„Dauer-Demo für die Wippe vorm Reichstag“

18.07.2018  Der Tagesspiegel

Ab Donnerstag will der Verein Berliner Historische Mitte täglich für seine Idee demonstrieren, die „Einheitswippe“ nicht vor dem Schloss zu bauen.

Von Andreas Conrad

Mit täglichen Demonstrationen vor dem Reichstag will der Verein Berliner Historische Mitte für seinen Idee werben, die sogenannte „Einheitswippe“ nicht vor dem Berliner Schloss, sondern vor dem Sitz des deutschen Bundestages zu bauen. Von Donnerstag an werde man jeden Abend um 19 Uhr genau sieben Minuten lang demonstrieren, mit mindestens sieben Personen und insgesamt 77 Mal. Diese Demonstrationsreihe schreibt eine ähnliche Aktion vor dem Schloss im Vorjahr weiter.

Man sei nicht gegen die Wippe, sondern nur gegen den Standort, sagte Annette Ahme, Vorsitzende des Vereins. „Der kosmopolitische, kosmokulturelle Anspruch des Humboldt-Forums verbietet geradezu hier eine deutsche Weihestätte.“ Der richtige Ort sei vielmehr vor dem Reichstag, wo in der Nacht zum 3. Oktober 1990 die deutsche Einheit gefeiert worden sei. Der Verein möchte die Wippe inmitten eines flachen Teichs errichten, ein spiralförmiger Weg soll zum Zugang führen und so zugleich an die spiralförmigen Wege in der Reichstagskuppel erinnern.

Quelle: Der Tagesspiegel, 18.07.2018

 

 

6 Kommentare zu “„Dauer-Demo für die Wippe vorm Reichstag“

  1. Ja, noch ein paar Enten in den Teich, etwas Schilf, und dann wippen sich die Touristen mit viel Spaß und werfen ihre Plastikflaschen runter, und die Coffee-to-go-Becher und was man sonst noch los werden will. Alle solche Ideen sind kostspielig und enden in Dreck.

  2. Die Stadt der Denkmähler einige sind gut und wichtig einige sind überflüssig. Diese Wippe ist überflüssig und schon gar nicht vor dem Stadtschloß. Wie wäre es vor dem Roten Rathaus und der Brunnen kommt wieder an seinen Ursprung zurück.

  3. Die Einheitswippe gehört vor den Reichstag. Dort macht sie Sinn. Am 3. Oktober 1990 versammelten sich die Politiker und die Bürger vor dem Reichstag. Die Idee mit dem Teich finde ich sehr gut. Baut vor dem Schloss die Kolonaden wieder auf und stellt ein Denkmal der Gebrüder Humboldt hinein.

  4. Wie in der rbb Abendschau 19.30 Uhr berichtet wurde, sei Kulturministerin Grütters keine Freundin der Wippe. Wie ebenso in der Sendung gesagt wurde, sei Bausenatorin Lompscher auch keine Freundin der Wippe. Früher hatte Kultursenator Lederer geäußert kein Freund der Wippe zu sein. Wie in der Sendung gesagt wurde, liegt die letzte Entscheidung, die Baugenehmigung zu erteilen, die im Oktober ausläuft, bei der Bausenatorin Lompscher. Wie ebenfalls in der Sendung gesagt wurde, sei Frau Grütters der Meinung, die Entscheidung sei gefallen und deshalb sollte gebaut werden. Damit sind also praktisch drei der wesentlichsten involvierten Politiker/innen gegen den Bau der Wippe (vor dem Schloss). Und dennoch wird die Wippe gebaut?!

  5. Ich hoffe die Aktion wird Erfolg haben. Ich finde das das historische Antlitz des Berliner Schlosses durch ein zeitlich passendes Denkmal gewürdigt werden sollte und schließe mich auch der Einschätzung an, dass die Einheitswippe vor den Reichstag aufgebaut werden sollte.

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