Hinweis: Dieses Gästebuch steht Ihnen für Chats, Diskussionen und Mitteilungen gerne zur Verfügung. Es wird von uns nur verwaltet, aber nicht befeuert. Immer wiederkehrende Fragen werden von uns einmal beantwortet und in einer besonderen Rubrik gespeichert. Bitte schauen Sie dafür hier: “Häufig gestellte Fragen“. Sollten Sie mit diesen Auskünften nicht zufrieden sein, werden wir selbstverständlich eine entsprechende Anregung von Ihnen aufnehmen.
Wenn Sie eine schnelle, direkte Bearbeitung Ihrer Frage möchten, nutzen Sie den „Kontakt“ im Internet, damit mir Ihre Fragen und Anregungen sofort vorgelegt werden können. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mit Terminen eingedeckt bin und in der Spendenverwaltung ein riesiges Arbeitspensum erledigen muss, dass ich selbst nur auf diese Weise mit Ihnen kommunizieren kann.
Weinke, Christoph; 31
schrieb am 16. April 2005 um 18:27
Nachdem Hennig jetzt die Argumente ausgegangen sind, zählt er nur noch auf, was noch alles angeblich faschistisch ist. Schlösser, Kirchen etc.In Dresden müsste doch dann auch vieles faschistisch sein oder? Die Semperoper (Kgl. sächs. Staatsoper), der Zwinger, die Hofkirche, das Schloß, die Frauenkirche etc. Zum Teil von der (faschistischen???) DDR wiederaufgebaut.Hennig wird von einer Flut von faschistischen Gebäuden verfolgt. Schlimm, schlimm.
Dr. Kraft, Erich, 57
schrieb am 16. April 2005 um 17:41
Dieser Henning weiß wohl nicht, was Faschismus ist. Preußen unter seinen Königen war jedenfalls das genaue Gegenteil davon, bekanntlich legte Friedrich der Große als fortschrittlichster Monarch seiner Zeit schon vor 200 Jahren die ersten Schritte zu einem Rechtsstaat. Freilich, die DDR ging in dieser Hinsicht ja wieder zurück in die Zustände finsterster Willkür.Henning gibt genau jenes kunstgeschichtliche Banausentum wieder, das die DDR unter Ulbricht kennzeichnete: Sprenung der Leipziger Universitätskirche, eine spätgotisches Kleinod, Sprengung von Schloß und Garnisonskirche in Potsdam und des Berliner Schlosses. Ist er etwa auch gegen die Wiederaufbau der Frauenkirche?Honnecker war in dieser Hinsicht schon fortschrittlicher, ließ er doch manch historisches Bauwerk des alten Preußen wieder aufbauen und sogar das Denkmal Friedrichs des Großen wieder aufstellen. War Honnecker etwa ein Faschist?
nur so viel noch:das was jetzt in potsdam geschieht (wiederaufbau des zu recht gesprengten faschistenschlosses und der schrecklichen militärischen garnisionskirche) ist ein skandal, der jedoch in das kranke politische kalkül dieses landes passt! soetwas wäre in einem freien demokratischen land nie möglich gewesen. ich bin über diese entscheidung entsetzt und kann nur froh sein daß ich im weit entfernten dresden wohne, wo leider auch seit der wende viele fehler gemacht werden.
Ach Henning. Da du ja hier alles so scheiße und "faschistisch" findest und stattdessen der "heilen Welt" des eines ehemaligen Ostblocklandes frönst, solltest du doch nach Nordkorea auswandern. Hier im schlimmen Deutschland baut man sogar in Potsdam die böse Garinsonkirche wieder auf und tarnt diese als internationales Versöhnungszentrum. Wenn das dein Genosse Walter Ulbricht wüsste!
