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Wilhelm von Boddien

 

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2812 Einträge
, schrieb am 3. Januar 2002 um 8:11:
Die Empfehlung der autorisierten Komission sprach sich für den
entsprechenden architektonischen Rahmen bzgl. der geretteten
Kostbarkeiten aus.


L., schrieb am 2. Januar 2002 um 13:17:
An meinen Vorschreiber: Gerade aus diesem Grund, weil eben noch
so vieles vom Schloss erhalten ist, wäre es wirklich ein Skandal,
wenn an diese bedeutende Stelle Berlins ein häßlicher Betonklotz
gesetzt wird!!! Die Architekten werden (können)dies jedoch nie
verstehen!! Leider!


, schrieb am 2. Januar 2002 um 10:33:
Schlüters Kolossalfiguren des Innenhofes und Hermen des
Treppenhauses mit deren Stuckdecke sind im Originalzustand erhalten.
Ebenso die Konsnolenfiguren von C.F. Tiecks aus dem Teesalon. Auch
Schlüters Atlanten des Elisabethensaales und das Silber des
Rittersaales wurden gerettet. Die Welt wartet darauf sie in ihrem
entsprechenden architektonischen Rahmen bewundern zu dürfen.


M. Steger, 31, schrieb am 1. Januar 2002 um 23:00:
Liebe Mitdenker, hat sich schon einmal jemand darueber Gedanken
gemacht, dass laut Schlossplatzkonzept genau vor! das Hauptportal
des Schlosses die im 19. Jh. abgerissenen Haeuserreihe wieder
aufgebaut werden soll? Folglich in moderner "Architektur". Die
damaligen Stadtplaner haben diese Haeuser aus gutem Grund entfernt.
Zu solchen Intelligenzleistungen ist bei dem heutigen Notstand an
(Allgemein-)Bildung natuerlich niemand mehr faehig. Man koennte an
der offensichtlich voelligen und absoluten Verbloedung der
Gesellschaft schon verzweifeln. Gibt es nur noch Trottel in diesem
Land? Wer kennt die Entwuerfe von "Star-" Architekt Axel Schulte und
Kollegen fuer den Berliner Schlossplatz? Oder den Dresdener
Neumarkt? Muss der Mensch Stararschitekt sein um
Kindergartenholzkloetzchen, der Erfahrungswelt eines Kleinkindes
entsprechend angeordnet, als Wettbewerbsentwurf fuer
Innenstaedtbebauung ernsthaft abzuliefern? Sind die wirklich alle so
daemlich wie ihre Entwuerfe, oder gibt es andere Gruende? Kann mir
jemand die Sichtweise der kasten- und kistenbauenden
Architekturfraktion erklaeren? Bitte darum!!


Kraft, (kein Preuße), schrieb am 31. Dezember 2001 um 12:25:
Nichts Neues: Strieder (SPD) und Pau (PDS) äußern sich
öffentlich gegen eine Schloßrekonstruktion. Sollen wir das Herz
Berlins, das internationale Schaufenster Deutschlands, wirklich
drittklassigen Provinzpolitikern einerseits und Ulbrichts Enkeln
andererseits, also den Abreißern, überlassen? Mit der
Kommissionsempfehlung im Rücken sollte man nochmals die Sache vor
die gesamte deutsche Öffentlichkeit bringen. E. Kraft


Christo, schrieb am 30. Dezember 2001 um 23:00:
Du meinst einen IQ unter Raumtemperatur 😉 Wenn man sich den
"neuen" Potsdamer Platz ansieht,hat er gar nicht so Unrecht.


Christo, schrieb am 30. Dezember 2001 um 23:00:
@R.Rupsch : wobei wenn es nach mir ginge, alle DDR-Remineszenzen
abgerissen würden. Was da an Häßlichkeit verbrochen wurde,läßt einem
das Blut in den Adern gefrieren 😉


Christo, schrieb am 30. Dezember 2001 um 23:00:
Leider wurde es ja im Gegensatz zu manch anderen Städten
versäumt,die Innenstadt des alten Berlin vollständig zu
rekonstruieren. Wenigstens das Schloss sollte wieder gebaut
werden,um der Mitte etwas von der Wärme und Größe zurückzugeben,die
sie einst hatte. Im übrigen kann doch kein Mensch ernsthaft dagegen
sein,das etwas wieder an seinen Platz kommt,wo es Jahrhunderte
gestanden hat.Dazu sollte der gesunde Menschenverstand schon
reichen,auch wenn der manchen Leuten heute abgeht 😉


,, schrieb am 28. Dezember 2001 um 10:32:
Der Beitrag von Jonny Cash beweist, dass es auch möglich ist
Beiträge zu schreiben wenn man einen IQ hat, der unterhalb der
Bluttemperatur liegt!!


