„Ein Blick hinter die Kulissen des Humboldt Forums“

02.03.2019  Berliner Abendblatt

Am 6. März, 18 Uhr, lädt das Museum Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz, zu einem kostenlosen Podiumsgespräch zur anstehenden Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum.

Die Ausstellung auf der Beletage des Schlosses wird in diesem Jahr in Kooperation des Stadtmuseums Berlin und der Kulturprojekte Berlin GmbH fertig gestellt. Die Frage, wie die Welt Berlin beeinflusst, aber auch, wie Berlin auf die Welt wirkt, wird dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln und im Zusammenhang heute und zukünftig gesellschaftlich relevanter Themen beleuchtet. Dabei werden Dialogmöglichkeiten mit und zwischen den Besuchern geschaffen. Was werden wir in der Ausstellung erleben?

Welche Rolle spielen das Land Berlin und das Stadtmuseum Berlin im Humboldt Forum? Darüber sprechen Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), Stadtmuseumschef Paul Spies und Moritz van Dülmen von Kulturprojekte auf dem Podium und stehen dem Publikum Rede und Antwort. Manfred Rettig, ehemaliger Stiftungsvorstand Berliner Schloss, wird das Gespräch moderieren.

Der Förderverein des Stadtmuseums Berlin hat die Reihe der öffentlichen Foren in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit möglichst früh in die Pläne und Entwicklungen im Märkischen Museum und in der Umgebung einzubeziehen. Das erste Forum befasste sich mit der,Neuaufstellung des Märkischen Museums und des Marinehauses, das zweite und dritte hatten das Museumsquartier am Köllnischen Park zum Thema.

 

Quelle: Berliner Abendblatt, 02.03.2019

 

2 Kommentare zu “„Ein Blick hinter die Kulissen des Humboldt Forums“

  1. Die Planung der Berlin-Präsentation im Schloss kann nichts anderes ergeben als was die gegenwärtige demokratisch-gewählte politische Schicht will und auch vertritt. Und das sind die Themen: DDR, Mauer, Befreiung (Weizsäcker), Holocaust, Nazis, Weimar, Kriegserklärung des Kaisers und preußischer Militarismus. Dass diese Themen in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses schon ausgiebig behandelt werden, wird den Verantwortlichen egal sein. Wenn das Interesse der Massen an Klatsch und Babies in den Königshäusern um uns herum so groß ist, wie die Medien suggerieren, dürften viele Tagesbesucher im Schloss eher Bilder, Mobiliar usw. der Hohenzollern erwarten (als politisch-motivierte Kost) – also genau das, was nicht gezeigt werden soll/darf (die positive Seite der Geschichte Preußens).

  2. Wie jede Geschichte hat auch die preußische (und deutsche) Geschichte dunkle und helle Seiten. Über die dunklen Seiten wurde und wird genug geredet. Aber sind „helle“ Seiten auch im Blickfeld?
     Das Schloss von 1701 war 217Jahre Königsresidenz. Es repräsentiert nicht Kaiser¬romantik, sondern den Königswillen Friedrich I. Der König sah sich als „erster Diener seines Staates“.
     Preußen war Pionier der Aufklärung durch Bauernbefreiung, Schulpflicht (1717), Ende der Folter (1740), Beschränkung der Todesstrafe (1743).
     Dank dem Siedlerbedarf sowie der Toleranzpolitik und Glaubensfreiheit Preußens immigrierten Holländer (1640-1730), Hugenotten (1685), Salzburger (1732), Mennoniten (16. Jhd.), Schotten.
     Preußen stand früh für Reformen: unbestechliche Verwaltung, wirtschaftliche Staatsführung, unabhängige Justiz, führend in Wissenschaft, Bildung, Kultur ….
     Preußen war trotz ungünstiger Geographie an Kriegen viel weniger beteiligt als z.B. Großbritannien und Frankreich (1700 – 1918).
    Mit dem manipulierbaren Instrument der moralisierenden Geschichtsschreibung sollten nicht ganze Gesellschaften oder deren Repräsentanten ideologisch positiv verklärt oder einseitig verteufelt werden. Ich erwarte, dass die Ausstellungen im HF dazu dienen, differenziert für die Gegenwart und Zukunft lernen.

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