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Wilhelm von Boddien

 

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Kreuzberger schrieb am 28. März 2012 um 20:50
@ S.Hensel Bei allem Unverständnis gegenüber den Schloßhassern und ihrer Paranoia bezeichne ich mich doch immer noch als linksliberal, nur eben mit der Hausbesetzererfahrung, daß alte Bausubstanz wenn immer möglich erhalten werden sollte, denn die moderne Architektur hat vielleicht alles, aber eben keinen Charme. Vor allem nicht, wenn sie inmitten großartiger historischer Bauten auftritt. Ich wünsche mir, daß sich Touristen einmal auf dem Schloßplatz umsehen und fotografieren können, ohne irgendwelche geschmäcklerischen Versuche neuerer Architektur vor die Linse zu bekommen. Ich denke hier vor allem an die geplante Thyssen-Repräsentanz und dieses Einheitsdenkmal, welches das Volk wohl dazu einladen soll, sich endlich selbst zu verschaukeln. Andererseits wundere ich mich wiederum, wie verbissen an anderer Stelle an provinziellen Traufhöhenverordnungen und Hochhausallergien festgehalten wird, nur um unseren grünen Schwaben ihre heimatliche Idylle inmitten einer Großstadt zu garantieren. Gerade am Spreedreieck hätte doch wirklich dreimal so hoch gebaut werden können und auch gegenüber dem Allianzhochhaus in Treptow hätte sich ein entsprechendes Pendant am nördlichen Spreeufer gut gemacht. Überhaupt eignet sich der gesamte Osthafenbereich für eine Hochhausbebauung, die aber durch die Aktivitäten linker Naturfreunde verhindert wird, die diesen ganzen Bereich wohl schon für künftige Favelas mit einer Traufhöhe von 2,20 m verplant haben. Danke übrigens für Ihren Link. Es ist tatsächlich an der Zeit, beim Wohnungsbau nochmal dort anzusetzen, wo menschenfreundliche Proportionen und harmonische Fassaden Lebensqualität über den momentanen Zeitgeist hinaus garantieren. Nicht umsonst steht der Berliner Altbau nach wie vor obenan in der Beliebtheitsskala der Bewohner. Viele Grüße aus Kreuzberg!
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