Claudia, 25
schrieb am 22. August 2007
um
14:58
Durch die ZEIT bin ich am Wochenende auf das Schlossprojekt aufmerksam geworden. Die haben eine Fotomontage gemacht und ich finde, dass ein Wiederaufbau sehr gut dahin passen würde.Ein interkulturelles Zentrum ist zwar eine sehr schöne Sache, aber das gibt es in Berlin schon: das Haus der Kulturen der Welt in der Nähe vom Reichstag im Tiergarten. Als Ausstellungsgebäude für die Sammlungen der Völkerkulturen wäre es allerdings sehr gut. Wenn da bestimmte Stücke nicht reinpassen (siehe ZEIT) könnte man ja vielleicht noch auf der anderen Seite der Spree ein neues Gebäude mit den entsprechenden Räumen dazu bauen. Zwar wird das sehr teuer, aber das Schloss wird auch enorm viel Geld kosten und dann ist das ja schon fast egal.Ihre Computersimulationen hier sind übrigens auch toll!
Ick ... bin ein Berlinö
schrieb am 22. August 2007
um
13:58
@Weinreich: Ja, das kann noch ganz übel enden!@Schlossfreunde: Was wollen sie bloss mit dem alten Scheusaal aus der Volkskammer im neuen Schloss? Tun sie den doch auf die Kippe! Sie können ja eine Gedenktafel da anbringen. Das reicht doch. Für die Volkloristen können sie ja ein Modell von mir aus von dem ganzen Proletarierpalast ins Zeughaus stellen. Bezahlt mit Spenden (aber nicht mit denen fürs Schloss!). Da wär ich mal gespannt, ob da was zusammenkommt!
Weinreich, Guido, 45
schrieb am 21. August 2007
um
12:19
Die Idee, die Museumsinsel mit Schloßbau (architektonisch) und Humboldt-Forum (funktional) nach Süden zu erweitern, ist ganz große Klasse! Sind aber die Verantwortlichen auch ganz große Klasse? An diesem Vorzeigeprojekt an exponierter Stelle wird man sehen können, wozu dieses Land kulturell in der Lage ist - oder auch nicht. Es wird ein Spiel in der WM! Was spricht dagegen, daß wir wenigstens ein Unentschieden schaffen? Dagegen spricht der verrückte Vorschlag, einen Teil an die Zentralbibliothek zu vermieten. Die brauchen keine senatspolitischen Proportzräume, die brauchen einen eigenen Neubau. Dagegen spricht, daß man ausgerechnet in so einem internationalen Forum schon wieder irgendwelche politischen Brüche baulich konservieren will, als wäre Berlin nicht schon gebrochen genug und als wäre das nicht sowieso überall sichtbar. Dagegen spricht eine Architektenschaft, die an ihrem dogmatischen politisch-korrekten Geschichtsbild klebt und gleichzeitig Schwierigkeiten hat, ästhetische Spitzenleistungen wenigstens zu respektieren, wenn sie solche selber schon nicht hervorbringt. Dagegen spricht eine Planung wie die für das "Schloß" in Potsdam. Wahrscheinlich haben wir also gar nicht die Spieler, die uns wenigstens nicht blamieren.
Becker, Dietrich geb 1956
schrieb am 18. August 2007
um
10:44
Seit mir als Westdeutscher vor 30 Jahren in OstBerlin ein DDR-Bürger erzählte, das Stadtschloss wäre nicht so zerstört gewesen wie das Schloss Charlottenburg im Westen und hätte nach 1945 sogar noch Bilderausstellungen beherbergt, bin ich glühender Befürworter der Rekonstruktion. Und darüber sollten nicht nur die Ostdeutschen entscheiden, sondern auch "Wessies", weil es alle Deuschen angeht, wie die Mitte ihrer Hauptstadt aussieht. Sonst wäre es ein später Triumph der SED-Stalinisten. Übrigens, als Hamburger weise ich auf den berühmten "Michel" hin, wir lieben ihn, er ist aber auch ein "Neubau" und es stört keinen Menschen in Hamburg!
Wille Gebhard F.X. made in 1938
schrieb am 16. August 2007
um
10:23
Ich gratuliere zu der positiven Entwicklung - wenn auch das wiederhergestellte Schloss einer anderen Verwendung als bis 1918 zugeführt wird..,werden muss.Das Herz unserer so gebeutelten Hauptstadt wird wieder - eigentlich eine staatspolitsche Aufgabe. Außer meinem Beifall kann ich als Renter wenig spenden aber dem Förderverein danken : Sie machen sich um unsere Hauptstadt, unser Land und unser Geschichte nachdrücklich und anhaltend verdient.
Berlinfreund
schrieb am 15. August 2007
um
10:26
Seit Einführung der Spendenuhr wurde eine Million Euro eingenommen. Habe ich da richtig gezählt?Bei aller Freude, ist eine Million pro Vierteljahr freilich nicht ausreichend. Man kann sich ausrechnen wie lange es dauert, bis die 80 Mio. zusammen sind.Wo ist der Aufruf der Politik, der Wirtschaft (Banken z.B.), der Medien, wie sie das bei der Frauenkirche gemacht haben?
