Palastabriß vom 29.05.05 bis 01.08.05

Ein Palastabriß in diesem Zeitraum
wäre optimal für alle Beteiligten.
Das Abrißunternehmen kann sich über
sommerliche Temperaturen erfreuen, die
Stadt hat ein "cooles Sommer-Happening"
mitten in der Stadt und die Palastfreunde
können sich würdig von ihrem Schmuckstück
verabschieden.
Sogar die "politischen Architekten"
werden berücksichtigt !

Der Palastabriß vom 29.05 bis zum
01.08.2005 wäre optimal für uns alle !

  • GrauerWolf

    Genau, und zwar unter Beteiligung des ganzen Volkes. Hey, Ihr Mauerspechte von 1989/90, seid Ihr noch da?
    Eure Spitzhacken und Hämmerle werden dringend benötigt ;O).

  • O.Heisterkamp

    Hallo GrauerWolf,
    ich finde, das sollten die Spezialisten
    der Abbruchfirma schon übernehmen. Es
    wurden ja schließlich tausende Tonnen
    Asbest verarbeitet (höchst kontaminiertes
    Gebäude der Baugeschichte) und ist damit
    höchst gesundheitsbelastend. Da sollten
    nur Spezialisten herangelassen werden !
    Wir wollen doch keine neue Krebsepideme
    haben…

  • C. H�fer

    Wie blöd seid ihr eigentlich?

    ES GIBT KEINEN ASBEST MEHR IM PALAST.

    DER PALAST IST ASBESTFREI.

  • GrauerWolf

    Ist schon schrill, daß der Ballast des Volkes seine Besucher über Jahre hinweg kontaminiert hat – jo,jo, Sozialismus schadet Ihrer Gesundheit… ;I) .

  • C. H�fer

    Niemand ist oder wurde kontaminiert. Ihr Schlossfuzzies seid mit Abstand die Blödesten der Dümmsten.

  • O.Heisterkamp

    Nun Herr "???",
    das höchstkontaminierte Gebäude (also
    der Palast d. DDR-Republik) hat tausende
    Krebsfälle in der DDR verursacht.
    Es ist daher unanständig von Ihnen,
    diesen tausendfachen Tod im Palast
    zu leugnen.
    Schauen Sie sich die Lungenkrebsraten
    der ostberliner Bevölkerung mal genauer
    an ! Mit dem Palastbau ist diese Rate
    rasant gestiegen.
    Noch heute leiden die Menschen unter
    dem durch den Palast verursachten Krebs:

    "Die Folgen der späten Vorsichtsmaßnahmen für die Gesundheit dürften erst in den kommenden Jahren deutlich werden: Lungenkrebs und Karzinome in Rippen- und Bauchfell, die Pleura- und Peritonealmesotheliome. Etwa 1000 neue Asbest-verursachte Mesotheliome träten derzeit pro Jahr in Deutschland auf, so Eberhardt bei einem von dem Unternehmen Lilly unterstützten Symposium. Der Erkrankungsgipfel werde erst in etwa 15 Jahren erreicht, denn die Tumoren manifestierten sich 15 bis 40 Jahre nach Exposition."

    aus der Ärztezeitung
    http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/03/10/045a1302.asp?cat=/medizin/umweltmedizin

  • GrauerWolf

    An den Herrn mit dem seltsamen Hi??fer – Namen:
    Eingangs steht hier geschrieben, daß üble Beschimpfungen zu unterlassen seien.
    Also sind Sie entweder des Lesens nicht kundig oder ihre Sozialfähigkeit läßt arg zu wünschen übrig.
    Ergo sollten Sie in Zukunft bei Ihren Äußerungen einen stringenten Selbstbehalt ausüben, anderenfalls Sie doch einen bezeichnendes Licht auf die Palast – "Fuzzies" werfen (um mich ausnahmsweise und mit großem Widerwillen einmal Ihres gewöhnungsbedürftigen Jargons zu bedienen).
    Q.E.D.

  • C. Höfer

    Herr Heisterkamp,

    danke für den Artikel in der Ärztezeitung. Ich hatte vermutet, daß dieser Artikel Ihre Behauptungen (Palast höchstkontaminiertes Gebäude der DDR, das tausende Krebsfälle verursacht hat; tausendfacher Tod; Lungenkrebsraten der Ostberliner (womöglich höher als im Westteil?); Anstieg der Lungenkrebsrate durch den Bau des Palastes) untermauert.

    NICHTS DERGLEICHEN UNTERMAUERT ODER BESTÄTIGT IHRE DREISTEN LÜGEN.

    Der Artikel geht mit keiner einzigen Silbe auf irgend welche steigenden Lungenkrebsraten irgend einer Bevölkerung in Berlin ein, noch wird Berlin erwähnt, noch wird irgend ein Palast der Republik erwähnt. Dieser Artikel hat keinen einzigen Bezug zu Ihren Behauptungen.

    ICH FRAGE SIE: WOMIT KÖNNEN SIE IHRE LÜGEN UND BEHAUPTUNGEN UNTERMAUERN?

    Ich selbst habe mit Palastmitarbeitern gesprochen. Wie Sie wissen (sollten) wurde diese auf ausdrücklichem EIGENEM Wunsch auf Asbestbelastung kurz danach Bekanntwerden der angeblichen Astbestkontamination im Palast hin untersucht. Weder wurde eine Belastung festgestellt noch irgend welche Verseuchungen oder gar Kontamination. Alle leben und sind gesund und munter. Bisher ist niemand an irgend welchen Asbestfasern krepiert.

    Also setzen Sie verdammt noch mal keine Lügen in die Welt.

  • C. Höfer

    Vielleicht sollte noch ergänzt werden:

    "Des weiteren sind Lügen und Behauptungen ohne Quellenangaben im Sinne einer ehrlichen und fairen Diskussion zu unterlassen."

    Ach ja, Preußen liegt auf der Müllhalde der deutschen Geschichte, und dort liegt es gut.

  • S.Hartmann

    Erst einmal finde ich es schade das einige der Teilnehmer(nicht nur einer) auf ein tiefes Niveau gefallen sind: mit Behauptungen und Beschimpfungen.

