Das Spendenversprechen von 105 Millionen Euro ist eingelöst!

Versprechen eingelöst: 105 Mio. € für die Rekonstruktion der Schlossfassaden – Bundespräsident Steinmeier bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern

Pünktlich zur Fertigstellung und vor der Eröffnung des großen neuen Kulturhauses ist das Spendenziel erreicht. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss und der Förderverein Berliner Schloss e.V. danken allen Spenderinnen und Spendern für ihr großzügiges bürgerschaftliches Engagement mit einer exklusiven Livesendung aus dem Berliner Schloss Humboldt Forum.

Dass die Wiedererrichtung der barocken Fassaden des Schlosses in der Mitte der Hauptstadt möglich wurde, ist vor allem und zum größten Teil dem unermüdlichen Einsatz von Wilhelm von Boddien, dem Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e. V., zu verdanken.

Lange Zeit war es nicht sicher, ob er das Versprechen würde einhalten können, das Wilhelm von Boddien dem Deutschen Bundestag vor dessen historischer Abstimmung zu diesem Bauvorhaben im Jahr 2002 gegeben hatte:

Das Berliner Schloss sollte mit seinen barocken Außenfassaden sowie im Schlüterhof originalgetreu rekonstruiert werden. Dafür versprach von Boddien, 80 Mio. € an privaten Spenden einzusammeln. Nach dem international ausgelobten Architekturwettbewerb 2008 kam sogar noch einmal ein Betrag an erforderlichen Spenden von 25 Mio. € hinzu, da der Siegerentwurf des italienischen Architekten Franco Stella zusätzlich zu den Fassaden auch die Wiederherstellung der Innenportale 2, 3 und 4 sowie deren Durchgänge und außerdem die vollständige Rekonstruktion der Kuppel vorsah. Mit einem Spendenaufkommen von insgesamt 105 Mio. € ist dieses Versprechen nun erfolgreich eingelöst.

 

Das Spendenversprechen von 105 Millionen Euro ist eingelöst! Zufrieden am 28. November 2020 im Schlüterhof vom Berliner Schloss: Wilhelm von Boddien (Geschäftsführer Förderverein Berliner Schloss e.V.) und Johannes Wien (Vorstand Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)

 

Johannes Wien, Vorstand der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss:
„Genau rechtzeitig zur Fertigstellung des Berliner Schlosses als Humboldt Forum steht fest:  Alle Schlossfassaden wurden vollständig aus privaten Spenden finanziert. Entgegen früheren öffentlichen Befürchtungen wird kein Steuergeld für die Historischen Fassaden verwendet. Förderverein und Stiftung haben zusammen bereits 105 Mio. Euro gesammelt. Ich danke allen unseren 45.000 Spenderinnen und Spendern für diese großartige Leistung!  Am ersten Adventswochenende gab es für sie die exklusive Gelegenheit, in einer 2-stündigen Livesendung aus der Mitte Berlins sich als erste „ihr“ Schloss anzusehen und in Besitz zu nehmen. Und ich danke Wilhelm von Boddien, ohne den dies alles nicht möglich geworden wäre.“

Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V.: „Wir haben es geschafft! Jetzt wollen wir zusätzlich mit den zunächst zurückgestellten, jederzeit nachrüstbaren Schlosselementen unsere Schlossarbeit vollenden. Das sind vorrangig die restlichen Balustradenfiguren als Krönung der Schlossportale und der Kuppel sowie der Portaldurchgang IV, wo sich die digitale Spenderehrung befindet. Weitere Spendenziele sind die Portaldurchgänge I und V und schließlich die weitere Restaurierung der großartigen Pilasterhermen Frühling und Sommer im Portal V am Lustgarten.“

Für diesen Abschluss benötigt der Förderverein Berliner Schloss e.V. jetzt noch zusätzlich 7,5 Mio. Euro.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankte den Spenderinnen und Spendern in einer Videobotschaft: „Ich danke Ihnen allen, den Spenderinnen und Spendern, die es durch großherzige Gaben mitermöglicht haben, dass das das Berliner Stadtschloss wiederersteht, und dass für Berlin, für Deutschland, für Besucher aus der ganzen Welt mit dem Humboldt Forum eine einmalige Institution geschaffen werden kann, die den Kulturen der Welt einen Ort geben wird, und der das Gespräch und den Austausch zwischen den Kulturen ermöglichen und immer weiter vertiefen wird.“

Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte in ihrer Grußbotschaft das Engagement der Spenderinnen und Spender und gab einen Ausblick in die Zukunft als Humboldt Forum.

