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Wilhelm von Boddien

 

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Kralle schrieb am 1. Juni 2006 um 7:03
Das Schloss Inbegriff des Krieges?? Nun gut, wenn wir schon so seltsame Thesen aufstellen, dann spiegelt der Palast die heile Scheinwelt des Sozialismus wieder, umgeben von der Trostlosigkeit des real existierenden Sozialismus, Mauer und Stacheldraht. Wie Sie zurecht schrieben, ist der Palast das Zeugnis einer weiteren Diktatur. Für so etwas steht das Schloss gewiss nicht. Nicht einmal für die Unglücksgestalt Wilhelm 2.. Überhaupt scheint es doch geistig reichlich primitiv zu sein, Bauten für Dinge verantwortlich zu machen, die in ihnen geschehen sind. Oder wollen Sie Burgen sprengen, weil im Mittelalter in ihnen Menschen grausam gefoltert wurden?? Beim Schlossplatz geht es um ganz andere Dinge: Wie kann man den riesigen leeren Platz wieder füllen und revitalisieren und welche Architektur ist dafür sinnvoll. Dementsprechend haben wir keine rückständigen Politiker, sondern vielmehr einige Zeitgenossen, die durch ihr engstirniges ideologisches Schubladendenken einen höchst unadäquaten Umgang mit Geschichte pflegen. Übrigens: Geschichte wiederholt sich... meistens nicht.
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