    Der Palast kann nicht im Sommer abgerissen werden, da die Beach-Volleyball-Meisterschaften dort stattfinden und dies vertraglich mit Berlin abgemacht ist.

    Und zum Thema Asbest: Überall wurde zu der Zeit Asbest verwendet: ICC, Steglitzer Kreisel, in verschiedensten Bautechniken. Ich glaube die erhöhte Krebsrate ist eher auf die erhöhte Luftverschmutzung zurückzuführen.

  • T. Petersen

    Wir sollten doch wirres Zeug und Beschimpfungen auf beiden Seiten vermeiden. Daß ein einziges Gebäude, in dem sich ein DDR-Bürger vielleicht einmal im Jahr für ein paar Stunden aufhielt, allein für tausende Krebsopfer verantwortlich sein soll, halte ich – gelinde gesagt – für absurd. Man bekommt auch nicht Lungenkrebs vom Rauchen einer Zigarette jährlich. Wenn es einen solchen Anstieg der Krebsrate tatsächlich gegeben haben sollte, dann wäre es naheliegend, die Ursache in der Luftverschmutzung dieser Jahre und in den tausenden Plattenbauten zu suchen. Aber der Palast als Hauptursache? Grotesker Gedanke.

    Und natürlich: Der Palast ist heute asbestfrei – und außerdem ist er frei von Geschmack, Stil und vor allem städtebaulichem Wert. Das wäre noch nicht so schlimm, denn das hat er mit tausenden anderer Gebäude in West und Ost gemeinsam. Nur leider steht er dort, wohin aus städtebaulichen Gründen das Schloß gehört. Deswegen, und NUR deswegen gehört er abgebrochen.

  • O.Heisterkamp

    Herr Höfer,
    Sie können doch nicht ernsthaft die
    Gefährdung der Bevölkerung durch Asbest
    im Palast verleugnen ! Fragen Sie die
    Angestellten in 20 Jahren erneut! Eine
    Asbestfaser aus dem Palast reicht, um
    unheilbaren Lungenkrebs zu bekommen.
    Unten habe ich einen wissenschaftlichen
    Bericht aus Bayern angegeben. Dort steht
    es !

    Im Palast wurden 4750 Tonnen Spritzasbest
    verbaut. Das ist laut unten angegebenen
    Bericht der gefährlichere Stoff der
    beiden Asbestprodukte. Das ist die größte
    Menge, die je in einem Bauwerk eingesetzt
    wurde.
    Und da glauben Sie im ernst, daß die
    Bevölkerung nicht krebsgefährdet war/ist ?
    Legen Sie erstmal wissenschaftliche
    Berichte vor !

    Zitate:
    2 Produkte

    Man unterscheidet zwei grundsätzlich verschiedene Asbestprodukte:
    Asbestzement (Dichte mindestens 1.500 kg/m3) hat einen vergleichsweise hohen Anteil an mineralischen
    Bindemitteln (Asbestanteil 10 – 15 %). Die Asbestfasern sind relativ fest gebunden.

    Spritzasbest (Weichasbest) enthält oft Blauasbest (Krokydolith) und hat einen geringeren Anteil
    an Bindemitteln (Asbestanteil 25 – 40 %). Daher ist der Asbest nicht ausreichend fest gebunden.
    Durch äußere Einflüsse ist eine Freisetzung möglich, z.B. durch Erschütterungen und Alterung der
    Produkte. Es kann zu einer stoßweisen Abgabe von Fasern kommen, die zu Spitzenkonzentrationen
    in der Raumluft führen. Spritzasbest wurde weltweit u.a. als Hitzeschutz bei Bauten in Stahlskelettbauweise
    verwendet (Palast der Republik, Berlin; Deutsche Welle, Köln).

    4.1 Gesundheitliche Auswirkungen von Asbest
    Asbest zerfasert leicht und bildet dabei sehr feine Fasern, die lungengängig und in der Lunge lange
    beständig sind. Diese Fasern können in der Lunge und am Rippenfell Krebs auslösen, vor allem
    bei Rauchern. Der Mechanismus ist trotz intensiver Forschung noch nicht bekannt, jedoch sind
    Effekte an Chromosomen beschrieben worden. Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) hat 1988
    Asbest als "sehr stark gefährdenden" krebserzeugenden Stoff (Kategorie 1) eingruppiert2.
    Die Latenzzeit zwischen Exposition und Gesundheitsschäden ist sehr lang. Daher ergaben sich
    Hinweise auf das Ausmaß der Gesundheitsschäden erst sehr spät. Der asbestinduzierte Lungenkrebs
    wurde 1933 das erste Mal beschrieben und 1943 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen.
    Vom asbestinduzierten Rippenfellkrebs (Mesotheliom) gab es 1938 die erste medizinischen
    Beschreibung. Bis zur Anerkennung als Berufskrankheit (1977) vergingen 39 Jahre. In den
    sechziger und siebziger Jahren wurde die tumorerzeugende Wirkung von Asbest in einer Vielzahl
    von epidemiologischen und tierexperimentellen Studien belegt. Im Jahre 1972 erkannte man, dass
    nicht die stoffliche Zusammensetzung, sondern die langgestreckte Form der Asbestpartikel für die
    krebserzeugende Wirkung verantwortlich ist.

    http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/prod/asbest_2004.pdf

  • O.Heisterkamp

    Sehr geehrter Herr Petersen,
    bitte lesen Sie den Bericht des Bayer.
    Landesamtes für Umweltschutz !

    Es ist daher nicht "absurd" hier von
    tausenden von Krebsopfern des Palastes
    zu sprechen.

    Zitate aus dem Bericht:

    4.2 Risikoabschätzung für Asbest
    Wie bei anderen krebserzeugenden Stoffen kann auch für Asbest keine Wirkungsschwelle angegeben
    werden. Bei solchen Stoffen ist davon auszugehen, dass auch kleinste Mengen zu Schädigungen
    führen, die sich nicht zurückbilden: Die Wirkung ist als irreversibel anzusehen.

