BergischerBembel
schrieb am 18. Februar 2011
um
5:22
Vielleicht liegt es daran, dass unser Volk aus \"Bessermenschen\" und \"Moralaposteln\" besteht, die in allem \"Alten\" faschistische Merkmale sehen. Und das vor Allem in Berlin!
Koenig
schrieb am 17. Februar 2011
um
22:46
mir will nicht einleuchten,wieso bei der Rekontruktion historischer Gebäude in
Deutschland immer Kopromisse eingegangen werden müssen.Warum muß die Ostfassade des Berliner Schloßes modern gestaltet werden,oder das Quergebäude des Schlüterhofes.Diese Mischung aus alt und neu passt einfach nicht zusammen.Es sind architektonische Mißbildungen.Schlimmes Beispiel ist das neue Treppenhaus des Neuen Museums in Berlin.Die Berliner sollen sich ein Beispiel an den Potsdamern nehmen,
die ihr wiederaufzubauendes Schloß zumindest äußerlich komplett nach historischem Vorbild neu gestalten.
König
kater
schrieb am 26. Januar 2011
um
18:12
Leider fällt mir da auch nur die Bildsuchfunktion bei google ein, da ist einiges zu Monbijou zu finden - ansonsten hat die Nicolaische Verlagsbuchhandlung im Jahre 2005 ein Buch herausgebracht: \"Thomas Kemper - Schloss Monbijou - Von der königlichen Residenz zum Hohenzollern-Museum\" - 336 Seiten und reich bebildert - wenn es noch zu haben ist, kostet es inzwischen unter 20 Euro. Viel Fotomaterial auch zu alten Städten findet man unter www.bildindex.de
Gruss,
Kater
MitteinsHerz
schrieb am 24. Januar 2011
um
11:16
@ kater:
Sehr interessant, Ihre Anführungen über das ehem. Stadtzentrum. Können Sie hier mal entspr. Bildseiten verlinken? Bin spez. an Fotomaterial vom Monbijou händeringend interessiert. Habe bisher im www leider nur wenig anschauliches Fotomaterial über den Namensgeber des Parks gefunden. Als vorweggenommene Gegenleistung, hier mal ein seeehr schöner Link: http://www.digitour.de/home/berlin/
Überhaupt, wer hier Links geben kann, ich freu mich über alles in dieser Richtung. Gern auch aus anderen schönen alten Stadtzentren, wie das alte Frankfurt, Leipzig oder Hamburg.
Gruß
MiH
kater
schrieb am 23. Januar 2011
um
12:19
Naja ,ich würde \"Maus\" nicht nur negativ sehen, denn man kann ja durch sachliche Auseinandersetzung den eigenen Standpunkt bekräftigen und das schadet m.E. \"Maus\" mehr, als dass es ihr/ihm nützt...
Ich habe mich gerade wieder mit der Berliner Architekturgeschichte beschäftigt und gesehen, wie eine ursprünglich im Stadtzentrum durchaus ansehnliche Stadt seit der Kaiserzeit verpfuscht wurde. Dies wurde spätestens seit den 20er jahren auch kritisiert, aber extreme Ideologien und Kriege vollendeten das Zerstörungswerk.
Solche vermeidbaren Verluste wie das Reichspräsidentenpalais, Schloss Monbijou, Villa Kameke usw. , die der Stadt noch mehr von ihrem Gesicht nahmen, sollten geradezu eine Verpflichtung darstellen, wenigstens das Schloss so originalgetreu wie möglich wiederaufzubauen, denn irgendwelche Beton-/Glas-/Stahlmonster, die auch in Dallas oder Denver stehen könnten, sind ja wohl das Letzte...
Ich hatte vor einigen Jahren mal mit Sorge die Planungen beim Wiederaufbau der St.Georgenkirche in der Hansestadt Wismar verfolgt - die 1961 gesprengte NO - Kapelle sollte \"modern\" wieder aufgebaut werden, aber glücklicherweise ist sie dann doch originalgetreu wieder hergestellt worden, sehr zum Nutzen des Gesamtbildes der Kirche...
Mäusefänger
schrieb am 16. Januar 2011
um
17:04
Es ist nicht zu fassen. Unser Mäuse-Troll hat es wieder geschafft, einige Leute ins Diskutieren zu verwickeln. Na, dann viel Spaß beim immer gleichen Drehen der immer gleichen Gedanken.
kater
schrieb am 16. Januar 2011
um
15:31
Habe mir gerade den Link über v.Butlars Erzeugnis durchgelesen - interessant, wie er den polnischen Professor Zachwatowicz zitiert, der an sich einen \"Horror\" vor Rekonstruktionen hatte,sich aber dennoch dazu entschliessen musste, denn sonst hätte eine Stadt wie Warschau vollends ihre identität verloren.
