Ulli Schmidt
schrieb am 29. Dezember 2015
um
15:06
Hier wird ein funktioneller Bau aus Beton und Glas gegen einen aus Beton und nachgemachter Fassade ausgetauscht. Wie Hirnlos ist das. Bei der Frauenkirche in Dresden waren wenigstens Originalsteine noch vorhanden und fehlende wurden ersetzt. Hier entsteht ein ganz anderer Bau, das Schloss ist aus Stahlbeton und vorgeblendeter Fassade.
Wenn schon Schloss warum nicht gleich das Berlin dieser Zeit wieder Aufbauen, dann müsste so manche \"Architektonische Meisterleistung\" aus Berlin verschwinden.
Arn Praetorius
schrieb am 1. Dezember 2015
um
15:00
Eine sorgenvolle Frage: Kann es sein, dass das Spendenaufkommen im Jahre 2015 bis November nur 1,5 Mio. € betrug gegenüber 16 Mio. € im Jahre 2014. Woran liegt das und kann es wieder aufgeholt werden?
Kommentar vom Förderverein:
Die Spendeneinnahmen des Fördervereins Berliner Schloss sind auch im Jahr 2015 außerordentlich hoch gewesen. So konnte der Verein das Rekordergebnis des Vorjahres erneut einstellen – über 15 Millionen Euro an Spenden wurden gesammelt, besonders gegen Ende Dezember gab es einen neuen Höhepunkt im Geldeingang.
An den Bauherrn wurden Mitte Dezember 13,7 Millionen Euro überwiesen. Dazu kommt eine hohe Liquiditätsreserve, die im Jahr 2016 zur Auszahlung kommt. Beachten Sie auch die Änderung des Sammelvolumens dadurch, dass der Förderverein nicht nur den einbaufertigen Sandstein der Schlossfassaden finanziert, sondern den gesamten Wandaufbau, unter anderem die Vermauerung von 3,5 Millionen Ziegelsteinen. Dies kann man sehr schön über die Webcam hier sehen. Lesen Sie dazu auch den Beitrag auf unserer Homepage im Zusammenhang mit der Spendenuhr!
Arn Praetorius
schrieb am 6. November 2015
um
14:28
Ist die Rekonstruktion des Berliner Schlosses und des Umfeldes „zeitgemäß“?
In der streitvollen Debatte um die Rekonstruktion des Berliner Schlosses und seiner Umgebung gibt es eine Spannbreite der Überzeugungen: 1. detailgenaue (archäologische) Rekonstruktion. 2. Rekonstruktion des äußeren Erscheinungsbildes mit bedarfsgerechter Nutzung und moderner technischer Ausrüstung. 3. Planung von neuen Funktionen in moderner Architektur, zurückhaltend angepasst an das Umfeld. 4. Gegenüberstellung von innovativem (modernem) Zeitgeschmack durch bewusste und provozierende Stilbrüche mit traditionellem (altem) Baustil.
In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff „zeitgemäße“ Architektur und Stadtplanung als ein Wert an sich vertreten, so als bestehe eine generelle Herausforderung, automatische Verpflichtung und Rechtfertigung, in der heutigen Zeit nicht auf Gestriges zurückzufallen und als seien aktuelle, moderne Stil-Trends per se besser, d. h. wertvoller als alle vorangegangenen Stilepochen. Danach würde eine Rekonstruktion früherer Baustile geradezu als Eingeständnis gelten, dass moderne Architektur nicht (mehr) Spitzen¬leistungen hervorzubringen könne.
Sicher besteht allgemeiner Konsens darin, dass man in einem Neubauviertel oder auf der „grünen Wiese“ keine mittelalterliche Burg oder kein barockes Schloss bauen würde. Auch die kurze Zeit der postmodernen Stilversuche zeigte eher peinliche Ergebnisse.
Aber wie soll man in ein erhaltenes bzw. zerstörtes und rekonstruiertes abgestimmtes Ensemble hineinplanen, zumal, wenn dieses Umfeld eine ganz besondere städtebauliche Qualität darstellt, so wie das Berliner Zentrum mit der Museumsinsel. Auch stand auf dem zu füllenden Grundstück ursprünglich ein Gebäude von ganz außerordent¬licher kultureller, historischer, städtebaulicher und architektonischer Bedeutung.
In den Wettbewerben ist deutlich geworden, dass keiner der Entwürfe (des Typs 3 und 4) dem zerstörten Original gleichkam. Also war die Entscheidung einer Rekonstruktion folgerichtig. Es war auch folgerichtig, auf eine archäologische Rekonstruktion (Typ 1) zu verzichten, da es im alten Schloss viele kleinteilige Beamtenstuben und nicht zweckgerechte Nebenräume gegeben hatte. Zudem waren die früheren baulichen Qualitäten nicht mehr sinnvoll bzw. zulässig: marode Holzdeckenbalken, nicht den Anforderungen gerechte Sanitäreinrichtungen, Niveausprünge in den Gängen, baurechtlich nicht zulässige Wärme- und brandschutztechnische Mängel usw. Auch die Wiederherstellung des kleinteiligen Ostflügels hätte für Museumszwecke nicht nutzbare Räume geschaffen. Diese Gebäudeteile stammten aus unterschiedlichen, teils historisierenden Stilepochen.