Ursprünglich wollte die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss allen Spenderinnen und Spendern mit einem großen Fest im fertiggestellten neuen Gebäude dafür ihren herzlichen Dank aussprechen. Die Corona-Pandemie macht dies leider unmöglich.

Deshalb hat die Stiftung eine Dankes-Veranstaltung im Internet ausgerichtet, an der alle Spenderinnen und Spender und auch Sie exklusiv unter www.spendertage.de mit dem speziellen Passwort Spendertage2020 teilhaben können.

 

Quelle: gemeinsame Pressemitteilung vom Förderverein Berliner Schloss e.V. und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

19 Kommentare zu “Das Spendenversprechen von 105 Millionen Euro ist eingelöst!

  1. Das ist schon ganz schön verlogen. Wir sollen alle zu Hause bleiben und die Herren Wien und Boddien stehen da ohne Einhaltung der Abstandsregeln. Die beiden leben wohl kaum im gemeinsamen Hausstand. Ich bin zutiefst erschüttert von dieser hier dokumentierten Heuchelei und Doppelmoral. Ihr solltet Euch schämen!

    1. Bitte mehr Sachlichkeit statt persönlicher Polemik!! Dass die Spender zuhaus bleiben mussten, hat die Politik zu verantworten. Und die Abstandsregel wurden die ganze Dokumentation über peinoich eingehalten. Ich bin dankbar, dass wir eine so schöne Dokumentation bekommen haben.

  2. Ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass laut Internet ein angeblicher „Dipl. Ing. Christoph Erwin Bidmon“ gar nicht existiert. Die ehrenwerten Kommentatoren hier diskutieren also mit einem bedauerlichen Faker.

    1. Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr,

      unter „Häufig gestellte Fragen…“ haben wir veröffentlicht:

      (Stand November 2020)
      Am Portal III, dem berühmten Eosanderportal mit der Kuppel an der Schlossfreiheit, sind im September 2020 die letzten Gerüste gefallen. Gut erkennbar: Die Große Wappenkartusche und die vier bronzenen Reliefschilder fehlen noch. Die Finanzierung dieses aus der Zeit Kaiser Wilhelm II. stammenden Schmucks des Portals ist erst kürzlich sichergestellt worden.
      Die 7,30 Meter breite und 5,35 Meter hohe Kartusche befindet sich kurz vor der Vergabe-Entscheidung. Sie wird dann zusammen mit den Reliefplatten ebenso gefertigt, wie die noch fehlenden Sandstein-Skulpturen auf den Schlossbalustraden: Nach vielen Fotos und einer Architekturzeichnung entsteht ein Bozzetto = Kleinmodell, daraus ein 1:1-Modell und dann folgen die Ausarbeitung des Originals in Kupfertreib- und Vergoldungsarbeiten. Das Innere der Kartusche erhält ein Tragwerk aus Edelstahl, um der Kartusche die nötige Stabilität zu geben.
      Voraussichtlich Ende 2021 wird die rekonstruierte Wappenkartusche am Portal III über dem mittleren Portaleingang angebracht, zusammen mit den seitlich davon zu befestigenden Bronzeplatten.

      Ihr Förderverein Berliner Schloss e.V.

  3. Herzlichen Glückwunsch! Berlin erhält mit den rekonstruierten Schlossfassaden eine ästhetische Erinnerungsarchitektur, dank eines mutigen und ausdauernden Träumers und des freiwilligen finanziellen Engagements von zigtausend Mitträumenden.

  4. Ein grandioser Wiederaufbau! Durch die Politik der einst braunen und nach dem Krieg der rote Sozialisten hatten wir unser Stadtschloß verloren. Deutschland und Berlin ist stolz auf den Bürgersinn, der ein prächtiges altes Wahrzeichen wieder auferstehen ließ. Danke!

