„Kiek mal an! Optiker Fielmann spendiert 13 Schloss-Bäume“

19.05.2020  B.Z. Berlin

Von Hildburg Bruns

Eigentlich sollte nur ein Baumhain auf der Lustgartenseite des neuen Schlosses eingeweiht werden – aber dann brachte der Vormittag gleich drei tolle Botschaften auf einen Schlag.

Überraschung 1: „Wir haben gerade die 100-Millionen-Euro-Grenze bei den Spendengeldern geknackt“, sagt Wilhelm von Boddien (78) stolz. Dem Schloß-Vorkämpfer fehlen für die Barock-Fassade jetzt nur noch 5 Millionen Euro. „Jetzt, wo man das fertige Schloss sieht, schaffen wir das auch noch.“

Überraschung 2: Vor acht Jahren versprach Brillen-Unternehmer Günther Fielmann (80) bei einem Abendessen Geld für Grün im Herzen der Hauptstadt. Juniorchef Marc löste das Versprechen jetzt ein, spendierte 50.000 Euro für 13 klima-robuste Lederhülsen-Bäume. Die Kronen bleiben auch bei den erwachsenen Bäumen schön licht, verdecken den Prachtbau nicht.

Überraschung 3: Im Bundeshaushalt liegen seit Jahren noch acht Mio. Euro ungenutzt herum für die Versetzung des Neptunbrunnens um 470 Meter vor die Südseite des Schlosses (Breite Straße). Dort war sein historischer Platz, bis er 1951 nach der Schlosssprengung demontiert und 1969 zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus wieder aufgebaut wurde.

Das weiß auch der Regierende Michael Müller (55, SPD). Würde er den Brunnen wieder zum Schlossplatz umsetzen lassen? Müller zur B.Z. „Wenn das Konzept mit einem Ersatz an dieser Stelle steht – natürlich!“

 

Textquelle: B.Z. Berlin, 19.05.2020

Foto: Gritt Ockert/Förderverein Berliner Schloss e.V.

5 Kommentare zu “„Kiek mal an! Optiker Fielmann spendiert 13 Schloss-Bäume“

  1. Das sind ja verheißungsvolle Aussichten für die Rückführung des Neptunbrunnens! Lieber Förderverein! Was Ihr erreicht habt, dass ist unglaublich! Herzlichen Dank und weiter so!

    1. „Und sie bewegt sich doch!“ gilt nicht nur für Galilei Galileo, sondern auch für den Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Seine Bereitschaft zur Versetzung der Brunnenanlage Neptuns bewegt sich! Es geht also darum, eine geeignete, moderne, schöne, die Blicke auf sich ziehende und wasserspeiende Brunnenanlage auszuschreiben und zu gestalten. Zuvor muss ohnehin ein städtebauliches Gesamtkonzept für das Rathaus- und Marx-Engels-Areal vorliegen.
      Das müssen wir aber doch nicht jahrelang abwarten. Wer oder was hindert Sie also, Herr Müller, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und die Entscheidung der Neptunbrunnen-Versetzung und die überfällige Umsetzungsplanung herbeizuführen? Bedenken Sie, dass dadurch meine persönlichen Sympathiewerte für Sie gewaltig steigen würden.

  2. Bürgermeister Müller: „Wenn das Konzept mit einem Ersatz an dieser Stelle steht, natürlich!“ Ich weiss schon der „Ersatz“ auf dem platz der Neptunbrunnen: Die Berolina soll rekonstuiert werden und dort hin versetzt werden! Und mit ihrem Arm kann sie zum Besuch ins Rote Rathaus einladen….

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