Der Neptunbrunnen kommt vor das Schloss!

 

Nach dem Richtfest im Juni und dem überwältigendem Publikumsinteresse an den beiden Tagen der offenen Baustelle hat die Stiftung Berliner Schloss – Humboldt Forum heute erneut die Baustellentore für die Bildpresse geöffnet. Der Baufortschritt an den historischen wie zeitgenössischen Schlossfassaden ist enorm. Teilweise sind die massiven Ziegelmauern mit ihrem Sandsteinschmuck schon bis in das zweite Obergeschoss geklettert.

 

Schlossplatz mit Neptunbrunnen
So soll es werden: der Schlossplatz mit dem Neptunbrunnen

 

Insgesamt allein 9.000 m³ Sandstein werden auf den 22.500 m² historisch zu rekonstruierenden Fassadenflächen eingebaut. 3.000 einzelne, bildhauerisch bearbeitete Sandsteinelemente werden die Schlossfassaden schmücken. Mit den drei Außen- und den drei historischen Fassaden im Schlüterhof summiert sich die Länge der Rekonstruktionsfassaden auf 750 m. 513 historische Fenster werden in die Fassaden eingepasst, viele sind schon drin.

Bis zum Frühjahr 2016 will die Bauherrin das Gebäude witterungsgeschützt haben, damit dann ab Mai mit dem Innenausbau und der technischen Gebäudeausrüstung begonnen werden kann. Bis zum Sommer 2018 soll das Berliner Schloss – Humboldt Forum baulich fertig gestellt sein, so dass anschließend die großen außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz in die beiden Obergeschosse einziehen können. Im ersten Obergeschoss wird von der Humboldt Universität zu Berlin ein „Humboldt-Labor“ eingerichtet. Um den Schlüterhof herum befinden sich in diesem Geschoss auch die Flächen für eine Ausstellung des Landes Berlin, das hier eine spannende Präsentation zur Metropolenbildung der Stadt plant. Im Erdgeschoss laden große Veranstaltungssäle und Begegnungsflächen, Restaurants, Bistros, Läden und Hofbereiche zum Verweilen und Staunen ein.

Das Bauvorhaben befindet sich im Kosten- und Terminplan. Die Gesamtkosten sind mit 590 Mio. € festgelegt. Diese Summe teilt sich auf in 478 Mio. €, die der Bund aufbringt, 32 Mio. €, die das Land Berlin beisteuert, und 80 Mio. € Spenden für die Mehrkosten der Rekonstruktion der historischen Schlossfassaden. Hinzu kommen 25,5 Mio. € aus Spenden für baulich wünschenswerte Optionen wie der vollständigen historischen Rekonstruktion der Kuppel, für die Innenportale II, III und IV sowie für die Portaldurchgänge. Wie bei den Fassaden kann man auch von Halbzeit bei den Spenden sprechen. Von der nötigen Spendensumme von insgesamt also 105,5 Mio. € wurde vor allem durch das unermüdliche Engagement des Fördervereins Berliner Schloss e.V. bereits eine Gesamtspendensumme von über 50 Mio. € erreicht.

Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldt Forum freut sich über den erfolgreichen Baufortschritt: „Ich freue mich jeden Tag über den sichtbaren Fortschritt an den Schlossfassaden. Die Mitte unserer Hauptstadt erhält hier wieder ihr beeindruckendes Zentrum. Aber wir sind auch noch nicht durch. Die Haustechnik und der Innenausbau sind bei allen großen Bauvorhaben heute eine technische und logistische Herausforderung.“

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Berliner Schloss – Humboldt Forum, 13.11.2015

Neptunbrunnen-2013-Ockert

 

>> Im Rahmen des Presserundganges wurde bekannt, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages rund 10 Millionen Euro für die Neugestaltung des Schloss-Umfeldes bewilligt hat, was eine Sanierung des Neptunbrunnens und seine Verlegung an seinen ursprünglichen Ort auf dem Schlossplatz möglich macht.

>> Weitere 5 Millionen Euro stellt der Haushaltsausschuss für den Bau eines Dach-Restaurants auf dem Berliner Schloss zur Verfügung. Dieses soll auf der nordwestlichen Ecke mit Blick auf den Lustgarten und die Straße Unter den Linden entstehen und Platz für 200 Besucher bieten.

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare zu “Der Neptunbrunnen kommt vor das Schloss!

  1. Als ein Berlinerschlossfreund freue der Rückkhehr der Neptunbrunnen mich sehr. Hoffe dass desgleichen mit der Rossbändiger schehen kann. Dieses zeigen dass wenn die Bundesregierung/Bundestag agiert schehen etwas.

  2. Wäre sehr wünschenswert, daß alles bestmöglich in den Originalzustand zurückversetzt wird! Berlin braucht seine „alten Zeiten“ dringend wieder, finde ich!

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