Weinke, Christoph; 31
schrieb am 16. April 2005 um 8:28
HennigDein Beitrag ist wirklich sehr interessant. Ich fühle mich in die Zeit um 1919 zurückversetzt, als es noch Straßenkämpfe zwischen Rechten und Linken gab. Falls Du es noch nicht mitbekommen hast, wir haben jetzt 2005!Die westdeutschen Imperialisten (was für ein Ausdruck!) hätten den PdR zur Ruine verkommen lassen, um ihn dann abzureißen. Was haben denn die Kommunisten seinerzeit mit dem Schloß gemacht? Doch wohl das gleiche! Nein, viel schlimmer, sie haben ein Bauwerk von Weltrang zerstört um einen Aufmarschplatz für ihre militaristischen Panzer-Paraden zu schaffen. Solche Paraden hat es in der alten BRD übrigens nie gegeben und Westdeutschland ist auch nicht in Prag und Budapest eingefallen, um dort die Freiheit mit Panzern zu überrollen.Frag Dich also mal, welcher der beiden deutschen Staaten imperialistischer war!
von wegen ruine!! das ist wieder so eine westdeutsche imperalistenlüge! im pdr ist noch alles erhalten und in ordnung. man könnte ihn für die ostdeutschen sofort öffnen. das innere wurde nur aus ideologischen gründen mit grauen schmutzigen planen verhängt (die faschisten lieben halt nicht ein denkmal der freiheit und demokratie). durch diese betongrauen planen denkt jetzt jeder besucher, der pdr sei ausgeschlachtet und eine ruine.....lächerlich.das zeigt wie armseelig euer staat ist. der sozialismus hat sich auch hier mal wieder als das bessere und gerechtere system erwiesen, wenn ihr zu schwach seid das denkmal des sozialismus zu ertragen
Weinke, Christoph; 31
schrieb am 15. April 2005 um 18:36
Herr Krebs,wohin sollte man dann das Schloß noch bauen, wenn der Palast des Schwenkparketts, entschuldigung, der Republik, wieder im strahlenden weiß dort steht? Etwa halb davor, womöglich noch als halbe Ruine? Nein danke Herr Krebs! Das Schloß kommt voll und ganz und der PDR kommt weg!
Krebs Walter 54
schrieb am 15. April 2005 um 14:59
Herr Weinke.In einem geb ich Dir Recht:Das Schwenkparkett ist tatsächlich einzigartig und ist in keinem anderen Gebäude zu finden.Hinzu kommen die 24 beweglichen"Deckenplattfonds" diese ermöglichen den Saal grenzenlos zu variieren.Ob kleiner Raum mit großer Bühne,oder alles herabgefahren(in den Plattfonds befanden sich zusätzlich klimatisierte Sessel)insgesamt hatten bis zu 5000 Mann platz in den Saal.Ich geb dir ein zwites mal Recht:Der Palast ist jetzt eine Ruine,aber denk mal nach warum?Politiker haben aus dem Vorzeigebau eine Ruine gemacht und haben sich das sage und schreibe 80 millionen euro kosten lassen obwohl die Kassen leer sind.Aber jetzt sagst du dinge die so nicht richtig sind.pass auf:Würde man den Palast restaurieren so wäre es kein Wiederaufbau wie bei dem Schloß.Das Inventar wurde gelegentlich Ausgelagert.Die komplette Bestuhlung der Volkskammer mit Tischen,pulten etc. aber auch die anderen Einrichtungsgegenstände z.b.die farbigen Säulen aus dem spreebowling,die Rundtressen aus dem Jugendtreff,Türen,Marmorböden,Fließen aus meißner porzellan aus den Wänden der Milchbar etc.all das wurde in Spandau in einer großen halle eingelagert.nun müsste man den Palast seine strahlend weiße Farbe wiedergeben.Den er war nicht immer so grau.Die blinden Scheiben noch aufgearbeitet und dann hätten die Berliner Ihr Haus des Volkes wieder.Das Schloß kann man ja trotzdem Nachbauen.Was sagst Du nun Herr Weinke?
Weinke, Christoph
schrieb am 15. April 2005 um 9:01
Ach Herr Krebs,das heilige Schwenkparkett, eine Errungenschaft des Sozialismus. Wirklich einzigartig in der Welt. Ha, ha!Und erst die Kugellampen, ja runde Kugellampen, wie eine Kugel, einfach grandios. UNESCO-Weltkulturerbe?!?Oh je, übrigens, die Wiedervereinigung wurde in den 2+4 Gesprächen beschlossen und in Washington, Moskau, Paris, London und Bonn, und nur pro Forma in der Volkskammer (mit Schwenkparkett!!!)Mahnmale hat Berlin nun langsam wirklich genug. Wir könnten natürlich noch eines für das Schwenkparkett einführen. Übrigens; wäre ein Wiederaufbau der Ruine des PDR dann ja auch wie Disneyland - oder? Das Gerippe was dort heute steht, kann man ja nicht mehr als Gebäude bezeichenen, somit wäre das dann ebenfalls ein Wiederaufbau. Gell! -allerdings mit Schwenkparkett!