D.Sharan H. 32 J.
schrieb am 9. August 2007
um
20:44
Mit der Unterstützung vieler Menschen werden wir das sicher schaffen!Vielen Dank für diese aufmunternden Worte und liebe Grüsse zurück in das schöne Wien!Ein Berliner:-)
Novaczek Hans, 47
schrieb am 9. August 2007
um
9:39
War letzten Sonntag das erste Mal in Berlin und leider nur für drei Stunden. Kam am Palast der Republik vorbei und wurde so auch auf das alte Berliner Schloss aufmerksam. Nach dem Studium dieser Website kann ich nur sagen: Wiederaufbau des Schlosses und so schnell es die Mittel zulassen! Schloss und Republikpalast - beides hier auf Fotos gesehen - kein Vergleich. Viel Erfolg für Ihren Verein und liebe Grüße aus Wien: HN
Beschty
schrieb am 7. August 2007
um
17:40
Guten Tag,besteht vielleicht die Möglichkeit ein 3D-Modell des zukünftigen Stadtschlosses in Google-Earth einzubinden. Über die Beschreibung könnte man so internationales Publikum ködern und zu spenden bewegen.Der Aufwand wäre ja aufgrund des Bestehens von CAD-Modellen nicht so groß, oder?mfg
Micherl
schrieb am 22. Juli 2007
um
23:35
Wo?
S.Hartmann
schrieb am 22. Juli 2007
um
23:33
Antwort siehe Forum
Micherl
schrieb am 22. Juli 2007
um
22:41
@ S.HartmannWas halten Sie eigentlich von der Idee das Schloss Monbijou zu rekonstruieren, das bis zum Krieg ein Preußenmuseum war? Ich kann mir vorstellen, dass es aufgrund der Nähe zur Museumsinsel wieder museal genutzt werden könnte.Ihre drei genannten Punkte träfen bei diesem Gebäude im Großen und Ganzen zu:Dass1. eine ähnliche Nutzung wieder hinein soll2. das Gebäude eh schon sehr moderne Elemente enthielt (und seiner Zeit weit vorraus war)3. Der Bauplatz frei ist (zu vernachlässigendes Kinderfreibad).
S.Hartmann
schrieb am 22. Juli 2007
um
12:03
Ich würde auch das neue Quartier zwischen Hausvoigteiplatz und Aussenministerium, als "Wachsen der historischen Mitte" bezeichnen, denn es schließt Baulücken und orientiert sich an der berliner Traufhöhe.- Ich wollte nur Herrn Bachmann's Vorstellungen hören.-Zur Bauakademie- noch ist ja nichts fest. Aber soweit ich weiß sollen dort alle Fassaden+ Innenhöfe nach dem alten Original wiedererstehen+ die Kubaturen der Innenräume. Ich muss zugeben das es bei diesem Gebäude auch einfacher ist einen hohem Prozentteil nachzubauen, da 1. eine ähnliche Nutzung wieder hinein soll(nämlich eine Art Kunst- Architekturhochschule)2. das Gebäude eh schon sehr moderne Elemente enthielt und seiner Zeit weit vorraus war.3. Der Bauplatz frei istdies macht dieses Projekt für mich deutlich realistischer und echter als es das "Schloss" ist. Wie gesagt ich bin nicht im allgemeinen gegen Nachbauten, sie müssen nur sehr gut begründet sein und sollten in ihrer Ausführung dem Original so nah wie möglich kommen.Und der letzte Punkt trifft auf's "Schloss" nicht zu(+ Punkt 1 und 3 des oben aufgeführten).
Ralf Wendel
schrieb am 22. Juli 2007
um
8:39
Hallo.Ich habe schon festgestellt, daß Herr Hartmann gerne jedes Wort auf die Goldwaage legt, um so die angebliche Unwissenheit der anderen Beitragsverfasser darzustellen. Ob nun "modern" oder "aktuell", jeder weiss was gemeint ist. Kein Grund für Haarspalterei. Was das Wachsen der historischen Mitte angeht, haben Sie, Herr Hartmann, wohl selber noch nicht mitbekommen, daß, direkt gegenüber des Schlossplatzes, die Bauakademie rekonstruiert werden soll. Wahrscheinlich mit "high-tech" Innenleben. Denn wer will schon 100-Jahre alte Wasserleitungen verwenden. Nur um einmal bei der Goldwaage zu bleiben. Danke.
Micherl
schrieb am 22. Juli 2007
um
0:22
@ S.HartmannHier ein schöner Artikel zum Schloss:http://www.morgenpost.de/desk/1037005.htmlBesonderes Augenmerk bitte auf die Formulierung des Nebensatzes.Zitat:"In Körners Werkstatt werden Modelle für die drei barocken Fassaden gefertigt, die Ostseite wird möglicherweise modern gestaltet."
