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Wilhelm von Boddien
Wilhelm v. Boddien, Förderverein Berliner Stadtsch
schrieb am 10. März 2002 um 23:00
Die Kommission wird ihre Vorschläge am 17. April der Öffentlichkeit übergeben. Im Berliner Senat zeichnet sich eine Ablehnung der Vorschläge ab, besonders durch die Senatoren Strieder und Flierl. Vom Bund gibt es noch keine Stellungnahmen, wir erwarten sie erst nach der offiziellen Präsentation im April. Der dan schon anlaufende Wahlkampf sollte "schloßfrei" bleiben, das Thema eignet sich nicht für eine kurzatmige Wahlkampfauseinandersetzung. Deswegen plädieren wir für einen Realisierungs - Einladungswettbewerb auf der Basis der Kommissionsempfehlungen. Das liegt in der Logik der Entwicklung. Das Thema wird damit über die Wahlen hinaus weiterbearbeitet. Der Wettbewerb bietet am Ende eine klare Entscheidungsgrundlage zur Nutzung, Architektur, Kosten und Finanzierung. Es wäre sogar gut, wenn Vertreter der Moderne für die beschlossene Stereometrie des Schlosses alternative Fassadenentwürfe einreichen würden. Dann wüssten wir, ob es gelingt in moderner Fassadensprache das historische Ensemble wieder zusammenzufügen. Und wenn nicht - dann hört die Debatte auf und kann entschieden werden. Schlüter braucht sich nicht vor den modernen Alternativen zu fürchten, wenn es gelingt ein wirklich objektives, unparteiisches Preisgericht zu benennen. Wir planen hierzu eine Öffentlichkeitskampagne ab Mitte April bis zur Sommerpause. Wer will in Berlin bei der Straßenarbeit mithelfen? Wer will die Idee in seinem Heimatort verbreiten? Wer will an Zeitungen und Politiker Briefe schreiben? Und - wichtig - wer will spenden, damit das alles auch finanzierbar wird? Bitte melden Sie sich unter Nennung ihres vollen Namens, Ihrer Anschrift und Telefonnummer und dazu mit Nennung der Aktivität, die Sie für uns leisten wollen. Wir nehmen dann Kontakt zu Ihnen auf und verabreden alles weitere. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht! Wilhelm v. Boddien, 1. Vorsitzender Förderverein Berliner Stadtschloß e.V.