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Wilhelm von Boddien

 

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ps schrieb am 4. Februar 2020 um 13:54
Es ist doch sehr erfreulich, dass dieser große freie Platz in der Mitte Berlins mit einem angemessen Bauwerk eine Würdigung erhält. Spannend ist insbesondere, wie es aussieht, wenn die Westseite mit Kuppel fertiggestellt und von den Baugittern befreit ist. Die Verbindung von alt und modern gefällt nicht jedem. Auch nach meinem persönlichen Empfinden beißen sich die Kontraste vor allem zwischen Süd- und Ostfassade zu sehr und wirkt der Ostanbau hier zu massiv. Hier und in abgeschwächtem Maße im Schlüterhof wären sanftere Übergänge fürs Auge des Betrachters angenehmer gewesen. Auch eine farbliche Anlehnung der Ostfassade an diejenige der anderen drei Seiten wäre ggf. eine Überlegung wert. Die Architekturbüros Kollhoff und Tchoban hatten hier, wie ich finde, für die Ostseite erkennbar ansprechendere Entwürfe (allerdings an anderen Stellen Schwächen gegenüber dem Entwurf Stellas). Schade ist auch, dass der Eosanderhof nicht wiederkommt. Hier hätte ein offener städtischer Raum entstehen können, wie man es vom Louvre in Paris her kennt. Die Idee der Nord-Süd-Passage ist jedoch ebenfalls ansprechend, zumal die Innenportale mitrekonstruiert werden. Nur wirken diese dort etwas erdrückt. Alles in allem ist es eine tolle Sache, dass dieser Platz wieder mit einem standesgemäßen Gebäude bebaut wird. Gleichwohl sollen ein paar Kritikpunkte aus ästhetischen Gesichtspunkten bei der Verbindung von alt und neu erlaubt sein. Vielleicht besinnt sich der Bund bzw. die Stadt Berlin ja in Zukunft nochmal, die Ostfassade optisch ansprechender an den Rest des Humboldt-Forums/Berliner Schloss zu integrieren. Interessant für den Gesamteindruck wird außerdem sein, wie weit die Außengestaltung, bspw. mit dem Neptunbrunnen und den Kolonnaden wiederkommt und welchen Effekt die Grün-/Baumbepflanung haben wird.
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