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Wilhelm von Boddien

 

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Kreuzberger schrieb am 8. Juli 2011 um 20:37
Nun scheint ja endlich alles geklärt zu sein. Was man hat, das hat man und so können wir uns wieder einigen grundsätzlichen Fragen zuwenden. Der Spreeseite zum Beispiel. Wer garantiert eigentlich, daß die geplante Parkhausfassade nicht schon in zehn oder zwanzig Jahren keiner mehr sehen will, weil man dann erst das Gesamtensemble so richtig zu schätzen gelernt hat? Wäre es deshalb nicht angebracht, hier vorerst keine allzu vollendeten Tatsachen zu schaffen, die nur sehr schwer wieder rückgängig zu machen wären, wenn denn der ganze Reiz dieses Baus erst einmal offenbar geworden ist? Es wäre durchaus machbar, die barocke Fassadenstruktur einfach fortzuführen, ohne Schmuckelemente, ohne Stilbrüche und ohne größeren Mehraufwand, aber mit der Option, diese Fassade irgendwann einmal nachzurüsten, um wenigstens ein einheitliches Gesamtbild zu erreichen, wenn auch unter Verzicht auf die Rekonstruktion der ursprünglichen Gebäudeteile wie Apothekerturm etc. Sollte das jetzige Marx-Engels-Forum einmal bebaut werden, dann sicherlich in einem sehr gehobenen und luxuriösen Stil, wie er sich jetzt schon als Planung neben der Friedrichwerderschen Kirche abzeichnet. Und wer hier wohnen wird und ein veritables Barockschloß vor dem Fenster hat, will auch ein Schloß vor dem Fenster sehen und keine x-beliebige Betonfassade, wie sie jeder 12jährige entwerfen kann!
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