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Wilhelm von Boddien

 

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2810 Einträge
Stefan Hasselmann, 34, schrieb am 18. April 2002 um 23:00:
Der Ruf nach Wiederaufbau des Berliner Schlosses zeugt außer von
völligem Verkennen urbaner Situationen auch von einer reaktionären
Fantasielosigkeit. Sicher ist, dass der Mitte Berlins ein lebendige,
nutzbare, gebaute Mitte dringend Not tut. Sicher ist auch, dass die
gegenwärtige Situation unhaltbar ist, schlimmer, als sie es noch vor
fast 13 Jahren war. Aber ebenso sicher ist, dass ein Wiederaufbau
des Schlosses, unter welchen Umständen a uch immer es verschwunden
ist, der falsche Weg ist. Zum einen wäre der Abriss des Palastes der
Republik zugunsten eines Neubaus der gleiche Fehler, wie er bei der
Beräumung der Reste des Schlosses getan wurde. Das eine Wollen heißt
unmittelbar, das Andere tolerieren. Was ja nicht im Interesse der
Schlossbefürworter liegt. Zum anderen mag man eventuell die bauliche
Substanz des Palastes für ruinös und damit abrisswürdig halten -
statt dessen aber Jahrhunderte alte Bauformen nachzuahmen,
nachzubauen, ist eine architektonische, historische und auch
finanzielle Fragwürdigkeit, die außerhalb des gesunden
Menschenverstandes liegen sollte. ... Die Lösung für Berlin KANN nur
sein, die Mitte auf eine attraktive, lebendige, nutzbare und
signifikante Weise neu zu bebauen. Neu - d.h. in einer
Formensprache, die dem beginnenden Jahrtausend entspricht.


Rüdiger N. ,57, schrieb am 16. April 2002 um 23:00:
...wir sind von der historischen Bausubstanz von Städten wie
Rom, Paris, Budapest, London, Barcelona usw. begeistert und gehen
mit unserer eigenen Geschichte wie die Barbaren um...


Claudia A. 34, schrieb am 16. April 2002 um 23:00:
Was denn sonst ? Oder etwa diese einfaltslosen und öden
Lochfassaden wie am Leipziger Platz oder am Pariser Platz


Dirk, 17, Prenzl. B. (Berlin), schrieb am 16. April 2002 um 14:31:
Ich wußte bis vor wenigen Minuten überhaupt nicht, dass Berlin
ein Schloss in der Mitte hatte!! Das Schloss muß wieder gebaut
werden! Ich werde eine Schlossaktie kaufen und für das Schloss
spenden! (Das sollte jeder Berliner tun!!!!)


Stefan Weilandt, 26, schrieb am 16. April 2002 um 10:21:
Ich freue mich, dass die Expertenkommission (ein 23-köpfiges,
international besetztes Gremium aus Vertretern der Bundesregierung,
des Bundestages und des Landes Berlin, aus Architekten, Historikern
und Publizisten, Unternehmern und Finanzfachleuten, ausgewählt vom
Bundesbauminister und vom Berliner Bausenator, beide
Sozialdemokraten) beschlossen hat das Stadtschloss wiederaufzubauen
und als buntes und lebendiges Kulturzentrum zu nutzen! Das wird DIE
Hauptattraktion in der Mitte Berlins!


Lars, schrieb am 14. April 2002 um 18:24:
Herr Schmitz: Ich bin sprachlos - wirklich!!!! Hätte nicht
gedacht, dass man sich so um die Ecke herum ausdrücken kann,
respekt!! Bei Ihrem Beitrag muss mann also zwischen den Zeilen
lesen, eine ganz neue Erfahrung!!!!