Jonny Cash, schrieb am 27. Dezember 2001 um 23:00:
4. Ein Architekturwettbewerb unter den besten Architekten der
Welt wird die Notwendigkeit der Schloßrekonstruktion ad absurdum
führen. Richtig, er würde die abrundende Duftnote des
architektonischen finalen Zuscheißens Berlins markieren!


Reinhard Rupsch, 52, schrieb am 24. Dezember 2001 um 23:00:
Aus der Diskussion mit einer Anhängerin des "Palastes der
Republik". Zur Behauptung, die "DDR"-bauten würden gezielt aus dem
Stadtbild getilgt: Liebe Franziska, hat irgendwer dem Abriß der
Frankfurter-Tor-Türme oder der Hochhäuser am Strausberger Platz
sowie deren an der Leipziger Straße das Wort geredet? Ist das
Staatsratsgebäude am Schloßplatz gefährdet? Wird das IHZ an der
Charlottenstraße getilgt? Oder etwa der "Palast der Tränen" am
Bahnhof Friedrichstraße? Oder das "Haus des Lehrers", vielleicht gar
der Fernsehturm am Alexanderplatz? Eben nicht. All´ das sind
Marksteine der DDR-Architektur, die erhalten bleiben, renoviert
wurden, sogar - teilweise - unter Denkmalschutz stehen. Betroffen
von Asbest-Sanierung und Abriß waren das "Ahornblatt", die (noch
nicht fertiggestellten) "Friedrichstadtpassagen" und jetzt der
"Palast der Republik" - alles Gebäude, die der Gastronomie, der
gehobenen Freizeitgestaltung der "DDR"-Bürger dienen sollten bzw.
dienten. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Bauten erfordert heute
besondere Feinheiten in Entwurf und Ausstattung. Die vorgenannten
Gebäude entsprachen diesem Anspruch ebensowenig wie das riesige
Ku´-Damm- Quarrée gegenüber dem Kaffee Kranzler in West-Berlin. Auch
das wurde - gerade 15 Jahre alt - nach 1990 abgerissen. Warum
sollten die anderen dementgegen stehenbleiben? Nach Abriß des
Hohenzollernschlosses füllte der PdR den Platz nur unzureichend.
Niemand braucht (Gott sei Dank!) mehr Aufmarschflächen. Die 100.000
qm Ausstellungs-, Festsaal- und Gastronomiefläche werden laut
Gutachterkommission gebraucht. Sie modernistisch zu bauen kostet ca.
€ 0,7 MRD. Weitere € 0,07 MRD kostet die ergänzende Gestaltung der
Schloß-Elemente. Gemessen an den Verlusten der Berliner
Bankgesellschaft sind das doch "Peanuts", oder? "Ostalgie" in Ehren.
Den 90ten Geburtstag meines Großvaters haben wir im PdR gefeiert.
Eine schöne Erinnerung! Aber schon damals hatte "Erichs Lampenladen"
auch noch den Spitznamen "Ballast der Republik" - wegen seiner
immensen Betriebskosten. Friede seiner Asche! meint Dein
Reinhard


Lutze, Kay, schrieb am 22. Dezember 2001 um 23:00:
Sehr geehrte Damen und Herren,endlich hat die Kommission die
richtige Entscheidung getroffen, dass Schloss mit zumindest drei
Fassaden wieder aufzubauen. Ich hoffe Ihr Verein wird im kommenden
Jahr die politisch verantworlichen Personen zu einer schnellen
Entscheidung drängen! Es wäre schön, wenn Sie mich über meine
E-Mail-Adresse auf dem Laufenden halten würden. Mit freundlichen
Grüßen Kay Lutze


H. C. Stössinger, schrieb am 20. Dezember 2001 um 23:00:
«WER SICH EINE WEILE MIT DEM ORT BESCHÄFTIGT HAT, DER MERKT,
DASS NUR DAS STADTSCHLOSS AN DIESEM ORT DIE RICHTIGE ANTWORT SEIN
KANN.» So die abschließenden Worte Hannes Swobodas. Nur leider sehen
das die geistigen Enkel der Schloßsprenger, die jetzt wieder Berlin
beherrschen werden, etwas anders. Die Aussage der Expertenkommission
wird zerredet und politisch verschleppt werden - davon werden wir
leider ausgehen müssen.


