Henrik Haffki, Ostprinzessin
schrieb am 15. Januar 2006
um
14:26
Fanatismus? Als ich dem Schlossverein einen Besuch abgestattet habe, erfuhr ich von den dortigen Mitarbeitern, man solle den Fernsehturm einreißen und moderne Architektur im Allgemeinen. Im Palastbündnis habe ich (unter 35 Plenum-Teilnehmern des wöchentlichen Plenums) nur einen einzigen westdeutschen Alt-Linken und zwei Ostalgiker, dafür umso mehr betont politik-ferne, aber nicht unpolitische Freidenkende aus Europas Osten, Norden, Westen und Süden gefunden, die sich mit dem Berlin der Nachwendezeit identifizieren, das sie selbst über ihr soziales Engagement, ihre Kunst, ihren Erfindungsgeist und ihre Firmengründungen seit einigen Jahren bauen und mit neuem Leben erfüllen, das sich am Menschen selbst orientiert, an der unterschiedlichen Geschichte der Bevölkerung, nicht aber an Nationalem und allzu gefälliger Ästhetik. Unsere prominenten Unterstützenden wie Cora Frost stehen dafür stellvertretend.
Krüger, Stephan, 43, Wedel
schrieb am 15. Januar 2006
um
13:01
Sowohl Stadtschloß, wiePdR, sind in autoritären Staatsformen entstanden (diePyramiden übrigens sogar mit Hilfe von Sklaven in Sklavenhalterstaaten). Wer sich für historische Denkmale einsetzt, muß nicht Liebhaber der Regimes ihrer Epoche sein.Denkmale müssen auch nicht "schön" sein,wieviele wären sonst längst geschliffen.Sie stehen für Geist und "Ungeist" ihrer Zeit,für mehr oder weniger historische Ereignisse.Das gilt auch für Stadtschloß und Palast der Republik. Und Geist und "Ungeist" spiegeln sich in dieser Diskussion. Ich beobachte ziemlich viel Fanatismus, - auf beiden Seiten!Der Ungeist, der das Stadtschloß sprengte, scheint die"gottlose" DDR rechtzeitig verlassen zu haben, um mit dem Stadtschloß zurück zu kehren.Aber wie sagte schon ein bekannter Denker: Geschichte wiederholt sich nicht,es sei denn, als Tragödie oder Farce...
Andreas Schlüter
schrieb am 15. Januar 2006
um
10:17
Kann man Schloßsteine auch kaufen und nach hause nehmen? Würde gern mit meiner Walze drüberfahren=)
Thomas, Franc T., 42
schrieb am 14. Januar 2006
um
22:53
Liebe Schloss-Freunde!Mit großem Interesse und aufrichtiger Begeisterung bin ich durch diese Website gesurft und habe das Meiste davon gelesen.Insbesondere die Fotos der bereits fertiggestellten Fassadenteile haben mich sehr interessiert.In dem Zusammenhang kam mir die Idee, Abgüsse von besonderen Elementen (z.B. Adlerköpfe, Signets, Löwenköpfe etc.) an Interessierte zu verkaufen und damit einen Teil der Kosten zu finanzieren.Falls das noch nicht gemacht wird, möchte ich meinen Vorschlag als Anregung verstanden wissen. Ich hätte beispielsweise gerne einen Abguss des abgebildeten Löwenkopfes, wenn möglich. Ich wünsche viel Erfolg beim Wiederaufbau!
