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Wilhelm von Boddien

 

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Maus schrieb am 8. Juli 2010 um 16:49
\"... aus der bürgerlichen Mottenkiste des 19. Jahrhunderts ...\" Mosebach hier zu finden darf nicht verwundern. Der Leser darf sich ausnahmsweise einmal von der Internetenzyklopädie Wikipedia, unter dem Punkt \"Kritik\", ein wenig zu diesem Schriftsteller anlesen. http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Mosebach ___ Aus dem unten verlinkten FAZ-Artikel: \"... Gründerzeitwohnungen sind dann auch die Übertragung des Schloss-Ideals in bürgerliche Verhältnisse ...\" ___ Nun, der Beitrag (2347) läßt sich sehr gut zur Untermauerung meiner letzten Ausführungen unten heranziehen. Es passt doch alles sehr gut zusammen. Natürlich braucht die neoliberale Prominenz repräsentative Schlösser, um sich genau so, wie vor mehr als hundert Jahren auch, selbst zu feiern, sich als den neuen \"Adel\" betrachtend, und architektonisch auf diesen anspielend. Natürlich hat die Gründerzeit \"Schmock\" hervorgebracht. Den Gästen hier empfehle ich nur einmal den ersten Kommentar in der FAZ nachzulesen. ___ Die geistige Eindimensionalität, die hier wie da nicht überwunden werden kann, lässt sich eben auch daran erkennen, dass nicht erklärt werden kann, w a s denn \"modernes Bauen\" beinhaltet. Keine Frage, es gibt gute und schlechte, oder sagen wir auch, unangebrachte Architektur. Das aber heute und auch gestern! In der FAZ heißt es weiter, zum Schloss der Gründerzeit: \"... das wurde nun in großen Wohnvierteln tausendfach für Beamte und Professoren, für Ärzte und Anwälte verwirklicht ..\" ___ Ganz genau, - nämlich für eine Gesellschaft, die wie die Monarchie repräsentieren wollte, sich vom Rest dadurch abgrenzte, und das architektonisch zum Ausdruck brachte, schön, aber auch a u t o r i t ä r - Architektur ihrer Zeit eben. Sollten jene wieder an Land gekrochen kommen, die die großen Gräben in der Gesellschaft haben möchten? So gross, das keiner hinüberkommt?
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