Kralle
schrieb am 26. November 2012
um
18:36
@ Zeep
auch wenn ich Sie wohl geistig überfordert habe, lesen doch nochmal meine Argumente 😉
S.Hensel
schrieb am 23. November 2012
um
21:29
@Zeep:
Nun gut, dann greife ich ihre Zahlenspielchen mal auf...
In der deutschen Hauptstadt Berlin leben mittlerweile über 3,5 Millionen Menschen,mehr als in Hamburg und München zusammen.
Allein aufgrund dieser Statistik werden Sie in keiner anderen deutschen Stadt die Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft kontrastreicher wahrnehmen können als eben hier-in Berlin!
Wenn Sie Statistiken bemühen und darauf hinweisen, dass in Berlin jeder sechste Bewohner Sozialleistungen bezieht, dann sollten Sie bitte nicht vergessen zu erwähnen, dass darunter eine Menge Menschen sind, die diese Leistungen zusätzlich zu ihrem Verdienst beziehen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Die Zahlen diesbezüglich zu recherchieren überlasse ich gerne Ihnen!
Ein weiterer Hinweis: 500 Millionen Euro werden keineswegs in die originalgetreu zu rekonstruierenden Schlossfassaden investiert
Diese werden ein Volumen von etwa 80 Millionen in Anspruch nehmen, welche über Spendengelder aufgebracht werden sollen, und gewiss auch werden.
Statistiken und Stand dazu dieser Seite zu entnehmen.
Die Bundesrepublik finanziert den Neubau, welcher dort ohnehin gebaut worden wäre.
Wissen Sie: Soziale Missstände heranzuziehen, um dieses oder jene Projekt abzulehnen, hängt immer auch ein bisschen schief, von Fall zu Fall mehr oder weniger, denn das ist schlicht ein Totschlagargument!
Soziale Missstände hat und wird es vermutlich immer geben.
Das ist lediglich eine Feststellung und vollkommen urteilsfrei, schon aus Respekt all jenen gegenüber, die sich nicht auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft befinden.
Die Strahl-und Anziehungskraft des zu errichtenden Humboldt-Forums in der Gestalt des Berliner Stadtschlosses sollte nicht unterschätzt werden-Menschen mögen schöne Orte, und das wird das Humboldt-Forum in Korrespondenz zu den Bauten der Museumsinsel (wieder) sein!
Und diese Wirkung wird sicher nicht nur auf die zahllosen Touristen Berlins strahlen!
Das wird einer Attraktivitätssteigerung des Standortes Berlin bedeuten, dessen Ausmaß wir noch gar nicht abschätzen können.
Das mutmaße ich an dieser Stelle.
Deshalb, auch deshalb ist dieses Projekt eine Investition in die Zukunft!
Ferner: Wenn Sie darauf hinweisen, dass der Arbeitsmarkt des Industriesektors in Berlin abgenommen hat, dann vergessen Sie bitte nicht, dass jener des Dienstleistungssektors enorm zugenommen hat, viele Arbeitsplätze geschaffen hat und hoffentlich auch weiter tun wird.
Statistiken dazu sind sicher gleichfalls zu recherchieren.
Es ist auch oder gerade für mich als Berliner immer wieder erstaunlich und erschütternd zugleich feststellen zu müssen, dass der Zuspruch ausländischer Menschen für Berlin ungleich größer ist, als jener, den der Deutsche mitunter seiner eigenen Hauptstadt gegenüber aufbringt. Sich mit der Geschichte, speziell der Berlins der vergangenen 67 Jahre, auseinandergesetzt kann zu mehr Verständnis, oder besser gesagt Weitsicht führen!
In diesem Sinne alles Gute!
P.s.: Sie haben Verständnis für die Sprengung eines einzigartigen Kulturobjektes aufgrund verändererter ideologischer Vorstellungen???
Ein Hoch auf die Unesco!!!
Wie wäre es mir der Gründung einer Privatinitiative zu Vernichtung aller feudaler Kulturstandorte in Europa?
Die Franzosen, Italiener, Spanier u.s.w. werden Ihnen sicher ein offenes Ohr schenken, die Potsdamer vielleicht auch?
😉
Grüße
Zeep
schrieb am 23. November 2012
um
17:41
An die Fans des sogenannten Schloß-Wiederaufbaus:
Meine Kritik am Neuaufbau des Berliner Stadtschlosses ist vor dem Hintergrund zu sehen, daß es schlimmere \"Wunden im Stadtbild\" (Zitat Ernst Ludwig) gibt, als den freien Platz gegenüber dem Marstall. Er reicht, in die herunter gekommenen Ecken von Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg etc, oder in den Osten der Stadt zu gehen. Jeder sechste Bewohner Berlins erhält Leistungen zur Grundsicherung (auch als Hartz IV bekannt). Berlin hat bundesweit die höchste Jugendarbeitslosigkeit und jeder zehnte Schüler verlässt die Schule ohne Abschluß. In keiner anderen Stadt in Deutschland habe ich soviele Bettler und junge Obdachlose gesehen. 3 Milliarden hat Berlin 2011 aus dem Länderfinanzausgleich bekommen müssen, soviel, wie Hessen und Baden-Württemberg zusammen eingezahlt haben. Seit 1991 hat Berlin über die Hälfte seiner Industrie-Arbeitsplätze verloren. Hauptsache \"arm aber sexy\" und ein Freilichtmuseum im Zentrum.
