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Wilhelm von Boddien
Rolf
schrieb am 9. September 2004 um 9:56
FAZ, 25. August 2004 Das wieder aufgebaute Berliner Schloß wird es nicht geben. Man braucht dies nur auszusprechen, und die immer stärker werdenden Zweifel der jüngsten Zeit verdichten sich zu dieser Prognose. Nicht allein die finanzielle Situation der Bundesrepublik Deutschland ist dafür verantwortlich zu machen. Der Enthusiasmus, der vor knapp drei Jahren aufflackerte, als der Bundestag beschloß, das von Ulbricht abgerissene Schloß in der Mitte Berlins wiederzuerrichten, war schon verflogen, ehe die Finanzkrise einen zunächst zweijährigen Aufschub erzwang. Niemand kann ernsthaft annehmen, daß man die alten Pläne dann unverändert wieder wird hervorholen können. Schon die bis heute verstrichene Zeit seit jenem denkwürdigen Bundestagsbeschluß hat dessen Verwirklichung weniger gefördert als ausgehöhlt.Denn wenig ist seither geschehen, um dem großen Vorhaben Gestalt zu geben. Zwar hat der "Förderverein Berliner Schloß" unermüdlich für das Schloß geworben, er hat es den meisten Berlinern überhaupt zum ersten Mal vertraut gemacht durch Dokumentationen, Fotoausstellungen und Computersimulationen. Wilhelm von Boddien hat sein ganzes Engagement nicht nur der Anwerbung von Spenden und Sponsoren gewidmet, sondern auch unverwandt an seinem Traum von einer integralen Rekonstruktion festgehalten. All diese beeindruckenden Aktivitäten nährten sich von der Hoffnung, daß das Berliner Schloß für die Stadt und darüber hinaus ein Symbol sein würde - wie die Dresdener Frauenkirche.ICH FÜRCHTE, DER FAZ-AUTOR HAT LEIDER RECHT. ES TUT SICH OFFENBAR NICHTS! ODER HAT DIE REGIERUNG DEN BUNDESTAGSBESCHLUSS FÜR DEN BEGINN VON PLANUNGEN SCHON UMGESETZT? ICH GLAUBE KAUM.