    Weiterhin ist von Bedeutung, in welchem Lebensalter eine eventuelle Spitzenexposition mit Fasern
    stattfand. Je früher die Exposition war und je länger sie andauerte, desto höher ist das Risiko.

  • O.Heisterkamp

    Zur Ergänzung noch:
    Im Bericht steht, daß in asbestverseuchten
    Bauwerken bis zu einigen 1000 Fasern/m³
    auftreten.

    Weiter heisst es:
    Die Wahrscheinlichkeit an Rippenfellkrebs (1000Fasern/m³) liegt
    bei 2:10000.
    Lungenkrebs (1000Fasern/m³,Raucher)
    liegt bei 1:10000.

    Bei 1 Million Besuchern des Palastes
    macht das 100-200 Krebspatienten.
    Nun wird die Faserrate/m³ beim Palast
    höher sein und außerdem die Besucherzahl
    wohl höher gewesen sein.
    Grob – man wird wohl an die tausend
    oder mehr Krebsopfer kommen !

    http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/prod/asbest_2004.pdf

  • T. Petersen

    Das mit der Statistik ist schon eine haarige Sache. In der Tat kann bei krebserregenden Stoffen kein gänzlich gefahrloser Schwellenwert angegeben werden. In seltenen Einzelfällen können auch geringste Mengen eine Schädigung hervorrufen.

    Doch das bedeutet natürlich nicht, daß es keinen Zusammenhang gibt zwischen der Intensität, mit der sich jemand einem potentiell schädigendem Stoff aussetzt und dem Risiko zu erkranken! Sonst wäre jemand, der einmal im Leben eine Zigarette raucht, gleichermaßen gefährdet, an Lungenkrebs zu erkranken wie ein Kettenraucher. Oder wir alle hätten das gleiche Risiko, infolge von Radioaktivität zu sterben wie die Tschernobyl-geschädigte Bevölkerung Weißrußlands.

    Die entscheidende Frage ist also natürlich, wie lange und in welcher Intensität jemand Asbeststaub ausgesetzt ist. In einer Stadt, die, wie Ostberlin vor der Wende, einer gewaltigen Luftverschmutzung ausgesetzt ist und in der es wahrscheinlich tausende asbestverseuchte Gebäude gab und gibt, ist ein einstündiger Besuch im Palast der Republik eine zu vernachlässigende Größe. Wesentlich wahrscheinlicher als die bizarre Behauptung, das Gebäude hätte tausende Opfer gefordert, ist es, daß das Gebäude KEIN EINZIGES Krebsopfer verursacht hat, daß niemandem, der an Krebs erkrankt ist und der zufällig auch einmal im Palast der Republik gewesen ist, die Krankheit erspart geblieben wäre, wenn er auf den Besuch verzichtet hätte. Leider wird man das nie nachweisen können.

    Nahe käme man dem allerdings durch eine vergleichende Befragung von Personen, die einmal im Palast waren und anderen, die nie dort waren. Ich verwette meinen Kopf, daß die Krebsrate in beiden Gruppen gleich groß wäre.

    Meiner Ansicht nach sollte man sich nicht mit solchen Randgefechten aufhalten. Man schadet damit nur der eigenen Glaubwürdigkeit.

  • C. Höfer

    Herr Heisterkamp,

    geben Sie doch einfach zu, daß Sie keine Quellen liefern können, um aus Ihren ungeheuerlichen Behauptungen Fakten zu machen. Damit wäre das Thema erledigt. Es grenzt doch fast schon an peinlicher Blödheit behaupten zu wollen, daß der Asbest im Palast für tausende an Lungenkrebs Gestorbene oder für tausende Lungenkrebserkrankungen verantwortlich sein soll. Ist das nur perverses Wunschdenken von Ihnen, damit die Schloßfreunde noch ein Argument mehr kontra Palast haben? Gerne hätte ich auch die Statistik zu den steigenden Lungenkrebsraten im Ostteil Berlins, vor allem interessiert mich daran die Korrelation zwischen Steigerung der Erkrankungen und dem Palastbau.

    Wie Sie sicherlich nicht wissen (denn Menschen wie Sie haben sich mit dem Palast nie auseinandergesetzt), wurde der Palast am 23.4.1976 eingeweiht und am 3.10.1990 vom Amt des Ministerpräsidenten der DDR an die Bundesregierung übergeben. Wie Sie weiterhin sicherlich nicht wissen, war es in der DDR durchaus üblich, von Einstellung bis Rentenalter im gleichen Betrieb zu arbeiten. Von den mehr als 1000 Mitarbeitern des Palastes werden sicherlich einige (die meisten?) vom ersten Arbeitstag bis zur endgültigen Schließung nur im Palast gearbeitet haben. Seit der Schließung des Palastes sind nun fast 15 jahre vergangen, seit der Eröffnung also rund 30 Jahre. Meines Wissens nach ist bisher kein Mitarbeiter des Palastes an Lungenkrebs erkrankt oder gar verstorben. Wenn also schon die Palastmitarbeiter nach 30 Jahren noch nicht an Asbestverseuchung krepiert sind, werden auch keine Besucher oder andere Bewohner Berlins am Palastasbest verstorben sein. Sie zitierten aus der Ärztezeitung: "die Tumoren manifestierten sich 15 bis 40 Jahre nach Exposition." Wenn ich 20 Jahren nachfrage, dann sind fast 50 Jahre seit Eröffnung verstrichen. So langsam müßten dann die Palastmitarbeiter doch sterben wie Eintagsfliegen, oder?

    Unverschämt werden Sie auch noch:

    "Und da glauben Sie im ernst, daß die
    Bevölkerung nicht krebsgefährdet war/ist ?Legen Sie erstmal wissenschaftliche
    Berichte vor !"

    Genau das will ich doch von Ihnen. Noch einmal: Selbst wenn eine Gefahr vom Palast wegen Asbests ausging, so ist diese seit der Sanierung nicht mehr existent, denn es befindest sich kein Asbest mehr im Palast.

