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Wilhelm von Boddien

 

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Jan Reimond schrieb am 28. August 2013 um 11:15
An diesem geschickt eingerührten Großprojekt stimmt im Grunde nichts: die Fassadenrepliken sind zutiefst unwahr und pseudohistoristische Lügen. Inhalt und Form gehen überhaupt nicht zusammen. Warum? Weil die SPK (Prof. Lehmann) irgendeinen content für die Hülle liefern sollte/wollte. So kam die fehlende Legitimierung zustande. Die Deckenhöhen innen passen nicht mit den außen suggerierten Raumhöhen zusammen. Es wird sinnlose Luftgeschosse geben, von den Brüstungen wird man auf das willkürlich zusammengestellte Ethnoinventar blicken. Südseehütten und Kongo-Masken. Dabei passen nicht mal die polynesischen Langboote aus Dahlem hinein. Die Masse der Objekte der Ethnologischen Museen muss im Depot bleiben. Die ZLB zeigt also eine \"passende Auswahl\" ihrer Bestände. Wozu? Wem nützt eine Buchausstellung, und was soll sie bedeuten? Wenn man wenigstens der Raumnot des Märkischen Museums durch Einzug in das \"Schloss\" abgeholfen hätte. Die wollten aber auch nicht, weil das Haus als Musum völlig ungeeignet ist. Ein wahrer Baumeister seiner Zeit wie Schinkel würde im Grabe rotieren, müsste er den grotesken Unfug auf dem \"Humboldtforum\" erleben. Genau so pseudohistoristisch würde er eben niemals bauen. Dafür brachte es Helmut Schmidt aber neulich auf den Punkt als er sagte: er versteht nicht, was dieses seltsame Projekt soll?
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