Dr.-Ing. Jürgen Wessel
schrieb am 5. November 2018
um
11:30
Die unsägliche Wippe, die gelegentlich dialektisch zur „Waage“ aufgewertet wird und die mutmaßlich vor dem Eosanderportal des als Humboldtforum wieder aufgebauten Berliner Stadtschlosses Aufstellung findet, kann weder die zu Recht und absichtsvoll wieder barock rekonstruierte Berliner Mitte kunstgeschichtlich ergänzen, noch kann es an dieser Stelle die 1990 glücklich vollzogene Wiedervereinigung Deutschlands symbolisieren oder gar würdigen! Da es die Hauptstadt Deutschlands betrifft, sollte auch nicht völlig außer Acht gelassen werden, dass Fragen, wie die nach dieser Wippe, nicht in das Ermessen der Berliner allein, sondern berechtigterweise auch interessierten Landsleuten in ganz Deutschland gestellt werden! Wie auch immer gefragt wird, es fällt schwer, sich vorzustellen, die Wippe sei mehrheitsfähig. Sollte es nun doch dazu kommen, so schleicht sich der Verdacht ein, einer einflussreichen Minderheit in Berlin passt mit Blick auf das wieder aufgebaute Stadtschloss „die ganze Richtung nicht“. Da das Schloss nicht zu verhindern war, muss nun das Konzept mit Macht ideologisch in Frage gestellt werden! Dazu dient zunächst diese aufdringlich agitatorische Wippe und im weiteren Prozess der Gestaltung des unmittelbaren Umfeldes des Schlosses „Humboldtforum“ wird man – so ist zu befürchten - versuchen, den Neptunbrunnen, die Rossbändiger, die Oranierfürsten und die Adlersäule zu verhindern. Nebenbei bemerkt: sicherlich hat sich der Architekt Franco Stella mit dem Konzept des historisch wieder aufgebauten Schlosses mit seinen zeitlos schönen Barockfassaden große Verdienste erworben, aber schon jetzt, da ein Baugerüst nach dem anderen vom Schloss verschwindet, schmerzt zunehmend der Anblick des von ihm unsensibel vorgenommenen Übergangs von Barock zum scheußlichen Beton der Ostfassade.
Volkmar Gebert
schrieb am 23. Oktober 2018
um
17:36
Helmut, ich bin ganz Deiner Meinung. Das Schloss wird ein Highlight von Berlin und deshalb bin ich auch bereit mit einer weiteren Spende für einen zügigen Fortschritt der Bauarbeiten beizutragen.
Zur Wippe allerdings sind wir unterschiedlicher Auffassung.
Ich glaube schon, daß auch die Wippe eine Attraktion werden wird. Jetzt wirkt sie noch befremdlich, das Schloss ist die Historie und die Wippe ist etwas Neues und das passt absolut nicht in einen Topf glauben viele Bürger. Aber das war anfangs nach der Vorstellung der Reichtagskuppel auch so. Es brauch immer eine geraume Zeit bis sich die Menschen dran gewöhnt haben, aber dann schlägt die Stimmung um. Ich glaube, daß die Kuppel durchaus in erster Linie zu einer Touristen- Attraktion werden kann.
Peter Epple
schrieb am 23. Oktober 2018
um
5:15
Kann das sein, dass in der Kuppel noch keine Fenster drin sind?
Morgen kommt der erste Herbststurm!
Helmut Koch
schrieb am 16. Oktober 2018
um
13:22
@ Thomas
Ihr Eintrag ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar! Das Schloss ist, oder besser gesagt, wird ein städtebauliches "Highlight" Berlins werden! Wenn Sie die unsägliche "Wippe" gemeint hätten, dann könnte ich Ihre Aussage verstehen, denn dieses Ding ist nur hässlich!
Eine architektonische Fehlleistung, und ein total falscher Standort sowieso!
Thomas
schrieb am 13. Oktober 2018
um
10:06
Warum sollte man spenden? Dieses Schloß ist in keinster Weise ein Meisterwerk der Architektur, nicht gewachsen und nur dahin geschludert. Von Hinten kann man nicht erkennen ob es eine Garage, ein Wohnhaus oder ein Museum ist. Typisch Berlin! Wir mögen diese Stadt nicht aber wir müssen uns in ihr verewigen. Diese, sogenannten, Stararchitekten haben längst das Gespür für ihre Umgebung verloren. Diesen Abschluß, zum Karl-Marx-Forum hin, hat keine Stadt verdient. Selbst im "Festival of lights"! sieht das noch, gelinde gesagt, "MIST" aus. Keinen Penny, keine Öre und keinen Slotty sollte man spenden!!!