  • O.Heisterkamp

    Höfer, ich habe Ihnen einen Bericht der
    Ärztezeitung und einen vom Bayerischen
    Ministerium für Umwelt vorgelegt !
    Wenn Sie dann immer noch Krebstote
    durch den Asbest-Palast verleugnen,
    kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen.
    Dann glauben Sie halt Ihre "Theorie" !

  • O.Heisterkamp

    Ich habe eigentlich kein Interesse
    an einer "Krebsdebatte". Nur bei
    400.000 Krebs-Neuerkrankten jährlich in
    Deutschland (hauptsächlich Lungenkrebs)
    hier von "bizarr" zu reden finde ich
    schon ein wenig merkwürdig.
    Der Palast der Republik hatte täglich
    15000 Besucher und war damit der
    meistbesuchte Ort in Ostberlin.
    Damit kommt man auf etwa 75 Millionen
    Besucher insgesamt !
    Da sind die tausend Krebstoten von mir
    noch sehr gering angesetzt.

    Die Besucherzahl habe ich von hier:
    http://www.volkspalast.com/_vp/h03.htm

  • C. Höfer

    Natürlich haben Sie kein Interesse an einer Krebsdebatte, weil es überhaupt abwegig ist, daß eine solche Korrelation besteht. Außerdem haben Sie Ihre Meinung ja schon fertig, daß der Bau des Palastes an irgendwelchen erhöhten Krebsarten schuldig ist. Primitiver geht es wirklich nicht mehr. Müssen jetzt selbst angebliche Tote herhalten, damit der Palast schneller wegkommt?

    Krank, einfach nur noch krank, welche Show Sie hier abziehen.

  • C. Höfer

    "Höfer, ich habe Ihnen einen Bericht der
    Ärztezeitung und einen vom Bayerischen
    Ministerium für Umwelt vorgelegt !"

    Gehen diese auch nur mit einer einzigen Silbe auf Ihre perversen Unterstellungen ein?

    Wo ist nun Ihre Statistik mit den erhöhten Lungenkrebsdaten, die die Korrelation zwischen Palastbau und Krebstoten aufweisen?

    Sie sollten mal anfangen, aufmerksamer Beiträge zu lesen. Interpretieren und träumen ist keine Kunst, sich mit der Realität zu befassen schon schwieriger.

  • Webmaster

    Nach meinen Informationen sind lt. Jahresbericht der Bauberufsgenossenschaft von 1998 bei 3000 Todesfällen im Baubereich 2500 auf Spätfolgen der Asbestverarbeitung zurückzuführen, also Asbestose. Deswegen ist das Teufelszeug doch auch verboten worden, bis hin zur Verwendung in Bremsbelägen wegen der Gefährdung der Bevölkerung im Straßenbereich.

    Von der "Brigade Schaller", damals durchschnittlich 30 Jahre alt, die 1974/75 die Asbestspritzarbeiten am Palast durchführte, soll angeblich auch nur noch die Hälfte leben,obwohl diese Männer heute erst rund 60 Jahre alt gewesen wären.

    Der Passagierdampfer "United States", 1950 als schnellster Atlantic-Liner mit dem Blauen Band ausgezeichnet, dümpelt und rostet in Philadelphia vor sich hin, weil kein Abwracker in der Welt bereit ist, dieses Schiff zu Schrott zu verarbeiten. Grund: Höchste Asbestkontamination, dadurch zu hohe Kosten für die Asbestbeseitigung und so Unrentabiltät. Die amerikanische Regierung will das Geld aber auch nicht ausgeben und so rostet das Schiff als Zeitbombe vor sich hin. Während des Koreakrieges in Fahrt gesetzt, war die United States auch für Truppentransporte vorgesehen und war deshalb mit massenhaftem Asbest brandsicher gemacht worden, sie galt als unbrennbar.
    So gibt es viele Beispiele für die unbestrittene Gesundheitsgefährdung mit Asbest.

    Beim PdR wurde Asbeststaub über die Klimaanlage gleichmäßig verteilt und lag bei eingeschalteter Anlage weit über den zulässigen Grenzwerten. Einer der Gründe dafür: der Palast wurde nach dem Auftragen des Spritzasbests nicht gründlich gereinigt, so dass es dort massenhaft losen Asbest in den Hohlräumen hinter den Wandverkleidungen gab, der von der Klimananlage angesogen und verteilt wurde. Diese Schlamperei stellte eines der Hauptprobleme dar.

    Aber nun ist der PdR asbestfrei, eine Voraussetzung für seinen Abriss, vor allem aus städtebaulichen Gründen, da sein Baukörper die Mitte Berlins entstellt. Außerdem ist das Baukonzept des Inneren heute nicht mehr auch nur annähernd rentabel zu betreiben. Schon damals subventionierte die Regierung der DDR seinen Betrieb jährlich mit rund 60 Milliomnen Mark der DDR. Das – und nicht nur der Asbest, sind die Hauptgründe für seinen bevorstehenden Abbruch.

  • C. Höfer

    Das Schloß wird auch mit mehreren Millionen pro Jahr, wenn nicht pro Monat, subventioniert werden müssen. Glauben Sie etwa, die 65 % Kultur tragen sich von selbst? Ich bezweifle, daß es bei 65:35 bleiben wird; das Verhältnis wird sich eher noch weiter zu Gunsten des Kommerzes verbessern.

    Es ist ja auch nie angedacht, daß der dumme Pöbel ins Schloß darf. Vorbei schlürfen dürfen dann die Bibliotheksbenutzer und sich an den Reichen und Schönen die bei Gucci und Gabana einkaufen und sich repräsentieren.

    Deutschland ist ja wieder eine Wirtschaftsmacht!

  • S.Hartmann

    Was soll ich damit anfangen?
    Ich bin mir sehr bewusst das Asbest gefährlich ist, nun ist er weg.

  • S.Hartmann

    Was wollen sie mit ihrer Argumentation beweisen? Überall wurde zu der Zeit Asbest verbaut(Webmaster hat viele Beispiele genannt)-> also auch im "Westen" viele Krebstote(nach ihrer Ausführung- wird wohl auch vieles stimmen).