, schrieb am 20. Dezember 2001 um 12:41:
München ist in wirtschaftlicher Hinsicht wesentlich attraktiver,
weil das kulturell-klassische Ambiente entsprechend ist.


, schrieb am 19. Dezember 2001 um 14:43:
Wirtschaft und Finanzen brauchen attraktive Orte, auch im
künstlerisch-klassischen Sinne.


H. C. S., schrieb am 20. Juni 2019 um 23:20:
STADTFÜHRER 2025....Der Palast der Republik ist ein Stück
unserer Geschichte. Aber auch seine Asbestverseuchung und sein
Abriss werden bald unsere Geschichte sein. Man wird ihn bald ersetzt
haben durch eine zurückgekehrte barocke Schönheit. In einem
Stadtführer aus dem Jahr 2025 werden wir lesen können: "Der nach der
Asbestsanierung nur noch als Ruine existierende Palast der Republik
wurde im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts abgebrochen, weil er
den vielfältigen Anforderungen und Aufgaben der kulturellen
Repräsentanz und der zwischenmenschlichen Verbindungen und
Versöhnungen im Zentrum des neuen Berlin weder ideologisch, noch
städtebaulich gewachsen war. Seine künstlerische Qualität war sehr
zweifelhaft und er stand in seiner städtebaulichen
Nord-Süd-Ausrichtung inkompatibel zur historischen Ost-West-Achse
Alexanderplatz-Tiergarten. Und es fehlte an der Akzeptanz der
Mehrheiten, weil er keine Berliner Traditionen verinhaltlichte. Dem
Argument der Staatsmitte konnte keine Kraft verliehen werden, weil
es den Nachkriegs-Interims-Staat nach Stalinscher Prägung, der den
Palastbau hervorgebrachte hatte, nicht mehr gab. Man wollte diesem
40 Jahre andauernden Staatsgebilde, in dem noch nicht einmal die
Hälfte der Deutschen und Berliner gelebt hatten - und die, die dort
Staatsbürger waren, auf Demokratie und Menschenrechte zu verzichten
hatten - kein derartiges Denkmal setzen bzw. erhalten - nicht an
diesem ursprünglichsten aller Berliner Plätze. Das Gebäude wird
heute dokumentiert im Museum "XY" am Schloßplatz 1."Und auf der
nächsten Seite lesen wir: "Nach ratlosen Jahren über die
Neugestaltung der Berliner Mitte und der Erkenntnis, dass die
Demokratie, in ihrer Vielschichtigkeit zerstritten und unnachgiebig
für Zugeständnisse, nicht in der Lage war, den Platz der Stadtmitte
zeitgemäß republikanisch mit gemeinsamen Inhalten zu füllen und eine
dem Ort angemessene Gestalt zu geben - kam es zur Renaissance des
diesen Ort 500 Jahre dominierenden und die Geschichte der Stadt
beherrschenden Berliner Stadtschlosses. (Im 2. Weltkrieg ausgebrannt
und von den stalinistischen Machthabern im damaligen Ostberlin aus
ideologischen Gründen gesprengt.) Handwerker aus dem gesamten Land
erschufen den barocken Prachtbau neu - nicht, weil ein paar
Neoroyalisten mit klingendem Flötenspiel dort einziehen wollten, um
des alte Preußen zu beschwören, sondern: weil man sich eingestehen
musste, dass nach Schlüter, Knobelsdorff und Schinkel nichts
Ästhetischeres und Schöneres erfunden wurde in der Fassadenkunst,
das auch Rückhalt und Akzeptanz einer demokratischen Mehrheit
gefunden hätte. Klassische Stilelemente, wie antike Säulenformation
mit Attika, waren im Pathos und in ihrer Schönheit nicht zu
übertreffen gewesen. Und sind es auch heute nicht - sie sind einfach
zeitlos. ("Edle Einfalt und stille Größe" - Winckelmann.) Auch wenn
es anfänglich eine ganze Reihe von Stimmen gab, die sich gegen eine
Neuinszenierung der Schlüterschen Kunst richteten, sind diese heute
doch weitgehend verstummt und wir können von einer breiten Akzeptanz
der damaligen Entscheidung, das Schloß zu bauen, sprechen. Weil es
um das im 2. Weltkrieg weitgehend ausgelöschte historische Zentrum
Berlins ging, das es wieder zu beleben galt, hat man sich, trotzt
drohender Rezession, nicht für einen billigen nüchtern-vernünftigen
Zweckbau entschieden, sondern für 1 Mrd. Euro - hauptsächlich
finanziert durch Aktien und weltweite Spenden - die alte Pracht
Schlüters zurückkehren lassen. Stellvertretend für alle verlorenen
Kostbarkeiten der Berliner Architektur. Der Neuaufbau des Berliner
Schlosses kann als eine Reflektion des damaligen Zeitgeistes
verstanden werden: der Suche nach wieder erlebbaren
Identifikationspunkten der eigenen Geschichte und Herkunft." So
könnte es einmal geschrieben stehen. Reale und gelebte Geschichte.
Der Abriss des Palastes der Republik und die Erschaffung eines Neuen
Berliner Stadtschlosses in alter Kunst und traditionellem Handwerk -
ohne dabei Geschichtsfälschung zu betreiben. Geschichtsfälschungen
sind nur Theorien - die in ideologisch verwirrten Köpfen
herumspuken. Allen Schloß-Fans ein schönes Weihnachten - und dass
das neue Jahr etwas "schlossiger" wird.