Ist das auch alt-westlinke Ideologie oder Fakten ?
Vor diesem Hintergrund so zu tun, als sei es in Ordnung und das richtige Zeichen, in eine Prachtfassade 500 Millionen zu stecken um damit die ausländischen Touristen zu beeindrucken, zeigt, daß hier offenbar Viele die Realität in dieser Stadt ebenso wenig kennen wie unser Bundestags-Vize Thierse, der betrauerte, daß es an ein paar Millionen für die Kuppel des Schlosses fehlt. Zitat: \"Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesrepublik die vollständige Realisierung des größten Kulturprojekts ihrer Geschichte an ein paar Millionen scheitern lässt\", sagte Thierse. \"Damit würde sich dieser Staat auf peinliche Weise lächerlich machen.\" (Die Welt, 7.7.11).
Wenn an so etwas Kultur oder nicht Kultur festgemacht wird, dann weiß ich, warum Berlin so verkommen aussieht und solche Ghettos und Parallel-Gesellschaften hervor gebracht hat. Dies ist mein Geschichtsbild vor dem Hintergrund der deutschen Hauptstadt.
Im übrigen finde ich es unangebracht, Begriffe wie SED, SS, Ulbricht, Nazibau etc. Satz für Satz aneinanderzureihen, wie es hier getan wird und damit den Eindruck zu erwecken als stünden sie in irgendeinem Zusammenhang. Was ist das für ein Bild von Geschichte ?
Ernst Ludwig
schrieb am 19. November 2012
um
11:53
In Potsdam - mit rot-dunkelrot-grüner Mehrheit - wurde nicht lange herumdiskutiert sondern gehandelt. Das einst von der SED gesprengte Königsschloß ist im Rohbau schon fertig.
Allen Schloßhassern zum Ansehen:
http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/sendestrecke_beitraege/webcam_potsdam.html
Es nach wie vor unverständlich, weshalb man in Berlin so viele Jahre herumeierte, um die Wunde im Stadtbild (darum geht es!!!) endlich zu schließen.
Kralle
schrieb am 18. November 2012
um
22:49
@ Zeep
Ich glaube kaum, dass Sie in diesem Forum mit Ihrer reaktionären alt-westlinken Ideologie sonderlich viel Zustimmung ernten werden. Versuchen Sie es lieber mal in Ihrer KPD-Freundesgruppe.
Mit Ihrer geäußerten Sympathie für die Schloss-Sprengung durch die SED zeigen Sie, welches Geistes Kind Sie sind. An diesem erbärmlichen Kulturverbrechen durch die rot lackierten Faschisten (Zitat K.Schumacher) gibt es nichts, aber auch garnichts zu beschönigen oder zu rechtfertigen. In Warschau ließen die Polen das durch die SS gesprengte Königschloss (Sie würden sagen: \"ein Symbol jahrhundetelanger Unterdrückung\") nach dem Krieg sofort wieder aufbauen. Der primitive Wüterich Walter Ulbricht hingegen ließ in der DDR hunderte Schlösser und Kirchen als Relikte des \"Feudalismus\" oder \"Militarismus\" in die Luft sprengen. (siehe: www.kirchensprengung.de). Aber das finden Sie vermutlich auch alles gut, schließlich wollte die DDR ja nur zeigen wie \"fortschrittlich\" sie war, indem sie in Berlin den schönsten Barockbau Deutschlands zugunsten eines öden Aufmarschplatzes vernichtete. Der Nazi-Bau des Reichsluftfahrtministeriums blieb übrigens unangetastet.
Da Sie anderen Schreibern hier empfehlen, \"mal ein Geschichsbuch zu lesen\", möchte ich Ihnen empfehlen, mal ein gutes Geschichtsbuch zu lesen 😉
Wenn Sie mal was für Ihre historische Bildung tun wollen und über das Geschichtsbild Walter Ulbrichts hinauswachsen wollen, empfehle ich:
Christopher Clark: Preußen
Christopher Clark: Wilhelm 2
P.S. Erstanlich ist ist auch, dass Sie das 500-Millionen-Kosten Argument nur als verbale Nuklear-Waffe gegen das Schloss einsetzen, warum hinterfragen Sie nicht das sog. \"Betreungsgeld\", die unkontrollierte Einwanderung in unsere Sozialsysteme, den Neubau des BND in Berlin, und und und??
