Freier Blick aufs Berliner Schloss – Humboldt Forum

Gestern wurden die Bauzäune am Berliner Schloss – Humboldt Forum abgebaut und damit ist Berlins neuer Stadtraum erlebbar. Der Uferweg, die Spreeterrassen, der Spreebalkon und der Baumhain sind ab sofort zugänglich.

Das Berliner Schloss – Humboldt Forum am 18. Dezember 2020 ohne Bauzaun und außen frei zugänglich, hier die Südfassade mit dem Schlossplatz (noch fehlt der Schloss-Brunnen)

 

Das Humboldt Forum im Berliner Schloss wurde am Donnerstagabend (17.12.2020) digital geöffnet. Über 17.000 Interessierte haben die Preview live verfolgt und das Gebäude virtuell besucht – unter anderem mit 360°-Rundgängen, Einblicken in die Ausstellungen und künstlerischen Formaten.

.

Neue Einblicke sind jetzt auch vor Ort möglich: Nach dem Abbau der Zäune haben erste Besucherinnen und Besucher bereits die Möglichkeit genutzt, den neuen Stadtraum zu erkunden. Die Außenanlagen erschließen weitere Zugänge zur historischen Mitte Berlins.

So ist an der Ostseite ein öffentlicher Stadtplatz an der Spree entstanden: Eine große Freitreppe sowie zwei 90 Meter lange Rampen verbinden den Uferweg und die Spreeterrassen mit dem Spreebalkon oben vor dem Humboldt Forum.

Im Norden prägen die Schlossterrassen den Lustgartenbereich. In Granit gefasst, bieten sie einen grünen Aufenthaltsort mit Blick auf den Platz, den Lustgarten mit Dom und Altem Museum und die Straße Unter den Linden.

.

Der Schlüterhof und die Passage müssen coronabedingt vorerst geschlossen bleiben. Sobald dies möglich und vertretbar ist, öffnet das Humboldt Forum auch diese Stadtplätze.

Bis dahin sind erste digitale Einblicke und Rundgänge auf humboldtforum.org/erste-einblicke erlebbar.

 

 

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss vom 18.12.2020

 

7 Kommentare zu “Freier Blick aufs Berliner Schloss – Humboldt Forum

  1. Es ist wirklich toll, dass die Stadträume rund ums Schloss jetzt endlich erfahrbar sind.
    Und es ist eine kleine Sensation, dass auch die Skulpturen am Eosanderportal schon jetzt aufgestellt werden konnten.
    Ein kleiner Wermutstropfen: der Brandschaden an Portal I ist zwar weitgehend behoben – auch wenn man Spuren davon noch erkennt – doch es gibt immer noch sichtbare Farbschäden an den Putzflächen zwischen Fensterrahmen und den Säulen.
    Ich drücke sehr die Daumen, dass bei diesem großartigen Mammutprojekt auch dafür noch etwas Geld übrig ist.

  2. „Schlüterhof und Passage, müssen coronabedingt geschlossen bleiben“ heißt es oben. Man sieht Wachposten an den Öffnungen stehen. Gut, wir wollen nicht zum Spaß von Vandalisten gespendet haben. Aber was hat der Zugang mit Corona zu tun? Man argumentierte doch, dass Demokratie Durchsichtigkeit (wie das Glas der Reichstagskuppel) , Transparenz und freien Durchgang usw.
    bedeute. Ich hatte von Anfang an den offenen Zugang zu dem Inneren, ,,Tag und Nacht“ wie es immer hieß, für fragwürdig gehalten. Die Zugänge müssten m.E. nachts durch (dem Bau angemessene) Tore geschlossen gehalten werden. Im Übrigen, war zu Königs- bzw. Kaisers-Zeiten m.W. der (jetzt wie in Dresden richtigerweise überdachte) Hof hinter dem Eosander-Portal immer offen und dem ,,gemeinen Volk“ zugänglich. Allerdings konnten sich da die Oberen auch noch ohne viel Sicherheitspersonal um sie herum bewegen.

  3. Warum der Schlueter Hof aufgrund der Corona bedingten Gefahren geschlossen ist, ist für mich unverständlich. Es handelt sich hier um einen großen offenen Hof mit ausreichender Luftzirkulation. Ein Sicherheitsabstand von anderthalb Metern mit Masten Pflicht kann einer Corona Infektion sicher vorbeugen. Insofern finde ich es gerade nach Öffnung des Schlosses und dessen Umfeld eine Zumutung für die Berliner und schloss Freunde. Wir haben sehr lange auf diesen Moment gewartet und nun wird er uns erneut neu verwehrt. Aus meiner Sicht ist so etwas vermeidbar.

  4. Den Schlüterhof und die Passage geschlossen zu halten, finde ich richtig. Begründung: Auch wenn die Teile offen sind und eine gewisse Luftzirkulation vorherrscht, kann es sein, dass es trotzdem zu einem Hotspot kommen kann. Nehmen wir mal an, dass Busladungen an Menschen am Humboldtforum vorfahren und anrücken, ist es nicht ausgeschlossen, dass sich große Pulks dort hineinwälzen und trotz aller Maßnahmen dicht an dicht hinkommen. Damit ist einer Massenübertragung Tür und Tor geöffnet. Das Humboldtforum wird zum Hotspot. Darum müssen Passage und Schlüterhof genauso geschlossen bleiben wie der übrige Bau auch. Es ist schade, aber nicht zu ändern.

    1. Wenn dort ohnehin Wachpersonal postiert ist, könnte doch unproblematisch die Menge derjenigen, die in den Schlüterhof zur gleichen Zeit eingelassen werden, auf eine bestimmte Anzahl begrenzt werden. Das funktioniert zur Zeit vor jedem Berliner Supermarkt.

  5. An example of how to rebuild old city Centers. It would be GREAT if more of Berlin and other cities that were destroyed a lifetime (80/76 years ago) were rebuild as they were before the war..

    Dresden and Berlin are on the right track. I hope they will one day also do the modern backside of the Schloss..

    Im primitif Deutsch. Bravo.. Das ist super. Ein Beispiel fur the rest of Europa. Mach die alter inner stad von Rotterdam, Den Haag, London wieder shon

    1. Hi, mate, you want something beautiful? That’s great! But that’s not what the Germans want, at least not those in power. They want to teach the world that they have learned their lesson from history. I leave the rest to your imagination! Have a nice day!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert