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Wilhelm von Boddien

 

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Dr.-Ing. Jürgen Wessel schrieb am 11. Juli 2020 um 13:26
Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldtforum wurde im Jahre 2002 gemeinschaftlich von Bundestag und dem Abgeordnetenhaus von Berlin beschlossen zu einer Zeit, in der Kulturpolitik in der die Zuständigkeit Berliner Koalitionsregierungen ohne Vertreter der Partei die Linke lag. Danach fiel Kulturpolitik abwechselnd in die Verantwortung von SPD und PDS. Seit 2016 wird Kulturpolitik in Berlin von dem Politiker Lederer der Partei die Linke geführt, der nach eigenem Bekunden, die Idee und das Bauvorhaben des Berliner Schlosses seiner Amtsvorgänger aus ganzem Herzen ablehnt. Da er den Wiederaufbau nicht rückgängig machen kann, bleibt ihm nur noch auf die Gestaltung des Schloss-Umfeldes, das in die Zuständigkeit des Senats fällt, kompromisslos Einfluss zu nehmen Somit werden weder der Neptunbrunnen auf den Schlossplatz noch werden die Rossbändiger und die Oranierfürsten auf die Lustgartenseite des Schlosses zurückkehren! Die fürchterliche Wippe vor dem Eosanderportal, die vermeintlich das befreiende Lebensgefühl des Mauerfalls bezeugen soll und das zudem auch noch von dem CDU-Politiker Thierse initiiert wurde, beschädigt gewollt das Erscheinungsbild der wundervoll restaurierten Fassaden des Schlosses von Andreas Schlüter. Der so vollzogene Verlauf einer nun dreißigjährigen Restauration des Berliner Schlosses lässt an der Sinnfälligkeit demokratischer Entscheidungsprozesse zweifeln. Demokratie läst sich doch nicht durch schadenfreudige Provokation im Detail einer mehrheitlich entstandenen Gesamtlösung exekutieren! Kulturpolitik für eine Stadt wie Berlin sollte sich stattdessen mit Sachverstand der Verantwortung für das Vermächtnis einer sich über achthundert Jahre entwickelten Geschichte stellen. Im konkreten Fall des Schloss-Umfeldes sind dies mit Rossbändiger, Oranierfürsten und Neptunbrunnen kulturhistorische Bezüge, die nicht mit Methoden sektiererischer Parteipolitik verleugnet werden sollten.
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