Was am Palast Historisch ist willst Du wissen Piwi?in der Volkskammer wurde die Wiedervereinigung beschlossen.Das ist Geschichte.Das sollte man nicht vergessen.Deshalb muß der Palast erhalten werden.Meinetwegen bastelt ein Schloß hin aber der Palast muß auch erhalten werden.Als Zeitzeugniss der DDR.Das Schloß wird nur ein Nachbau werden und kein original.Eine Atrappe so wie die Schlößer im Disneyland.Was soll an dem Schloßnachbau Historisch sein??NICHTS!! absolut NICHTS!Außerdem haben wir kein Geld für so ein ´Vorhaben.Wir haben so viel adere ernstere Probleme.Wer den Palast von früher kennt der kann den Abriß nicht begreifen.Wer einmal in diesem Gebäude war der war hin und weg und so fasziniert von der Schönheit und der einmaligen Architektur.Nun steht er da als Ruine.Nackt und völlig schutzlos.Ich kann es nicht verstehen was die Politiker mit dem einstigen Vorzeige und Prachtbau der DDR angestellt haben.Alles kaputt:vom großen Saal mit Schwenkparkett bis hin über den Marmor und den vielen Kugellampen,Gastronomie und vieles mehr.Ich fordere die schnellstmögliche Restaurierung in den Zustand von 1990 und erhaltung als Mahnmal und Baudenkmal.der Palast gehört zu Berlin.
Ich vermisse Ihre Diskussionsbeiträge im Forum. Schade, dass sich momentan alles im Gästebuch abspielt. Besser wäre es doch, diesen Platz Gelegenheitsschreibern/-Gästen zu überlassen, oder?Eines noch zum Beitrag von S. Hartmann:"Nun wollen die Politiker aber etwas historisch wertvolles abreissen..."Was bitte ist an einem Gebäude, welches gerade einmal 20 Jahre stand historisch wertvoll, im Vergleich zu einem Gebäude, welches auf eine fast 500jährige Geschichte zurückgreifen kann? Ich glaube, Ihr Vergleich ist nicht standhaft. Ebenso ist in meinen Augen ein Gebäude nicht erhaltenswert, denn von dort aus wurde nicht wirklich der Demokratie und Freiheit Rechnung getragen.Der PdR bleibt, wie das Brandenburger Tor Symbol der Deutschen Einheit ist, eindeutig Symbol von Trennung und Spaltung unseres Landes.
Weinke, Christoph
schrieb am 13. April 2005 um 11:37
Hallo Herr Hartmann,warum ist ein wiederaufgebautes Schloß nicht beeindruckend? Selbst das wiederaufgebaute Warschauer Schloß steht heute auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Bezüglich der Fassadenrenovierung - alle 20- 30 Jahre - sei gesagt, dass jedes Gebäude in diesem Turnus renoviert werden müsste. Auch der PDR. Ferner ist es zwecklos weiter darüber zu diskutieren. Das Schloß ist beschlossen!AN DIE REDAKTION: Könnte man nicht ein Spendenbarrometer einführen, welches den Stand der Spenden anzeigt? Wäre ne´schöne Sache.