Lars Lohkamp
schrieb am 11. Oktober 2018
um
9:23
Schönen guten Morgen,
die Cam zur Westfassade zeigt immer das Bild vom 03.10. - Wird die Webcam irgendwann wieder eingeschaltet?
Wann darf man wieder mal einen aktuellen Blick in den Schlüterhof werfen?
Administrator-Antwort von: Gritt Ockert
Sehr geehrter Herr Lohcamp,
vielen Dank, dass Sie so aufmerksam die Baufortschritte am Berliner Schloss über die Webcams verfolgen.
Ja, leider war die Webcam der West-Fassade einige Tage ausgefallen - inzwischen wurde eine neue Kamera installiert.
Die Webcam vom Schlüterhof musste im August 2018 abgebaut werden, um das Gerüst zu entfernen. Es soll in jedem Falle wieder eine Webcam im Schlüterhof installiert werden. Wir hoffen, dass das noch in diesem Jahr passiert. Der Förderverein ist nicht der Bauherr und damit nicht Herr des Geschehens. Im aktuellen Berliner Extrablatt (Ausgabe Nr. 90) finden Sie wunderschöne Bilder des Schlüterhofs, wie er zurzeit aussieht. Das mag eine Entschädigung sein.
Ihr Förderverein Berliner Schloss e.V.
Clemens Glade
schrieb am 4. September 2018
um
13:40
Guten Tag,
der Tag der Offenen Baustelle hat mich sehr beeindruckt. Wäre ich nicht schon längst vom Konzept überzeugt, dann wäre ich es jetzt.
Ich habe einen kleinen Film gemacht...
Viel Spaß beim Schauen.
Hengelhaupt, Joachim
schrieb am 30. August 2018
um
13:10
Ich frage mich - und hiermit Sie - warum im Pressespiegel einschlägige Beiträge der überörtlichen Frankfurter Allgemeine(n) Zeitung nur selten oder gar nicht veröffentlicht werden. Im konkreten Falle geht es speziell um das wichtige Thema der "Wippe". Nachfolgend drei Beispiele:
FAZ vom 21.8.2018. Berlin hadert mit seinen Gedenk-Orten: "Das schiefste Bild aller Zeiten hat sich Berlin im Fall des Wettbewerbs für das sogenannte Freiheits- und Einheitsdenkmal geleistet, das ... vor dem neu errrichteten Berliner Schloss aufgestellt werden sollte. Der Siegerentwurf ist eine monumentale Wippe, die aus der Ferne an eine längliche Obstschale erinnert. .... Eine Zeitlang sah es ... so aus, als sei man in der Hauptstadt gedenkpolitisch zur Vernunft gekommen: Der Wippenentwurf verschwand lautlos auf dem Schrottplatz der Geschichte für Symbolkitsch und wacklige Sinnbilder, wo er aber unter großem Getöse von einem Grüpplein schmerzfreier Anhänger der Großmetapher exhumiert und wieder auf den Schlossplatz gezerrt wurde. ...."
FAZ vom 28.8.2018. Bananenschale im Ungleichgewicht (Leserbrief): "... Eine übergroße wippende Obstschale vor dem Berliner Schloss, das sich heute nur noch Humboldt-Zentrum nennen darf, als Symbol für die friedliche Revolution von 1989 und die deutsche Einheit ist mehr als eine Bankrotterklärung, ein Desaster. Dieser prämierte Denkmalentwurf beschreibt eine Seelenblindheit, die eine Erinnerung negiert und eher auf Spaß (Fun) und sinnlose Mobilität setzt, die dazu noch das Gleichgewicht verloren hat. ..."
