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Wilhelm von Boddien

 

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walter schrieb am 9. Juni 2010 um 23:50
Bei Wikipedia (das muss ja nicht stimmen, aber ein Körnchen Wahrheit ist immer drin...) lesen wir zur „küstlerischen Bedeutung“ des Stadtschlosses: Wenngleich das Berliner Schloss stets unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu entstehenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble. Auch war das Schloss Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde durch die sogenannte „Schlossfreiheit“ verdeckt. Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“. Wollen wir uns wirklich ein im Sinne des Schöpfers unvollendetes Ding in die Stadt setzen, das zumal noch eine ungünstige Fernwirkung hat? Das zeugt doch von schlechtem Geschmack, dafür würden andere nicht einen Cent hingeben. Ehrlich, das Ding sieht doch nicht toller aus als alle anderen Preußenbauten unter den Linden, der spießig-preußischen Prachtallee, man fragt sich ja immer, wo die damals dieses narzistisch protzende Selbstverständnis hergenommen haben.
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