Die große Wappenkartusche am Eosander-Risalit wird versetzt

 

Die große Wappenkartusche am Eosanderrisalit: Eine 16-teilige, beeindruckende Sandsteinskulptur für die Lustgartenfassade des Berliner Schlosses

 

Wappenkartusche-April-2016-Ockert-1An der rekonstruierten Lustgartenfassade lässt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in diesen Tagen in fast 30 Metern Höhe die letzten Einzelteile eines beeindruckenden Skulpturenkunstwerks aus Sandstein versetzen.

Die sogenannte „Große Wappenkartusche“ bildet den skulpturalen Übergang von der Fassade Schlüters zu der westlich vorspringenden Wand, dem Eosander-Risalit, die sein Nachfolger Eosander von Göthe gebaut hat.

 

Die „Große Wappenkartusche“ ist eine der bedeutendsten barocken Sandsteinskulpturen an den rekonstruierten historischen Fassaden des Berliner Schlosses. Der Berliner Bildhauer Andreas Hoferick hat sie in zweijähriger Arbeit vollständig wiedererschaffen.

 

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Dazu wurde zunächst ein Modell, ein „Bozetto“, im Maßstab 1:6 nach historischen Fotos und Aufzeichnungen gefertigt. Danach modellierte der Bildhauer ein Modell aus Ton, das wiederum in Einzelteilen abgegossen wurde. Daraus entstand das Gipsmodell in Originalgröße, also mit etwa 7 Meter Höhe und Breite sowie mit einer Tiefe von bis zu 2,40 Meter.

 

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Die Sandsteinkopie nach dem Gipsmodell fertigte die Firma Sven Schubert aus Reinhardtsdorfer Sandstein. Das Gesamtgewicht der 16-teiligen Skulptur beträgt ca. 88 Tonnen. Die Firma Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser GmbH „versetzt“, d. h. montiert die einzelnen Stücke an der Lustgartenfassade.

Was stellt die „Kartusche“ dar? Drei Putti, also Kinderengelsgestalten, helfen zwei Famen, das sind Engel, die die Gottheit des Ruhmes darstellen, das Wappenschild des Königs Friedrich I. (FR) im Mezzaningeschoss an der Fassade zu befestigen. Solche lebensbildlichen Darstellungen konkreter mythisch bedeutsamer Handlungen sind prägend für das Barock.

 

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Durch die Festons, die Blattgirlanden und die Ornamentik verschmelzen hier Architektur und Bildwerk zu einer monumentalen Einheit.

Die gesamte Kartusche mit Modellarbeiten und Steinausführung wurde in 4 Jahren hergestellt.

 

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Text-Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Fotos: Gritt Ockert, Förderverein Berliner Schloss e.V.

 

 

 

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