Schmitz, schrieb am 14. April 2002 um 11:00:
Ich finde es gut, dass Deutschland das Geld der Steuerzahler
sinnvoller ausgibt, als damit Rekonstruktionen in Berlin zu
bezahlen, von denen ja sowieso kein Mensch profitiert! Denn
Touristen kommen ja praktisch gar keine nach Berlin (Die schauen
sich doch Stadtzentren an, die von modernen und kreativen
Stahl-Glas-Betonbauten dominiert werden, z.B. Wien, Paris, London,
Rom, usw.)! Und für die Berliner ist jede Rekonstruktion
rausgeschmissenes Geld! Der Beweis dafür ist in der
Friedrichstrasse, am Spreebogen und am Potsdamer Platz zu finden,
aber auch östlich des Domes! Die Berliner fühlen sich am “wohlsten“
mit immer den gleichen, ausdruckslosen und austauschbaren Raster-
bzw. Lochfassaden (das Erkennungszeichen der modernen Baukunst),
welche mit Hilfe von preiswerten Computerprogrammen “entworfen“
werden! Die Berliner sind glücklicherweise die anspruchslosesten
Großstädter Europas und deshalb kann die Regierung sehr viel Geld
für sinnvolle Projekte im Ausland ausgeben! Das finde ich sehr gut,
denn nur so macht man sich “Freunde“! (ps. Ich hoffe, dass die
Ironie jetzt ein bißchen deutlicher geworden ist!)


Lars, schrieb am 13. April 2002 um 10:13:
nachdem ich den beitrag von herrn schmitz gelesen habe, wundert
es mich nicht mehr, wie es zu solchen betonwüsten wie den
alexanderplatz kommen konnte!!


Reinhard Rupsch, 52, schrieb am 12. April 2002 um 23:00:
Sehr geehrter Herr Schmitz, # wenn Sie das Alte und seine
Rekonstruktionen so abscheulich finden, dann empfehle ich Ihnen
Spaziergänge durch das Märkische Viertel, die Spanndauer Wasserstadt
oder durch Marzahn. # Dort werden Sie sich sicherlich wohl fühlen! #
Mit freundlichem Gruß # Reinhard Rupsch, Schloßbefürworter


Christian Böyer, 30, schrieb am 11. April 2002 um 23:00:
Ich kann nur hoffen, daß die unsäglich lange dauernde Debatte
bald ein Ende findet und das Schloß wieder aufgebaut wird. Was ist
so schlimm daran, etwas zu bauen, was für das Auge angenehm ist und
die Stadt Jahrhunderte geprägt hat. In Berlin gab und gibt es genug
Orte, wo sich moderne Architektur beweisen konnte / kann (meiner
Meinung nach oft vergeblich). Das historische Zentrum sollte wieder
komplett werden.


F.Bartholdy, schrieb am 11. April 2002 um 23:00:
Ich stehe voll hinter der Entscheidung der
Schlossplatzkommission, das Schloss wiederaufzubauen und als
Kulturzentrum zu nutzen! Die Berliner Mitte muss einfach wieder
schöner werden!!!!


mo, schrieb am 8. April 2002 um 19:42:
Man sollte der Abrisswut der 50er und 60er Jahre wenigstens
eines entgegensetzten: Das Stadtschloss.


G. 23, schrieb am 8. April 2002 um 9:04:
Ich fände es grossartig, wenn man das schöne Schloss wieder
aufbauen würde! Denn Berlin ist ja gerade wegen der "modernen"
Architektur, eine der häßlichsten und unattraktivsten Städte Europas
geworden!! Obwohl ich nicht viel Geld habe (ich bin Student) würde
ich Schlossaktien kaufen!!