Natürlich ist es besser, Originalsubstanz zu erhalten, wo immer es geht, aber Krieg und 2. Zerstörung haben nuneinmal vieles getilgt und warum sollte da nicht gerade im ebenfalls hart betroffenen Deutschland ebenfalls Pragmatismus a la Zachwatowicz herrschen ? Auch wir brauchen mehr denn je Identitätsstiftendes und das kann sich nur so nahe wie möglich am ehemaligen Original orientieren, ohne dass da irgendwelche schwachmatige Moderne reinpfuscht !
Von Butlar ist für mich überhaupt nicht überzeugend ,wenn er da Polen eher \"vergibt\", denn in Deutschland sind ja so gut wie alle grösseren Städte zerstört worden und haben ebenfalls viel Identität eingebüßt. Ich kenne übrigens den zitierten Bau Neuer Markt 5 in Potsdam - für das Glasteil kann ich mich nicht erwärmen, denn es bringt irgendwie kalte \"Businessatmosphäre\" in einen der schönsten Potsdamer Plätze - ich hoffe, dass sich das bei weiteren geplanten Leitbauten in Potsdam nicht wiederholt...
Kater
kater
schrieb am 16. Januar 2011
um
12:03
An Maus: Irgendwie ist das doch alles übles Schmierentheater - es liegen ja schliesslich genügend Fälle guter Rekonstruktionen im In-und Ausland vor,die auch entsprechend angenommen werden und von denen man lernen kann.
Das Berliner Schloss war nun einmal ein sehr bedeutendes Kunst-und Geschichtsdenkmal und verdiente schon deshalb eine möglichst getreue Rekonstruktion der gesamten Aussenhülle und von allem historisch bedeutsamen Interieur.Für mich gibt es 3 Hauptfehler beim gesamten Vorhaben:
1. Die viel zu kurz angesetzte Bauzeit - man kann die ruhig auf Jahre und evtl. Jahrzehnte ansetzen und dann entsprechend in kleinen,überschaubaren Raten finanzieren - so z.B. geschehen im gewiss nicht reichen Polen
2. Natürlich sind Beiträge des Fördervereins gut, aber er kann wirklich nur einen relativ kleinen Teil der Finanzierung beitragen, alles andere ist Illusion
3. Von Brüchen haben wir ja nun wirklich genug in Deutschland und schlimmer als im Berliner Stadtzentrum geht es wohl kaum - postmoderne Architektenergüsse haben am Schloss wirklich nichts zu suchen - wahrscheinlich agiert da aber wieder eine mächtige Lobby, für die es ein fetter Brocken wäre, sehr zu Ungunsten des Endergebnisses...
Kater
Kreuzberger
schrieb am 14. Januar 2011
um
22:03
Hier wird wohl niemand etwas dagegen haben, von \"authentischen\" Rekonstruktionen doch lieber abzusehen.
Wir setzen uns ja auch für eine authentische Rekonstruktion ein, ohne Gänsefüßchen.
Maus
schrieb am 14. Januar 2011
um
15:28
Sparsam sind die Nachrichten, die die Öffentlichkeit derzeit über den Stand der Dinge zum Humboldt-Forum erhält. Offenbar vermeidet man eine Thematisierung, nicht zuletzt im Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen, und dem Wissen um die außerordentlichen Reaktionen bei Bekanntgabe des Sparpaketes im vergangenen Jahr, bei denen die Kanzlerin konstatieren mußte, dass der Humboldt-Forum-Rekonstruktionsbau nicht vermittelbar sei.
Zum Thema Rekonstruktion möchte ich für den Leser eine interessante Buchvorstellung verlinken:
\"DEENKMALPFLEGE STATT ATTRAPPENKULT\"
von Adrian von Buttlar
Warum wir auf \"authentische\" Rekonstruktionen verlorener Baudenkmäler verzichten sollten.
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal/sonderthemen/standpunkte/tui1210_denkmalpflege_statt_attrappenkult/
Oli
schrieb am 14. Januar 2011
um
13:48
Man hört nach langer Zeit endlich mal wieder, daß es voran geht, auch fordert man \"eine\" Kuppel, vor allem Kulturst. Naumann. Dies sei bereits beim Reichstag kontrovers diskutiert worden.
Bei mir schrillen alle Alarmglocken: Nun spricht man von \"einer\" Kuppel, nicht von \"der\" (ursprünglichen, in Form und Architektur). Der olle Eierbecher, den nur wenige Modernisten schick finden und der wie eine billige Plexiglashaube wirkt (Baumarkt auf klassischer Architektur), hat ja auch schon die Gemüter gespalten.
Will man beim Berliner Schloß nun denselben Fehler wiederholen? Wieder so ein \"symbolträchtiger\" Bruch? Reicht nicht schon diese Hochgaragenplatte zur Spreeseite (einst die schönste Seite des Schlosses)? Wer findet das schön?