Kralle
schrieb am 14. Januar 2006
um
19:25
Hallo Palast-Freaks (Marco u.a.)! Ihr solltet mal ein bisschen vorsichtig sein, wenn Ihre euch auf "das Volk" bezieht. Ihr Palast-Freunde seit doch in Wirklichkeit in der Minderheit, Ihr rekrutiert Euch aus ein paar dogmatischen westdeutschen Altlinken, ein paar mehr ostdeutschen DDR-Verklärern und ein paar wenigen Promis, die sich von Euch über den Tisch haben ziehen lassen. Die Mehrheit der Berliner und der Deutschen wünschen eine würdige Mitte für die Hauptstadt (siehe Umfragen), und nicht eine asoziale Bruchbude mit einem gammeligen Platz davor, der die meisten Besucher lediglich zur schnellen Flucht veranlasst. Euer Problem, liebe Palast-Freunde ist, dass Ihr immer wieder versucht, aus dem Schloss eine Politikdiskussion mit stereotypen Rechts-links-Schemata zu machen. Aber hier geht es nicht um Politik, ein paar Schlossfassaden bedeuten gewiss nicht die Renaissance der Pickelhaube, und Euer Standpunkt ist auch noch lange nicht Links, sondern eigentlich nur dogmatisch. Auch dass das neue Schloss eine Rekonstruktion und Kopie sein wird, ist doch im Prinzip – mit Verlaub – egal. Viele alte Bauten sind durch die Jahrhunderte so stark erneuert worden, dass sie eigentlich nurnoch Kopien sind. Beim Berliner Schlossplatz geht es lediglich um städtebauliche Aspekte, denn der Palast war architektonisch allenfalls mittelmäßig und vor allem ein architektonischer Fremdkörper, er konnte die einstige Zentral- und Mittelfunktion des Schlosses zu seiner Umgebung nicht übernehmen. Mit einem Erhalt des Palastes bliebe das ganze Ensemble das, was es z.Z. leider ist: stinklangweilig! Der Gipfel an Geschmacklosigkeit ist allerdings die äußerst übele Hetz-Kampagne gegen den Schlossverein. Aber damit zeigt Ihr Palast-Freunde nur, wie fanatisch und geistesarm Ihr seit. Goebbels empfahl einst, man müsse nur lange genug mit Dreck schmeißen, irgendwas werde schon hängen bleiben. Ähnlich scheint Ihr Palast-Freaks auch vorzugehen. Auch wenn Euch die Argumente langsam ausgehen, aber sowas ist unanständig!Ich freue mich auf das Schloss!
Kömig, Werner 60
schrieb am 13. Januar 2006
um
23:38
@ Kaiser, WilhelmSchon merkwürdig, wie man in 5 Wörtern 3 Fehler machen kann. Wenigstens sollte man den Namen Boddien richtig schreiben können, wenn man schon meckert.
Wilhelm,Kaiser 60
schrieb am 13. Januar 2006
um
22:17
Boddin ist ein Weltfremder absahner.
Christoph Weinke
schrieb am 13. Januar 2006
um
21:28
Verehrter Marco Eckert, liebe PdR-Freunde,bitte verschonen Sie uns doch mit Ihrem Schwenkparkett, sowie mit Ihren fahrenden Decken und Hubelementen. Ich kann es nicht mehr hören. Die Wiedervereinigung wurde auch nicht in der Volkskammer beschlossen, ja gut pro forma halt, sondern in den 2 + 4 Gesprächen. Hätte die Volkskammer anders entschieden, wäre die Wiedervereinigung trotzdem gekommen. Die Volkskammer durfte halt noch abnicken, wie sie es gewohnt war, um es einmal realistisch zu sehen. Warum kann man Berlin nicht mit Dresden vergleichen? In Dresden befand sich an der Stelle der Frauenkirche ein Mahnmal gegen den Krieg, die Ruine eben. Hier hat es auch genügend Aufschreie gegeben: man dürfe so ein Mahnmal nicht beseitigen etc. Die gleichen dummen Parolen wie beim Berliner Schloss. Auch die Potsdamer Garnisonkirche darf man ja auch nicht wiederaufbauen, sowie das Potsdamer Stadtschloß ebenso nicht. Obwohl da auch nichts gestanden hat bzw. steht. Also, Herr Eckert, Sie sehen, dass die schnöden Antisprüche bei jedem Wiederaufbauprojekt aufblühen. Wer ist schon Sandra Bullock? Wer ist sie im Vergleich zu über 500 Jahren Schloßgeschichte?Deshalb fordert das Volk:Geschichte begreifen, das Schloss wiederaufbauen!
Udo
schrieb am 13. Januar 2006
um
18:59
Ich kann es auch kaum erwarten, daß der Klotz endlich weg kommt!