Beschäftigen Sie sich mal mit dem Berliner Schloss, vielleicht werden Sie ja dann noch vom Schloss-Hasser zum Schloss Befürworter 😉
Zeep
schrieb am 17. November 2012
um
17:16
An Ernst Ludwig: \"Wenn du geschwiegen hättest, wärest du ein Philosoph geblieben\". Ich verbeuge mich vor so viel gediegen humanistischer Bildung. Diese Bildung wird ja in Zukunft nun nicht mehr so vielen Berliner Kindern zuteil werden, zumal nicht denen, die das Pech haben, eine Schule zu besuchen, in die ihr Regierender seine Kinder nach eigener Aussage nicht stecken würde.
Ich bin im Westen geboren und aufgewachsen, kann aber durchaus verstehen, daß die damalige DDR-Führung mit der Sprengung einer Symbols jahrhundetelanger Unterdrückung des gemeinen Volkes durch militaristische, das Volk verachtende Könige ein Zeichen setzen wollte.
500 Millionen wären für Schulen, Kindergärten, Altenheime etc. besser investiert worden. Es geht auch um ein fatales Zeichen einer restaurativen Politik, die eine ach so glorreiche und prunkvolle Vergangenheit verherrlicht, die es für 95% der Untertanen nie gegeben hat. Lesen Sie einmal ein Geschichtsbuch, anstatt mit schlauen, nachgeschlagenen Sprüchen um sich zu werfen.
Ernst Ludwig
schrieb am 14. November 2012
um
16:20
An Zeep: si tacuisses, philosophus mansisses! Die DDR-Nostalgiker sind offenbar nicht ausgestorben.
Warum regen Sie sich nicht über den Neubau des BND auf oder über den Flughafen oder über die Milliarden für Griechenland?
F. Zeep, Neuberliner
schrieb am 12. November 2012
um
19:22
Die Millionen-Ausgaben für das Berliner Schloß sind ein Skandal, in einer Stadt, in der junge Leute zuhauf mit Obdachlosen-Zeitungen durch die U- und S-Bahnen laufen und in der man sich nicht mehr sicher fühlen kann. Laut Bundestags-Vizepräsident Thierse handelt es sich ja aber um lächerliche Beträge. Man sollte auch mal darauf hinweisen dürfen, wie Preussens Könige jahrhundertelang verächtlich auf ihr Volk herab gesehen und es ausgebeutet haben. Dies nachträglich zu romantisieren ist unerträglich.
Diese Prenzlauer Berg-Politikerschaft hat jeden Bezug zur Realität in dieser Stadt offenbar verloren. Berlin ist auf dem Weg zu einem Freilichtmuseum und Verwaltungs-Wasserkopf a la Rom, finanziert von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Es war der größte Fehler, die Hauptstadt wieder hierher zu geben, es hat nämlich die Faulenzer-Mentalität und den Schlendrian in dieser Stadt nur zementiert, siehe Flughafen. Regiert von Polit-Clowns. Ich hoffe, daß Berlin der Geldhahn bald zu gedreht wird.
heerownendy
schrieb am 24. Oktober 2012
um
23:43
http://bbvwqwo.com - OnxJCThPkgGJuHdTh , JqSGPEPnFobRmlvY - http://evqdjlhsd.com
S. Hensel
schrieb am 28. August 2012
um
12:10
Kürzlich habe ich seit langer Zeit wieder die schöne sächsische Metropole Dresden, das Elb - Florenz, besucht, und bin erstaunt und ergriffen ob der Aufbau - und Rekonstruktionsbemühungen, welche augenscheinlich immer weiter voranschreiten und dieser Stadt ihr bezauberndes Antlitz wiederzugeben vermögen.
Somit habe ich auch erstmals seit ihrer Rekonstruktion die Frauenkirche zu Dresden zu Gesicht bekommen - wunderschön!
Mit großem Selbstverständnis steht sie da, so als wäre es niemals anders gewesen, eingebettet in den herrlich rekonstruierten Quartieren des Neumarktes.
Dennoch lässt sich an der Rekonstruktion die wechselvolle Geschichte auf eine gelungene Art und Weise ablesen, ein wie ich finde wichtiger und hier sehr gelungen umgesetzter Aspekt!
Gegenüber den Brühlschen Terrassen auf den Elbwiesen bekommt man einen hinreißenden Eindruck von der Unverzichtbarkeit der Frauenkirche für das historische Stadtpanorama als städtebauliche Dominante.
In diesem Zusammenhang möchte ich abermals meinem Wunsch nach originalgetreuer Rekonstruktion der Kuppel des ehemaligen Berliner Stadtschlosses Ausdruck verleihen!