  5. Sehr geehrte“ Fassadenkönige“!

    Sehr geehrte „Schlossretter“,

    Sehr geehrte“Schlossretter“,
    wir haben Ihren Mut und unermüdlichen Einsatz von Anfang an bewundert und auch ein bißchen unterstützt. Berlin ist durch das Schoss reicher und schöner geworden.Eine wunderbare Sache. Chapeau!

  6. Dankeschön an Alle die an dem Weidererstehen des Schlosses beteiligt waren. Wir, mein Mann und ich haben ein gutes Schärflein dazu beitragen. Leider konnten wir nicht zur Eröffnung kommen, das werden wir im nächsten Jahr nach holen. Es geborene Berlinerin freut mich die Auferstehung des Schlosses ganz besonders. Liebe Grüße an alle Beteiligten von Gisela geb. Durant und Günter Hasenpflug

  7. Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Wiederaufbau des Schlosses, ich freue mich sehr das Geschichte immer wieder lebt :-)) Gut zu sehen in Frankfurt am Main und in Berlin. Großen Dank an alle Verantwortlichen die sich unermüdlich dafür eingesetzt haben. DANKE. .

  8. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum erreichten Ziel, die Fassade mit Spendengeldern zu finanzieren und rekonstruieren!
    ABER leider gibt es einen Punkt, der das Gesamtbild des Schlosses trübt: Das Umfeld!
    Es ist mir ein Rätsel wie dieser Umfeld Entwurf den ersten Preis bei dem Architektenwettbewerb erzielen konnte. Da wird mit viel Aufwand eine Fassade rekonstruiert und das Umfeld wird mit einer Steinwüste verschandelt. Das passt doch überhaupt nicht zusammen. Frau Lüscher hat ihren persönlichen Willen durchgesetzt und sich nicht an die Vorschläge des Fördervereins gehalten. Das ist die „Rache“ einer Politikerin, die als Gegnerin des Wiederaufbaus des Schlosses sich nicht durchsetzen konnte. Nun hat sie dieses Umfeld durchgesetzt mit der Begründung, sie will hier kein „Freilichtmuseum“ errichten. Ich frage mich hat Frau Lüscher in Rahmen ihrer Ausbildung die Vorlesung „Ästhetik in der Architektur“ geschwänzt? Jedenfalls hat sie hier einen gewaltigen „Bock“ geschossen, der nach ihrer Zeit als Senatsbaudirektorin zu korrigieren ist.
    An Frau Lüscher direkt, die diesen Beitrag sicher nicht lesen wird: Man baut auch keinen PKW-Oldtimer nach und verpasst ihm 18″-Räder, weil man etwas modernes noch anbringen will!

    1. Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele !!
      Wir haben uns mit dieser Baudirektorin eine durch und durch der Moderne
      verpflichte Frau eingefangen, die schon „tolle“ Projekte in Ihrer Heimat bejubelt hat.
      Auf einer Forumsdiskussion habe ich sie live erlebt.
      Sie wurde dort danach gefragt, welche Schloßseite ihr am besten gefällt ?!
      Die Antwort war klar und kam prompt: “ Die Spreeseite !! “
      Auch mir ist das Umfeld für das Humboldt-Forum sehr wichtig.
      Mindestens sollte der Neptunbrunnen und die Rossebändiger an ihren historischen Plätzen, mit dem entsprechen Rahmen, wieder aufgestellt werden.
      Ich setzte da sehr viel Hoffnung in die Zeit in die „Nachlüscherzeit“ !!

    2. Ich danke Ihnen für diese herrlich erfrischende Analyse dieser unsäglich peinlichen Politik dieser städtebaulichen Nullnummer für Berlin und freue mich bereits heute auf den Tag, wenn Berlin endlich entlüschert sein wird….panta rei und dann ist es Zeit für diverse Korrekturen und Optimierung des Umfeldes des Schlosses…..

  9. Congratulations on a magnificent achievement and heart-felt gratitude to Wilhelm von Boddien, who had the vision and courage to initiate this wonderful project to restore Berlin’s historical center and to see it through to successful completion! So gratefull to have lived to see this day.

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