    Aber der Asbest ist WEG! denken sie in die Zukunft.

  • Webmaster

    Lieber Herr Höfer! Das ist doch wohl starker Tobak und Ihrem Intelligenzgrad wohl nicht mehr gerecht werdend. Sie reden wie der Blinde von der Farbe – und voller Selbstgerechtigkeit.

    Wo haben Sie denn diese alte Platte vom "Schloss für die Reichen und dem armen Pöbel" aufgetrieben? Machen Sie sich doch einfach einmal die Mühe, prüfen Sie die Fakten und lesen Sie die Vorschläge der "Kommission Historische Mitte Berlin" und den daraus resultierenden Bundestagsbeschluss nach! Haben wir alles hier auf der Site, Sie brauchen nicht einmal zu suchen! Finden sie dort auch nur im Ansatz Gedanken, die in die von Ihnen behauptete Richtung gingen? Dann gebe ich Ihnen einen aus!

    Glauben Sie im Ernst, ein Vorhaben, das Schloss nach Ihren verquasten Vorstellungen zu nutzen, hätte auch nur im Ansatz Befürworter gefunden? Schauen Sie doch auf das einhellige Presseecho, dass jeden Ansatz, das Humboldtforum durch einen Kommerztempel im Schloss zu ersetzen, niedergemacht hat. Was Sie machen ist reine Demagogie: ich behaupte etwas – und irgendwer geht mir dann schon auf den Leim. Gottseidank ist die deutsche Demokratie mit ihrer Gewaltenteilung viel wacher – und damit gerechter in der Vertretung der Interessen der Bevölkerung.

    Ärgern Sie sich doch über den Schlossbeschluss ein wenig intelligenter und humorvoller. Können Sie das?

  • O.Heisterkamp

    Herr Hartmann, wenn hier ein tausend-
    facher Tod durch den Palast geleugnet
    wird, so hat es etwas mit "Anstand"
    zu tun, dem Leugner die Stirn zu bieten.
    Wenn Sie dann nur noch in die Zukunft
    blicken wollen und an die vielen Toten,
    die der Palast verursacht hat, nicht
    mehr denken wollen, müssen Sie selbst
    damit klarkommen.
    Im übrigen, habe ich kein Problem damit
    jedes Asbest-Haus abzureißen. Jeder
    Asbest-Tote ist ein Toter zuviel !

    Der Palast wird keine Zukunft mehr haben.
    Die Zukunft ist das Schloß mit der
    Präsentation kultureller Schätze.

  • O.Heisterkamp

    Was wollen eigentlich die Palastbefürworter ?
    Geht es hier nur um die Kartoffelsalatbar
    mit Kegelbahn im Untergeschoß ?
    Und das alles bitteschön in einem
    braun verspiegelten Glasquader ?

    Die ganze Welt lacht über uns, daß
    dieses braune Gerippe mitten in der
    Hauptstadt noch herumsteht – noch dazu
    neben einem Weltkulturerbe.

  • O.Heisterkamp

    Im "Leugnen" scheinen Sie Spitzenklasse
    zu sein ! Leugnen Sie auch die Mauertoten ?
    Oder die anderen Verbrechen der SED ?

  • C. Höfer

    Können Sie bei der Sache bleiben? Es geht nicht um Mauertote, es geht nicht um die SED, es geht um Ihre Unterstellung, der Palast sei für den Tod Tausender verantwortlich.

    Bisher haben Sie keinen einzigen Beweis erbracht, der Ihre Behauptung belegt. Entweder liefern Sie endlich die Statistiken oder hören Sie endlich auf zu behaupten, der Bau des Palastes habe eine erhöhte Krebsrate verursacht. Sie können das ja immer weiter und immer wieder behaupten, Ihre dreisten Lügen werden dadurch nicht wahrer. Ganz im Gegenteil machen Sie sich dadurch lächerlich.

  • C. H�fer

    Kapieren Sie nicht oder wollen Sie nicht kapieren? Es gibt keinen tausendfachen Tod durch den Palast. Wenn doch, bringen Sie endlich die Beweise und Untersuchungsergebnisse.

    Wieso sind solche Horrormeldungen noch nicht durch die Presse gegangen? Wo sind die Zeitungsartikel? Wo die Hinterbliebenen?

    Gerade solchen verwirrten Menschen wie Ihnen muß die Stirn geboten werden. Hören Sie endlich auf Lügen in die Welt zu setzen um damit den Palast zu diffamieren.

  • S.Hartmann

    Ich kann ihnen nicht sagen was die Palastbefürworter wollen, ich will keine Schlossfassade mit Humboldtforum und Kommerz im Inneren. Ich will entweder ein Schloss(voll und ganz, mit alten Bautechniken) ODER das Humboldtforum(mit neuen Techniken und Baustil). Aber diese Mischlösung ist mir zuwider. (Ich bevorzuge übrigens die Humboldtvariante- neu)
    Für die Nutzungen des Humboldtforums sind doch die alten Raumhöhen und Proportionen des Schlosses völlig unbrauchbar. Moderne Bibliotheken und Museen sind ganz anders aufgebaut, wir haben andere Sehgewohnheiten etc..
    Ich finde auch die Idee, etwas Bestehendes abzureißen, um etwas „Altes“ wiedererstehen zu lassen sehr fragwürdig. In aktuellen Debatten über Stadtplanung redet man viel über Umgang mit dem Bestand, warum hier nicht.
    Ich plädiere dafür, den Wettbewerb auch für Nicht-Schlossfassaden-Ideen freizugeben.

    Übrigens, viele Berlinbesucher kommen hier her, um die jüngste Geschichte zu erleben und sind dann enttäuscht, wenn man ihnen kaum etwas von der Mauer oder den Zerstörungen des Krieges zeigen kann. Solange der Palast steht hat man ein Relikt(momentan unansehnlich) mehr. Mit alter Bausubstanz können wir mit anderen europäischen Städten eh nicht mithalten, also sollten wir unsere Potenziale ausbauen(der Palast ist EIN Potenzial).

