Gästebuch

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Wilhelm von Boddien

 

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Müller-Kirsten, H.J.W. schrieb am 4. Januar 2018 um 12:54
Alle deutschen Äußerungen zum Thema ``koloniales Erbe\'\' sind vom indoktrinierten und verinnerlichten deutschen Schuldkomplex gekennzeichnet. Angeblich handelt es sich bei dem Thema um ein weiteres ``dunkles Kapitel der deutschen Vergangenheit\'\' mit ``Gräuelgeschichten über Plünderungen, Strafexpeditionen und Raub\'\', und man sieht eine Verbindung zur ``Aufarbeitung der Gräuel der NS-Zeit\'\'. Alles übertrieben! Die Deutschen kamen erst lange nach Briten, Spaniern und Franzosen und den heute so feinen Niederländern und Belgiern in den Kreis sog. ``kolonialer Ausbeuter\'\' und waren das auch nur für sehr kurze Zeit. Dennoch laben sich die (umerzogenen) Deutschen heute mit ihrem masochistischen Schuldkomplex an nationaler Selbsterniedrigung, Reue und Wiedergutmachungsbereitschaft. Dieser Selbstverleugnung entnehmen sie den Anspruch auf universalistische Supermoral, die sie allen anderen aufzwingen wollen -- wie Prof. Parzinger mit seiner Forderung nach international ``verpflichtenden Prinzipien\'\'. Die anderen werden sich diesem deutschen Diktat nicht beugen. Die haben ein gesundes Selbstbewusstsein (anders als die Deutschen). -- Die allermeisten Gegenstände in deutschen Museen dürften völlig legal erworben worden sein - so wie heute Touristen Souvenirs erwerben. Ich bereiste 1975 Papua-Neuguinea. Es war möglich z.B. in Siedlungen am Sepik-Fluss für wenig Geld massenweise Holzschnitzereien jeder Art zu erwerben, und die Einheimischen wären jedem der raren Besucher sehr dankbar gewesen. Von Ausbeutung kann überhaupt keine Rede sein.
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