Laier, Markus, 26
schrieb am 13. Januar 2006
um
18:05
Ich bin auch Teil des Volks 😉 Und ich mache Champagner auf, wenn der hässliche Klotz endlich weg ist, und das Auge wieder mit schöner Architektur, namentlich SCHLOSS, verwöhnt wird.
Eckert,Marco 26
schrieb am 13. Januar 2006
um
16:35
An Richter Thomas,Ich bin Palastbefürworter und habe sogar "Sandra Bullock" bewegt sich für den Palast einzusetzen (siehe Medien)Ich Arbeite in meiner Freizeit für den Palast Erhalt und keiner wird sagen das dieses Bauwerk nicht wichtig ist denn:In der Volkskammer wurde die Wiedervereinigung beschlossen.Nicht in Bonn sondern im Palast der Republik.Zudem wurde im einmalig großen Sáal(Schwenkparkett,fahrende Decken,hubelemente etc.)der letzte Jahrestag der DDR gefeiert wo auch Michael Gorbatschow anwesend war..im übrigen wird es kaum möglich sein je eine Kopie des Schloßes wieder Aufzubauen.Man kann Berlin nicht mit Dreseden vergleichen.Das ist total was anderes.In Dresden war der Platz leer aber in Berlin steht nun mal das wichtigste DDR Bauwerk und Zeitzeugnis nämlich der Palast der Republik.Jeder der vor der Schließung im Palast war(1976-1990) kann den Abriss nicht begreifen.Mann könnte den Palast wieder Instandsetzen mit viel weniger Geld als für die Atrappe namens "Schloß" das Inventar des Palastes ist im Depot Spandau eingelagert.Der Palast könnte jederzeit wieder in Betrieb genommen werden.Das hat auch die Zwischennutzung gezeigt.Die große Interesse der Leute an dem Gebäude haben das zum Ausdruck gebracht.Während die Schlossfans ihre Spenden für die Entwürfe von Balustraden und Gesimsen ausgeben, fehlen noch immer Bauherr und Finanzier für den Neubau. Weder sind die Nutzer festgelegt, noch gibt es konkrete Aussagen zur Architektur. Daher gibt es auch weder vom Bund noch vom Land einen Auftrag für diese Arbeiten an den Schlossverein. Im Gegenteil hatte das Bundesfinanzministerium versichert, diese Planungen selbst zu finanzieren. Zwar behauptete Stuhlemmer einem Journalisten gegenüber, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) demnächst Unterlagen zwecks Vorbereitung des Wettbewerbs zur Verfügung stellen zu müssen - doch weiß man davon bei dem Amt nichts: Unterlagen seien nicht angefordert worden, heißt es dort, "der Verein arbeitet ohne öffentlichen Auftrag".Deshalb fordert das Volk:Geschichte begreifen,Palast erhalten!
D.G. 13
schrieb am 13. Januar 2006
um
15:23
Warum wollen sie das Stadtschloss nicht wieder im Herzen Berlins haben?Gut Berlin ist pleite und das Geld könnte man in wichtigeres investieren, doch Berlin ist eine Hauptstadt und muss repräsentativ sein. Ich glaube nicht das Plattenbauten und andere Bausünden derNachkriegszeit einen guten Eindruck machen. Berlin braucht wieder eine richtige Altstadt! Das Ensemble des Domes, der Museeumsinsel und des Schlosses wird das Ansehen unserer Haupstadt in der Außenwelt steigern.Es ist klar das Berlin nicht mit Paris oder anderen Hauptstädten vergleichbar ist. da die Stadt im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, doch mit dem Bau des Schlosses erhält Berlin langsam seine alten Glanz zurück.