FAZ vom 29.8.2018. Mit dem Rücken zur Wand: "Deutschland verdankt seine wiedererlangte Einheit ... sächsischer Courage und Standhaftigkeit. ... Dass ein Nationaldenkmal für diese Leistung nicht in Leipzig oder Dresden errichtet wird, sondern in Gestalt einer Einheitswippe ausgerechnet am früheren Hohenzollernschloss in Berlin, klingt wie ein schlechter Witz, ist aber eine deutsche Tatsache. ..."
Ich bitte, diese Artikel, zumindest auszugsweise, in den Pressespiegel noch nachträglich einzufügen.
Mit freundlichen Grüßen, J. Hengelhaupt
MS Berlin
schrieb am 27. August 2018
um
9:21
Ich leiste hiermit Herrn von Boddien große Abbitte:
auch ich gehörte seinerzeit zu den Belächlern seiner utopisch anmutenden Idee.
Was dank seines unermüdlichen Einsatzes ab kommenden Jahr Berlin bereichern wird, ist ein Geschenk, dass hoffentlich die kommenden Jahrhunderte überdauern wird.
DANKE an ihn und an die vielen 100 oder 1000, die dazu beigetragen haben, diesen sensationellen Ort zu schaffen.
Bleibt nur die große Hoffnung, dass die Wippe NICHT vor das Schloss kommt.
Winfried Kiener
schrieb am 25. August 2018
um
21:52
Ich bin froh, dass das Schloss nun wieder entsteht, trotz aller Versuche, den Wiederaufbau zu verhindern. Eine Herausforderung bleibt: Die Wippe zur Feier der Wende muss vor den Reichs-/Bundestag. Vor dem Schloss wäre sie ein Symbol, wie das Volk verschaukelt wurde - nach der Wende durch Politik und Treuhand und aktuell, wie die Meinung der Bürger ignoriert wird, insbesondere durch die doppelrot-grüne Stadtregierung. Sie passt zum Reichstag und dessen wechselvoller Geschichte als Beispiel der neueren Geschichte Deutschlands.
Hans Jürgen Kleinert
schrieb am 21. August 2018
um
16:12
Wenn jeder Deutsche nur einen einzigen Euro spenden würde, wären 83 Millionen Euro für das Berliner Schloß da. Da nicht jeder Bürger spenden kann, sollte also jeder der spenden kann stellvertretend mindestens also 5 Euro spenden !!
Hans Jürgen Kleinert
Verein - The Club of Peace - Deutsche Sektion
Klaus Richter
schrieb am 19. August 2018
um
15:37
Herzlichen Glückwunsch zum Wiederaufbau des Schlosses. Als aktiver Spender bin ich besonders glücklich. Hoffentlich gelingt es Ihnen dieses penetrante Monstrum die Thierssche Wippe vor dem Schloss zu verhindern.Die Nachwelt würde es uns danken.
pro schloss
schrieb am 13. August 2018
um
17:32
Lieber Förderverein Berliner Schloss,
herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Werk! Herzlichen Glückwunsch zu 85 Millionen Euro Spenden.
Hätten all jene, welche kontinuierlich gegen das Projekt gewettert haben, einfach mal die Füße still gehalten, wäre heute sicherlich noch mehr Geld zusammen! Aber keine Sorge: Der Rest wird auch geschafft. Weiter so!
arn Praetorius
schrieb am 1. August 2018
um
10:25
Nachruf:
Heute ist ein großer Freudentag! Es wurde der vielleicht bisher größte den Anblick des Schlosses verschönernde Quantensprung am Berliner Schloss erreicht. Diesmal nicht durch eindrucksvolle Bauerfolge, sondern durch den Abbau der unsäglich gigantomanisch arroganten, gegenüber der Öffentlichkeit rücksichtslosen, banal-platten Werbeplakate von SAMSUNG. Wie konnte die Baubehörde diese kommerzielle Geschmacklosigkeit über Jahre beauftragen???
Arn Praetorius
schrieb am 21. Juli 2018
um
10:07
Ich warte ungeduldig auf den Beginn der Arbeiten an der Kupferabdeckung der Kuppel. Gibt es hier nicht inzwischen eine deutliche, bisher unerklärte Verzögerung? Auch scheint an den Putzarbeiten der Fassaden wenig voranzugehen. Gibt es Neuigkeiten in Bezug auf die Gestaltung und Ausschreibungen der Außenanlagen (Bodenbeläge, Neptunbrunnen, Rossebändiger?
