„UFA Fiction plant Serie über das Leben von Wilhelm II“

03.11.2017  DWDL

 

Das nächste Serien-Projekt von UFA Fiction wird sich mit dem Leben von Wilhelm II beschäftigen. Noch gibt es keinen Sender, doch Produzent Benjamin Benedict kündigt schon einmal an, Stoff für mehrere Staffeln zu haben.

Von Timo Niemeier

30 Jahre lang ist Wilhelm II deutsches Staatsoberhaupt gewesen – nun wird sein Leben zu einer Serie. UFA Fiction plant derzeit unter dem Titel „Wilhelm – der letzte Kaiser“ eine historische Serie. Produzent Benjamin Benedict will die Entwicklung des ungeliebten Kindes zu einem psychisch labilen, gleichzeitig mächtigen und gefährlichen Herrscher erlebbar machen. Einen Sender, der die Serie später zeigen wird, gibt es noch nicht. Geplant sind aber mehrere Staffeln.

Die Serie wird die persönliche Geschichte von Wilhelm II im historischen und politischen Kontext der Zeit zeigen und damit einhergehend die grundlegenden Veränderungen in Europa, deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit reichen. Im Zentrum steht dabei der Kosmos des kaiserlichen Hoflebens mit all seinen Eigenheiten, die Familie Wilhelms sowie die gesellschaftlichen und politischen Einflüsse, denen sie unterliegt. Als Drehbuchautorinnen hat die UFA Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann gewonnen. Beide schrieben auch die Drehbücher für die ARD-Serie „Charité“.

UFA-Fiction-Geschäftsführer- und produzent Benjamin Benedict sagt über sein neues Projekt: „Die Geschichte des letzten deutschen Kaisers ist einzigartig. Sie steht für eine besondere Epoche, deren filmische Wiederentdeckung faszinierend sein wird. Wilhelms Leben, seine Ambitionen, seine Abgründe haben Deutschland und Europa nachhaltig geprägt und den Lauf des 20 Jahrhunderts bestimmt.“ Es sei ihm ein besonderes Anliegen, die Geschichte des letzten deutschen Kaisers zu verfilmen.

Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann sagen: „Eine große Liebe verband Wilhelms Eltern, den preußischen Kronprinzen Friedrich und Vicky, die älteste Tochter von Queen Victoria. Doch diese Liebe konnte nicht verhindern, dass die liberal erzogene ‚Engländerin‘ am militaristischen preußischen Hof immer eine misstrauisch beäugte Fremde blieb. […] Vor dem Hintergrund der Gründung des Deutschen Reiches und der politischen und sozialen Umwälzungen der wilhelminischen Zeit entfaltet sich das Schicksal der preußischen Königsfamilie, über deren Unglück auch Macht und Pracht des Hoflebens nicht hinwegtäuschen können. Die schwierige Kindheit Wilhelms II ist für uns das menschliche Saatkorn für die fatale kriegerische Entwicklung im Europa des 20. Jahrhunderts.“

 

Quelle: DWDL, 03.11.2017

 

 

  • Juergen J. Jokiel

    Hoffentlich, endlich mal ein abgerundeten Bild. Kein Abrechnung mit einem „Schurken „, sondern der Blick auf einen Mann der 30 Jahre deutsches Staatsoberhaupt war.