Christoph Weinke
schrieb am 13. Januar 2006
um
15:22
Nun L.P., Sie haben Recht damit, daß Baden-Württemberg auch immer ein Geberland war. Zumindest seit Bestehen der BRD. Ich gebe hiermit diesen Fehler zu. Dennoch bleibe ich dabei, daß es jedes Land einmal treffen kann, vom Länderfinanzausgleich zu profitieren. Denken Sie an die Schwarzwälder, die früher bitter arm waren, jedoch Städte wie Görlitz, Stralsund oder Rostock früher unsagbar reich waren. Heute ist es fast umgekehrt. Lübeck war einst die reiste Stadt im Hl. Röm Reich dt. Nation, es leistete sich eine eigene Seeflotte und zahlreiche Prachtbauten, heute ist die Stadt so arm wie viele dt. Städte. Sie sehen also daß sich Reichtum und Armut schnell ablösen können. Schon in der Bibel stand etwas von 7 fetten und 7 mageren Jahren. Also bitte Vorsicht mit solchen Behauptungen. Freuen Sie sich doch lieber, daß in unserer aller Hauptstadt, das schönste Barockschloß nördlich der Alpen wieder entsteht. Ist nicht das Stuttgarter Schloß auch wiederaufgebaut?
HHR 64
schrieb am 13. Januar 2006
um
13:56
Für Herrn Diehr um 13:01:Herr von Boddien arbeitet seit 1993 an dem Thema. Er hat 10 Jahre lang seine Arbeit aus eigener Tasche finanziert. Der Vorwurf, er hätte sich erst mal 50000 genehmigt, ist dummes Zeug.
Krähender Hahn
schrieb am 13. Januar 2006
um
12:53
Herr Marquart, bitte vergessen Sie nicht, daß die Truppen der DDR sowohl 1956 mit der UdSSR nach Ungarn, als auch 1968 mit in die Tschechoslowakai einmarschiert sind, um die Konterrevolution mit brutaler Waffengewalt zu unterbinden. Das war auch Krieg!
wowereit, klaus, 48
schrieb am 13. Januar 2006
um
12:30
Ich hab versucht mir ein paar gedanken zu machen - war nicht leicht.Ehlich gesagt, das Schloßvorhaben war nur ein Witz - echt wir können doch nicht wirklich ein Schloß aufbauen und so nebenbei die Sozialleistungen abbauen - entspräche zwar auch dem absolutistischen Denken der damaligen Monarchen - aber nun sind ja schon ein paar Jahre vergangen.Und heute wären wir auch nicht in der Lage solch einen Bau tatsächlich zu bewirtschaften - selbst in freier Trägerschaft übersteigt das unsere verwaltungstechnischen Möglichkeiten. Und ganz wirklich, den unglaublichen Quatsch den die Schloßfreunde da von sich geben, das kann man nur jemanden erzählen, der sich die Hosen mit der Beißzange anzieht.Also liebe Schlösslebauer - ich hab mit einigen Baumarkt-Filialleitern gesprochen und ab Ende Januar kann man sich dort ein Modellbaukasten "Schloß" zu einem sagenhaft günstigen Preis kaufen - natürlich zum selbstbemalen - viel Spaß dabei.Euer Klaus
Diehr. A. 61 J.
schrieb am 13. Januar 2006
um
12:01
Anlässlich der Einweihung derFrauenkirche in Dresden wurdeoft von möglichen Parallelen zurFinanzierung durch Spenden gesprochen. Ich muss jedoch auffolgendes hinweisen: Der Startin Dresden verlief so, dass derHauptakteur, H. Güttler 50000,-DM aus seinem Privatvermögengespendet hat. In Berlin hat sichH. von Boddien als erstes einGehalt von 50000,-€ genehmigt.Das gibt doch zu denken!Mit freunlichen Gr. A. Diehr
Marquardt, O.
schrieb am 13. Januar 2006
um
11:53
Werter Herr Thamm,wie sie meinen Eintraegen weiter unten entnehmen koennen, habe ich sehr wohl ueber die Frage Palast Schlossnachbau diskutiert, Ihren Vorwurf des Missbrauchs dieses Gaestebuchs kann ich nicht nachvollziehen (im uebrigen ist mein letzter Eintrag eine Antwort auf den einen anderen Beitrag). Auch meinem letzten Eintrag koennen Sie entnehmen, dass ich mit Sorge den geplanten Aufbau des Schlossnachbaus sehe, da er schlichtweg nicht finanzierbar ist! Die Spendensammlung fuer das Schloss ist durchaus ehrenwert, auch ich begruesse das Schloss mehr als eine weitere Baugrube im Herzen Berlins, aber die notwendigen Mittel, sofern die Schaetzungen da korrekt sind, sind in absehbarer Zeit nicht zu erhalten!Zudem halte ich nach wie vor den PdR fuer eine Staette des Volkes, im Schloss wird es wohl nicht allzu viele Volksveranstaltungen gegeben haben, das ist ein Symbol einer Monarchie, die sehr wohl menschenverachtende Zuege hatte.Die von Ihnen genannten Quellen reden von Verbrechen der Sowjets, deren Hass auf Deutsche man mit 20 Mio. Toten nachvollziehen kann (was natuerlich keine Racheaktionen rechtfertigt). Die VP hat die Lager als Haftanstalten weitergenutzt, die allerdings nicht die Abertausenden Toten fabriziert hat, auf die sich mein Vorschreiber beruft.