Mit großer Begeisterung verfolge ich wann immer Zeit dafür ist vom Schinkelplatz aus das Baugeschehen auf dem Schlossareal und erfreue mich immer wieder an dem Kleinod Musterfassade, welche eine erste Ahnung von der Schönheit des künftigen Humboldtforums zulässt!
Meine Freude und Spannung ist größer denn je!
In diesem Sinne weiterhin viel, viel Erfolg, gutes Vorankommen und spendenfreudige Unterstützer für das Projekt Humboldtforum im Herzen Berlins, dem schönen Spree - Athen!
Grüße
Kralle
schrieb am 26. August 2012
um
15:02
@ Heine
wundern Sie sich nicht, wenn man Sie in die Ecke von SED-Sympathisanten rückt, angesichts Ihrer kruden und lächerlichen Verschwörungsthoerien (\"Neoliberalismus\", \"Privatinteressen\"...), die Sie in Ihrem letzten Artikel erneut zum besten gegeben haben. Wie soll man Sie denn ernst nehmen, wenn Sie hier einfältigste Parolen auf dem Niveau der DKP/SED oder Walter Ulbricht von sich geben? Chipperfields Meinung teile ich nicht, aber im Gegensatz zu Ihnen bringt er sachliche Argumente.
Im übrigen hat das Schloss einen sehr großen Rückhalt in der Bevölkerung, ob Ihnen das nun passt oder nicht. Obwohl, die Bevölkerung ist ja von \"neoliberalen Bonzen\" manipuliert..., hahuhahu 🙂
Aber selbstverständlich können Sie hier auch weiterhin Ihre geistigen Ergüsse von sich geben. Denn wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge Ihre Schatten. 😉
E.Heine
schrieb am 24. August 2012
um
16:19
SED ???
@Kalle, sehr eindrücklich führen Sie vor, worin der Erfolg ihresgleichen gelegen hatte, nämlich in einer ungeheuerlichen und infamen, und nicht zuletzt recht frechen und dreisten Demagogie. Damit liegen Sie auf der Höhe der Zeit. Fachlich vermögen Sie es nämlich nicht das Wasser zu reichen, und können in Ihrer Hilflosigkeit nur mit primitiven Tiefschlägen reagieren, in der Hoffnung einen Automatismus in Gang zu bringen der jegliche Argumentation ad absurdum führen soll. Nicht anders wurde der derzeitige Zustand ermöglicht, nämlich den, ein absurdes Projekt umsetzen zu müssen dessen 500 Millionenbudget noch weitere Millionen für den Pseudobarock einiger Privatinteressenten nachgeschmissen werden müssen, weil es nimmer gelingt ihn durch Spenden zu finanzieren, und all das legitimiert durch ein völlig unbedarftes und korrumpiertes Parlament. Übrigens ist das nicht nur auf dem Gebiet der Architektur, insbesondere der Schlossattrappe so, sondern auch auf vielen anderen, vor allem politischen Feldern.
Und was sagt der Architekt?
Dem Leser möchte ich den Auszug eines Interviews der ZEIT (02.03.2012) mit David Chipperfield zeigen:
ZEIT: Aber eigentlich müsste Ihnen Prince Charles doch sympathisch sein. Er wehrt sich schon seit Jahren gegen Spektakelbauten und plädiert für eine unprätentiöse, normale Architektur.
Chipperfield: Ich glaube, der Prince versteht von vielem etwas, aber nicht unbedingt von Normalität. Er hat sicherlich viel bewirkt, gerade für die Umweltbewegung. Seine Vorstellungen von Architektur sind jedoch, na ja, ein wenig simpel.
ZEIT: Inwiefern?
Chipperfield: Er blendet aus, in was für einer Gesellschaft wir leben. In dieser Gesellschaft regiert der Markt, und der Markt bringt eine Architektur hervor, bei der es nur noch um Geld geht. Investoren bauen Häuser, so wie andere Tomaten züchten. Auch von Stadtplanung kann vielerorts nicht mehr die Rede sein, es gibt nur noch Entwicklungskontrolle, so, als ginge es einzig darum, dem Schlimmsten vorbeugen.
ZEIT: Jetzt sind aber Sie der Kulturpessimist. Es wird doch auch sehr viel Geld für schöne Museen, Opernhäuser oder Fußballstadien ausgegeben. Oder für ein neues Schloss mitten in Berlin.
Chipperfield: Aber das geschieht meist nur innerhalb der grünen Zonen, also in Architektenreservaten. Das sind isolierte Einzelfälle, und manchmal versteht man auch gar nicht, warum diese Bauten eigentlich entstehen. Bei dem Schloss zum Beispiel in Berlin.