    Fazit: ich bin mit diesem schwachen Kompromiss wie er geplant ist sehr unzufrieden(viele gute Ansätze, aber nichts Ganzes).

  • S.Hartmann

    Können sie nicht endlich mit dieser sinnlosen Dikussion aufhören? Lassen sie ihn doch seine Meinung haben. und gut.

  • C. Höfer

    "Wo haben Sie denn diese alte Platte vom "Schloss für die Reichen und dem armen Pöbel" aufgetrieben?"

    Man zähle eins und eins zusammen. In der 56. Sitzung des Bundestages ging man noch von einer Nutzung von 80:20 aus, mittlerweile ist man bereits bei 65:35 angekommen. Günter Nooke meinte im Bundestag: "Es wäre sicherlich auch ein Signal, wenn auch ein schlechtes, wenn der Bund sagte: Das beschlossene Verhältnis von kultureller zu kommerzieller Nutzung von 80:20 wird umgekehrt."

    Zumindest gehe ich von der CDU aus, das diese, gleichgültig um die Staatsfinanzen, den Schloßbau forcieren wird, auch wenn im Endeffekt gar keine kulturelle Nutzung mehr im Schloß ist.

    "Finden sie dort auch nur im Ansatz Gedanken, die in die von Ihnen behauptete Richtung gingen? Dann gebe ich Ihnen einen aus!"

    Ich lege Ihnen das einfach mal als Involvierter im Schloßprojekt als Leichtgläubigkeit aus. (Auch Sie wollen bestimmt nicht arbeitslos werden.) Es interessiert aber eigentlich nicht, was wo wie wann in irgendwelche Kommissionen beschlossen wurde, sondern das, was letztlich dabei herauskommt. Auf dem Papier sieht alles ganz gut aus – in der Wirklichkeit ein wenig anders.

    Ich bezweifle, daß es bei 65:35 bleiben wird, lasse mich aber gerne überraschen. Bis das Schloß gebaut wird, wird noch einige Zeit vergehen, viel Zeit, um über das Verhältnis von kultureller zu kommerzieller Nutzung nachzudenken.

    Was im Endeffekt nun im Schloß Platz finden wird, ist doch nebensächlich. Ihnen und den Schloßbefürwortern geht einzig und allein darum, daß das Schloß überhaupt gebaut wird und der Palast endlich wegkommt. Seien Sie doch ehrlich und schauen sich mal das Nutzungskonzept an. Wer ein wirkliches Interesse hätte an den Dahlemer Exponaten, der findet auch den Weg nach Dahlem. Aber anscheinend interessiert die außereuropäische Sammlung nicht so wirklich. Wenn allein die Sammlung nur dadurch aufgewertet werden soll, das sie in einem Haus, das dem Schloß ähnelt, steht, ist das ein klägliches Scheinargument. Dasselbe gilt für die Bibliotheken. Was soll das? Statistisch gesehen schließt in Deutschland pro Tag eine Bibliothek. Die Bibliotheken haben immer weniger Geld zur Verfügung um neue Bücher anzuschaffen oder alte zu ersetzen, sollen aber in ein 700 Millionen Euro Prunkbau hinein? Außen hui, innen pfui? Ich könnte den Umzug der Staatsbibliothek Berlin, mit all ihren Außenmagazinen und ihren Standorten Potsdamer Platz und Unter den Linden ins Schloß nachvollziehen. Dies würde dem Schloß sicherlich gerechter werden als eine immer mehr zusammengesparte und schäbiger werdende Zentral und Landesbibliothek.

    "Gottseidank ist die deutsche Demokratie mit ihrer Gewaltenteilung viel wacher – und damit gerechter in der Vertretung der Interessen der Bevölkerung."

    Ich werde Sie daran erinnern, wenn das Verhältnis weiter zugunsten des Kommerzes steigt.

  • O.Heisterkamp

    Herr Hartmann, Sie meinen doch nicht
    im ernst, daß die Menschen nur nach
    Berlin kommen, um die DDR-Architektur
    zu beschauen ?
    Dann müsste ja in Marzahn und in den
    anderen Plattenbaugebieten der Bär
    los sein ! Gerade das Gegenteil ist
    richtig.

    In Ihrem zweiten Teil schreiben Sie,
    daß der jetzige Zustand Berlins
    eingefroren werden soll, damit man
    für ewig Mauer und Kriegszerstörungen
    sehen soll.
    Zunächst widersprechen Sie sich da
    selbst (siehe Ihr erster Teil) und
    zweitens sollte auch Berlin sich
    weiterentwickeln können. Gerade das
    dürfte doch auch in Ihrem Interesse
    sein !
    Richten Sie also Ihren Blick in die
    Zukunft und fragen Sie sich doch mal
    selbst, was denn für diese Stadt das
    Beste wäre !
    Vielleicht kommen Sie ja doch noch darauf…

  • O.Heisterkamp

    Sehr geehrter Herr Höfer,
    was wollen Sie denn noch für Beweise
    haben ?
    Ich habe Ihnen Literaturstellen geliefert,
    der Webmaster hat Ihnen Literatur geliefert.
    Was wollen Sie noch ?
    Soll ich Ihnen hier einen "Krebstoten"
    präsentieren, der Ihnen erzählt das
    er durch den Palast-Asbest Krebs
    bekommen hat ?

    Was mögen nur die vielen Arbeiter und
    Besucher des Palastes der Republik,
    die an Krebs erkrankt sind, denken,
    wenn sie Ihre Kommentare hier lesen.
    Schämen Sie sich da gar nicht ?

  • C. Höfer

    "Sehr geehrter Herr Höfer,
    was wollen Sie denn noch für Beweise
    haben ?"

    Ich will Beweise für Ihre Behauptungen, die ich bereits hinlänglich und oft genug zitiert habe. So langsam müßten Sie das doch begriffen haben.

