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Reinhard Rupsch, 52, schrieb am 24. Dezember 2001 um 23:00
Aus der Diskussion mit einer Anhängerin des "Palastes der Republik". Zur Behauptung, die "DDR"-bauten würden gezielt aus dem Stadtbild getilgt: Liebe Franziska, hat irgendwer dem Abriß der Frankfurter-Tor-Türme oder der Hochhäuser am Strausberger Platz sowie deren an der Leipziger Straße das Wort geredet? Ist das Staatsratsgebäude am Schloßplatz gefährdet? Wird das IHZ an der Charlottenstraße getilgt? Oder etwa der "Palast der Tränen" am Bahnhof Friedrichstraße? Oder das "Haus des Lehrers", vielleicht gar der Fernsehturm am Alexanderplatz? Eben nicht. All´ das sind Marksteine der DDR-Architektur, die erhalten bleiben, renoviert wurden, sogar - teilweise - unter Denkmalschutz stehen. Betroffen von Asbest-Sanierung und Abriß waren das "Ahornblatt", die (noch nicht fertiggestellten) "Friedrichstadtpassagen" und jetzt der "Palast der Republik" - alles Gebäude, die der Gastronomie, der gehobenen Freizeitgestaltung der "DDR"-Bürger dienen sollten bzw. dienten. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Bauten erfordert heute besondere Feinheiten in Entwurf und Ausstattung. Die vorgenannten Gebäude entsprachen diesem Anspruch ebensowenig wie das riesige Ku´-Damm- Quarrée gegenüber dem Kaffee Kranzler in West-Berlin. Auch das wurde - gerade 15 Jahre alt - nach 1990 abgerissen. Warum sollten die anderen dementgegen stehenbleiben? Nach Abriß des Hohenzollernschlosses füllte der PdR den Platz nur unzureichend. Niemand braucht (Gott sei Dank!) mehr Aufmarschflächen. Die 100.000 qm Ausstellungs-, Festsaal- und Gastronomiefläche werden laut Gutachterkommission gebraucht. Sie modernistisch zu bauen kostet ca. € 0,7 MRD. Weitere € 0,07 MRD kostet die ergänzende Gestaltung der Schloß-Elemente. Gemessen an den Verlusten der Berliner Bankgesellschaft sind das doch "Peanuts", oder? "Ostalgie" in Ehren. Den 90ten Geburtstag meines Großvaters haben wir im PdR gefeiert. Eine schöne Erinnerung! Aber schon damals hatte "Erichs Lampenladen" auch noch den Spitznamen "Ballast der Republik" - wegen seiner immensen Betriebskosten. Friede seiner Asche! meint Dein Reinhard
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