Es ist also konsequent und richtig, dass das Berliner Schloss nun so rekonstruiert wird, dass es in das städtebauliche Ensemble passt, dass die drei Barockfassaden und Portale der Architekten Andreas Schlüter und Eosander von Göthe nicht nur nachempfunden, sondern detailgenau rekonstruiert werden. Ebenso konsequent ist die Planung Franco Stellas, der an der Ostseite in Richtung zum neuem Stadtviertel (Rathausforum) und in den Innenhöfen moderne Fassadenteile ohne konkurrierende Attitüden geschaffen hat, ohne in stilistisch kitschiger Manier die Renaissance oder das Barock nachzuahmen.
Für „zeitgemäß“ halte ich die Planung in Städtebau und Architektur nicht, wenn sie lediglich modisch ist, also im aktuellen (oft kurzlebigen) Trend liegt. Für zeitgemäß halte ich eine Planung dann, wenn sie geschichtsbewusst, kritisch-konstruktiv, voll Respekt auf Spitzenleistungen früherer Stilepochen eingeht, diese bewahrt und auch zerstörte Kulturgüter soweit möglich und sinnvoll rekonstruiert. Das gilt auch für das Umfeld, also für die Wiederaufstellung erhaltener Skulpturen und für die Wiederherstellung der Anlagen an diesem Standort. Nur das wird der Zeit und Entstehungsgeschichte der Bauten und Anlagen und somit dem gesellschaftlichen Gedächtnis der Stadt Berlin gerecht.
Arn Praetorius 2015
Anders Borgström
schrieb am 4. November 2015
um
17:49
Hallo Deutschland, erstmal einen grossen Glückwunsch zu eurem Traum Schloss! Schön das es wiedererstanden ist.
Passt nur auf, dass euch die Frau Merkel das schöne Schloss nicht wieder wegschnappt und daraus ein Asylantenheim macht, um später eine Europäische Gross Moschee dort einzurichten. 😉
Müller, Lothar
schrieb am 19. Oktober 2015
um
15:08
Ich finde es toll, dass wieder ein Schloss gebaut wird. Neben Potsdam, Hannover jetzt auch in Berlin!!! Es sollte in der ganzen Republik so schön gebaut werden.
Ich freue mich, dass so was tolles in der heutigen Zeit geleistet wird.
Müller Lothar
Ledererstr.16
84453 Mühldorf a. Inn
Torsten Brockmeyer
schrieb am 18. Oktober 2015
um
9:43
Ich vermisse seit geraumer Zeit die detaillierte Übersicht des Spendenaufkommens. Früher gab es eine tabellarische Auflistung für jedes Jahr und das aktuelle Quartal. So konnte man gut sehen, wie sich die Spenden entwickelt haben und entwickeln. Dies ist nun nicht mehr der Fall - warum? Ist viel zu wenig Geld da? Oder bereits viel mehr als erwartet? Es drängt sich das unschöne Gefühl der fehlenden Transparenz auf, was mich ehrlich gesagt daran hindert, (mehr) für den Wiederaufbau zu spenden.
Zudem würde mich interessieren, ob es geplant ist, eine Art Schloßmuseum einzurichten (wie im Braunschweiger Schloß), in dem die Geschichte des Schlosses und (Original-)Einrichtungsgegenstände gezeigt werden?
Alexander Riesz
schrieb am 9. Oktober 2015
um
14:55
Die Rossebändiger gehören vors Schloss!
Bezüglich der Rückführung von stadtbildprägenden Denkmälern waren im Jahre 1980 selbst Erich Honecker und manche Genossen der SED schon weiter. Auf deren Betreiben hin wurde nämlich die Wiederaufstellung des Reiterstandbildes Friedrich des Großen an seinen traditionellen und angestammten Standort Unter den Linden durchgeführt. Hätten seinerzeit in Ostberlin Frau Lüscher und die anderen Quertreiber der Schöneberger SPD das Sagen gehabt, fristete das berühmte Meisterwerk Christian Daniel Rauchs sein Dasein wohl noch immer versteckt im Park von Sanssouci in Potsdam.
Ole Limm
schrieb am 3. Oktober 2015
um
7:43
Alt oder neu?
Du Gebilde aus Stein –
wie alt magst du sein?
Ich weiß: Flamboyant,
man sieht es dir an,
Eglise in Thann.
Viel Steine ersetzt in neuerer Zeit
und davor, und davor, noch weit.
Und doch bist du’s selbst,
bleibst wie du gewesen,
bleibst uns gegeben,
wir können drin lesen.
Siebenmal neuert die Haut
sich dem Menschen im Leben.
Sind wir hernach anders gebaut?
Das ist es eben...
Drum halte ich für erlaubt,
wenn das Original uns geraubt
durch Kriege und Feuersbrunst,
daß trotzdem erlang’ uns’re Gunst
die dann mit großem Geschick
errichtete Replik.