J.-Ch. Rößler, schrieb am 7. April 2002 um 23:00:
Es ist bedauerlich daß mit einem Millionenaufwand ein
Prestigeobjekt ohne eigenen historischen Wert neu gebaut werden
soll. Dieses Geld könnte besser in die deutsche Denkmalpflege
investiert werden, in halb Mitteldeutschland könnten Denkmale mit
Originalsubstanz saniert werden, jedoch sind dort die Gewinnmargen
wohl geringer. Großteils wird das Schloß auf subjektiv (auch für
mich) ästhetische Barockfassaden reduziert, dahinter verbirgt sich
bei der Rekonstruktion dann ein moderner, funktionalistischer
Grundriß - ein Prinzip, das ähnlich auch bei Entkernungen angewandt
werden kann. Sieht man sich die Gästebuch- und Forumseinträge auf
den Seiten an, so bekommt man den Eindruck, daß hier fast nur Leute
mitreden, die mit aktueller Architektur (oftmals berechtigerweise!)
wenig anfangen können und sich deshalb der Vergangenheit zuwenden.
Das hat man bereits vor mehr als 100 Jahren mit den diversen
Neo-"Stilen" getan und dabei übersehen, daß ein Zusammenhang
zwischen Stil und Gesellschaft besteht. Was bei einer
Rekonstruktion, wie sie nicht nur hier diskutiert wird, herauskommt,
ist ein Gebäude, das für die Investoren sicher überaus lukrativ sein
wird, mit dem Schlüterbau jedoch nur noch einige wenige Spolien
gemeinsam haben wird. Die moderne deutsche Unterhaltungsgesellschaft
wird der Unterschied zwischen „alt“ und „auf Alt gemacht“ nicht
interessieren. Geschichte ist nicht reproduzierbar. Da aber die
Meinungen festgefahren und die Argumente ausgetauscht sind erübrigen
sich weitere emotionale "Diskussionen". Ich für meinen Teil hoffe,
daß die Herren Senatoren Strieder und Flierl, die den Bau
blockieren, weiterhin Rückgrat zeigen und die Realisierung dieses
verlogenen Zwitters verhindern werden... Mit freundlichen
Grüßen


Krenz, schrieb am 7. April 2002 um 17:02:
Was für einen Sinn hat denn der Wiederaufbau der Kommandantur
und der Bauakademie, wenn das mit Abstand wichtigste Bauwerk des,
vor dem Krieg weltberühmten Schlossensembles nicht wiederaufgebaut
wird?? Garkeinen! Das Stadtschloss ist das letzte Baukunstwerk,
welches fehlt, also MUSS es wiederaufgebaut werden!


Matthias A. Stadler, schrieb am 6. April 2002 um 3:09:
Für den Wiederaufbau von Schloss und Bauakademie !


peter mayer, 47, schrieb am 30. März 2002 um 23:00:
ein schlossplatz OHNE schloss????!? Hahahahaha- Entschuldigt
bitte, dass ich lachen muss!! aber, mit verlaub, soetwas gibt es NUR
in berlin!!! wer schöne historische plätze sehen möchte, der muss zu
mir nach münchen kommen! die münchener sind sogar stolz auf die zum
teil wiederaufgebauten gebäude!! das wäre in berlin wohl undenkbar,
stimmts, oder habe ich recht?!?


Konstantin Köppelmann (41), schrieb am 29. März 2002 um 23:00:
Habe durch Zufall die web-Seite entdeckt und bin begeistert!
Seit Jahren verfolge ich die Entwicklungen und Debatten zum Thema
Stadtschloß mit großer Aufmerksamkeit - ich war schon als
Jugendlicher (mit familieren Wurzeln in Berlin) phasziniert vom
Thema Stadtschloss und besitze jetzt fast alles, was man an
Literatur über dieses einmalige Gebäude bekommen kann.
Selbstverständlich bin ich ein wehementer Verfechter des
Wiederaufbaues - im Besonderen Angesichts der monströsen
Scheußlichkeiten mit denen Berlin zugepflastert wird... Wenn man die
erhaltenen Raüme des alten Hotels Esplanade noch gesehen hat und in
ihnen im Winter Kaffe trinken durfte, dann blutet einem das Herz,
was Sony für eine billige Hollywoodkulisse daraus gemacht hat...Ich
hoffe, daß solche halbseidenen kommerz-orientierten Barbareien nicht
im Zusammenhang mit einem eventuellen Wiederaufbau des Schlosses
wiederholt werden.


Lüdtke / 31, schrieb am 21. März 2002 um 23:00:
Mir gefallen Vorhaben und Websites sehr gut!


Richard, schrieb am 20. März 2002 um 18:05:
An Herrn Holste. Das Berliner Stadtschloss war bis 1945 ein
Kulturzentrum, bestehend aus zahlreichen Museen und vielen anderen
öffentlichen Einrichtungen! Es ist allgemein bekannt, dass Hitler
dieses Schloss nie betreten hat! Nach dem Krieg wurde der 14m hohe
Weiße-Saal und alle Räume darunter für weitere Ausstellungen
genutzt!