    Noch einmal, extra für Sie: Ich möchte gerne jene Beweise von IHNEN haben, die IHRE Behauptungen belegen. Daß Sie mir irgendwelche Quellen von der Ärztezeitung bringen oder irgendwas aus Bayern, die beide mit KEINER EINZIGEN SILBE auf Ihre Behauptungen eingehen, ja noch nicht einmal Wörter wie Palast, Republik, Berlin, Lungenkrebsrate, Ostteil, usw. enthalten, läßt mich einfach nur vermuten, daß Sie irgendwas in die Welt setzen, um den Palast schlechtzumachen.

    "Ich habe Ihnen Literaturstellen geliefert,"

    Siehe oben. Nutzlose, nichtssagende Quellen. Daß Asbest Krebs verursacht ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. In der Schule hätte es ein "Thema verfehlt" gegeben.

    "der Webmaster hat Ihnen Literatur geliefert."

    Habe keine gefunden.

    "Was wollen Sie noch ?"

    Belege für Ihre Behauptungen. Ich vermute, da Sie bis jetzt keine einzige Quelle nennen können, die einwandfrei belegt, daß der Bau des Palastes mit einer erhöhten Krebsrate im Ostteil der Stadt zusammenhängt, wie Sie behaupten, es auch keine Quelle oder solche Untersuchungen gegeben hat. Wenn doch, wo sind sie?

    "Soll ich Ihnen hier einen "Krebstoten"
    präsentieren, der Ihnen erzählt das
    er durch den Palast-Asbest Krebs
    bekommen hat ?"

    Das wäre doch mal ein Anfang. Befragen Sie die doch mal ehemalige Palastmitarbeiter, die von 1976 bis zur Schließung im Palast gearbeitet haben. Ist von denen bisher auch nur einziger an Asbest verstorben? Nein, kein einziger. Es sind gut 30 Jahre seit Eröffnung vergangen, so langsam müßten doch einige mittlerweile daran krepiert sein oder Schäden davontragen, nicht wahr?

    Aus dem Artikel in der Ärztezeitung:

    "denn die Tumoren manifestierten sich 15 bis 40 Jahre nach Exposition."

    Ziemlich hartnäckig, diese Palastmitarbeiter, was?

    "Was mögen nur die vielen Arbeiter und
    Besucher des Palastes der Republik,
    die an Krebs erkrankt sind,"

    Wollen Sie einfach nicht oder können Sie einfach nicht? Spielen Sie mit mir? Für wie blöd halten Sie eigentlich die Leute? ES KANN KEIN BESUCHER IM PALAST AN ASBEST ERKRANKT SEIN, WEIL AUCH KEIN MITARBEITER AN ASBEST ERKRANKT/VERSTORBEN IST, UND DIE HABEN DIE MEISTE ZEIT IM PALAST VERBRACHT.

    Jetzt? Kapieren Sie endlich, worauf ich hinauswill?

    "wenn sie Ihre Kommentare hier lesen.
    Schämen Sie sich da gar nicht ?"

    Sparen Sie sich solche moralischen Hinweise fürs nächste Mal.

    Aber mit solchen Westbetonköpfen wie Ihnen kann man einfach nicht reden. Es ist vergebens.

  • Webmaster

    Ihnen scheint entgangen zu sein, dass der Verzicht auf die Einrichtung von 13.500 m² nichtöffentlicher Depot- (also Lager)Flächen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz der einzige Grund für die Veränderung des Flächenverhältnisses von 80/20 auf 65/35 ist. Kein Quadratmeter der öffentlich-kulturell nutzbaren Flächen ist damit gestrichen worden. Und dabei wird es auch bleiben. Sie sollten unsere Internetseite etwas besser lesen, da steht das nämlich alles schon drin! Ich mache es Ihnen noch einmal einfach: Schauen Sie nach unter "Humboldtforum / Nutzungskonzept. Wenn Sie da nur einen Ansatz für Ihre Thesen finden, meckern und unken Sie bitte weiter! Sie ersparen sich damit den Vorwurf, reine Stimmungsmache zu betreiben. Oder haben Sie etwa auch objektive Gründe für Ihre Befürchtungen? Die würden mich dann brennend interessieren, ggf. um dann auch bei den zuständigen Stellen zu intervenieren.

    Auf die anderen Teile Ihres Beitrags möchte ich nicht besonders eingehen, obwohl ich mich schon darüber amüsiert habe, wie Sie glauben, unsere wahren Motive zu kennen, ohne sich jemals mit mir unterhalten zu haben, so etwas weiß doch eigentlich nur der liebe Gott. Sind Sie so einer?

    Wenn es denn so wäre, brauchten wir wohl keinen millionenteuren Bau der Infobox, um das Humboldtforum in der Öffentlichkeit bekannt zu machen!

  • S.Hartmann

    Vielleicht drücke ich mich zu umständlich aus.

    Es soll nicht eingefroren werden. Und ich rede nicht von der DDR-Architektur sondern von dem Phänomenen des Kalten Krieges die man immer noch sieht und die für Besucher interressant sind. Dazu gehören City Ost und West, die neue City und auch die Zeugnisse des Nazi-Regimes. Das ist das was Berlin spannend und einzigartig auf der Welt macht. Das macht sich nicht an einzelnen Gebäuden, sondern im Stadtgefüge bemerkbar. Wenn man von der Karl-Marx-Allee, über der Alex, Unter den Linden, Regierungsviertel, Tiergarten, Hansa-Viertel bis zum Breitscheidplatz spaziert(weiter Weg, aber sehr spannend), erlebt man alle möglichen Epochen und Utopien anhand der Bebauung. Der Palast ist ein Bestandteil, das alte Schloss wäre es auch. Beide wären autentisch. Nun ist aber nur noch der Palast da, also sollten wir mit ihm umgehen oder ein neues Gebäude mit eigener Persönlichkeit bauen. Aber dieser Abklatsch von einem Schloss? Nein Danke.

    Die Frauenkirche in Dresden ist da viel konsequenter rekonstruiert worden, deswegen finde ich sie auch nicht so problematisch. Aber vielleicht wäre auch ein Neubau/Weiterbau der Ruine sehr spannend gewesen.

    Was halten sie denn von dem Konzept? geht es ihnen nur um die Fassaden? Oder sind sie eher für einen Komplettaufbau- dann setzen sie sich doch eher dafür ein, dann würden sie auch meine Unterstützung bekommen.