Leute, Leute, so viele Vorurteile und unsinniges Gerede.Die DDR hat zwar das Schloss gesprengt aber andere historische Bauten(die ins politische Bild passten) vom geringen Staatshaushalt restauriert.Es war natürlich nicht alles schlecht früher und mit der Zeit verblassen und verklären die Erinnerungen. Heutzutage bewegen wir uns leider auch wieder auf eine Überwachungsgesellschaft zu(von privat und Staat forciert). Ob die Asbestsanierung nur zum Anlass für den Abriss genommen wurde? Vielleicht. spielt doch aber alles keine Rolle mehr in einer aktuellen Debatte. Die Frage ist doch ob es richtig ist das vorhandene abzureißen anstatt damit zu arbeiten. Es werden Debatten um Nachhaltigkeit, Flexibilität etc. geführt. Nun wollen die Politiker aber etwas historisch wertvolles abreissen um etwas ehem. historisch wertvolles hinzusetzen. Und dieses Gebäude wird starr sein und einen gewissen Ewigkeitsanspruch haben. Ist dies zeitgemäß oder zukunftsweisend? Brauchen wir nicht neue Konzepte? Wer Bezahlt die teuren Restaurierungen der Fassaden aller 10-20 Jahre?Wäre es nicht klüger den Bestand neu zu interprtieren und neu zu gestalten? Flexibel, als sich ständig wandelndes Objekt/Gebäude. Man geht natürlich ein höheres Risiko ein sich zu blamieren, doch in Konkurenz mit anderen Weltstädten ist ein aufgebautes Schloss nicht sehr beeindruckend. Ohne Risiko kein Erfolg!
Weinke, Christoph
schrieb am 11. April 2005 um 13:05
Der Beitrag von HOLGER ist der allerbeste. Super Klasse, ich habe herzhaft lachen müssen.So wie Holger rechnet, hat sicher auch die Volkskammer gerechnet und so "demokratische" Entscheidungen getroffen.Toll, Sie haben den Vogel abgeschossen, Holger!
Jetzt verstehe ich auch, warum ihr den architektonisch schwachen und inzwischen zum rostigen Gerippe eines Ungeheuers mutierten PDR als "schön" bezeichnet! Leute, für die 2/3 eine Minderheit sind, finden auch Häßliches schön.
du schreibst 2/3 MEHRHEIT???hahahaha- du armer tropf solltest erst mal rechnen lernen 1/2 ist zufällig schon die hälfte, also keine mehrheit mehr und alles drunter 2/3 3/4 ist eine mindereit!tja, dumm gelaufen, dein eigentoor!!
Ihr Palast-Mumien seit wirklich furchtbare Nervensägen (und eure Geschichtskenntnisse sind teilweise katastrophal. Bsp.: Adolfs Regierungsgebäude der Reichstag. Hahaha!) Wenn Ihr meckern wollt, dann müsst Ihr Euch an den Bundestag wenden, der hat das Schloss mit 2/3 Mehheit beschlossen. Hier seit Ihr Honecker-Ära-Mumien fehl am Platze! www.palast-mumien.de
Weinke, Christoph; 31
schrieb am 10. April 2005 um 19:52
Nach den sozialistischen Attacken, hier noch einmal eine Richtigstellung der Dinge:Zu Henning: Was sollten die "feinen" Westdeutschen denn in der DDR ausplündern? Die wenige marode Industrie oder die runtergekommenen LPG´s? Das es Ihnen in der DDR vorher besser ging, mag ja sein, doch alle Leistungen der DDR waren doch auf Pump (Westdevisen, Franz Josef Strauß) finanziert. Über kurz oder lang wäre die komplette DDR-Wirtschaft zusammengebrochen. Das heute die ganze Regierung geldgeil und verlogen ist, wie Sie behaupten, ist doch ehr ein gesamtdeutsches Problem.Zu Erwin Kopal:Gut, wenn der Palast angeblich nicht mit Asbest verseucht war, woher wollen Sie das eigentlich wissen, dann war er zumindest geschichtsverseucht.Zu Michael Leisner:Der Reichstag war niemals Hitlers Parlament. Hitler hat den Reichstag gehasst und hat daher auch seine Vernichtung angeordnet. Doch selbst wenn er von hier - und nicht aus der Neuen Reichskanzlei - regiert hätte, wäre der Bau dennoch das deutsche Parlament. Aus dem Kremel wird ja schließlich auch noch regiert, obwohl der Menschen-Feind Josef Stalin von dort sein Unwesen getrieben hat. Wenn der Palast wirklich das schönste Bauwerk der DDR war, dann mein herzliches Beileid.Freuen wir uns doch, dass Berlin und unser gesamtes deutsches Vaterland wieder das Stadtschloß zurückerhält.Mit sozialistischen Grüßen