„Rudolstädter bauen Treppen für das Humboldtforum Berlin“

 

29.12.2016  Thüringische Landeszeitung

Rudolstädter Firma MMS arbeitet mit an Großprojekt im Herzen der Hauptstadt

Von Heike Enzian

Rudolstadt. Im Zentrum Berlins entsteht mit dem Humboldtforum ein kulturelles Projekt im Rahmen des Wiederaufbaus des Stadtschlosses. Ab 2019 sollen hier dauerhaft Ausstellungen über außereuropäische Kulturen gezeigt werden.

Die Großbaustelle ist derzeit auch der Arbeitsplatz für Monteure der Rudolstädter Firma MMS Stahl- und Anlagenbau GmbH. Das Unternehmen hat den Zuschlag für Stahlarbeiten im Inneren der Kuppel bekommen. Es liefert die Treppen- und Leiterkonstruktionen inklusive der Podeste und Geländer, von denen aus später in 33 bis 53 Meter Höhe in der Kuppel die Wartungsarbeiten erfolgen. Vorgefertigt werden die Elemente in der Werkstatt in Volkstedt. Die Montage vor Ort in Berlin ist sehr aufwendig, da sie ausschließlich von Gerüsten innerhalb der Kuppel und nicht mit Hilfe eines Kranes erfolgen kann. Die Arbeiten werden bis 2017 hinein andauern.

Insgesamt sind die Auftragsbücher der Firma mit aktuell 60 Mitarbeitern gut gefüllt, so dass über mehrere Wochen und Monate im Schichtsystem gearbeitet werden musste, um allen Kundenwünschen gerecht zu werden. „Dabei profitieren wir von unserer Orientierung auf Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, die oft mit aufwendigen Konstruktionen verbunden sind“, teilte Betriebsleiter Thomas Klein mit.

Insbesondere bei der Sanierung historisch bedeutsamer Gebäude wie dem Schweriner Schloss und nun aktuell dem Schloss in Erlangen sind das Wissen und die Konstruktionskünste der Rudolstädter gefragt. Häufig geht es dabei darum, statische Sicherungen beziehungsweise Ergänzungsbauten unter anderem für barrierefreie Zugänge vorzunehmen, ohne dass es große Eingriffe in die Architektur der Gebäude gibt. Das gilt auch für den Umbau eines denkmalgeschützten Schulgebäudes in Flensburg. Hier liefern die Rudolstädter die Stahlkonstruktion für das neue Daches der Schulturnhalle.

Weitere Baustellen, an denen die Monteure im Einsatz sind, sind das Generallandesarchiv Baden-Württembergs in Karlsruhe, ein Zehngeschosser auf dem Universitätscampus in Stuttgart oder das Leibniz-Institut in Jena. Hier planen die Architekten eine Erweiterung des Daches, um Platz für die Technikzentrale des Hauses zu schaffen. Die Arbeiten für die Stabilisierung des Dachstuhles übernehmen die Rudolstädter.

Im kommenden Frühjahr geht es für die Firmen-Mitarbeiter dann auf das Gelände der Landesgartenschau in Pfaffenhofen. Hier hat die Firma den Zuschlag für sämtliche Schlosserarbeiten einschließlich mehrerer Brückenbauten erhalten.

 

Quelle: Thüringische Landeszeitung, 29.12.2016

 

 

  • Abdül Turanoğlu

    Ist da auch die Gigantentreppe dabei

  • Thomas Schanz

    …da ist kein Geld für da 😬
    Hauptsache es wird der Außenbereich mit allem wieder hergestellt !!

  • Leon Stahlkopf

    Leider nicht. 🙁 🙂 Die Gigantentreppe würde mehr als die Fassade selbst kosten.

  • Gloria-Brigitte Brinkmann

    Es geht voran….Happy New Year 2017 U0001f340