ZEIT: In gewissem Sinne verkörpert es wohl die stabilen Werte, von denen Sie auch sprachen.
Chipperfield: Ja, aber ein Schloss, das aussieht wie ein Schloss, bringt uns wohl kaum das Schloss zurück, oder? Ich bin wirklich verwirrt und weiß nicht recht, wofür dieses Gebäude eigentlich steht. Ich bin mir noch nicht mal mehr sicher, wer es eigentlich wollte.
ZEIT: Vermutlich all jene, die davon träumen, das alte Berlin zurückzugewinnen.
Chipperfield: Das mag vor zehn Jahren ja vielleicht berechtigt gewesen sein. Aber heute ist Berlin viel zufriedener, viel glücklicher als damals. Die Stadt ist mehr mit sich im Reinen. Niemand leidet mehr darunter, dass es hier nicht mehr so ist, wie es einmal war. Das Schloss hat sich, so könnte man es wohl sagen, erübrigt.
http://www.zeit.de/2012/10/F-Chipperfield-Interview/seite-1
Kralle
schrieb am 15. August 2012
um
19:38
@ Heine
Ich glaube kaum, dass Sie hier jemanden von Ihrer Position über das \"dumme Gebilde\" Schloss überzeugen können. Sie verschwenden nur Ihre Zeit. Sinnieren und debattieren Sie doch darüber besser in Ihrer SED-Freundesgruppe, da wird man viel mehr Verständnis für Sie aufbringen als hier, in einer schrecklichen Brutstätte des \"Neoliberalismus\".
Apropos Bismarck und Wilhelm 2:
Wenn Sie mal was für Ihre historische Bildung tun wollen und über das Geschichtsbild Walter Ulbrichts hinauswachsen wollen, empfehle ich:
Christopher Clark: Preußen
Christopher Clark: Wilhelm 2
E.Heine
schrieb am 10. August 2012
um
17:14
Es ist so was von banal, immer wieder mit dem Tourismus zu argumentieren. Dass dieser unsägliche Problemklotz, den man den Bürgern vor die Nase setzen will, aus dem Augenwinkel des so genannten Neoliberalismus betrachtet wird, darf hier wohl nicht verwundern.
Es ist ein Gebilde der Dummheit, dass in Berlin errichtet werden soll. Mit aller Macht bekämpfen die Medien die Reste einer ursprünglich aufgeklärten Gesellschaft. Es darf sich niemand einbilden, dass so etwas ohne Folgen bleiben wird.
Die Attrappe wird zu einem Milliardengrab werden, und wir stehen allein deswegen davor, weil Politik und eine schmierige Medienlandschaft mithelfen, die Machtstrukturen einer hoffnungslos mit dem Geldadel verquickten Politikerkaste aufrechtzuerhalten. Deshalb demonstriert man „konservatives Bürgertum“ wie zu Bismarcks und Kaiser Wilhelms Zeiten, weil man weiß, der kleine Mann ist dafür empfänglich. Große Anstrengungen und Augenmerk verwendet man darauf letztgenannte Figuren schön zureden und kritische Betrachtungen auszublenden.
Und der knipsende Tourist ist dabei gewollt, wie man hier lesen darf. Menschen, die durch die Kamera ihre Umwelt wahrnehmen, und keine Fragen stellen.
Nichts anderes als eine deutschzentristische „Völkerschau“ wird es werden, wenn man hinter diese Fassaden die Artefakte aus den ehemaligen Kolonien präsentiert. So etwas kann nur einer Republik von Krämer-Seelen einfallen.
Für den Leser aufschlussreich:
http://johannespaulraether.net/humboldtforum/anti_humboldt_12_07_09.pdf
http://www.tagesspiegel.de/kultur/humboldt-forum-fragen-die-keiner-stellt/1556894.html
S. Hensel
schrieb am 7. August 2012
um
13:13
@ H. Huber: Ich gestehe, dass mich als deutscher Bürger die Äußerungen mancher Mitbürger bezüglich ihrer Hauptstadt bisweilen beschämen.
Nicht nur hier, auch andernorts, und in einigen anderen Foren, wie auch Diskussionsrunden, habe ich den Eindruck gewonnen, dass es uns gut täte, würde Berlin als deutsche Hauptstadt wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
Die Jahrzehnte nach dem Krieg haben eine positive, vorallem aber einheitliche Entwicklung dieser Stadt unmöglich gemacht - ein Umstand, welcher noch heute nachweht.
Andere Regionen der Republik haben davon hingegen profitiert.
Ja, Berlin ist verschuldet. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass auch in dieser Stadt gearbeitet, geleistet und verdient wird und das BIP Berlins weiter steigen dürfte.
Das wird letztlich vorallem der Tourismusbranche zu verdanken sein - der momentane große Wirtschaftsmotor Berlins.