boddien,60, schrieb am 20. Juni 2019 um 23:20:
für Markus Schöne: Es gibt Gebäuderekonstruktionen, die erst
Generationen nach der Zerstörung des Originals in Angriff genommen
wurden. Die Kathedrale von Orleans in Frankreich wurde im 16.
Jahrhundert während der Hugenottenkriege dem Erdboden gleichgemacht.
Ende des 18. Jahrhunderts war sie wieder da, nach den originalen
Bauplänen des Mittelalters neu errichtet. Fast 150 Jahre lang war
ihr Platz leer! Heute denkt jeder, der die Kirche sieht, sie sei das
Original, weil natürlich 200 weitere Jahre sie altern ließen.


Reinhard Rupsch, 52,, schrieb am 20. Juni 2019 um 23:20:
Warum gibt es überhaupt Architektur? Wasserdichte beheizbare
gebauchfähige Gebäudekönnte auch jeder Statiker entwerfen. # Wozu
Stadtplanung? Reihungen von Wohnblöcken mit gleichen Abständen sind
am kostengünstigsten. # Wozu Historie, Tradition? Ohne die erreichen
wir viel leichter die gewünschte globale Beliebigkeit. Oder gibt es
da noch etwas anderes? Natürlich könnte an Stelle des Stadtschlosses
auch ein moderner Zweckbau gestellt werden. Die laut
Expertenkommission benötigten 80.000 qm Museumsfläche, Festsaal und
Bundesgästehaus würden mit einer modernen Fassade ca. EUR 700 Mio
kosten. Die Schloß-Fassade mit einer dem Original entsprechenden
gemauerten Substanz und dem barocken Schmuck inclusive dem
Schlüterhof würde weitere EUR 75 Mio kosten, also deutlich weniger
als ein einziger Airbus 400M!!! Mit dieser überschaubaren
Größenordnung wüde man der von "Kisten-" und
"Pseudo-Ritter-Sport-Architektur (praktisch, quadratisch aber nicht
gut)" geplagten Stadt ihrer Mitte wieder ein würdiges Ensemble
geben. # Zum 300 Jahre alten Zeughaus, dem 180 Jahre zählenden Alten
Museum, dem 100 Jahre alten Berliner Dom gehört das 290 Jahre alte
Barockschloß gemäß Schlüters Entwurf, um diese Keimzelle der Stadt
wieder zu arrondieren. Ich fänd´s einfach schön! Reinhard
Rupsch


mo, schrieb am 20. Juni 2019 um 23:20:
Der Meinung bin ich auch. War das Votum der kommission nicht
eindeutig? Berlins Mitte braucht endlich wieder etwas Schönes!
Sollte es jemanden einmal interessieren, die site der anderen Seite:
http://palast.com


F.K., schrieb am 20. Juni 2019 um 23:20:
Ich finde man sollte den Palast der Republik abreissen und das
Berlinerstadtschloss und die historische Mitte wiederaufbauen. Dann
kann man wieder behaupten dass nicht nur London oder Paris sondern
Berlin ein wunderschönes Zentrum hat. Ich finde dass Leute, die
nicht das Schloss wiederaufbauen wollen, Gegner der historischen
Berliner-Mitte sind.