Nena
schrieb am 15. Juni 2018
um
12:49
Ich liebe dieses Schloss! Es stellt so ein vertrautes Bild von Berlin dar. 🙂 ich wünsche viel Erfolg bei der Instandhaltung und komme gerne wieder!
So was muss man gesehen haben.
Liebe Grüße
Dr. Jürgen Wessel
schrieb am 6. Juni 2018
um
9:16
In einem zwanzig Jahre andauernden - zuweilen qualvollen - Prozess haben sich Berlin, der Deutsche Bundestag,die Bundesregierung und nicht zuletzt auch die Vordenker von Kultur und Bauwesen schlechthin für die allein berechtigte städtebauliche Rekonstruktion der historischen Mitte der deutschen Hauptstadt entschieden. Auch, wenn hierfür die innerhlb von nur elf Monaten nach dem Fall der Mauer vollzogene Wiedervereinigung Deutschlands die Voraussetzung war, so wurde die Forderung nach Wiederaufbau des Schlosses nicht durch das politische Wunder des Mauerfalls, sondern zuförderst doch wohl durch den Wunsch nach identitätsstiftender Wiederherstellung des.Berliner Stadtbildes begründet. Weil sich das so verhält, glaube ich auch nicht, dass beispielshalber die unsägliche "Wippe" vor das Reichstagsgebäude gehört, dem Ort, an dem sich die Wiedervereinigung offiziell zutrug. Ihrem Wesen nach gehört die Wippe dahin, wo sie auch herkommt, nämlich auf einen Kinderspielplatz unter der Aufsicht des Technischen Überwachungsvereins.!
Sattler
schrieb am 30. Mai 2018
um
14:22
Wann zieht endlich jemand den Stecker richtig raus und kippt die Wippe, dieses dusselige Monstrum, das außer Herrn Thierse sowieso keiner will. Ich stelle mir schon lange vor, wie dieses komische Ding, das ohnehin schon bald nicht mehr wippen würde, in kürzester Zeit total zerkratzt mit Nachrichten aller Art, Graffiti etc. wäre — und dann ein echter Schandfleck neben dem wunderbaren Stadtschloss – Humboldt-Forum. Und alle würden sich fragen, warum dieses Ding eigentlich niemand rechtzeitig verhindert hat. Noch haben wir die Gelegenheit, diese Dummheit zu stoppen, nutzen wir sie!!
Aber im Regierungsviertel wäre auf dieser großen Wiese zwischen Paul-Löbe-Haus und Bundeskanzleramt doch ein ganz schöner Platz, wenn die Wippe nicht komplett zu beerdigen ist. Und wahrscheinlich wäre sogar ihr Schöpfer glücklich mit dieser Lösung…
Arn Praetorius
schrieb am 23. Mai 2018
um
16:21
Indem die nahe Fertigstellung des Schlossbaus voranschreitet und sich immer eindrucksvoller gestaltet, gerät ein wichtiger Gestaltungsaspekt fast in Vergessenheit: Das Schlossumfeld! Trotz Verzögerung durch den U-Bahnbau steht hier doch demnächst die endgültige Werkplanung und Vergabe an!? Es wäre für das wieder geschaffene Ensemble im Herzen der Stadt aus historischer, städtebaulicher und künstlerischer Sicht unerträglich, wenn sich die Bezirksfürsten Berlins damit durchsetzen würden, sich an den Neptunbrunnen und die Rossebändiger an den unpassenden Interimsplätzen festzukrallen und das Schloss geradezu zynisch einer leeren „zeitgemäßen“ Steinwüste preiszugeben. Müssen die Entscheidungsträger auch auf Bundesebene hier nicht jetzt deutlich und entschlossen tätig werden?
curt delander
schrieb am 12. Mai 2018
um
8:26
ein traum wird wirklichkeit mit gr. hochachtung vor ihrer leistung möchten wir sie beglückwünschen und danken ihnen dass sie unserer hauptstadt das herz wiedergeschenkt haben.das frauenmuseum bonn und das team der gertrudiskapelle im frauenmuseum waren von anfang an von der wichtigkeit des projektes ,,wiederaufbau,, überzeugt.wir freuen uns auf 2019 und die eröffnung . marianne pitzen direktorin frauenmuseum und curt delander gertrudisteam.