Auch diese Einnahmen fließen teils zurück an den Bund, wodurch nicht nur Berlin, sondern die gesamte Republik profitiert, wenngleich die zu leistenden Investitionen und weiteren finanziellen Hilfen gegenwärtig noch ungleich höher sind.
Es sollte also in unser aller Interesse sein, Berlin weiter an Attraktivität gewinnen zu lassen!
Das Humboldt-Forum wird mit Sicherheit einen großen Beitrag dazu leisten, und damit zum Wohle des gesamten Landes.
Zweierlei sollten wir ferner nicht vergessen:
Es handelt sich um einen einmalige Investition, daraus ergeben tut sich eine langfristige Einnahmequelle.
Wir sprechen von dem zentralen Ort Berlins, und damit dem Aushängeschild Deutschlands schlechthin!
Ein Neubau war vorgesehen, lange bevor man sich für eine Teilrekonstruktion entschied.
Das barocke Gewand des ehemaligen Stadtschlosses soll und wird über Spendengelder finanziert werden - wird den öffentlichen Haushalt damit nicht belasten.
Bereits über 20 Millionen Euro sind an Spendengelder eingegangen, weitere 12 Millionen wurden zugesagt (lt. Info dieses Forums).
Grüße
Heiner Huber
schrieb am 2. August 2012
um
17:49
Wir regen
uns und über unsinnige Bauten in Spanien und anderwo auf
und machen es selbst nicht besser.
Ein voellig ueberfluessiges Objekt.
Berlin ist das deutsche Griechenland.
Höchste Zeit, dass der Laenderfinanzausgleich beendet wird
FRANK
schrieb am 23. Juli 2012
um
15:59
Zum Glück wir das Schloß wieder aufgebaut. Es ist mir völlig gleich ob es ein Original ist oder eine Rekonstruktion, entscheidend ist das Aussehen, siehe Frauenkirche. Und zur Finanzierung kann ich nur sagen wenn wir MILLIARDEN SUMMEN in die EU für letztenendes NICHTS verfeuern ist es nur Recht und geragezu BILLIG das wir einen Bruchteil von dem, als Haupteinzahler vor allem in die EU, für unsere Kultur ausgeben und uns wieder Fragmente unserer Stadt zurückholen, für einen Ort des wohlfühlens und nicht wie bis bis jetzt, leider noch, einem Areal der Kälte P.S. Der Wiederaufbau und die Verwaltung benötigen auch eine Menge Arbeitsplätze, eine nicht zu unterschätzende wichtige soziale Komponente.
E.Heine
schrieb am 19. Juli 2012
um
13:15
@Felix, schauen Sie, die Sache ist wohl müßig. Natürlich hat der Städtebau der Charta von Athen zu den Folgen geführt, von denen Sie schreiben. Und trotzdem ist der Abriss des Schlosses diesbezüglich marginal zu nennen. Dessen Fassaden wieder zu installieren kann nichts mit „Heilung“, „Identität“ oder was auch immer zu tun haben.
Sie schreiben:
„Städte sind und waren immer nur deshalb \"schön\", weil sie einzigartig sind und in einer bestimmten Kultur wurzeln. Ich finde es wichtig, dass deutsche Städte trotz oder gerade wegen ihrer Zerstörung diese Einzigartigkeit behalten sollten bzw. in diesem Sinne ergänzt werden.“
Sie benutzen ja selbst den Begriffe „erhalten“, - dass tut man ja aber gerade eben nicht, indem man Imitate wiedererrichtet. Leider muss ich das so sagen, aber dass man ausgerechnet hier immer von „Kultur“ und „Geschichte“ spricht, und dann etwas errichten möchte, dass dieses gar nicht haben kann, und meint, dass Menschen so flach empfänden, und in einer Kulisse geistige Erfüllung finden würden, die doch nichts anderes ist als ein Unfall der Jahre kurz nach einer Jahrtausendwende, das ist doch absurd. Ein Unfall, der von nichts anderem zeugt, als von der Hilflosigkeit eines kleinen Kreises einer älteren Generation gegenüber einer sich verändernden Welt, der sie nichts anderes als „Mythen“ entgegenzusetzen hat. Und zeugt wohl auch weiterhin, von einem kleinen Teil einer jüngeren Generation, die eigentlich nichts weiß, außer dem, was ihnen die Freaks in den virtuellen Welten erzählen. Der Rest ist ihnen egal, ist leicht, und sinnfrei.
Das aber das rechte Spektrum das sehr wohl zu instrumentalisier weiß, darauf reagieren Sie wohlweislich nicht. Es zu ignorieren ist eben Halbwissen, und keine allumfassende Betrachtungsweise.
