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Wilhelm von Boddien
Arn Praetorius
schrieb am 21. Dezember 2020 um 19:29
Meine herzlichen Glückwünsche an Wilhelm von Boddien und die ganze fleißige und hoch professionelle Gruppe in Hamburg. Der große Erfolg und das jetzt fertige, bestens gelungene (Teil-) Projekt Fassadenrekonstruktion des Berliner Schlosses / Humboldt-Forum gebührt höchste Anerkennung. Und es sind schon jetzt viel mehr als Fassaden. Alles hat wie ein Wunder zusammengepasst: die klar erkennende Vision einer historischen Notwendigkeit, die konzeptionelle Kraft, die kluge Einbeziehung weithin verfügbarer fachlicher Expertise, die oft unglaubliche Ausdauer und Geduld mit Skeptikern, die bewundernswerte Teamfähigkeit gegenüber und mit den Handwerkern, Künstlern und Ingenieuren, der ruhige und argumentative Umgang mit arroganten Architekten, die nicht verlieren konnten, die flexibel und doch standfeste Haltung gegenüber geschichtsvergessenen, „zeitgemäß und minimalistisch denkenden“ Senatsmitgliedern, die verständnisvolle Zurückhaltung gegenüber der ideologisch fixierter Engstirnigkeit mancher wehmütiger Altsozialisten, die noble Zurückhaltung gegenüber oberflächlichen, gewohnheitsmäßig destruktiv meckernden Journalisten, das hoch professionelle Spendenmarketing. Kurz gesagt. Ihr habt mich begeistert.
Jetzt stehen wir vor folgender Situation: Über die webcams wird man nicht mehr viel Neues sehen. Die weiteren Arbeiten finden hauptsächlich in den Räumen statt. Zwei Herausforderungen gehören meiner Meinung nach jetzt in den Mittelpunkt der Aktionen gestellt. Bevor die Energie der Spender nachlässt, ist der Aufbau neuer Spannung erforderlich:
1. Die Realisierung der noch fehlenden Skulpturen auf den Ballustraden
2. Die Realisierung der Gigantentreppe (und später des Rittersaales?)
3. Die Rückkehr von Neptunbrunnen und Rossebändigern (mit anderem Senat?)
Ich bräuchte dieses jetzt anstehende Programm wirklich nicht zu schreiben, denn Ihr wisst das selbst und Ihr seid in Hamburg bereits unterwegs. Danke und „Glück auf!“