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Wilhelm von Boddien

 

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Arn Praetorius schrieb am 11. Januar 2023 um 16:42
Ganz Berlin ist wie eine große Villa mit Garten und viel Besucherverkehr, vor langem fast abbruchreif, dann später stückweise flickenartig wieder aufgebaut und saniert, stellenweise noch etwas herunter­gekommen, nicht zu vergleichen mit prächtigen alten Villen wie Paris; Rom und Bologna. In solchen Villen werden die alten besten Möbel, Bilder, Teppiche und Skulpturen dieser großen Häuser in den repräsentativsten Räumen und in Vorgärten platziert, da wo die Bewohner, Freunde und Gäste sich häufig aufhalten. Die Bevohner der Villa Berlin hatten vor langem, als die große Gebäudereparatur und Sanierung begann, viele solcher wertvollen alten Schmuckstücke in ihre Nebenräume, Arbeitsbereiche und Privatzimmer, und in zwei größeren Parks abgestellt, da wo wichtige Gäste seltener hinkommen. Dort sind sie bis heute, während Mitglieder der Großfamilie rechthaberisch darüber streiten, wo die guten Erbstücke eigentlich hingehören. Jeder Bewohner besteht darauf, dass er darauf in seinem Privatbereich ein ersessenes Besitzrecht habe und dass es auf einen Gesamteindruck der Villa Berlin für wichtige oder gar internationale Gäste überhaupt nicht ankomme. Eine größere "Umdekoration" sei zudem eine rechthaberische Marotte erzkonservativer Romantiker und Reko-Freaks. Die Villa Berlin sei schließlich kein Freilandmuseum. Man sollte in die Repräsentationsräume ein paar bunte, erfrischende, moderne Poster anhängen und in den Vorgarten Mitbringsel von den letzten Urlaubsreisen stellen.
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