.
Übrigens: Wiesen zum Drauflegen gibt\'s in Berlin ja wirklich genug...
K.H.-W.
schrieb am 11. Juni 2010
um
14:18
Das Schloß wird kommen, auch wenn sich die Gegner jetzt wieder in neuer Position wähnen.
Was allerdings unsere Regierung betrifft, so muß ich mich den Kommentaren hier im Forum anschließen:
\"Die haben sie nicht alle...\", \"...nicht demokratisch\", etc.
Polemik ist sicherlich einfach, aber mittlerweile ist anderes nicht mehr angebracht. Unsere Politik vertritt nicht mehr das Volk. Sie arbeitet gegen deutsche Interessen, vehement, schonungslos und nachhaltig.
Heute leben wir in der DDR, die die \"alte DDR\" immer vorgegeben hat zu sein.
Das einzig interesante ist das Spannungsfeld zwischen enthemmtem Kapitalismus und wieder aufkommendem Sozialismus.
Mal sehen wo das endet, wenn uns die Poklitik im Niedergang nicht einmal mehr \"Brot und Spiele\" bieten kann, da sie dies im EU-Ausland vertrödelt.
Kreuzberger
schrieb am 10. Juni 2010
um
22:02
Ja, Dr. Entenkiel. Das muß man leider so konstatieren.
Der Staat hat sie nicht mehr alle! 🙁
Dr. Achim Enenkiel
schrieb am 10. Juni 2010
um
18:08
Der Staat hatte ein Einsehen und die Finanzierung dieses Unsinns zunächst \"auf Jahre\" verschoben!
A.E.
Bernd Schmieder
schrieb am 10. Juni 2010
um
15:35
Herr Baumeister,
ich verstehe nicht, wie Sie \"wirkliche Demokraten\" mit der Bundesregierung in Zusammenhang bringen ! ...;-)
Die Frage ist nicht, wovon die etwas verstehen, sondern für wen die wirklich arbeiten !
Dieter Baumeister
schrieb am 10. Juni 2010
um
14:50
Bisher dachte ich , die Bundesregierung verstehe nur nichts von richtiger und gerechter Wirtschafts-und Finanzpolitik. Jetzt weiß ich , dass sie auch nichts von Stadtentwicklungspolitik versteht. Wie kann man ein ein über den Tag hinaus für das ganze Land bedeutendes Projekt- den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses- einfach wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Die leute, die dies unserer schwankenden Kanzlerin eingeblasen haben, sind sicher die alten Sclossgegner, die auf der Sparwelle doch noch zu ihrem destruktiven Ziel kommen wollen. Alle
wirklichen Demokraten sollten weiter für die Rekonstruktion des Berlner Stadtschlosses kämpfen.
Dieter Baumeister
barockkater
schrieb am 10. Juni 2010
um
10:30
Ja, dieser Artikel in der Zeit ist das in Deutschland übliche pseudeointelektuelle Gequatsche, womit alles kaputt geredet wird.
Einfach nur scheusslich...
barockkater
schrieb am 10. Juni 2010
um
10:21
An Walter
Ich hoffe ja nicht,so \"Walter\" Ihr Vorname sein sollte, dass Ihr Name mit U....weitergeht ;-)).
Das Schloss hatte eine enorme städtebauliche Funktion für die Mitte von Berlin,nichts zeigt das deutlicher als die jetzige Leere, die einen dort angähnt.
\"Schwülstig\" war das Schloss keineswegs, es war im Gegenteil eines der bedeutendsten Barockbauwerke nördlich der Alpen (wenn Sie keinen Barock mögen, ist das natürlich ihre Privatsache).
Wichtig ist, dass man sich mal mehr mit dem Schloss und besonders mit Detailaufnahmen beschäftigt, denn dass man immer wieder \"Kasten\" oder \"überdimensionierte Mietskaserne\" hört, beruht auf schlichter Unkenntnis.
Das untere Ende \"Unter den Linden\" ist keinesfalls \"preussisch-spiessig\", sondern das Beste an Architektur, was Berlin heute noch zu bieten hat - einzeln und als Ensemble. Für die Identität der Stadt ist es genauso wichtig wie das Schloss !
ICH HOFFE SEHR, DASS MAN VON DEN WAHNWITZIGEN SPARPLÄNEN ABSTAND NIMMT !!!
Tim B.
schrieb am 10. Juni 2010
um
10:04
Liebe Schlossfreunde,
lesen sie sich doch bitte alle den Text von Florian Illies in der aktuellen Zeit durch. Dort erklärt er nämlich, warum er seine Meinung zum Schloss geändert hat und nun NICHT mehr dafür ist:
http://www.zeit.de/2010/24/Berliner-Stadtschloss
\"Zunächst gilt: Rasen betreten verboten! Es wird ein Moment kommen, in dem wir glücklih sein werden, ihn bebauen zu können. Dann nämlich, wenn wir eine Idee haben, die Form werden will – und nicht umgekehrt. Form follows function, wie der Lateiner sagt.”
Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!!
