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Wilhelm von Boddien

 

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MagDLM schrieb am 8. Juni 2010 um 13:35
auch ich warte seit geraumer zeit auf eine umfangreiche aktualisierung dieser internetpräsenz. immerhin hat sich die lage durch die bekannten ergebnisse des \"spargipfels\" geradezu dramatisch verändert- und (noch) immer kein wort hier von repräsentanten des fördervereins. doch: muss man nicht hierfür auch etwas verständnis haben? die damen und herren wähnten sich nach bald zwei jahrzehnten praktisch am ziel aller bemühungen und hoffnungen. zwei bundestagsbeschlüsse, ein abgeschlossener architektenwettbewerb (wenn auch mit einem - in meinen augen - schwachen sieger), geschlossene verträge etc. und plötzlich, binnen tagen steht alles auf der kippe, nichts kann mehr als sicher gelten ... dass hier eine gewisse schockstarre entsteht, ist nachvollziehbar. und was soll auch jetzt, so unmittelbar nach dem uns doch alle etwas erschütternden beschluss, schon substantielles gesagt werden? dass man weiter um das projekt kämpfe, dass man nicht aufgebe, dass man von der idee auch weiter fest überzeugt sei, dass man fest davon ausgehe, 2014 tatsächlich beginnen zu können - wäre das denn mehr als das pfeifen im walde? ich ganz persönlich bin nach der inaussichtstellung des termins 2014 nicht mehr ganz so pessimistisch wie noch während der letzten spekulationen im vorfeld der klausur der schwarz-gelben. dort hieß es noch, dass mit dem bau erst nach der sanierung der staatsfinanzen begonnen werden könne - also: am st.-nimmerleinstag. jetzt aber existiert noch die (gegenwärtig eher geringe) aussicht, ca. 2020 endgültig das humboldt-forum entstanden zu sehen. und dennoch: ich möchte erneut darauf hinwiesen, dass der förderverein schnellstens eine kehrtwende vollziehen muss: weg vom SCHLOSS, hin zum humboldt-forum! es ist schlicht nicht vermittelbar, warum man angesichts knapper kassen und empörend unausgewogener sparideen ein SCHLOSS errichten sollte. diese erfahrung dürfte doch jeder freund der idee schon mehrfach auch in gesprächen im privaten umfeld gemacht haben. man beachte hierzu auch einmal die online-leserkommentare großer deutscher tageszeitungen (faz, sz, ftd): man kann schon unterstellen, dass dort menschen mit intellekt aktiv sind. der tenor ist eindeutig: \"wer braucht ein SCHLOSS?\" dass es sich um einen museumsbau handelt/hätte handeln sollen, ist selbst bei ansonsten gut informierten zeitungslesern nie wirklich angekommen. kunststück: selbst heute noch liest man in den zeitungen stereotyp immer wieder die meldung, das SCHLOSS liege auf eis. nein, das SCHLOSS liegt dank hitler und ulbricht in der gruft der ewigkeit (zu meinem allergrößten und ewigen bedauern!), von wo es nie wiederkehren wird. gekämpft werden muss nicht für das SCHLOSS, sondern für das humboldt-forum. das ist es, was vermittelt werden muss, von menschen, die aber bereit sind, das zu unterscheiden. passen wir doch alle, die wir das forum wünschen, auf, die äußere gestalt, also die ehedem geplangten barockfassaden, auch unterbewusst nicht als SCHLOSS zu verstehen - es ist ein museumsbau, der die museumslandschaft berlins und deutschlands so ungeheuer aufwerten könnte. ich hoffe das beste für das projekt! herzliche grüße aus hessen
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