S.Hartmann
schrieb am 21. Juli 2007
um
18:48
"Berlin eine historische Mitte zu geben die dan weiter wachsen kann. Das alter der Steine ist weniger wichtig als der Zusammenhalt der hierdurch enststeht"- entsteht dieser denn? Richtung westen mag es funktionieren, doch Richtung Osten hat sich doch einiges geändert und das wird gern aussen vor gelassen. Was ihr "Wachsen der hist. Mitte" anbetrifft, so erklären sie mir bitte wie das funktionieren soll. Sollen weitere alte Fassaden aus Fotoalben abgeschaut und wieder hingesetzt werden, mit einem modernen high-tech- Innenleben? Staatsratsgebäude abreißen/ bzw. Schlossportal ausbauen; das können nur ganz uninformierte Leute fordern:1. es ist in Benutzung als Elite-Uni für Wirtschaft(welch Ironie)2. es steht unter Denkmalschutz.3. es war sogar einmal Kanzleramt(für ein paar Monate).Ich empfehle ihnen sich dieses sehr interessante Gebäude einmal genau(auch von Innen) anzuschauen." irgendeiner Glas- oder Betonfassade"- noch so eine dieser flachen Aussagen, die leider viel zu häufig auf dieser Seite erscheinen: 1. IRGENDEINE, als ob es das sein wird. Bisher wissen wir doch noch gar nicht wie sie aussieht, geschweige denn aus welchen Materialien. Als ob Architekten bei solch einem prominenten Gebäude IRGENDEINE Lösung finden würden.2. Bitte lassen sie uns von AKTUELLER Architektur oder Formensprache reden, anstatt ständig den Begriff MODERNE zu benutzen, denn dieser ist architekturhistorisch eher mit der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Verbindung zu setzen.
Claus B., 40
schrieb am 21. Juli 2007
um
13:33
Mich irritiert immer noch, daß das ehemalige Staatsratsgebäude neben dem Schloßneubau dann auch noch die Kopie des Schloßportals als Mittelstück behalten soll. Wenn das Schloß wieder stehen wird, sollte man doch das Gebäude nebenan abreissen bzw. umgestalten. Ansonsten hoffe ich auf baldige Fertigstellung inklusive Kuppel und Ostfassade. Ein Barockschloß mit irgendeiner Glas- oder Betonfassade auf seiner Rückseite fände ich ziemlich abschreckend.
bas zweng 47
schrieb am 20. Juli 2007
um
19:00
Wehrter Herr Sharan,Herzlichen Dank fuer die Reaktion, Herr Sharan. Es ist ueberhaupt nicht meine Absicht hier Stimmung zu machen. Ich bin gerne in und gehe gerne nach Berlin. Hatdochwas. Die Debattte zum Schloss haben wir doch alle verfolgt. Und das war leider eine Politische. Verlierer und Gewinner, sagte Herrn Gysi treffend. Und vor allem mit diesem Gebaude mit soviel Geschichte waere es 'toller' gewesen wenn man PdR geandert haette. Der Reichtstagskuppel der von einen Hollaender entwurfen wurde, ist auch keine Kopie. Nochmals, schade Berlin.
D.Sharan H. 32 J.
schrieb am 20. Juli 2007
um
16:12
Geehrter Herr B.Zweng.Gestatten Sie mir diese Frage.Geht es Ihnen darum"Stimmung"zu machen oder konstruktive Beiträge zu leisten?Ich hoffe auf Ersteres denn andernfalls würde mir menschliche Ernüchterung vor Augen geführt werden.Sie stellen hahnebüchende Thesen auf ohne diese auch nur einmal begründet zu haben.Immer wieder die Behauptung, dass wir Geschichte tilgen wollen.Das ist doch Nonsens!Ich denke da an den Fernsehturm.Der ist von weither aus beinahe jedem Winkel der Stadt sichtbar.Müsste man nicht dann den erstmal abreissen?Ich denke an die Karl Marx-Allee, ich denke da an den Grenzstreifen an der Bernauer Str. der zu einem zentralen Erinnerungsort ausgebaut wird.U.s.w...Sie wünschen sich ein modernes Berlin?Nun, ich als Berliner nicht, zumindest nicht auf dem Schlossareal!Ich denke, dass es in Holland genügend Städte gibt denen Sie die Moderne aufdrücken könnten.Mal sehen was die holländische Bevölkerung dazu sagen würde.Anbei ein Anreiz.Wie wäre es wenn Sie Ihre Beiträge im Forum zum Besten geben würden?Beste Grüsse und weiterhin viel, viel Erfolg für das Projekt:-)
Test, 28
schrieb am 19. Juli 2007
um
19:58
Was ist an der Vergangenheit muffig ?Vielleicht ist einfach der lineare Fortschrittglaube-auch in architektonischen Fragen- schlichtweg ein wenig naiv ?