Thann im Elsass, 19.7.2010
Joachim Kellner
schrieb am 1. Oktober 2015
um
12:25
Mein Kommentar zu den Berliner Schlössern: http://meinberlin.social/?sp=22032015
Kellner, Joachim
schrieb am 1. Oktober 2015
um
12:22
Mein Kommentar zu den Berliner Schlössern.
http://meinberlin.social/?sp=22032015
Werner Weidlinger
schrieb am 11. September 2015
um
18:32
Auf einer Berlin-Reise Mitte August besuchten wir auch die Humboldt-Box. Wir wurden von Herrn Gebauer (?) sehr freundlich und kompetent auf viele Dinge aufmerksam gemacht. Ich war derart angetan und beeindruckt, daß ich einen Tag später noch einmal kurz vorbeikam und einen alten Ziegelstein kaufte, der seitdem in unserem Wohnzimmer bei Gästen viel Erstaunen hervorruft und die Idee der Wiedererrichtung des Schlosses bekanntmacht.
Beste Grüße aus Wien und nochmals Dank an diesen netten Herrn
Werner Weidlinger
Dietmar Philipp
schrieb am 7. September 2015
um
16:55
Guten Tag,
ich finde es sehr gut, das Berliner Schloss wieder zu errichten. Allein der Standort mit einer Geschichte von rund 500 Jahren ist es wert, das ursprüngliche Gebäude des Palastes der Republik abzureißen und das Schloss mit einem völlig neuen Aussehen und auch einem völlig neuen Zeitgeist vielen Menschen auf dieser Welt zu zeigen. Damit ist ein wichtiger architektonischer Mittelpunkt in Berlin wieder hergestellt und kann kulturell von vielen Menschen genutzt werden.
Michael Hepp
schrieb am 4. September 2015
um
21:28
Am besten wir schaffen diese leidliche Saurepublik ab und führen die Monarchie wieder ein. Die modernen Elemente des Schlosses entfernen wir und bauen historisierend und schön. Den Plan mit dem Museum führen wir aus, aber woanders. Als altes und neues Staatsoberhaupt wird der Deutsche Kaiser im Berliner Stadtschloss residieren und dem Deutschen Volk zu einer neuen Identität verhelfen. Darüber hinaus schaffen wir die EU und die Währungsunion ab und bezahlen den Europäischen Ländern keinen Pfennig mehr. Mit dem Geld können wir vielen Flüchtlingen helfen und ganz nebenbei unser Schloss + ganz Berlin auf Hochglanz bringen. Natürlich wäre das alles viel zu schön um wahr zu sein, genau deswegen machen wir es ja auch.
schwintzer
schrieb am 23. August 2015
um
12:24
Frage: könnten Sie zur Erleichterung von Spenden nicht entsprechende Formulare bei den Filialen der Deuschen Bank auslegen?
Lutz
schrieb am 17. August 2015
um
14:14
Ein tolles Projekt im Herzen unserer Hauptstadt wo auch eine sinnvolle und nachhaltige Nutzung schon feststeht. Es freut mich besonders an dieser Stelle wieder so etwas zu sehen auch wenn es doch einige \"Gegener\" zum Abriss des \"Palastes\" aus DDR - Zeiten gab.
Gerne habe auch ich gestern einen Baustein gespandet.
Grüße aus dem Vogtland - in Sachsen ganz unten.
Kreuzberger
schrieb am 13. August 2015
um
23:29
Ah ja, man kann. Dabei wollte ich nur nochmal die alten Posts durchlesen, als die Ewiggestrigen massiv gegen den Wiederaufbau Stimmung machten. Oder zu machen versuchten, was ihnen letztlich nicht geglückt ist...8´))
Kreuzberger
schrieb am 13. August 2015
um
23:25
Kann man hier noch posten...?
Martin Rybka
schrieb am 9. August 2015
um
21:05
Auffallend ähnelt die Dachkonstruktion der Schlosskuppel die der Atombombenkuppel des Friedensdenkmals in Hiroshima.
Tom Braun
schrieb am 29. Juli 2015
um
19:58
Frage:War heute im Berliner Tierpark dort im Affen-. Gehege nähe des Giraffenhauses befinden sich Säulen und diverse Teile von ein alten Gebäude sehen wie Schloßteile vom Portal aus Sandsteinsäulen Granitstürze , Treppen und Säuleoberteile sehr stark beschädigt aber die Verzierungen Nackter Mann (Torso) hält ein Horn sowie riesige verzierte Fassadenblöcke usw sind deutlich erkennbar und die Blöcke haben Römische Zahlen auf den innenseiten . Diese sind dort für die Affen irgendwann mal aufgebaut worden als Dekoruine aber es sind Orginal alte Teile und der Tierpark befindet sich neben den Schuttberg .Könnten dieses auch Teile des Schlosses sein die zu DDR Zeiten mit verbaut wurden? GrußTom Braun
Thema Stop
schrieb am 24. Juli 2015
um
18:33
so schön wie jetzt wirds nimmer mehr.
einfach ein paar graffitis dran, eine halfpipe rein und der klotz wäre fertig.