Gästebuch

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Wilhelm von Boddien

 

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Dr.-Ing. Jürgen Wessel schrieb am 9. April 2021 um 11:23
Lieber Herr Praetorius mit Ihrer Analyse des von der Berliner Senatsbaudirektorin Lüscher durchgeführten Architekturkonzeptes bestätigen Sie bedauerlicherweise auch meine seit langem hierzu erworbenen Einsichten. Die Fragen zur Umfeldgestaltung des Berliner Schlosses betreffen Fragen zur sensiblen „Stadtbildpflege“, die nicht nach dem Parteibuch entschieden werden sollten. Als die SED im Jahre 1950 das Berliner Schloss sprengen ließ, beschloss die West-Berliner SPD, die sich zu dieser Zeit in ihrem Parteiprogramm ideologisch noch nicht vom Marxismus gelöst hatte und trotz drängender Wohnungsknappheit, den langfristig angelegten Wiederaufbau - sowohl innen wie auch außen - des im Luftkrieg schwer beschädigten Charlottenburger Schlosses. Heute ist das Charlottenburger Schloss ein Juwel barocker Baukunst in der Kette der Schlösser in Berlin und Brandenburg. Maßgeblich Anteil an der so gelungenen Wiederherstellung der Charlottenburger Schlossanlage hatte die 1948 von Berlin Ost nach Berlin West übergesiedelte Direktorin für West-Berliner Schlösserverwaltung Margarete Kühn (1902-1995). Bisher wurde das Schloss Charlottenburg kein einziges Mal als „Disney World“ verunglimpft! Hat Rot Rot Grün mit der Übernahme der Verantwortung für Kultur in Berlin nicht auch die Verpflichtung, überkommene und bewährte Bautraditionen der Stadt zu pflegen und zu entwickeln und diese nicht nach den partei-ideologischen Wünschen des Ressortverwalters zu „minimalisieren“?
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