  • Piwi

    Berlin war und ist eine Stadt, die sich durch alle Epochen hin entwickelt hat bzw. entwickelt wurde. Dieses wird logischerweise auch künftig so sein. Aber meinen Sie nicht auch, dass Architekten unserer Zeit mit Ihren nicht gerade spannenden Glas- und Betonfassaden, sich an einem anderen Ort als dem der historischen Mitte Berlins austoben sollten?

    Schauen Sie zum Postdamer Platz, Ku’Damm oder zur Karl-Marx-Allee. Hier müßten Sie doch Genugtuung empfinden dürfen.

    Aber die historische Mitte Berlins? War denn die Vergewaltigung dieses Ortes durch Ullbrichts Schergen nicht schlimm genug? Es wäre doch absoluter Wahnsinn, an diesem bauhistorisch so wertvollen Platz, ja der Keimzelle Berlins, ein modernes Gebäude im Sinne der Pei’s, Foster’s, Eisenman’s etc. errichten zu wollen und die Fehler der 50er bis 70er Jahre zu wiederholen!

    An diesem Platz kann es meiner Meinung nach nur das historische Schloss geben, gerne auch im Innern (aber hier wird wohl zunächst das Geld fehlen).

    Apropos DDR-Architektur, die Sie erhaltenswert finden:

    Erinnern Sie sich noch an das DDR-Aussenministerium auf dem Platz der Kommandantur und Schinkelschen Bauakademie? Es wurde Mitte der 90er Jahre abgerissen. Ich kenne niemanden, weder privat noch institutionell, der dieses Gebäude vermisst (ausser vielleicht der PDS).

  • C. Höfer

    Sehen Sie, das ist ja das Problem! Es hieß 80:20, 80 % Kultur, 20 % Kommerz. Nun werden Flächen nicht mehr benötigt. Was passiert? Der Kommerz bekommt die nun freigewordenen Flächen, nicht die Kultur! Was soll das? Wurde das im Bundestag bereits debattiert? Wieso werden die freigewordenen Flächen nicht der Kultur zugeschlagen? Wer hat bestimmt, daß die freigewordene Fläche an den Kommerz gehen? Fällt Ihnen und den Schloßfreunden nichts Besseres ein? Stehen bei Ihnen die Angebote nicht Schlage, was man Anderes ins Schloß bringen könnte, statt den Kommerz weiter auszubauen?

    Mich würde ehrlich gesagt nicht wundern, wenn demnächst die ZLB leider leider doch nicht ins Schloß kann. Wer die Flächen dann bekommt, ist wohl klar.

  • S.Hartmann

    Ich habe das Gefühl das die Schlossbeführworter ein starkes Vorurteil gegen moderne Architektur haben.

    Es gibt doch heute genauso hochwertige Architektur, die sich nicht auf Stahl, Glas und Beton reduziert. Nehmen sie doch das Jüdische Museum, es orientiert sich an den Maßen der Stadt und ist trotzdem etwas ganz Besonderes. Oder die Nordischen Botschaften. Oder in Potsdam bauen sie jetzt ein neues Theater/Konzerthaus(genau weiß ich das nicht) mit spektakulärem Dach. Man sollte nur darauf achten das man nicht zu modisch wird.

    Die aktuellen Architekturentwürfe ähneln sich schon und sind oft auch langweilig, doch handelt es sich dabei meist nicht um solche Prestigebauten.

    Noch eine Frage am Rande: Wissen sie(oder der Webmaster) warum der Bundestag über den Aufbau entschieden hat? Warum ist er für so etwas zuständig?

  • Webmaster

    Der Bund ist Eigentümer des Palastes der Republik. Wenn der Parkplatz davor, der als Straßenland dem Land Berlin gehört, durch die Baumaßnahme zu Bauland umgewidmet wird, fällt auch er gem. Hauptstadtvertrag an den Bund als Rechtsnachfolger Preußens und damit vorheriger Eigentümer zurück. Da es sich zudem um den wichtigsten Baugrund Berlins handelt, wurde vom Land Berlin und dem Bund die "Internationale Kommssion Historische Mitte Berlin" eingesetzt. Diese legte nach einjähriger Arbeit Vorschläge zur Nutzung und Architektur vor, die wegen der Bedeutung einer solchen Entscheidung vom Bundestag unter Aufhebung des Fraktionszwanges in namentlicher Abstimmung mit 2/3 vMehrheit gebilligt wurden.

  • Piwi

    Ich habe das Gefühl das die Schlossbeführworter ein starkes Vorurteil gegen moderne Architektur haben.

    Das ist so nicht richtig (ich kann allerdings nur für mich sprechen). Moderne Architektur hat sicherlich auch ihren Reiz und ihre Berechtigung. Weiterentwicklung ist gut und förderlich, ansonsten hätten wir ja seit Jahrhunderten Stillstand und Konservierung.
    Aber ich denke, man sollte die Plätze, an denen moderne Bauten errichtet werden, sehr sensibel auswählen. Nehmen Sie z.B. den Potsdamer Platz. Hier wimmelt es nur so von modernen Bauten. Schade ist allerdings, dass das einzige alte erhaltene Gebäude, das Weinhaus Huth, jetzt total untergeht. Trotzdem finde ich den Platz gut gelungen.

    Ganz anders, nämlich historisch bebaut,und daher besonders wichtig, finde ich die alte Mitte Berlins. Hier können Sie deutsche Geschichte atmen, ja gerade zu "fühlen." Ausserdem gibt es nicht mehr soviele historische Gebäude.
    Ich empfände als absolut unzweckmässig und der Mitte Berlins nicht würdig, hier ein modernes Gebäude, und sei es noch so anspruchsvoll, errichten zu wollen. Das Schloss gehört hier hin, und Gott sei Dank, dass dieser Beschluss mit 2/3 Mehrheit im Bundestag gefallen ist.

    Jedes andere Gebäude an dieser Stelle, wäre wie der Pickel im Gesicht eines Models.