Thamm, Manfred, 61
schrieb am 13. Januar 2006
um
10:04
An Herrn Marquardt:Ich hatte eigentlich erwartet, in diesem Forum nur sich auf das Schloß beziehende Beiträge zu finden. Es hat aber den Anschein, daß einige Leute (u.a. auch Sie) dieses Forum zur Zementierung ihrer eigenen geschichtlichen Positionen mißbrauchen. Trotzdem gehe ich darauf aber ein:Einen Zusammenhang zwischen Speziallager NKWD und KVP gab es natürlich. Vielleicht ist dieser Ihnen beim Durchsuchen des Internet durch Tönung der Brille nicht aufgefallen. Ich habe schon öfter von solchen physikalischen Phänomenen gehört. Hier deshalb zu Ihrer Informationdrei URLs:www.uokg.dewww.politische-bildung-brandenburg.dewww.bautzen.deAn allen diesen Adressen stoßen Sie auf die Verbindung NKWD-KVP bis hin zu dem damaligen Inspekteur der VP Marquard.Im übrigen denke ich, daß es genügend politische Foren gibt, in denen man sich mit solchen Themen in die Haare kommen kann,aber nicht in diesem. Hier heißt das Thema Schloß, sonst diskutieren wir hier bald noch über Bethmann-Hollweg.MfG M. Thamm
Marquardt, O.
schrieb am 13. Januar 2006
um
8:44
Werter Herr Kraft,tatsaechlich scheint Ihr Geschichtsunterricht besser als meiner und auch besser als der der Gedenkstaettenbetreiber von Buchenwald und Sachsenhausen zu sein. Auf deren Internetseiten ist von einer Uebernahme der sowjetischen (nicht DDR-eigenen!) Speziallager durch die VP jedenfalls nichts zu finden.Die Kolonialisierung mit dem Verhalten anderer Maechte zu entschuldigen ist ebenfalls kein brauchbares Argument. Der Massenmord an den Herero und Nama und das deutsche Kaiserreich ist mit keiner Stasi und keiner Mauer in der DDR zu entschuldigen oder teilen Sie die Ansicht, dass es sich bei diesen Voelkern um "anthropologisch Minderwertige"handelt?Auch die Hauptschuld Deutschlands und Oesterreichs am 1. WK bestreitet heutzutage kein serioeser Historiker mehr.Es gab und gibt zwar immer Deutsche, die den Versailler Vertrag (der auch die Frage der Kriegsschuld enthaelt) fuer eine Ungerechtigkeit halten, dennochhaben die politisch Verantwortlichen in Deutschland ihn damals unterschrieben.Der Schlieffenplan hat uebrigens schon 1905/06 den 1. Weltkrieg vorbereitet.Dass Russland und in gewissem Masse auch Frankreich und England, insbesondere Oesterreich-Ungarn eine Mitschuld trifft, streitet ebenso niemand ab, ohne preussischen Militarismus waere dieser Krieg jedoch sehr unwahrscheinlich geblieben.Das aendert leider nichts daran, dass das hochverschuldete Berlin bald um eine Grossbaustelle ohne absehbares Ende reicher ist.Ich wuensche Herrn v. Boddien aufrichtig, dass er noch die Fertigstellung des Schlossnachbaus erlebt, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass dieser Nachbau innerhalb der naechsten zwanzig Jahre fertig wird.