Ich sitze wie viele in den Startlöchern und bin bereit zu spenden, aber nur für ein Schloß mit originaler Kuppel. Plexiglaskuppeln finde ich bei jedem Baumarkt, das will ich an einem solchen Gebäude nicht sehen.
Wie steht es mit den potentiellen Spendern für die Kuppel?
Ferry Ohlsen
schrieb am 4. Januar 2011
um
23:26
Mich zieht es alle paar Monate wieder auf diese Seite und ich möchte einfach kurz danke sagen - danke für die großen Mühen die Sie auf sich nehmen, danke für die ständigen Diskussionen, das hin und her, und die etlichen Anläufe trotz kleinerer und größerer Rückschläge! Lassen Sie sich bitte nie entmutigen!
Soviele sachliche, kulturelle/historische, aber auch städtebauliche Argumente für den wiederaufbau mir auch einfallen mögen - letzten Endes ist und bleibt das Schloss für mich eine Herzensangelegenheit!
Weiter so - Danke!
Ferry Ohlsen (25)
Kreuzberger
schrieb am 19. Dezember 2010
um
23:56
Erfreulich, daß Mäuse Winterschlaf halten. Aber müssen sich gleich alle anstecken lassen?
Hallo!?
Eike Gramsch
schrieb am 4. Dezember 2010
um
9:33
Aloha,
Gruesse aus dem Paradies, ( Hawaii )
deutsche Freunde schickten mir ein Gratisexemplar \" Berliner Extrablatt\",dessen Inhalt von dem Vorhaben des Wiederaufbau des Berliner Schlosses berichtet. Ich bin zu lange (55 Jahre) im Ausland und habe von tuten und blasen keine Ahnung. Ich weiss ,dass Berlin 2 Unis hat. Die Aeltere ist die Humbodt Uni. Jetzt steht auf Seite 4
des oben erwaehnten Blattes etwas vom Forum und auf Seite 3 eine Simulation einer Humboldt- Box. Wollen Sie eine Box,ein Forum oder ein Schloss bauen? Ich bin scheinbar zu dumm. Als Mitglied der Kriegsgraeber Fuersoge gehen Spenden auf ein Konto in den US. Haben Sie etwas aehnliches ? Mit freundlichem Gruss Eike Gramsch ( Herr)
MitteinsHerz
schrieb am 1. Dezember 2010
um
10:08
Welch wunderbare Info. Gibt es dazu verlinkbare Seiten mit mehr Hintergrundinfo? Klasse!
Welche Räume werden eigentlich nach derzeitigem Stand der Dinge wiedererrichtet? Habe was von dem barocken Treppenhaus im Portal und weißem Saal gehört. Gibt es dazu schon mehr gesicherte Erkenntnisse?
Vorfreudige Grüße
Oli B.
schrieb am 30. November 2010
um
20:38
Das sind ja großartige Nachrichten - es scheinen sich 2 potentielle Spender für die prächtige alte Kuppel gefunden zu haben. Damit wird das Schloß erst zum Schloß!
Ich hatte nach all den Hiobsbotschaften und letztlich dem Entfallen der Kuppel aus Kostengründen nicht mehr spenden wollen.
Sobald die Kuppel in der historischen Form beschlossen wurde und dies festgeschrieben ist, werde ich auch wieder spenden. Ich denke damit wird ein Bann gebrochen, die Kuppel ist der Schlüssel zum Schloß!
Respekt vor Herrn Boddien für seinen Einsatz und seine Beharrlichkeit!
Kreuzberger
schrieb am 25. November 2010
um
22:28
Das scheint schon eine ganz besondere Generation zu sein. Eine Generation kulturell Degenerierter.
Aber vielleicht sollte man Matze auch nicht all zu ernst nehmen, denn der Wiederaufbau des Stadtschlosses wird generationsübergreifend begrüsst!
Linde
schrieb am 24. November 2010
um
18:30
\"Ich kenne niemanden aus meiner Generation, der Stadtschloss wieder haben möchte. \"
Süß!
BergischerBembel
schrieb am 24. November 2010
um
17:57
@Matze: Also ich bin 28. Und Sie? Pro Stadtschloss!!!!
Matze
schrieb am 24. November 2010
um
16:09
Ich kenne niemanden aus meiner Generation, der Stadtschloss wieder haben möchte.
500 Millionen € könnte man auch sinnvoller investieren, und zwar dort wo es nötig ist.
Anscheinend neigt man aber in Deutschland eher zu Symbolpolitik und Prestigebauten.
Wenn ihr das »Ding« nur auf Grundlage von Spenden aufbauen wollt, könnt ihr das gerne tun.
Aber nicht von meinem süß verdientem und sauer abgegebenem Steuergeld.
Sonst komme ich noch auf die Idee, das was ich bezahlt habe, würde mir auch gehören.