Während man in Warschau 1945 auf nahezu 150 Jahre Fremdherrschaft und Unterdrückung durch die Nachbarn zurückblicken musste, die ihnen keinen eigenen Staat gönnten, mit dem finalen „Höhepunkt“ dem Volk der Polen eine Art „Helotentum“ mit, Zitat: „Einfachem Rechnen bis 500“ (Himmler), zuzugestehen, stehen wir hier in unserer Berliner Republik, und werfen 50 bis 60 Jahre Demokratie über Bord. Jahre, in denen man sehr wohl geschichtsbewusst war, in denen man sich keineswegs schämen musste, und all dem Unsinn, den Leute in diesen Spalten seit Jahren eben auch abgeladen haben. Insofern hinken solche Vergleiche von Rekonstruktionen ziemlich, und werden nicht besser, wenn man sie ständig wiederholt.
Das ist eben Ihre Blockade, Sie sprechen von einem Bau des 21.Jahrhunderts, gleich wie von Preußen von 1750. Es geht hier aber um die Geste des Wiederaufbaus. Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, diese Art von Identität, mit Großer Halle und Kuppel in neoklassizistischer Manier auf der einen Seite, ist sehr wohl verwandt, mit dem Gefühl das wohl mancher hegt mit Schlosskuppel und dem ach so tollen „Preußentum“ mit seinen ohne Ende verklärten „Werten“ auf der anderen Seite. „Wir sind wieder wer“, - nichts anderes sagen Sie, wenn Sie hier mit der „Scham-Phrase“ arbeiten.
In der demokratischeren Bundesrepublik hat sich niemand geschämt, auch wenn dass wieder und wieder suggeriert werden wird.
__________
Die Menschen sollten sich lieber Gedanken machen, was sie für Probleme mit unserer Zeit haben. Dann bräuchten sie die Zeitverwirrnis nicht in Abermillionenteuren Bauprojekten manifestieren.
Felix
schrieb am 14. Juli 2012
um
2:32
@E.Heine
Ich freue mich natürlich über jede Reaktion zu meinen Beitrag - unabhängig davon, ob Sie mir nun zustimmen oder nicht.
In drei Punkten gebe ich Ihnen Recht: 1. Ja, im Nachkriegs-Berlin galt es schnell und günstig Wohnraum zu schaffen und hierbei ging es sicher nicht um den Bau von repräsentativen Gebäuden, sondern um Notwendigkeiten. 2. Ja, man kann darüber streiten, was \"schön\" oder \"modern\" ist oder zu sein hat. 3. Ja, man kann auch darüber streiten, ob Steuergelder für Kulturprojekte oder sozialen Wohnungsbau etc. ausgegeben werden sollten.
Wogegen ich mich allerdings wehre, ist mir Halbwissen vorzuwerfen, welches Sie meiner Meinung nach auch nicht nachhaltig begründen. Es ist heutzutage erwiesen und meines Erachtens auch unter Architekten/Stadtplanern gleich welcher Gesinnung anerkannt, dass die Ideen der Charta von Athen den städtischen Lebensraum negativ beeinflusst haben.
Unter diesem Vorsatz wurden viele noch bestehende gewachsene Stadtviertel \"geräumt\". Hier sehe ich den zentralen Zusammenhang mit dem Berliner Stadtschloss, welches nur eines von vielen historischen Gebäuden/Quartieren ist, welches trotz möglichem Wiederaufbau abgerissen wurde, um Platz zu machen für uninspirierte \"moderne\" Bauten (nach dem Krieg gab es sogar Bauauflagen in Westberlin den Stuck von den alten Fassaden zu schlagen, um die Stadt moderner zu machen!).
Ich habe zudem bewusst versucht von ideologischen Standpunkten in meinem Beitrag Distanz zu nehmen, obgleich es mir bewusst ist, dass Architektur oft eine Ideologie zum Ausdruck bringen soll- gerade wenn es sich um repräsentative Bauten geht. In diesem Fall ist Berlin (zuteils ungerechterweise) als Stadt der kriegstreibenden Preussen und Nazis vorbelastet und gerade deshalb wollte man wiederum aus ideologischen Gründen in beiden Teilen der Stadt die Geschichte auch in Form der Architektur vergessen machen.
Das Stadtschloss allerdings mit NS Bauten gleichzusetzen ist ein genauso schlechter Vergleich wie die Preussen mit den Nazis gleichzustellen und ist wohl eher Ausdruck deutscher Demut und Scham nach dem 2. Weltkrieg als historische Tatsache.
