Gästebuch

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Wilhelm von Boddien

 

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Arn Praetorius schrieb am 6. April 2021 um 18:59
Lieber Herr Dr. Wessel, Regula Lüscher (ETH Zürich) steht für Stadtgestaltung, orientiert am Bauhaus und dem Neuen Bauen, Mitte 20. Jhd. Sie lehnt historische Bezüge zu Bautraditionen und Kontextualisierung zum Stadtbild vor dem 2. WK sowie Rekonstruktionen ab. Sie setzte für das Humboldt Forum eine minimalistisch reduzierte Umfeldgestaltung durch, die auf historische Elemente (Neptunbrunnen, Skulpturen, Terrassen) völlig verzichtet. Das Schloss solle als „Projekt des 21. Jhds“ erkennbar gemacht und ausreichend Parkflächen für Reisebusse aufweisen (Quelle Wikepedia). Die Schweiz kennt keine traumatisierten und bis zum Identitätsverlust zerstörten Städte (wo auch nach dem Krieg nach den „Vorbildern“ der US-Autostadt bzw. der sozialistischen Stadt alte, geschädigte Leitbauten gnadenlos entsorgt wurden). Jetzt wo versucht wird, Stadtbilder und Ensembles wenigstens durch Rekonstruktion von bedeutungsvollen Leitbauten zu verbessern, lehnt sie das ab, wie kitschige Elemente von Freilichtmuseen. Indem sie „neue, „zeitgemäße Zeitschichten“ sichtbar machen will, zerstört bzw. versteckt sie ganz bewusst tiefer liegende Zeitschichten aus dem historischen und kunstgeschichtlichen Gedächtnis der Stadt. Dabei wird sie unterstützt durch die Berliner Linken (Lederer) und deren einseitig ideologisches Geschichtsverständnis. Sie wird in ihrer Position die nächste Wahl sicher überstehen.
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