Horst K.
schrieb am 10. Juni 2010
um
9:07
Mal eine Frage in die Runde :
Was würde denn ein Wiederaufbau in klassischer Ziegelbauweise mehr kosten im Vergleich zu Beton und Stahl ???
walter
schrieb am 9. Juni 2010
um
23:51
Und der Bundestag sagt ja zum: Neubau des Hohenzollern-Schlosses (als Humboldt-Forum) mit historisierenden Fassaden (drei Seiten), rekonstruierter Kuppel und Schlüter-Hof
Da wurde den werten Abgeordneten aber ordentlich Honig ums Maul geschmiert....
Auf jeden Fall hat die Wikipedia-Seite Herr von Boddien selbst geschrieben.
Schön ein Radiokommentar von heute abend: die Frauenkirche und die Semperoper funktionieren als sinnvolle Wiederaufbauten, weil sie ihrem Zweck entsprechend wieder genutzt werden. Für das Stadtschloss wird es eine dem ursprünglichen Zweck entsprechende Nutzung nicht geben (stattdessen wird immer die Begriffsblase Humboldtforum (die Brüder H. müssen in der schwerbelasteten ehemaligen Reichshauptstadt auch für alles herhalten... warum nicht Friedrich oder Wilhelm, Ebert, Sophie, Brüning, Schleiermacher, Mendelssohn, Lessing, Charlotte, Hitler???)
walter
schrieb am 9. Juni 2010
um
23:50
Bei Wikipedia (das muss ja nicht stimmen, aber ein Körnchen Wahrheit ist immer drin...) lesen wir zur „küstlerischen Bedeutung“ des Stadtschlosses:
Wenngleich das Berliner Schloss stets unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu entstehenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble. Auch war das Schloss Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde durch die sogenannte „Schlossfreiheit“ verdeckt.
Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“.
Wollen wir uns wirklich ein im Sinne des Schöpfers unvollendetes Ding in die Stadt setzen, das zumal noch eine ungünstige Fernwirkung hat? Das zeugt doch von schlechtem Geschmack, dafür würden andere nicht einen Cent hingeben.
Ehrlich, das Ding sieht doch nicht toller aus als alle anderen Preußenbauten unter den Linden, der spießig-preußischen Prachtallee, man fragt sich ja immer, wo die damals dieses narzistisch protzende Selbstverständnis hergenommen haben.
Kreuzberger
schrieb am 9. Juni 2010
um
21:53
...denke ich auch. Die Verantwortlichen für diesen unglaublichen Sabotageakt werden sich noch wundern, wieviel Kilometer Autobahn man für die zu erwartenden Vertragsstrafen und die nun sofort fällige museumsgerechte Instandsetzung der Dahlemer Ausstellungsgebäude bauen könnte!
Micael Ruth
schrieb am 9. Juni 2010
um
19:33
ooohh ihr vielen herzlich willkommenen Freunde des Humboldt-Forums im Schloss: wie zumeist liegt in der Ruhe die Kraft, jetzt in Aktionismus verfallen ist ganz einfach kontraproduktiv und, mal ganz nebenbei: darin liegt auch der Erfolg der Arbeit von W.v.Boddien begründet, nämlich beharrlich Gespräche zu führen, Überzeugungsarbeit zu leisten und dadurch Meinungen zu ändern...
Was stört es den Baum, wenn sich etwas an ihm schubbert ??
Das Humboldt-Forum im Schloss wird kommen und in wenigen Jahren werden viele Menschen stolz darauf sein...
Bernd Schmieder
schrieb am 9. Juni 2010
um
19:08
Sehr geehrte Damen und Herren, es würde mich freuen, wenn die Fassade des Schlosses die Berliner Innenstadt verschönt.
Ich hoffe, der Staat gibt zur gegebenen Zeit das Geld auch wirklich frei und ich hoffe weiterhin, dass die Spendengelder andernorts sicher gelagert sind. Ich habe kürzlich einen Bericht im TV (MDR?) gesehen, in dem berichtet wurde, dass Geld für eine Strasse das Bewohner gezahlt hatten, von der Stadt anderwärtig ausgegeben wurde. Hoffen wir es nicht beim Schloss.
Um die Arbeiter, Architekten und Freunde des Palastes der Republik etwas zu besänftigen wäre es sicher schön gewesen, den Palast d R erst kurz vor Baubeginn abzutragen. Man muss die Verlierer der Geschichte nicht noch mit Füßen treten, wenn sie schon am Boden sind. Da waren auch Schweiß und Steuergelder verbaut. Das ist aber natürlich nicht Ihre Schuld.
Mit freundlichen Grüßen aus Köpenick,
Bernd Schmieder
BergischerBembel
schrieb am 9. Juni 2010
um
14:49
Liebe Schlossfreunde,
ich habe gerade mit einem Herren des Fördervereins telefoniert. Er sagte, dass Herr von Boddien zur Zeit in Berlin ist um mit den Politikern zu verhandeln bzw. zu diskutieren. Weiterhin sagte der Herr mir, dass Anfang nächster Woche die Statements vom Förderverein folgen, da man derzeit noch in Verhandlungen steht (vielleicht geht da ja doch noch was?!) und derzeit sehr viele Anfragen eingehen. Also warten wir mal ab, ob nicht doch noch ein Wunder geschieht!!!