Worum es mir in meinem vorausgegangenen Beitrag geht ist es, die Eigenart und Kulturlandschaft einer Stadt zu erhalten bzw. weiterzuführen. Dass dies nicht nur in Rekonstruktion und am Festhalten am ewig Gestrigen münden sollte, da sind wir uns sicher einig. Ich reise viel in China und dort zerstört man auch gerade die Identität ganzer Städte, um sie alle gleich aussehen zu lassen. Dies kann und darf nicht zur Maxime der Moderne werden. Städte sind und waren immer nur deshalb \"schön\", weil sie einzigartig sind und in einer bestimmten Kultur wurzeln. Ich finde es wichtig, dass deutsche Städte trotz oder gerade wegen ihrer Zerstörung diese Einzigartigkeit behalten sollten bzw. in diesem Sinne ergänzt werden. Jede Kultur braucht Identifikationspunkte in der Kunst, zu der ich die Architektur auch zähle. Deswegen ist es wichtig das Stadtschloss als eben solchen wieder zu errichten oder hätten die Franzosen den Louvre geschleift oder die Briten den Buckingham Palace? Und warum ist es den Polen so wichtig gewesen, das Stadtschloss in Warschau wieder zu errichten? Weil es Teil einer Kultur ist, die man späteren Generationen erhalten will.
Felix
schrieb am 14. Juli 2012
um
2:30
@E.Heine
Ich freue mich natürlich über jede Reaktion zu meinen Beitrag - unabhängig davon, ob Sie mir nun zustimmen oder eben nicht.
In drei Punkten gebe ich Ihnen Recht: 1. Ja, im Nachkriegs-Berlin galt es schnell und günstig Wohnraum zu schaffen und hierbei ging es sicher nicht um den Bau von repräsentativen Gebäuden, sondern um Notwendigkeiten. 2. Ja, man kann darüber streiten, was \"schön\" oder \"modern\" ist oder zu sein hat. 3. Ja, man kann auch darüber streiten, ob Steuergelder für Kulturprojekte oder sozialen Wohnungsbau etc. ausgegeben werden sollten.
Wogegen ich mich allerdings wehre, ist mir Halbwissen vorzuwerfen, welches Sie meiner Meinung nach auch nicht nachhaltig begründen. Es ist heutzutage erwiesen und meines Erachtens auch unter Architekten/Stadtplanern gleich welcher Gesinnung anerkannt, dass die Ideen der Charta von Athen den städtischen Lebensraum negativ beeinflusst haben.
Unter diesem Vorsatz wurden viele noch bestehende gewachsene Stadtviertel \"geräumt\". Hier sehe ich den zentralen Zusammenhang mit dem Berliner Stadtschloss, welches nur eines von vielen historischen Gebäuden/Quartieren ist, welches trotz möglichem Wiederaufbau abgerissen wurde, um Platz zu machen für uninspirierte \"moderne\" Bauten (nach dem Krieg gab es sogar Bauauflagen in Westberlin den Stuck von den alten Fassaden zu schlagen, um die Stadt moderner zu machen!).
Ich habe zudem bewusst versucht von ideologischen Standpunkten in meinem Beitrag Distanz zu nehmen, obgleich es mir bewusst ist, dass Architektur oft eine Ideologie zum Ausdruck bringen soll- gerade wenn es sich um repräsentative Bauten geht. In diesem Fall ist Berlin (zuteils ungerechterweise) als Stadt der kriegstreibenden Preussen und Nazis vorbelastet und gerade deshalb wollte man wiederum aus ideologischen Gründen in beiden Teilen der Stadt die Geschichte auch in Form der Architektur vergessen machen.
Das Stadtschloss allerdings mit NS Bauten gleichzusetzen ist ein genauso schlechter Vergleich wie die Preussen mit den Nazis gleichzustellen und ist wohl eher Ausdruck deutscher Demut und Scham nach dem 2. Weltkrieg als historische Tatsache.
Worum es mir in meinem vorausgegangenen Beitrag geht ist es, die Eigenart und Kulturlandschaft einer Stadt zu erhalten bzw. weiterzuführen. Dass dies nicht nur in Rekonstruktion und am Festhalten am ewig Gestrigen münden sollte, da sind wir uns sicher einig. Ich reise viel in China und dort zerstört man auch gerade die Identität ganzer Städte, um sie alle gleich aussehen zu lassen. Dies kann und darf nicht zur Maxime der Moderne werden. Städte sind und waren immer nur deshalb \"schön\", weil sie einzigartig sind und in einer bestimmten Kultur wurzeln. Ich finde es wichtig, dass deutsche Städte trotz oder gerade wegen ihrer Zerstörung diese Einzigartigkeit behalten sollten bzw. in diesem Sinne ergänzt werden. Jede Kultur braucht Identifikationspunkte in der Kunst, zu der ich die Architektur auch zähle. Deswegen ist es wichtig das Stadtschloss als eben solchen wieder zu errichten oder hätten die Franzosen den Louvre geschleift oder die Briten den Buckingham Palace? Und warum ist es den Polen so wichtig gewesen, das Stadtschloss in Warschau wieder zu errichten? Weil es Teil einer Kultur ist, die man späteren Generationen erhalten will.